Etwas bpom hHhumor.
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GCanlorge amant, humores! Ich weiß kein besseres Wort
Sals dieses „alte“, dessen Ursprung ich allerdings noch
nicht habe entdecken können. Im Büchmann steht es nicht.
Bielleicht ist es gar nicht so alt und klassisch. Aber eine
Wahrheit enthältes. Auch in der wörtlichen Uebersetzung,
die lautet nämlich: Sänger lieben die Feüchtigkeiben. Das
lateinische Wort Humor heißt so viel wie Saft, was nicht
eben gleichbedeutend mit Alkohol zu sein braucht. Mein
altes weisheitsvolles Fremdwörterbuch spricht an der be—
treffenden Stelle des weiteren von „sprudelnder Kraft“,
ovn „fröhlicher Aufsassung“, von „tiefer, die glatte Wirk⸗
lichkeit meidender, verborgene Beziehungen aufsuchender
Betrachtung der Dinge“. Das ist schön. Ja, so verstehen
vir den Humor, den in unser Volk zu tragen auch eine
vahrlich nicht geringe Aufgabe der deutschen Sänger ist,
die sie eigentlich zu allen Zeiten gepflegt haben. Heute
mag mancher meinen: die Gegenwart ist zu hart, wo soll
da der Humor herkommen? Nun, der ist immer da! In
dezug auf ihn unterscheide ich drei Sorten von Menschen:
Erstens solche, die ihn von Natur haben, als Gottesgeschenk,
als besondere Gnade für sich und ihre Mitmenschen; zwei—
tens solche, die ihn nicht haben, aber herzlich verstehen;
und drittens solche, die ihn weder haben noch verstehen.
Den bedauernswerten Geschöpfen dieser letzten Sorte ist
hier auf Erden und in aller Ewigkeit nicht zu helfen.
Die wertvollste ist natürlich die erste. Ihre Vertreter
sollte man hegen und pflegen. Gerade in der Jetztzeit!
Sie sind Goldes wert; sie versagen auch kaum in den
schwierigsten Lebenslagen und wirken Wunder, wo nie—
nand mehr an solche glaubt. Davon weiß wohl jeder
Kriegskamerad Beispiele zu erzählen. Beinahe tragisch ist
es aber, daß die Huümorbegabten sich manchmal selbst nicht
helfen können, wie es dem bekannten Dichter von „Robert
und Bertram“, dem Dresdner Hofschauspieler Raeder ge—
gangen sein soll, der, in melancholischer Stimmung bde—
troffen, von einem Unbekannten den guten Rat echielt:
„Gehen Sie bloß mal ins Theater, und sehen Sie sich
den Raeder an, Sie lachen sich gesund!“
In guten Zeiten lustig zu sein, ist keine Kunst. Zum
dumor gehört eben manchmal Mut, und dann schafft er
auch wieder welchen. Es will mich dünken, als sei auf
den Programmen unserer Gesangvereine der gute Humor
recht spärlich geworden. Das kann nicht allein au den
schlechten Zeiten liegen, sondern ich meine, es spielt ein
wvenig Ueberhebung auf der einen Seite und Aengstlichkeit
auf der andern mit. In einer Zeit, da man gern den
Männergesangvereinen die künstlerische Berechtigung ab—
pricht, will natürlich jeder strebfame Dirigent Höchst—
eistungen erzielen und greift nach ernsten Terten und
schwierigen Sätzen, um vor einer hohen Kritik bestehen
zu können. Das ist ganz verständlich birgt aber ohne Zweifel
eine große Gefahr in sich, die ich zunächst nuͤr witteve,
nämlich, daß wir in die Stromschneélle eines Musikbetriebes
hineinsegeln, der unserem deutschen Sang die Seele raubt.
Heiterkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht!
Wahrhaft heiter aber kann nur der sein, der harmslos im
Bemüte ist, der aus der intellektuellen Hochflut sein naives
Urteil sich rettet. Was könnten wir da von unferen Klaf—
sikern lernen! Für die galt und gilt das Wort Goethes:
Ich liebe mir den heitern Mann
oor allen unter meinen Gästen;
wer sich nicht selbst zum besten haben kann,
der ist gewiß nicht von den Besten!
In einem „seriösen“ Programm der Universitätssänger—
dereins zu St. Pauli in Leipzig aus den 806er Jahren
»es vorigen Jahrhunderts findet sich der Walzer von
Koschat „Am Wörther See“, der übrigens den Paulinern
gewidmel ist. War das damals geschmacklos? Oder nur
ingebildet? Oder fehlt es uns heute an Mut zum Humor?
— Nur Böswillige könnten schließen, daß ich etwa gar
»en „Humoristen“ in unseren Gesangvereinen das Wort
eden wollten, die Hier und da immer noch eine Rolle
pielen. Kaum glaublich, aber wahr! Endlich sollten sich
»och alle Gesangvereine auf ihre Würde besinnen und
richt faule Witze mit Humor verwechseln. Wer guten
Willens ist, weiß, wie ich es meine. Des echten Humors
dürfen wir uns auch auf guten Programmen nicht schämen.
xEs braucht uns damit nicht zu gehen wie den Bauern beim
deichenschmaus mit dem Kartenspiel, die nach dem ersehnten
Zchluß des offiziellen Teiles meinten: „Der Paster ist weg,
jer mit der Schkatkarte!“
Und wenn die Vereine wieder Mut zeigen, den echten
deutschen Humor ernst zu nehmen, dann werden auch die
Komponisten nicht fehlen, die ihre Programme mit wert
vollen Gaben schmücken.
Franciscus Nadler.
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Mannerechore
von Franziscus Nasler
Op. 28 Nr. 1. Mahnspruch: Wer darf klopfen?
Der „Mahnspruch“ von Fr. Nagler, ein pechendes
nervenerschüiterndes Werk. mitreißend und von innerer
Krast. Osisee· Zig. Stettin
2. Im Grase taut's: Im Grase taut's.
3 Wegewart: Es wartet ein bleiches Jungfräulein.
Ein kleines Lied, wie gehts nur an.
Mädel, der Mai ist da: Ist es denn wahrꝰ
Trost: Weit in der Welt umhber.
3Zeherzigung: Feiger Gedanken, bangliches.
Sonnenaufgang: Die Erde ruht in tiefer
Wunsch: Ins Tannengrün da möcht' ich.
Frühlings Einzug: Die Fenster auf.
ãoodwin Sand: Das sind die Banke.
Heimfahrt: Ein lebensshäumender Tag.
kFrühlingsrufe: Wo wir einst gewandert.
lin der Rirschenblüt': Draußen am Platsz.
Wandern: Ih wand're sonder Zweck.
3. Der starke Tobak: Als der Teufel.
4. Volksweise: Es war im Dorfe, aos
Die Chöre können wohl gefallen, zeigt Sich doch in ihnen der Romponist
als Meister des wohlbekannten Satres. Mit Ausnahme des ernstgehnaltenen
letaten sind sie auf einen heiteren, fröhlichen Ton gestelit, der
lem Romponisten sehr gut ansteht. Ganz prächtig und mit eusgelassenem
Humor ist die Dichtung von Ropisch vertont. (Etwas für Solo-Iuartettel)
„Wondern“ mit der schönen Dichtung von Löwenberg ist
endlidh einmal ein auch musikalisch gehaltvosler Sangermarsch unä im
æsten Chore jubelt es von Frũhlingslust und -liehe Die Chöre werden
sãngern und Hörern Freude bereisen. Die Hormonie.
vuerlangen Sie dĩe Partituren zur Ansenht
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Ernst Eulenburs, Leipzis 6(1
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5 Liederiaflern und Sangessfreunden zur Kenntnis, daß eine
Sopranistin J. Ranges
v Liedertaflern und Sangesfreunden zur Nachricht. daß eim
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Aer II. Tenorist
Emilianer
als Sonntagskind in unserem Heim das Licht der Welt erblidate Für weiteræ
Stimmentwichelung wird gesorgt von
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Willi Wagner und Frau Maria
Keuchinden. den 15 Setember 190290
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heute 2u unserer Freude glücklich angekommen ist.
losef Zimmer und Frau Gerfa.
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