Full text : 7.1929-1930 (0007)

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Straßen der Stadt, bei welchem den Vereinen aus dem
Zaargebiet begeisternde Huldigungen dargebracht wurden.
Berne denkt die Gesellschaft der Sangesfreunde an die
Stunden in Trier zurück, und beim Abschied wurde das
bersprechen auf ein „Wiedersehen“ gegeben.
M. G. B. „Liedertasel-Hannmmonie“ Saarbrücken 5 unter—
iahm seine Sängerfahrt nach Bingen. In Bad Kreuznach
wurden wir von dem Vorsitzenden des Rhein-Nahe-Sänger—
bundes, Buddenberg, empfangen, der in liebenswürdiger
Weise die Führung durch die Stadt Kreuznach übernahm,
die Führung durch den Kurpark und das Bäderhaus über—
nahm Herr Dörter von der Kurhausverwaltung. Im Kur—
ark wurden einige Chöre unter der bewährten Stab—
führung von Chormeister Lehrer H. Wagner vorgetragen,
welche mit Begeisterung von den Kurgästen aufgenommen
wvurden. Am Schlusse der Darbietungen dankte die Kur—
zausverwaltung durch Ueberreichung eines prächtigen
Bßlumenstraußes an den Dirigenten. Zum Empfange in
Bingen waren Vertreter der Brudervereine „Sängerbund“,
Liederfreunde“ und „Schubert-Quartett“ erschienen, die sich
nit uns zu einem glänzend verlaufenen Festabend im
„Pariser Hof“ vereinigten. Nach dem Eröffnungsmarsch
angen die vereinigten Binger Gesangvereine unter ihrem
rührigen Dirigenten Studienrat Sack „Wo gen Himmel
Fichen ragen“. Der Vorsitzende der „Liederfreunde“, Moß—
zach, begrüßte uns Sänger von der Saar mit kernigen
Worten. Ein von Herrn Dietz verfaßter und von dessen
Tochter herrlich gesprochener Prolog hieß uns Saarländer
herzlich willkommen. Sangesbruder Hartmann brachte
inseren Dank für die überaus sangesbrüderliche Aufnahme
zum Ausdruck. Unsererseits wurde sodann der Chor „Auf
dem Meere“ von W. Heinemann vorgetragen. Das reich—
haltige Programm wickelte sich in schönster Harmonie ab.
darbietungen der Sopranistin Daus und des Tenoristen
Z„chwarz unter vorbildlicher Begleitung durch Studienrat
Zack boten ans allen einen herrlichen Genuß. Unser Ver—
eihung der Vereinsnadel wurden die Vorfitzenden der
Binger Vereine Moßbach „Liederfreunde“, Kneisch „Sänger-—
hund“ und Beckerle „Schubertquartett“ mit ihrem Diri—
genten Studienrat Sack ehrenhalber zu Mitglieder unseres
Vereins ernannt. Nach der Ueberreichung der Vereins—
nadeln der beteiligten Binger Vereine an unseren Vor—
itzenden fand der offizielle Teil seinen Abschluß. Mehrere
Zänger tauschten gegenseitig das Hessische gegen das Saar—
Sänger-Bundes-Abzeichen aus, um das Band zwischen
Rhein und Saar zu einem festen züsammen zu schließen.
Während des Kommerses ging ein Begrüßungstelegramm
»on Bürgermeister Dr. Sieglitz mit folgendem Wortlaut
ein: Den Saarbrücker Sängern entbiete herzliches Will—
kommen in unserer Rheinstadt Bingen. Dem Kommers
vünsche frohen Verlauf! Der Sonntag brachte eine Dampfer—
iahrt nach St. Goar, den Besuch von Aßmannshausen, des
NRiederwalddenkmals und einen Abschiedstrunk in
Bingen. Nach einem Rheinlied verließen wir unter großem
zJubel und Tücherschwenken die Halle des Bahnhofs zur
deimfahrt. Die Stunden, die wir mit den Binger Sanges—
rüdern verleben durften. werden uns unveragessen
Aleiben!
M.G.V. „Rheingold“ Saarbrücken 5 unternahm eine
Zängerfahrt nach Martin-Weyerbach zum Besuch des dor—

igen Männergesangvereins, verbunden mit einem gemein—
chaftlichen Konzert. Beim Eintreffen wurden die Saar—
änger durch den Vorsitzenden Simon und andere Ver—
reter recht herzlich begrüßt, und nach erfolgter Auf—
tellung vor dem Bahnhof unter Vorantritt einer Musik—
'apelle ging es mit klingendem Spiel nach dem Vereins—
okal des oben genannten Vereins. Nach Empfang in den
gastlichen Freiquartieren und nach Einnahme eines Im—
sisses trafen sich abends die Sänger im Vereinslokal, wo
nan bei jedem die Freude über die liebevolle Aufnahme
eststellen konnte. Punkt 9 Uhr erschallte der Marsch
Deutsche Kameraden“ durch den Saal, und nach „Schäfers
zonntagslied“, vorgetragen vom M.G.V. Weyerbach, be—
zrüßte Bürgermeister Ruwiedel im Namen der Ortsgemeinde
zie Sänger von der Saar und gab der Freude Aus—
»ruck, daß das Saargebiet in kurzer Zeit, mit der Nahe
zerbunden, dem deutschen Vaterlande wieder angehören
nöge. Nach Absingen des Deutschlandliedes bestieg der
Lorsitzende des M.G. V. „Rheingold“, Henrici, das Redne—
rult, dankte in bewegten Worten dem Vorredner und
iberreichte dem Verein einen Fahnennagel als Symbol
der Treue. Hierauf konzertierte die überaus gut geschulte
32 Mann starke Musikkapelle unter Leitung des Musik—
neisters Schmidt aus Oberstein. Auch zwei Weyerbacher
dinder, Lang und Feistel, die dem M.G.V. „Rheingold“
chon viele Jahre angehören, forderten ihre heimatlichen
zangesbrüder in markigen Worten auf, sich rege der
zangeskunst zu betätigen mit dem Aufruf: „Im Liede stark,
reu bis ins Mark!“ Die hierauf vorgetragenen Chöre
»es M.G. V. Rheingold“ unter Leitung ihres tüchtigen
khormeisters Rasgon wurden von den Anwesenden mit
pannender Aufmerksamkeit gehört und ernteten nicht enden—
rollenden Beifall. Gegen Mitternacht erreichte die schlichte,
iber eindrucksvolle Feier ihr Ende, der gemütliche Teil
rat in seine Rechte und hielt die Sänger bis in die
rühesten Morgenstuünden zusammen. Sonntag morgen legte
M.G.V. „Rheingold“ in dankbarer Ehrung der gefallenen
delden unter Absingen zweier Lieder einen Lorbeerkranz
in geweihter Stätte nieder. Noch lange werden den Saar—
ängern die unvergeßlech herrlichen Stunden im schönen
Nahetal in Erinnerung bleiben!
Gau Saarlouis

„Hinein in die blühende Welt“, das war die Parole
»es Sängerbund Saarwellingen, als er sich in früher
Morgenstunde mit 110 Sängern auf Sängerfahrt begab:
rzalt es doch an der Mosel entlang zum blühenden Rheines—
trand zu fahren. Bald war Koblenz erreicht, und jedem
raren schon genußreiche Stunden beim Anblick der schönen
Moselstädtchen mit ihren herrlichen Weinbergen und Burgen
zuteil geworden. Dann ging es weiter nach Rübenach, wo
vir uns zu einem großen Sängertreffen verpflichtet hatten.
stomantisch gelegen winkte uns der Ort in seinem fest—
ichen Schmuck entgegen. Nach cinem schönen Empfang auf
dem Bahnhof marschierten wir unter den Klängen der
hemaligen Koblenzer Pioniere in das Städtchen ein. Dort—
elbst beteiligten wir uns als einziger Saarverein an
ziinem Singen in der 1. Landklasse und gingen als Sieger
der ganzen Landklassen hervor, wofür wir nebst kostbaren
Preisen die rheinische sisbervergoldete Kette erhielten.

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