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die gesungenen Lieder: „Hans von Vignau befaßte sich
nit Löns, freilich in einer viel herkömmlicheren Weise mit
auber formulierten Kadenzierungen, bei denen besonders
der Kehrreim in zu bekannten Phrasen ausklang. Ein
urzes lettisches Liebeslied, in der Fraktur etwas abrupt,
»och schmissig hingesetzt, ist in seinem e e und
nelodischen Nationalcharakter von Wilhelm Reitich recht
lücklich erfaßt worden. Die Trinkliederreihe des talent—
ollen Hans Gebhardt konnte sich sicher behaupten. Geb—
hardt schreibt einen durchsichtigen, polyphonen Stil, weiß
hythmisch markant zu eien und schöpft vor allem mit
er rechten een igen Laune aus dem Vollen seiner
seiteren, textlichen Vorwürfe.“ Heute nach Ablauf der
stürnberger Sängerwoche darf ruhig gesagt werden, daß
der, St. Johanner Sängerbund die Sieder zur vollsten
zufriedenheit der Komponisten gesungen, daß er das Saar—
lebiet und den Sgar-Sänger-Bund würdig vertreten hat.
die Tatsache sprach sich aguch aus in dem nachfolgenden
dommers mit der Gesangsgesellschaft des Kultur⸗ und
mdustrievereins Nuürnberg, die den Verein während seines
Aufenthalts in Nürnberg betreute. Der Vorsitzende, Ge—
eimer Justizrat Dr. Kart Stauder, ehrte den Saarbrücker
Berein — Ueberreichung der Ehrennadel an den Vor—
itzenden Fritz Grebe. Der St. Johanner Sängerbund über—
reichte dem Geheimen Justigrat Dr. Stauder, dem Vor—
itzenden Kindler der Gesangsgesellschaft und dem geschäfts—
ührenden Vorstand, sowie den anweseden Kompouisten
dans von Vignau, Hans Gebhardt und Wilhelm Rettich
sie Ehrennadel des Vereins. Nach Abschluß des letzten
donzertes fand im Rathaus ein Ehrenabend für die Kom—
»onisten, Vorsitzenden und Chormeister, veranstaltet von
der Stadt rnher statt. Gleichzeitig war im Festsaal
des Heimes des Kulturvereins ein Kommers für die mit—
virkenden Sänger. Die Sängerwoche mit viel Arbeit, Muͤhe
uind persönlichen Opfern ist nun vorbei. Möge es den
stomponisten vergönnt sein, für sich weiterhin Anerkennung
und Erfolg zu erhalten. Für die Vereine aber erwäch—
n dinne die Verpflichtung, auch der modernen Mufif
nehr als es bisher geschehen ist, Pflege und Förderung
angedeihen zu lassen! Ir. Gr.
Ddie Anschaffung und Erlernung von Pflichtchören erweist
sich als unumgänglich notwendig, um bei derartigen Ge—
legenheiten ohne weiteres zusagen zu können. Es soll dies die
erste Aufgabe des neuen Gauchormeisters sein. Diese Pflicht—
chöre sollen auf Kosten des Gaues beschafft werden. Die
Stadt wird jedoch bei Gelegenheit gebeten, in Zukunft
früher an den Gau heranzutreten, um eine einwandfreie
Programmabwicklung garantieren zu können. Fünf ndre
des Frauenchores unter dem Stabe von Chormeister Karl
Ziegelmeyer gaben der harmonisch verlaufenen Tagung
ine festliche Note. A. B.
Am 20. Juli folgte der Saarbrücker „Liederkranz“ e. V.
iner Einladung der Sängervereinigung „Cäcilia-Eintracht“
Beislautern, um durch ein Werbeékonzert sein 25jähriges
Stiftungsfest würdig einzuleiten und in dem fuür sein
Deutschtum so heiß ringenden Warndt im deutschen Liede
deutsche Kultur und deutsche Kunst zum Ausdruck zu
hringen. Zu dem Konzert schreibt die Tagespresse: „Völk—
linger Nachrichten“:; Wahre Kostproben aus der deutschen
Männerchorliteratur bot der Saarbrücker „Liederkranz“
unter der Leitung seines Chormeisters Ph. Stilz. Herr—
liche Lieder von Brahms, Rob. Schumann, Hans Hein—
richs, Wilh. Rinkens sang der stattliche Chor, dessen Chor—
meister seine ganze Kunst in die Behandlung des Aus—
gleichs im Chorklang und in der feinen Dynamik zeigte;
die Sängerschar war mit wenigen Worten gesagt in präch—
tiger Form, die zu unbedingter Hochachtüung zwingt. —
„Völklinger Volksfreund“: Vortreffliches Stimmaterial,
vpohldiszipliniert, bei schneidigem Rhythmus und guter
Atemtechnik, waren die Häuptmerkmale der Gäste, die uͤnter
der sicheren Stabführung ihres Chormeisters Ph. Stilz
prächtige Lieder von Brahms, Rob. Schumann, Schubert
usw. zu Gehör brachten. Es war ein liederreicher, ein
liederfroher Abend.
Der Deutsche Sängerbund hat in der Nürnberger
Sängerwoche eine Einrichtung geschaffen, den lebenden
domponisten Gelegenheit zu geben, ihre Werke den Ver—
einen und der gesamten Musikwelt zu Gehör zu bringen.
Es sollen dort nur solche Lieder gesungen werden, die
noch gar nicht, oder doch nur wenig erklungen sind. In
diesem Jahre fand die Nürnberger Sängerwoche vom 5.7.
Juli statt. Schon im vorigen Jahre war än die Kom—
ponisten die Aufforderung ergangen, ihre Chöre einzu—
reichen. Die Zahl der eingesandten Lieder betrug über
22001 Der Musikausschuß hatte nun die Aufgabe, aus
dieser großen Zahl ungefähr 70 auszusuchen, die aufgeführt
werden sollten. Gleichzeitig erging die Aufforderung an
die Vereine des Deutschen Sängerbundes zur Beteiligung
an der Sängerwoche. Unter den 29 Vereinen, die ausge—-vählt
wurden, befand sich der St. Johanner Sängerbund
aus Saarbrüchen (Vorsitzender Fritz Grebe, Chormeister
Beorg Hitzelberger). Nach der Delegiertenversammlung im
März wurden die zu singenden Lieder den Vereinen über—
viesen. Die Arbeit begann. Für Chormeister und noch
mehr für die Sänger gab es viel Kopfschütteln ob dieser
eigenartigen Musik! Die übernommene Arbeit mußte aber
zeleistet werden. Probe auf Probe mußte abgehalten werden,
um die zwar kurzen, aber sehr schweren Lieder einzu—
studieren. Da war nichts was an das Althergebrachte
erinnerte. Dem Verein fielen als Aufgabe zu: Wilhefm
Kettig „Lettisches Liebeslied“, Hans von Vignau „Heimliche
diebe? und Hans Gebhardt „Eine Trinkliederreihe“. Die
drei Sachen waren Uraufführungen. Der Termin der Reise
aahte. Samstag morgens, nach durchfahrener Nacht, mußte
der Chor zur Pflichtprobe in Anwesenheit der Komponisten
stehen. Mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr er—
langen die Chöre zum ersten Male vor dem Konzert—
zublikum und vor der Fachpresse. Schon beim Auftreten
wurde den Saarsängern ein herzliches Willkommen be—
reitet. Der Kritikor des Fränfischen quriers“ schreibt über
aAngens umer Aus ussorbrkerzhöhe
bei Biltztock
Beste Speisen und Getränke
Walsheim-Bier im Ausschank
zonntags Tanzhelustigung
lnhaber: 17 Tel. 261.
Frĩtz Feĩckert
Die Gesellschaft der Sangesfreunde Gersweiler unter—
iahm eine Sängerfahrt nach Trier, um an dem 30jährigen
istungaehe verbunden mit Fahnenweihe, des auch hier
ekannten M.G. V. „Lyra“ Trier teilzunehmen. Zu froher,
estlicher Stimmung gestaltete sich bereits die Fahrt, und
zegeistert war der Empfang. Den Höhepunkt bildete der
Begrüßungsabend, bei welchem außer verschiedenen Bruder—
ereinen guch die Behörden vertreten waren. Perlen des
8 Liedes kamen zum Vortrag, die abwechselnd von
den ännergesangvereinen ‚Lyra“ Trier, Sängerkreis“
Zaarlouis 1, „Sängerbund'“ Saarlouis 2 und Gesellschaft
der Sangesfreunde Gersweiler, letztere unter Zorn, zum
VBortrag gebracht wurden. Wogen der Begeisterung schlugen,
ils die saarländischen Vereine auftraten. Reicher Beifalt
wang immer wieder die Sänger zu neuen Vorträgem
die „Trierische Landeszeitung“ schreibt: „Der gleiche Bei—
all wurde auch den Sängern' aus Gersweiler gezollt.
Auch ihre schönen Liederspenden verdienen ebenso wie
die der anderen Saarvereine rühmlichst hervorgehoben zu
verden. „Treu deutsch allwegen; mags biegen oder brechen“.
In diesen Worten gipfelten die Ausführungen des Vor—
itzenden, der einen Fahnennagel überreichte.“ Feierlich
Jestaltete sich die Fahnenweihe. Die Weiherede hielt Ober—
ürgermeister Dr. Weitz. Unter den feierlichen Klängen
Beethovens „Die Himme rühmen“ erfolgte die Enthüllung.
Anschließend brachten die Vereine ihre Glückwünsche dar,
inter Ueberreichung von Ehrengaben, Den Beschluß bildede
ein imposanter Festzug durch die tahnengeschmückten
Schöner Ausflugsort
Epieser Muhle
Gute Speisen und Getränke. Großer
Saal. Stets frische Milch, haus—
gebackenes Brot usw. 37
M. Geraldh
Gau Saarbrücken-Burbach.
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