Full text : 7.1929-1930 (0007)

ser. 6 IIIIIIVlenueninnenninmnnh Saar⸗Sänger-Bund IIPIIIIIIIIIIIIIPpprpeneyupnrenennvnupenithhhht Seite 135

Gau Niecodtal.
M.G.V. „Liederkranz“ Großhemmersdorf beging sein
19. Gründungsjubiläum. Bei herrlichem Wetter und reichem
Flaggenschmuck wurde die Feier durch ein Mittagskonzert
röffnet. Nachmittags ordnete sich der Festzug. Ehren—
)amen, Festausschuß, eine Gruppe Feuerwehr und ein
Lbiergespann mit einem Festwagen mit dein deutschen
Zängerbundesabzeichen und einem großen Abzeichen des
estgebenden Vereins sowie der Inschrift des Deutschen
Zängergrußes, umrahmt von deutschen Eichensträuchern
gaben ihm ein festliches Gepräge. Nach dem Begrüßungs—
hor „Schwing dich auf mein Lied“ hielt Oberlehrer Kuhn
s Vertreter des Saar-Sänger-Bundes auf dem Fest—
dlatze die Ansprache, welche in ein Hoch auf, das deulsche
vVaterland und das deutsche Lied gipfelte. Gemeindevor—
teher Hantz überreichte im Namen des Ehrenausschusses
»ine Schleife und brachte ein dreifaches Hoch auf den
„Liederkranz“ aus. Von den anwesenden Vereinen wurden
zann verschiedene Massenchöre vorgetragen, welche reichen
Anklang fanden. Zu bemängeln war es, daß nicht mal älle
Brudervereine des Niedtalgaues erschienen waren. Im
übrigen konnte das Fest für unsern deutschen Männmer—
zesang nur werbend wirken und verlief in schönster Weise.
Gau Primstal.
Nach einer glänzend verlaufenen Autofahrt über St.
Wendel, Kusel, Lauterecken, Kreuznach langten die 33
des Duagrtett-Vereins Bettingen in Bingen an, wo die
Ueberfahrt nach Rüdesheim und von dort der Aufstieg
rach dem Niederwalddenkmal erfolgte. Der Anblick des
Vahrzeichens deutscher Einheit machte besonders auf die
zahlreichen jüngeren Teilnehmer einen überwältigenden Ein—
druck. Nach Vortrag eines schönen Rheinliedes zeigte Vor—
sitzender Junker in markigen Worten die innigé kulturelle
und sprachliche Verbundenheit des Saarvolkes mit dem
übrigen deutschen Vaterlande und wies auf den Unsinn der
zevorstehenden Abstimmung, die nur ein einziges „zurück
zu Deutschland“ sein werde, hin. Brausender Beifall der
ahlreich versammelten Zuhörermenge belohnte diese Aus—
ührungen und die packend vorgetragenen Chöre. Weiter
zjings nach Aßmannshausen, Burg Rheinstein und von
dort nach ee, wo Begrüßung durch den dortigen
vesangverein erfolgte. Sonntäg morgens Weiterfahrt nach
Koblenz, nachdem man noch der Burg Stolzenfels einen
Besuch abgestattet hatte. Am Deutschen Eck wurde der
Rheéinchor „Dort liegt die Heimat mir am Rhein“ vorge—
ragen. Nachmittags erfolgte Besichtigun, des Aren—⸗
zerges und daran anschließend die Anre Die ge⸗
vonnenen Eindrücke der schönen Rheinfahrt werden jedem
Teilnehmer dauernd in froher Erinnerung bleiben!
Gau Snanarbrücken.
Der letzte Gautag des Gaues Saarbrücken, an dem 26
Vereine teilnahmen, wurde vom Gauvorsitzenden Ober—
regierungsrat Jaeckel begrüßt und geleitet. Es fehlten ent—
chuldigt M.G.VB. „Frohsinn“ Saarbrücken 1 und unent-⸗
chuldigt die Gesellschaft der Musikfreunde und Musikoerein
„Harmonie“. Zum Wertungssingen am 6. Oktober haben
erst 3 Vereine ihre Angaben gemacht. Die übrigen werden
gebeten, dies bald nachzuholen. Ob die M.G. V. „Rhein—
gold“ Saarbrücken 3 und „Euphonia“ Saarbrücken 2 mit—
ingen können, ist noch unbestimmt. Der Katholische M.G. V.
zeteiligt sich freiwillig. Weitere freiwillige Meldungen sind
och notwendig. Auch sollen sich die bereits eingeladenen
Lereine zur Umrahmung der Veranstaltung melden. Der
kintrittspreis wird auf 2 Fr. für Besucher festgesetzt.
die mitwirkenden Sänger zahlen nichts. Wertungsrichter
st Musikdirektor Ott. Sangesbruder Wollbold berichtet
iber die stattgefundenen Konzerte des städtischen Or—
hesters. Der entstandene Minderhetrag von etwas über

10900 Fr. ist auf den schlechten Besuch seitens der Sänger
elbst zurückzuführen. Auch Sangesbrüder Weißgerber als
Vertreker des Werbeausschusses bittet dringend um regeren
Besuch der Konzerte. Laut Vereinbarung erfolgt die Ver—
zütung nach Abzug sämtlicher Unkosten von der Einnahme.
Auch mit anderen Musikkapellen sollen Konzerte auf
dieser Basis vereinbart werden. Die Verteilung des
tädtischen Zuschusses an den Gau Saarbrücken und Gau
tßurbach ersfolgte auf Einladung des Bundesvorstandes
im Freitag, den 26. Juli. Es entfallen auf den Gau
Zaarbrücken 21172,80 Fr, an den Gau Saarbrücken—
ßurbach 5238,40 Fr. Dieé Verteilung erfolgte auf Grund
»er Mitgliederzahl nach der Bestandserhebung 1929. Die
zandvereine werden bei der Verteilung nicht berücksichtigt.
der Kassenüberschuß von 1928 wird auf der gleichen
Brundlage verteilt. Bei dieser Gelegenheit wird darauf
iufmerksam gemacht, daß bei Veranstaltungen der Stadt,
»ie Vereine verpflichtet sind, daran teilzunehmen und
nitzuwirken. Nach einer eifrigen und anregenden Aus—
prache über die einzelnen Anträge werden für nach—
enannte Vereine folgende Mittel bewilligt: a) dem Saar—
zrücker Lehrergesangverein der bereits vorschußweise ge—
zahlte Betrag von 3000 Fr. als Zuschuß zu den Un—
'osten gelegentlich des Besuches des Wiener Lehrer-Aꝛappella-⸗Chors,
 b) dem St. Johanner Sängerbund, welcher
n Nürnberg die deutsche Sängerwoche besuchte, auf seinen
Antrag 3000 dIr. c) dem Katholischen M.G. V. Saar—
»rücken 1 als Unterstützung 500 FIr. d) dem Postgesang-—
zerein Saarbrücken als Zuschuß zur notwendigen Klavier—
inschaffung 600 Fr. Für das kommende Jahr soll für
zie Vertetlung der Gelder ein Etat aufgestellt werden.
die Anzeigenwerbung für die Bundeszeitschrift wird nun—
nehr mit 12 Prozent vergütet. Es bietet sich dadurch Ge—
egenheit für manche Sangesbrüder, sich einen guten Neben—
»erdienst zu verschaffen. Muster für die Werbung werden
n Umlauf gesetzt. Chormeister Hitzelberger wurde ein—
timmig zum 1. Gauchormeister gewählt. Ebenfalls ein—
timmig erfolgt die Wahl des 3. Gauschriftführers Cartes,
VLorsitzender des M.G.V. Borussia. Dem Gauvorstand wird
s überlassen, für den Herbst und Winter drei Familien—
ibende zu veranstalten. Vorgesehen sind hierfür die Vor—
räge der Herren Dr. Senftner, Jacobi und Rektor Stein.
sauchormeister Areea berichtet über musikalische
Fragen. Das 2. Bundessingen findet an Pfingsten 1930
latt. Auch kleinere Vereine können sich an demselben
eteiligen, indem sie sich in Gruppen zusammenschließen.
In Frage kommen Volks-, Wander- und gesellige Liederdie
 Vereine sollen sich entschließen, ob das Singen in
Zaarbrücken als Zentralpunkt abgehalten werden soll, oder
Zamstag abends in Saarlouis, Sonntag vormittags in
Zaarbruͤcken oder Sonntag nachmittags in Neunkirchen,
Fin im Oktober stattfindender Dirigententag soll von allen
dirigenten besucht werden. Alle baren Auslagen werden
»ergütet. Voraussichtlich wird Professor Müller, Köln, als
zachverständiger gewonnen. Dirigentenkurse finden dem—
niächst statt in Saarlouis unter Stilz und in Eppelborn
inter Schrimpf. Weiter stand im Mittelpunkt der Bundes—
»orstandssitzung, wie Sangesbruder Jaeckel berichtet, die
Tagungen des Deutschen Sängerbundes in Heidelberg und
Nürnberg. Der Bundesvorsitzende spricht hierüber eingehend
n einer nächsten Gautagung, um Aufklärung über die
Zustände im Deutschen Sängerbund zu geben. Zu dieser
Bautagung sollen alle Sangesbrüder der Gaue Saarbrücken
und Burbach erscheinen. Vom Verkehrsamt der Stadt
vird gewünscht, daß der Gau sich an der Verfassungs—
seier beteiligt. Da keinerlei Meldungen erfolgen, die Kürze
der Zeit es aber nicht zuläßt, andere Wege einzuschlagen,
wvird der M.G.V. „Liederkranz“ einstimmig gebeten, den
Bau bei dieser Feier zu vertreten. Der Vorsitzende ver—
Pricht sein möglichstes zu tun, dieser Bitte zu entsprechen,

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