Full text : 7.1929-1930 (0007)

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ssh Seite 95

Leistungen auf dem Kommers — Saarbrücker Liederkranz
unter Stilz, Saargold unter Clanget und Saarquartett
unter Carl — waren ganz vortreffliche, wie der Abend
überhaupt in recht sangesbrüderlichem Geiste vorbereitet
und durchgeführt war. Das Konzert des Wormser
ZSiederkranz im überbesetzten Festsaal des Saar-Sänger—
heims Ludwigspark stand auf hyoher künstlerischer Warte.
Dder Verein verfügt über gutes Stimmenmaterial, nament—
üch in den Mittelstimmen und den Bässen. Chormeister H.
Waägner erwies sich als umsichtiger, feinsinniger Leiter.
Zeine Schar folgte seinen Intentaätionen gut, und so er—
ang sich der stattliche Chor begeisterten Beifall. Wir er—
wähnen namentlich Wiesners „Heimat“, die vier pracht—
pollen Volkslieder und Neumanns Lied vom Rhein. In
Kath. Niklas war eine Solistin von hohen Qualitäten ge—
vonnen, die sich mit Schubert, Brahms und Mahler rasch
die Herzen eroberte. Robert Carl, der auch als Solist er—
freulich in Erscheinung trat, begleitete mit Vornehmheit
und Geschmack. Den lieben Sängern vom Rhein verdanken
vir wertvolle Stunden künstlerischer Andacht! Inzwischen
ging vom Vorsitzenden Neu ein herzliches Dankschreiben ein:
„Wir wünschen dem S. S. B. dem Wächter und Kämpfer für
deutsche Sitte, deutsche Kultur und deutsches Wesen Wachsen
und Gedeihen!“

dudwig Gehring und Alois Wachall, je ein prächtiges
Bild. Man wünschte allgemein Wiederholung eines der—
artigen Familienabends. Es wird nun alles darauf an—
ommen, daß die Sänger die Proben fleißig besuchen, aufs
orgsältigste geschult werden und dann einmal die Gemeinde
zurch ein gediegenes Konzert erfreuen: Dazu rufen wir dem
berein ein herzliches „Glückauf“ zu. S.
Gau Völklingen.

M.⸗G.⸗B. „Flora⸗Sangeslust“ Völklingen veranstaltete ge—
neinsam mit dem M.⸗-G.⸗B. „Comcordia“ Bons und unter
Mitwirkung der Nöchling'schen Werkskapelle unter Leitung
»on Kapellmeister Richard Pfanner Fronleichnam ein von
gutem Wetter begünstigtes Sommer-Konzert. Unter der
Lhorleitung von Gust. Ballhaus kamen die Massenchöre,
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ülle zu Gehör und erzielten eine außerordentliche Wir—
ung. Mit Interesse versolgte man die beiden Männerchöre
„Der alte Soldat“ von Peter Cornelius (neunstimmig)
und „Die Klage“ von Joseph E. Ploner (fünfstimmig), die
hier gewissermaßen ihre Generalprobe für das Bundesfest
n Neunkirchen erlebten. Der nach jedem Vortrag ein—
etzende Beifall der annähernd 2000 Besucher zeigte dem
Lhorleiter und seinen wackeren Sängern Kunstinteresse und
krunstverständnis der Völklinger Bürgerschaft. Die Werks—
apelle sorgte durch eine hübsche Auswahl gediegener Musik—
tücke für eine angenehme Abwechselung und Bereicherung
des Programms. W. H.
Gau s5t. Wendel.

Gau Saarbrücken⸗-Burbach.

Der M.G.V. Liedertasfel-Harmonie Saarbrücken-Burbach
hatte zu einem volkstümlichen Konzert eingeladen. Der
Lhor hat seit seinem letzten Auftreten unter Chormeister
d. Wagner durch eifrige Schulung weitere Fortschritte ge—
macht. Das Konzert kann als gut gelungen bezeichnet
werden. Perlen des deutschen Liedes enthielt das Konzert—
programm. Wir nennen nur: „Ueber Nacht“ von F. W.
Niemeyer, „In stiller Nacht“ von Brahms, „Die Rose
tand im Tau“ von R. Schuümann, „Sagt mir, ihr schim—
nernden Sterne“ von H. Kaun, „Das Meer hat seine Per⸗
en“ von W. Heinemann, „Minnelied“ von Adam de la
dalle, „Ich hört ein Sichlein rauschen“ von H. Heinrichs,
Bunte Blumen“ von F. Volbach, „Im Krug zum grünen
Kranze“ von K. Zöllner, „Ein Heller und ein Batzen“ von
F. Volbach, und „Rothaarig ist mein Schätzlein“ von
A. Kirchl. Als Solist war Huügo Thienhaus gewonnen, der
mit großem Erfolge erlesene Lieder von Schumann, Kretscher
und Becker zum Vortrag brachte, von Alice Kitzerow fein—
sinnig begleitet. Der Verein kann mit Recht das Konzert
als einen neuen Erfolg buchen. Das Publikum spendete
den prächtigen Leistungen des Chores und der Solisten
derzlichen und reichen Beifall. A. St.

M.⸗G.⸗V. Alsfassen⸗-Breiten hatte zu seinem Liederabend
in vollbesetztes Haus, das mit Andacht den herrlichen
Veisen lauschte. Der Chormeister Lehrer Felix Warken
ührte den Stab, dem Verein zu einem vollen Erfolg ver—
selfend. In den Liedern der Heimat: „Saarlied“ von Stilz,
„Mein Dörflein“, „Feldeinsamkeit“ von Wendel, „Bergknap—
»enlied“ von Schubert, „Schmiedelied“ von Kempter, ver—
tand es der Verein, die Hörer in seinen Bannkreis zu
iehen. Im „Tanzlied“ von Zander und „Marschlied“ von
3tubbe klang Frohsinn und freudige Bewegtheit. Im
„Weihelied“ von Striegler triumphierten die prächtigen
Stimmen. „In Treue fest dem deutschen Sang und treu
dent deutschen Land“ fand jubelnde Zustimmung und stür—
nischen, lang anhaltenden Beifall. Die Begleitung ver—
chiedener Männerchöre lag in sicherer Hand von Hans
doch, der es ausgezeichnet verstand, sich den Weisungen des
Dirigenten und den Gesängen des Chores anzupassen. In
den Liederreigen lagen eingestreut die wertvollen Darbie—
ungen des NeuheuselQuartetts. Die in allen Teilen bis
ns feinste durchgearbeiten Streichquartette von Brahms
op. 51 A-Moll), Beethöven (op. 18 B-Dur) und Hahdn
op. 76 in (-Dur) verdienen höchste Anerkennung und
»eweisen die Leistungsfähigkeit und künstlerische Reise des
ZRnartetts. Für dieses Erlebnis aufrichtigen Dank dem
NæG.⸗V. Alssassen-RPreiten und auch den Saarbrücker
fünstlern!

Gau Saarlouis.
In der Generalversammlung des M.G.B. „Sängerbund“
Saarwellingen erstattete Kassserer Hoffmann Bericht über
die Verwaltung der Kassengeschäfte. Den Einnahmen von
13 783,30 gIr. stehen als Ausgaben 12156,35 Fr. gegen—
über, der Bestand beträgt also 1626,95 Fr. Die Revision
sei von unserem Mitglied Nik. Becker vorgenommen und
die Kasse für richtig befunden worden. Bis zur späteren
Einberufung einer Generalversammlung bleibt der Vor—
tand im Amt. Beim Bundesfest in Neunkirchen wird der
Verein vertreten sein. Es wurde beschlossen, an dem
Sängerfest des G.V. Liederkranz Nalbach teilzunehmen.
Ehrend gedachte der Vorsitzende unserer verstorbenen in—
aktiven Mitglieder Heinrich Wewer, Simon Steur-Latz und
unseres aktiven Mitgliedes Heinrich Paulus, indem er die
Sänger bat, sich von ihren Sitzen zu erheben. Sodann
dankte er dem Vorstand für seine Tätigkeit während des
bergangenen Jahres und schloß die Generalversammlung
mit einem kräftigen Hoch auf das deutsche Lied! 3.
Gau 51. Inabert.

Gau Wadagassen.

M.⸗G.⸗V. „Sangeslust“ Hostenbach blickt auf einen wohl—
gelungenen Liederabend zurück. Ausgezeichnet wurde ge—
ungen, sarbig, lebendig. Nur die Besten nus der Retihe
zer Chorkomponisten kamen zu Gehör: Mendelssohn, Rin—
ens, Richard Trunk mit seinem selten gehörten Chor der
Bßergleute, H. Jüngst mit seinem ebenfalls fast unbe—
annten Generalmarsch, und als Erstaufführung: „Heim—
ehr“, ein Zyklus von Liedern für Chor, Solo und Klavier
»on Franziskus Nagler. Chormeister Alb. Bastian, Saar—
rücken, versteht es, allen Chören eine eigene Note zu ver—
eihen, wie er auch mit seinem bezwingenden Rhythmus
zei Begleitung des Solisten Alb. Bock, Saarbrücken, diesen
m Laufse des Abends von Erfolg zu Erfolg führte. Alb.
bock, seit Mitwirkung in den städtischen Sinsoniekonzerten
n Saarbrücken kein Unbekannter mehr, sang Lieder von
zchumann und Schubert mit gewohnter Bravour. Der
tiederabend des regsamen Vereins zeugte von starker Musik—
iebe, und man kann sich vorstellen, welch ein prachtvoller
klangkörper entstehen wird, wenn beide Ortsvereine ein—
nal ihre räüsfte nmonschsfieton

Mi⸗Ge⸗V. „Liedertafel“ Hassel veranstaltete mit Unter—
tützung der Musikgesellschaft Meß von St. Ingbert einen
Familienabend, der unter Chormeister Oberlehrer Kaiser
zinen schönen Verdauf nahm. Chöre und Musikstücke wech—
elten in bunter Folge und ernteten dankbaren Beifall. Im
Rahmen des Famielienabends erhielten der Chormeister
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