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Zdaar⸗Säuger-Bund (IH
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M.«G.⸗V. „Euterpe“ Großrosseln. Als stellvertretender Gau—
chormeister Prinz, Tirigent vom M.⸗G.⸗«V. „Warndtluft“
St. Nikolaus. Als Vertreter im Musikausschuß galten die
beiden Gewählten. — Als nächster Gautag wurde der
B. Mai, im Lokal des M.—G.⸗V. „Coneordia“ (Klein) Lauter—
bach für nachmittags 3 Uhr festgelegt, wozu ebenfalls alle
Vertreter der Gauvereine zu erscheinen haben nebst den
Herren Dirigenten. Eine besondere Einladung hierzu er—
geht nicht mehr.
M.⸗G.⸗V. „Euterpe“ Großrosseln hatte zu einem Lieder—
abend eingeladen. Der Verein ist in der — für ländliche
Verhältnisse — beneidenswerten Lage, über eine zahlreiche
und dankbare Zuhörerschaft zu verfügen, Die Tatsache,
daß schon vor 8 Uhr der Saal bis auf den letzten Platz
besetzt war, bewies das zur Genüge. Der Männerchor des
Vereins unter der Leitung seines Dirigenten M. Ladwein
bezeugte wiederum die Berechtigung seines guten Rufes.
Angenehme, schöne Tonbildung, rhythmische Straffheit und
heraushebung der feinsten dynamischen Schattierungen sind
die starken Seiten des Vereins. Sie kamen besonders zur
Geltung in den volkstümlichen Chören „Morgenrot“, „Sas
Wandern“ und „Die drei Röslein“. Der letztgenannte Chor
hrachte ein hauchzartes verklingendes Pianissimo, in erster
dinie ein Verdienst der in hohen und tiefsten Lagen siets
rund und weichklingenden Bässe. „Heini von Steser“ (für
Männerchor, Sopran-, Baß- und Violin-Solo) von Zöllner
vurden von den Zuhörern mit Dankbarkeit und Begeisterung
aufgenommen. Das Sopransolo sang Frl. M. Groß⸗
»ossern. Ihr wohlklingender Sopran verhalf der Auffüh—
rung zu schönem Erfolg. Von ihren übrigen Liedern sprachen
hei den Zuhörern die Romanze des Aennchen aus dem
Freischütz und „Frühlingsglaube“ von Schubert am meisten
in. Ein gut eingespieltes Trio von der ergabene Luisen⸗
chal umrahmte mit seinen Darbietungen die Chöre und
dieder. Was wir von den Bergmusikern hörten, war volks—
ümliche Kunst im besten Sunne des Wortes. Lachners
„Hymne an die Musik“, die die „Euterpe“ im ersten Teil
ang, bedeutet immerhin ein Wagnis für einen Chor von
35 Sängern. Dem ziecbewußten Virigenten ist es gelungen,
die recht beträchtlichen Schwierigkesiten dieses Chors zu
neistern. Daß dem Werke nicht der Beifall gezollt wurde,
den die Leistung verdient hätte, lag einzig daran, daß ein
sjo schwieriger Chor bei der geringen Sängerzahl niemals
die erwünschte Klangwirkung haben kann. Die Lehre daraus:
Zusammenschluß! In unseren Ortschaften muß beim Be—
tehen von 223 Gesangvereine jeder von ihnen in seiner
dätigkeit gehemmt sein, während ein großer Verein auch
froßes leisten kann. W.
M.⸗G.⸗«V. Emmersweiler veranstaltet am 15. Juli sein
Sjähriges Stiftungsfest, verbunden mit Werbesängertag.
Zzamstag Vorfeier im Saale Schmitt unter Mitwirkung
der örtlichen Vereine. Sonntag, 1 Uhr ab, Empfang der
ruswärtigen Vereine, 2 Uhr Aufstellung des Festzuges,
2 Uhr Abmarsch zum Festsaal (Blaes), dortselbst Absingen
der Lieder der einzelnen Vereine.
M.⸗G.⸗V. „Concordia“ Lauterbach veranstaltete am 22.
April unter dem Motto: Nacht und Morgen bei guter Vor—⸗
zereitung unter der funn de Chormeisters Walerius sein
rstes Volksliederkonzert. ücksichtnehmend auf den jungen
Lerein, der erst etwa ein Jahr besteht, ist zu erwähnen,
daß er seine sämtlichen Chöre sehr guüt zu Gehör brachte
Besonders hervorzuheben ist das Wiegenlied von Mozärt.
die gute Auffassung des Chormeisters und seine gesunde
Auswahl der Chöre ermöglicht das schnelle Vorwärts—
chreiten des Vereins. Frau M. Kügelchen gab dem Kon⸗
ert ein besonderes Gepräge durch den I einiger ent⸗
zückender Lieder von Cherubini, Mozart, Wolf und Peger
Abwohl die Bürgerschaft von Lauterbach noch nicht das
rchtige Empfinden für unsere gute Sache hat, steht mit
Sicherheit zu erwarten, daß der Verein im Laufe der Zeit
erfolgreiche Kulturarbeit leisten wird. Dazu ein herzliches
Glück auf!“. M
BHom Bücchertisch.
Siegfried Kuhn: „Herzog Ulrichs Jagdgesang (Ich
schwing mein Horn ins Jammertal; für Astimmügen Männer—
hor). Verlag Steingräber, Leipzig. Der erste Teil erweckt
den Eindrud: Polyphonie um der Phlyphonie willen! Un—
derständlich bleibt auch der Stilwechsel im zweiten Teil.
Scharfe Visspnanzen dürften nie Selbstzweck haben. In
der vorliegenden Fassung wird der Satz mehr oder weniger
eine Studie mit einzehnen Schönheiten bleiben.
Deutscher Sängerkalender 1928 (3. Jahrgang), Heraus—
zeber Damisch, Wien, und Dr. Ewens, Berbdin. Preis
RM. (ei Abnahme von 10 Exemplaren 1 Gratisband).
Beftellungen an „Deutsche Sängergeschäftsstelle“ Wien L.,
In der Burg, Marschallstiege. Auf 600 Seiten (Taschen—
brmat) ist eine ungeheure Menge von Stoff zusammen-—
— Als Festaäusgabe zum 10. Deutschen Sänger—
undesfest enthält der Kalender eine besondere große Ab—
teilung „Schuͤbert-Almanach“. Außer den üblichen Ver—
nerken aligemeiner Natur, die dieses Werk in besonderen
Ausmaßen enthält, finden sich kleinere Aufsätze über die
Singstimme, Geschichte der Musik im Ueberblick, Hugo Wolf,
rus der Chorarbeit, Friedr. Hegar, Adolf Kirchl u. a.
Karl Friedrich Zöllner, eine Darstellung seines Lebens
und Wirkens von Rud. Hänsch. Verlag Limpert, Dresden.
Während wir über das Leben, künstlerische Werden und
wirken unserer großen Tonmeister im allgemeinen sehr
zut literarisch uñterrichtet sind, ist das Schrifttum über
zorwiegend Männergesangs-Komponisten noch recht dürftig
Um so dankbarer solkten Erscheinungen wie das vorliegende
Bändchen begrüßt werden, besonders wenn sie mit soviel
oersönlicher —3— geschaffen sind. Nicht trockenes Tat⸗
fachenmaterial, sondern lebendig, belegt durch Briefauszüge
und Berichte von Mitlebenden. Möchten recht viele Sanges⸗
reunde neben seinem Schaffen das schlichte Lehen dieses
ymnathischen Menschen genießen. O. H. S.
En tstehungsgeschichte des St. Peter in Rom, von Archi⸗
ekt Profeffor Theobald Hofmann in Kassel, Druck und
Berlag Reinhold Mönch in Zittau i. S. Preis in Leinen
sekß *606 6 vwoßrhaft Berufenor fakt in diesem
orachtvollen Werk die gelehrte Forschung der Vergangen⸗
zeit, insbesondere des letzten halben Jahrhunderts über
die Entstehungsgeschichte eines der ehrwürdigsten Bauwerke
der Welt in geradezu klassischer Vollkommenheit zusammen.
der andächtige Romfahrer, der heute vor St. Peter durch—
aus unter dem überwältigenden Eindruck seiner künstlerisch
»ollkommenen Geschlossenheit steht, wird sich nicht ohne
veiteres eine Vorstellung machen können von der genialen
zielbewußtheit seiner Baumeister, in Jahrhunderte wäh—
rendem Wandel der Stilrichtungen, die Einheitlichkeit
des Baugedankens zu wahren. Liebevoll und mit unbe—
rrbarer Sachkunde ist der gelehrte Verfasser nach alten
Plänen und Quellen den Kurven gefolgt, die den Werde—
jang von St. Peter bezeichnen. Pietätvoll errichtete be—
reits Sylvester J. um 330 über dem Grabe des Apostel⸗
ürsten eine Kapelle, aber schon vor dem 12. Jahrhundert
itstand an ihrer Stelle eine große fünfschiffige Basilika.
Zie wor bis in die Renaissancezeit hinein eine weihevolle
Ztätte der Andacht. Nun aber erwachte in den Päpsten der
Bvedanke, hier eine Repräsentationskirche zu schaffen, die
in Umfang und Pracht alle Gotteshäuser der Welt über—
reffen und erhabenster Ausdruck der Macht der Kirche
verden sollte. Unter Nikolaus V. entstehen die ersten Pläne,
zesondere Darstellung finden zunächst die Entwürfe von
Biuliano und Bramänteé, sowie die berühmten Kuppelpläne
Michelangelos. 1506 ir dann unter Julius II. der
Neubau. Unter seinen Architekten nennen wir Bramante,
staffael, Antonio, Peruzzi;“ Fra Giocondd und Antonio
uind dann unter Michelangelos Leitung 1546- 1564 Ligorio,
Pignola, Gigcomo della Porta, Maäderna und Bernini.
dlaͤr und fesselnd und voll hoher Begeisterung für den
Begenstand ist die Textgestaltung, durchaus auch für den
gebildeten Laien berechnet. Aufs trefflichste wird die Ent—
dehungsgeschichte durch eine Fülle von Bildern unterstützt,
ßrundrißplänen, Entwürfen, Perspektiven, Denkmünzen,
Bauansichten. Besonders instruktiv erschien mir Abbildung
36, die einen Uebersichtsplan über alle Bauabschnitte um—
aßt: den Chorbau Rossellinos, den Chorbau Bramantes,
»cn Meruzzi rorftiostelste, die— Nnsfinen Raffaels die Kuppel—