Full text : 6.1928-1929 (0006)

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Echüler bzw. Schülerinnen der höheren Lehranstalten und
der drei oberen Volksschulklassen bei kostenloser Teilnahme
gegeben. Vor Beginn des Konzertes hielt der 1. Gau—
dorsitzende, Lehrer Wagner, eine Ansprache an die Jugend
und führte sie in das Zauberland des deutschen Volks—
edes. Die nun folgenden 10 Liedperlen fanden bei der
leinen Hörerschar freudige Aufnahme. Ueber 500 Kinder
auschten mit einer für Erwachsene vorbildlichen Ruhe den
Vorträgen des Chors und der Sängerin Olga Schwind.
Sin setiges Leuchten aus tausend Kinderaugen war für
den Verein der edelste Lohn. Rektor Peusch sprach im
Namen der Schüler und Schülerinnen dem Verein wärmsten
Dank für die Darbietungen aus. Das Abendkonzert fand
rotz verlockendem Maiwetter bei vollbesetztem Hause statt.
Das mit viel Sorgfalt und Geschick zusammengestellte Pro—
gramm fand unter sicherer Stabführung des Chormeisters
W. Eich eine wirkungsvolle Abwickelung. „Der Linden—
haum“ von Fr. Schubert und „In der Ferne“ von Silcher
zröffneten den Reigen der Chöre. „Untreue“ von Silcher,
„Es steht ein Lind' in jenem Tal“ von C. Kern und
Der letzte Tanz“ von Kremser füllten im weiteren den
1. Teil aus, der mit „Innsbruck ich muß dich lassen“
oon Jüngst seinen Schlkuß fand. Wenn Heimatliebe und
Sehnsucht nach der Heimat sich wie ein roter Faden durch
den 1. Teil zogen, so stand der 2. Teil im Zeichen der
—VV ude „Wohin mit der Freud“ von Silcher,
„Von den zwei Sen von Othegraven, „Die bayrischen
Maidle“ von Forster und „Der Spielmann“. von Krämer
anden gute Wiedergabe und freudige Aufnahme. Olga
Schwind wußte sich in sinniger und feiner Weise mit ihren
alten Volksliedern dem Rahmen des Programms anzu—
passen. Langanhaltender Beifall zwangen Künstlerin und
Thor zu einer Zugabe. Für den Verein bedeutet der Tag
zinen vollen Erfolg. Unter feinem unermüdlichen Chor—
meister W. Eich und seinem umsichtigen Vorsitzenden Voges
chreitet der M.«G.⸗«V. „Eintracht“ zu neuer Arbeit, zu
Ehren unseres unvergeßlichen Franz Schubert. Sch.
M.⸗G.⸗V. „Liedertafel“ Wehrden bewies unter dem Stabe
»on Musikdirektor Brecher in seinem Osterkonzert erneut
eine Leistungsfähigkeit. Mit wohlgeschultem, trefflichem
Stimmenmaterial wurden wertvolle Chöre vorgetragen:
Schäfers Sonntagslied und Märznacht von Kreutzer, Sonn—
ag auf dem Meere von Heintze, Tireli von Othegraven,
Thimmt a Vogerl geflogen in der Bearbeitung von Mania.
Bereichert wurde das erfolgreiche Konzert durch Instru—
nentalvorträge des Völklinger Streichorchesters unter
stapellmeister R. Pfanner. Wir wünschen dem rührigen
Verein, der auf bestem Wege ist, Zuwachs an Stimmen.
Seine Wirkungsmögbichkeiten würden sich dadurch wesent—
ich erhöhen.
Hauptlehrer Edinger führte seinen wackeren M.—G.⸗B.
„Augusta⸗Sangeslust“ Fürstenhausen in seinem Konzert
„Wandern und Lieben am herrlichen Rhein“ zu wohlver—
dientem Erfolg. Die Rheinromantik bestritt der wohlgeschulte
VBerein mit Chören von Steinhauer, Attenhofen, André,
Weidt, Neumann, Sonnet, Arnold, Walter uͤnd Mendels—
sohn. Der vollbesetzte Saal zeigte sich recht beifallsfroh.
Frau Wilhelmine Huppert war mit ihren Jeelnvo vor⸗
getragenen Liedern von Mahler, Franz und Brahms am
richtigen Platz. Kapellmeister R. Pfanner begleitete sie am
— mit feinster Einfühlung. Das Konzert war ein ganzer
rfosa.

yon Münchhausen war dem Abend angepaßt. Das Publikum
targte nicht mit Beifall. Nur eine Bitte: „Die Würze liegt
n der Kürze“. Ein gutes Konzert soll mit der Pause
2 Stunden nicht überschreiten. Dem eigentlichen Konzert
ging mit gekürztem Programm vor vollbesetztem Hause
ꝛin Schülerkonzert vorauf. Wie beim ersten Male vorbild—
iche Ruhe, Freude am Liede, vor allem aber am „Münch—
hausen“. Die Kleinen dankten herzlich und freuen sich
aufs nächste Mal. H. W.
Gau Wuadgassen.
Am 6. Mai veranstaltete der M.G.⸗V. Wadgassen ein
donzert, dessen Vortragssolge an den Kunstsinn und die
Uufnahmefähigkeit der Zuhörer keine geringen Anforde—
rungen stellte. Wenn ein Konzert alle die beliebten und
»ankbaren Motive: Naturzauber, I und Liebe
russchaltet und ganz große Gesichtspunkte für die Ge—
taltung des Programms maßgebend waren, so spricht das
inersests für die hohe Auffassung des musikalischen
deiters von den der künstlerischen Varstellung würdigsten
Ztoffen, Religion und Vaterland, anderseits aber auch
ür die begründete Hoffnung desselben, daß die Form
»er Uebermittelung geeignet sei, den gewollten Eindruck
n den Herzen der Zuhörer hervorzubringen, kurz, das
Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Choöres. Mag ein
ßrogramm noch so inhaltsvoll und wertvoll sein, mag
zie Darbietung technisch noch so vollkommen sein, ein
Ddrittes muß notwendig hinzut Der Weg zum Herzen der
zuhörer muß gefunden werden, oder um mit dem Dichter
u sprechen, das Lied, „es weckt der dunklen Gefühle
vewalt, die im Herzen wunderbar schliefen“. Und es ist
ind bleibt das Geheimnis der Dirigentenpersönlichkeit, die
zInspiration der Sängerschar, die von dem innersten Wesen
)es Liedes selbst ergriffen und durchdrungen sein muß. Daß
dieses innere Verbundensein in dem konzertierenden Verein
ebt, zeigt sich deutlich in der großen Wirkung der Chöre
zuf das Publikum. Der erste Teil der Vortragsfolge war
der geistlichen Musik gewidmet, während der zweite Teil
»ine stark betonte vaterländische Note trug. Aus dem ge—
vählten Programm seien herausgehoben: O bone Desu
on Palästrina, „In stiller Nacht“ von Brahms, „Maria
»urch einen Dornwacld“ in der Bearbeitung von Wirthmann,
bilsgerchor aus Tannhäuser, „Volk“ von Heinrichs. Der Ver—
in strebt und schreitet aufwärts. Ausgezeichnetes Stimm—
naterial, restlose Beherrschung und Bindung der Kräfte in
est packendes Anschwellen in forte und fortissimo, tadellose
Aussprache, vor allem völlige Reinheit der Tongebung, alle
diese wertvollen Dinge vermochte der energische Wille des
Lhorleiters Groß zusammen zu fassen und zu einem leben—
»igen, wirkungsbollen, musikalischen Gebilde zu gestalten.
stüur zäher Fleiß, ein warmes Interesse und ein lobens—
verter Ehrgeiz vermögen solchen Erfolg zu zeigen. In dem
deldenbariton des Stadttheaters Saarbrlicken Schmitt-—
zcherf hatte der Verein eine erstklassige Solistenkraft ge—
vonnen, die dem Konzert in der Verbindung mit den Män—
rerchören den Stempel hoher Vollendung aufdrückte. Die
ziedergaben des Künstlers rissen das Publikum zu begeister—
em Beifall hin. Hervorgehoben zu werden verdient die fein—
siinnige, anschmiegende Begleitung der Gesänge durch den
Klavierkünstler Neumeyver

Kulturelle Arbeitsgemeinschaft Püttlingen. Der 6. Abend
dieses Winters stand unter dem Motto: „Die Jagd“. Aus—
führende waren M.“G.V. „Fidelio“ unter Willi Wolf, das
Waldhornquartett „Rheingold“ Saarbrücken und Watkin
Brauer als Rezitator. Das mit viel Sorgfalt und feinem
Empfinden ausgewählte Programm stand auf beachtlicher
Höhe. Die Auswahl der Chöre „Jagdmorgen“ von Rhein—
erger, „Jägers Leid“ von Trunk, vor allem aber die
einzig schönen Jagdlieder mit Begleitung von 4 Wald—
hörnern von Rob. Schumann waren vorzüglich, ihre Wieder—
e durch die Sänger und ihren semperamentvollen
irigenten eine dynamisch und rhythmisch feine Leistung.
Die Darbietung mehrerer Waldlieder und Opernchöre durch
das Waldhornquartett „Rheingold“ war hier etwas neues.
Der musikalische Teil war durchwoben minit Rezitationen,
die Watkin Brauer mit ausgezeichneter Sprechtechnik zu
vSehör brachte. Die Auswahl der Texte von Widenn,
—5chiller. Qünes und einiger Baadabenfeuer des Sreherin

Gau Warnodt.
Zum Gautag des Warndtganes am 11. März in Lud—
veiler waren erschienen: a) Alle Vertreter der Warndtgau—
ereine, zudem alle Tirigenten mit Ausnahme die der nach—
tehenden Gesangvereine: „Concordia“ Lauterbach, „Euterpe“
vroßrosseln und „Harmonie“ Großrosseln. b) Der 1. Ver—
reter vom St. Johanner Sängerbund als Vertreter vom
zaar⸗Sänger⸗Bund. Es wurde verhandelt: Der Gau—
ängertag findet am 17. Mai statt und zwar wie beschlossen
m Lokal Bayard zu St. Nikolaus. Beginn 8 Uhr. Die
seihenfolge der Gauvereine im Vortrag wurde wie folgt
uusgelost: 1. „Frohsinn“ Emmersweiler; 2. „Frohsinn“
rauterbach; 3. „Sangeslust“ Lauterbach; 4. „Euterpe“ Groß⸗
osseln; 5. „Concordia“ Lauterbach; 6. „Warndtlust“
zt. Nikolaus; 7. M.G.⸗V. Ludweiler; 8. „Liederkranz“
zt. Nikolaus; 9. „Eintracht“ Großrosseln; 10. „Harmonieé“
Broßrosseln. Als Gäste singen: St. Johanner Saängerbund
ind Sängervereinigung „Eintracht“ Sadr-Rockershausen. —
Ioæ GGouchormeisten murde vewählst ofwöein Tärsgont 60—
            
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