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Saar⸗Sänger-Bund n
J Nr. 3
es keines Wortes. Hedwig Solberg vom hiesigen Stadt—
cheater sang seelenvoll „Ach mein Sohn“ aus dem Pro—
»heten und „Sieh mein Herz“ aus Simson und Daliga.
Unter Schrimpfs sicherer und feinfühliger Leitung begleitete
das Orchester trefflich.
M.⸗G.⸗V. Sängerkreis Eintracht Burbach veranstaltete ge—
meinschaftlich mit dem Orchesterverein „Lyra“ in Gersweiler
zinen gutbefuchten Konzertabend. Unter seinem trefflichen
Thormeister Kredtek brachte der Verein zunächst Meister—
höre Schuberts, dann volksliedartige und vaterländische
Chöre von Kirchl, Schmidt, Zöllner, Neumann, Wohl—
zemut und Janoske heraus, die großen Beifall fanden. Auch
die Instrumentalvorträge unter Kapellmeister Braun —
Werke von Schubert und Verdi — waren von nachhaltigem
Eindruck. Unter der gewissenhaften und gediegenen Schu—
lung seines Dirigenten und bei dem schönen Zusammenhalt
seiner liedbegeisterten Sänger wird sich der Chor unter
den guten Vereinen der Saargroßstadt auch in der Zu—
kunft behaupten können.
das Vorjahr um rund 80 gestiegen ist. Dann zeigte es
ich auch bei den Sängerehrungen. Es wurden geehrt:
2 Sänger für 50jährige, 3 für 40jährige und 13 für 25—
ährige Sängertätigkeit, Rektor Scheer (Orphea 1867
St. Wendel) und Herr Kunz (Männergesangverein Bliesen).
der Vorsitzende widmete den Geehrten herzliche Worte der
Anerkennung und stellte sie den jüngeren Sängern als
ßeispiel hin. Zum dritten zeigte es sich bei den Bera—
ungen über die Gau-Schubertkonzerte, über die der Gau—
hormeister Endres referierte. Als Ergebnis ist festzustellen:
Anter Mitwirkung des Solisten Schmidt-Scherf, Saar—
zrücken, finden im Gesellenhaus zu St. Wendel zwei Gau—
—„chubertkonzerte statt, zu denen alle Gauvereine in vier
zrößere Chöre eingeteilt worden sind. Das erste Konzert
st am 17. Mai (Christi-Himmelfahrt), nachmittags 3 Uhr,
rur für die Sänger und das zweite am Sonntag, den
20. Mai, abends 8 Uhr, für die Oeffentlichkeit. Im An—
chluß an den Bericht über den Bundestag in Merzig wur—
)»en die noch rückständigen Vereine zur Notenbestellung
ür das Bundesfest aufgefordert, sowie die in Merzig ge—
aßten Beschlüsse bekanntgegeben. In der Aussprache be—
onte der Vorsitzende besonders, mit aller Macht danach
u streben, der Gesangssache in der Oeffentlichkeit, in der
Presse und bei den Behörden die ihr zukommende Stelle
zu sichern. Das kann aber nur dann geschehen, wenn wir
vertvolle, gut durchgearbeitete Chöre bieten. In diesem
Zinne müssen alle Vereine innerhalb ihres Chores arbeiten,
dann aber auch mit dem Gauvorstande. Erst dann werden
vir Anerkennung erringen. Die Anteilnahme der Sänger
in den Versammlungen fand ihren Ausklang in dem
Lortrag zweier Chöre. Der Vorsitzende schloß die Ver—
ammlung, indem er dem Männergesangverein Balters—
veiler den Dank für die Liedgrüße und die freundliche
Aufnahme aussprach.
Gan Saarlouis.
Unter dem Leitgedanken Heimat und Vaterland stand
der Konzert- und Liederabend des Sängerbundes Saar⸗—
louis 2, der jüngst im kathol. Vereinshause stattfand. Der
gesangstechnisch auf der Höhe stehende Gesangverein führte
unter der Leitung seines Chormeisters Gottlieb Hoffmann
in einer Reihe von Chören das Volkslied in all seiner
Poesie, Schönheit und Innigkeit in Herz und Seele der
ganz erbaut lauschenden Zuhörer. Wir erinnern nur an:
„Das stille Tal“ von Schwarz, „Heimat“ von Jüngst,
„Heimattal“ von Nagel, und „Heimweh“ von Keim. Einen
ganz besonders guten Griff hatte der Verein noch mit der
Verpflichtung des Neuheusel-Quartetts vom Stadttheater
Saarbrücken gemacht. Die vier Herren sind ausgezeichnete
Interpreten Beethovenscher und Haydnscher Musik, die das
Beethovensche Quartett, Op. 18, und das Streichquartett,
Dp. 64, von Haydn in selten gehörter Vollendung und
Meisterschaft wiedergegeben haben. Eine zur Nachahmung
anfeuernde, die Herzen erhebende und begeisternde Ein—
lage bildete die Ansprache, die Oberlehrer Lemmle inmitten
des zweiten Teiles nach dem Vortrag des Saarliedes
unseres unvergeßlichen Musikmeisters Reckzeh über das
deutsche Lied, Heimat und Vaterland hielt.
Mitglied des Saar-Sänger-Bundes Gau St. Wendel ist seit
ziniger Zeit der Kirchen- und Dratorienchor St. Wendel.
dem etwa 50 Herren und 80 Damen aus sämtlichen Bevöl—
erungskreisen angehören. Es ist eine Gemeinschaft, die
iber alle Klassen- und Standesunterschiede hinweg sich
n gemeinsamer Kulturarbeit zusammengeschlossen hat.
dieser Chor trat unter Leitung seines Dirigenten Endres,
Irganist und Gauchormeister, am 22. März mit einer Auf
ührung von Händels „Jephta“ an die Oeffentlichkeit. Ueber
»ie Aufführung schrieb die Saarbrücker Landeszeitung: Eine
zanz ausgezeichnete, sehr sorgfältig vorbereitete und mit
Ldiebe ausgearbeitete Aufführung des Händel'schen Ora—
oriums. Der Chor gab sein Bestes — und er hatte viel
zu geben. Es gibt wenige, sehr wenige gemischte Chöre
n Saarbrücken und dem ganzen Saargebiet, die über ein
o vortreffliches, ausgeglichenes Stimmaterial verfügen, die
n allen Stimmen so gleichwertig klingen und deren Sisziplin
v mustergültig ist. Die tadellose Intonation hielt bis zur
etzten Note stand. Rhytmisch sicher, klangvoll und dynamisch
innvoll schattiert wurde jeder einzelne Chor organisch in
»as Gesamtbild eingefügt. Der Saarbrücker Kapellmeister
und Pianist Fritz Neumeyer als Cembalist baute am Flügel
in sicheres stilechtes Fundament. Ein sehr gutes Solisten—
Zuartett stand neben dem Chor und erfüllte seine großen
Aufgaben mit erlesenem Geschmack. Frau Suhrmann-Gel—
enkirchen mit einem klangschönen und leichtbeschwingten
Zopran, Frl. Hedwig Rode-Osnabrück mit einer warm—
lingenden, großen und musikalisch prachtvollen Altstimme,
deinrich Tobi-Düsseldorf ein sicherer Konzerttenor und Wil—
selm Schmid-Scherf-Saarbrücken, ein Baß-Bariton von
ußergewöhnlichem Format, der nicht nur als guter Opern—
änger, sondern auch als ganz hervorragender Konzert—
änger in Saarbrücken längst bekannt ist. Jubelnder Bei—
all dankte allen Mitwirkenden und ein mächtiger
dorbeerkranz belohnte die ausopfernde Arbeit des Däari—
gjenten. Zum Schluß wollen wir nicht vergessen, den Saar—
Zänger-Bund zu erwähnen, der mit an erster Stelle durch
eine kulturelle und segensreiche Arbeit den Zusammen—
schluß des Oratorienchores St. Wendel gefördert und möglich
gemacht hat.
Der Lieder- und Balladen-Abend, den M.⸗G.⸗V. Sänger⸗
bund Fraulautern zusammen mit M.«G.V. Sängerbund
dillingen unter der Stabführung ihres gemeinsamen Chor—
meisters Gottlieb Hoffmann veranstaltet hatte, muß als
boller Erfolg, namentlich auch nach der musikpädagogischen
Seite hin gebucht werden. Denn Sängerbund Fraulautern
hatte am Samstag vorher zur tieferen Einführung in das
Wesen, die Grundstimmung, die Gestalten der VBallade,
besonders der Volksballade, den bekannten Schriftsteller
Just zu einem ausgezeichneten Vortrag gewonnen, für den
der rührige Vorsißende Rupp in wärmsten Worten den
Dank der Sänger aussprach. So ging der Verein mit der
zediegensten technischen und seelischen Vorbereitung an die
Arbeit, und seine Leistungen bezeugten, daß es ganze Arbeit
var. Herzandringlich gelangen die schönen lyrischen Sätze
don Brahms, Jüngst, Kirchl, Dregert, geradezu erschütternd
die gewaltigen, Balladen Neumanns und Hegars, insbe—
vondere der Massenchor der 200 Sänger: Sie Toten der
Heide. Opernsänger Karl Möller, begleitet von Kapell—
neister Johansson, beide vom Stadttheater Saarbrücken, riß
mit dem Vortrag von Balladen Schuberts, Rubinsteins und
Löwes hin. Wohlverdienuter, anhaltender Beifall lohnte
die liedbegeisterten Veranstalter
Gau St. Wendel.
Am 29. April tagte der Gau St. Wendel in dem eine
Stunde von St. Wendel liegenden Dorfe Baltersweiler.
Begenüber den früheren Tagungen fiel der außerordentlich
gute Besuch durch Sänger recht angenehm auf. Einzelnée
Bereine waren fast ganz erschienen. Ebenso erfreulich war
auch das Bild, das der Versammlungsverlauf von der
Arbeit innerhalb der Vereine zeigte. Das kam zum Aus—
druck einmal beim Geschäftsbericht. Aus letzterem ist er—
vähnenswert, daß heute 713 Zanger und 489 Inaktive
zem GGau andehzren. daß alion die Zahl der Sänder deden
Gau Schwalbach.
Der Gautag des Gaues Schwalbach in Derlen beschäftigte
ich vorzugsweise mit Wahlen. Unter dem gewählten Ver—
ammtungsleiter Michler wurde zunächst der 1. Vorsitzende
d. Foß wieder vorgeschlagen und einstimmig gewählt. ünter
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