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Saar-Saänger⸗-Bund rn
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glieder zählenden Frauenchores eine glückliche Hand hatte.
Mit Spannung sah man dem ersten Auftreten des neu
geschaffenen gemischten Chores, der in den Männerstimmen
den nötigen Rückhalt hat, entgegen. Unter der ficheren
fein empfindenden Leitung seines Chormeisters Rhein jun.
vurde der Chor zu vollem Erfolg geführt. Außer dem
Chor hatten das Schlemmer-Symphonieorchester sowie die
hier sehr geschätzte Sängerin Katharina Nicklas hervor—
ragenden Anteil an dem Gelingen des Konzertes. Zwei
Lieblingen der musikalischen Welt brachte der Liederkranz
in diesem Konzert seine Huldigung dar: Mendelssohn—
Bartholdy und Franz Schubert. Mendelssohns „Hebri—
den Ouvertüre“, die unter Albert Schlemmers Stab
eine glänzende Wiedergabe erfuhr, bildete den Auftakt und
leitete über zu dem 42. Psalm, einem umfsangreichen
Werk für gemischten Chor, Orchester und Sopransolo, in
dem sich die imponierende Größe Mendelssohn'schen Schöpfer—
geistes auf dem Gebiete des Kirchenstils enthüllt. Pracht—
boll war der Vortrag dieses Meisterwerkes, alle Hörer in
eine feierlich-andächtiüge Stimmung versetzend und einen
tiefen und nachhaltigen Eindruck hinterlassend. In mit—
reißendem Schwung und packender Wucht sang im zweiten
Teil, der dem Andenken unseres unsterblichen Franz Schu—
hert gewidmet war, der Männerchor „Die Allmacht“
mit Orchesterbegleitung in der Lisztschen Bearbeitung mit
Sopransolo. Mit der Kantate Mirjams Sieges—
gesang“ für gemischten Chor, Orchester und Sopran—
solo erreichte der Konzertabend seinen Abschluß. Auch
diese Meisterschöpfung Schubertscher Muse zog mit ihren
herrlichen Harmonien und dramatisch belebten Steigerungen
die andächtig lauschenden Konzertbesucher in ihren Bann.
Nach der grandiosen Chorfuge „Groß der Herr zu allen
Zeiten“ durchbrauste ein Beifallssturm das vollbesetzte Haus.
Er galt in gleicher Weise den hervorragenden Leistungen
des Chores, dem verdienstvollen Chorleiter Rhein, der
sünstlerin Fräulein Nicklas, sowie dem ausgezeichneten
Orchester. Zusammenfassend dürfen wir sagen, daß dieses
erste Auftreten des gemischten Chores des Liederkranzes
einen hoffnungsfreudigen Anfang bedeutete, der die besten
Aussichten für eine wirkungsvolle Förderung und Ver—
tiefung unseres musikalischen Lebens für die Zukunft er—
zffnete Das Konzert war für die überaus zahlreich er—
schienenen Kunstbegeisterten und sicher auch für die Mit—
wirkenden eine erhebende Feierstunde, für die besonders
dem Leiter Joseph Rhein jr. — dem am Konzertschluß in
Anerkennung seiner Verdienste ein prächtiger Lorbeerkranz
überreicht wurde — herzlicher Dank gebuͤhrt.
zweite Strophe des Sanctus wird gesungen: „Heilig
. . . . Allmacht, Wunder, Liebe, alles rings umher!
Heilig, heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr.“
Gaufest sam 85 Juli, nachm. 312 Uhr, im Sängerheim
Stadtpark Ludwigsberg, verbunden mit 75jährigem
Stiftungsfest des M.«Ge-V. „Germania“ Saarbrücken J.
Am 1. Osterfeiertage hatte das Doppelquartett „Arion“
berrensohr zu einem Schubertabend eingeladen, der einen
»indrucksvollen Verlauf nahm. In dem kathol. Vereinshaus,
»as bis auf den letzten Platz besetzt war, kamen die ein—
zelnen Vorträge infolge der ausgezeichneten Akustik zu
einer vorzüglichen Geltung. Naäch einem ergreifenden,
»ernsten Ancllante con moto des Streichquartetts Kirsch,
zulzbach, wies Herr Oberlehrer Mierswa in einem kurzen
Lortrage auf die Bedeutung dieses unsterblichen Meisters
zin. Und nun folgten in bunter Fülle Ausschnitte aus
»em Schaffen Schuberts, Chöre a cappella und mit Klavier—
zegleitung, Lieder für Sopran, Klavierstücke und Sätze aus
einen Streichquartetten. Frl. Vester, Neunkirchen, sang
ich mit ihrer lieblichen Stimme in die Herzen der Zu—
sörer ein. Ihr feinsinniger Begleiter am Klavier, Lehrer
ßreuer, Dudweiler, stellte sein Können auch in zwei Solo—
tücken erneut unter Beweis. Unter der zielbewußten Lei—
ung des Dirigenten Mierswa hatte sich der Chor zu einem
zrächtigen Klangkörper entwickelt. Durch ihren herzlichen
Zeifall bewiesen die dankbaren Zuhörer, daß sie auch für
diese ernsten Konzerte, die wirklich gute Mujsik bieten.
oolles Verständnis haben.
M.⸗G⸗V. Constantia 1894 e. V. Saarbrücken 2 hatte
zu einem wohlvorbereiteten Liederabend in die Aula des
Reformgymnasiums geladen. Der äußerst unpünktliche Be—
zjinn des Konzertes verstimmte. Die Liedfolge war sehr
Jut, das Beste aus unserer Männerchorliteratur: Mendels—
ohn, Weber, Brahms, Schubert, dazu schwierige Sätze von
deinrich Caspar Schmidt, bei denen es nicht ohne Deto—
tationen abging, wie endlich erlesene Volkslieder in muster—
gültiger Bearbeitung. Die Leitung des Chormeisters Albert
Bastian war sicher und sinnvoll, die Aussprache seines
Lhores erfordert noch Pflege. Der prachtvollen Solistin
däthe Rahner-Richter, die Lieder von Reger und Dvorak
ang, war der Chormeister ein einfühlungsfähiger und
zuverlässiger Begleiter
M.⸗G.⸗V. Liedertasel Saarbrücken 3 hatte am 31. Mär-z
eine ansehnliche Hörerschaft zu seinem Volkslieder-Abend
n der Aula des Reformgymnasiums versammelt. Fees
villiges Material steht dem Chormeister Schäfer zur Ver—
ügung, und so gelangten die scheinbar anspruchslosen
Ldieder zu recht anerkennenswerter Wiedergabe. Zu dem
Vortrag der Bearbeitungen älterer Madrigal- und Volks—
iedsätze seien einige allgemeine Bemerkungen gestattet.
Meistens geht er in recht „traditionsloser“ Weise vor sich,
uind man hat oft den Eindruck, als hätten unsere Vor—
ahren vor dreihundert Jahren im Tempo des „Grab—
zesanges“ gefühlt. Dem größten Teil derartiger Lieder
nangelt Frische und Lebendigkeit, natürlicher Fluß in der
PBiedergabe. Gastoldi's Liebeslied ist ein Tanzlied, das
janztaktig erfaßt sein will. Waelrent „An einem Bächlein“
ommt man am ehesten im ruhigen Allabreve-Takt bei.
Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus“ wird größten—
eils wie von zwei in den letzten Zügen Liegenden ge—
ungen. Die Gegensätze, die allein der Text schafft, gehen
o vollkommen unter. Schäfer hatte den Mut, wider den
ztachel „Tradition“ zu löcken, ohne allerdings restlos alle
demmungen zu überwinden, die aber wohl auch zum Teil
n der noch nicht genügenden Beweglichkeit des Stimm—
naterials begründet sind. Olga Schwind stand fein in
stahmen und Raum. Nur wünschte man gern von ihr
inmal mehr Neues aus dem Born des schönen Alten zu
pören O. H.
Gau Niedtal.
Männer⸗Gesang-Verein Büren begeht am 1. Juli das
Fest seiner Fahnenweihe. Nach jahrelanger mühevoller Ar—
heit ist es dem kleinen Landverein gelungen, das von jedem
deutschen Sänger erstrebte Symbot der Zusammengehörig—
eeit und Einigkeit zu beschäaffen. Zahlreich eingeladene
Brudervereine der ÜUmgebung haben gerne ihre Zusage
erteilt, an der würdigen Gestaltung des Festes mitzuwirken.
der Festplatz ist in Unmittelbarer Nähe des Ortes Büren
n schattigem herrlichem Hochwald am Ufer der Nied mit
schönem Ausblick auf die nahe Siersburg hergerichtet. Von
eher war Büren wegen der alten Burgruine und seiner
herrlichen idyllischen Partien an den Ufern der hellklaren
Ried ein beliebter Ausflugsort für jeden wanderlustigen
und sangesfrohen Erdenbürger. Büren ist mit der Bahn
dillingen —Bufendorf zu jeder Tageszeit zu erreichen. Alle
Zangesbrüder unseres Bundes nebst Angehörigen sind zum
Feste herzlich eingeladen. Jeder Besucher wird bestimmt
nit der Gewißheit scheiden, recht frohe und genußreiche
Stunden verlebt zu hahen
Gau Saarbrücken.
Mitteilungen des Gauvorstandes.
. Platzsingen des Gaues am 8. Ju li, vorm. 11 Uhr,
Rathausplatz, Saarbrücken 3. Generalprobe pünktlich
10 Uhr im Hofe der Oberrealschule, Landwehrplatz.
Vollzaͤhlige Beteiligung aller Gauvereine ist Ehren—
oflicht. Vortragsfolge: Schubert: Sanetus; Mendels—
sohn: Wer hat dich, du schöner Wald; C. M. . Weber:
Was gleicht wohl auf Erden; Marschner: Und hbörst
zu das mächtige Klingen; Janoske: Deutsches Volks⸗
dehö 8— besonderen Beochtung; Mlses
Männerchor Saarbrücken e. V. hatte zu einem Konzert
n den Saalbau geladen, wo unter Chormeister Schrimpf
der Verein am Vortrag zeitgenössischer Werke seine außer—
rdentlich gediegene technische Durchbildung und seine feine
nnere Auffassung bewies. Uns war persönlich die Lied—
olge nicht geschlossen genug, und Josef Strauß „Frauen—
oürde“ und „Dorfschwalben aus Oesterreich“ erschienen uns
m Rahmen dieses hochwertigen Konzertes etwas spielerisch.
leber die meisterliche Stabführung Schrimpfs, der auch die
eßkton Seinsbeifen der Rortifur an Glingen hrindt hedarf