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Saar⸗Sänger⸗Bund Pnusskipn
afllhpuptssktszatshspte, Nr. 3
Rhythmen genau im Zeitmaß nehmen, damit die nach—
chlagende Stimme deutlich in Erscheinung tritt, dabei das
Bestreben haben, die punktierten Noten der führenden
Stimme in der Tonstärke an diesen Stellen eher etwas
tteigern; also dem „schwächer werden“ entgegenarbeiten
Die halben Noten in Takt 4, 8, 12, 16 6838. Strophe),
Takt 12, 16, 20, möchten mit dem 3. Taktschlag abge—
zrochen werden; dieselben in Takt 10, 14 (3. Strophe),
Takt 4, 6, 14, 18, 22 nur um eine kurze Atempause
zekürzt werden. (Nicht in der Tonstärke nachlassen! — in
Takt 10, 14 (3. Strophe), Takt 14, 18 und 22 sogar
erescendieren)). Takt 4 die Bässe schön binden! Kraft für
die Tiefe auffparen! Melodie des 1. Tenor Takt 4 und 5
klangvoll steigern! Breite Achtel, nicht eilen! Takt 8,
2. Baß starkes Descrescendo beachten. Alle Stimmen dann
virkliches Piano singen, damit der 1. Tenor weich darüber
schweben kann in mr. Takt 12 und 13. Bässe weiche,
ruünde Höhe nehmen, nicht Stärke. Der Anfang der 8.
Strophe muß wirklich einstimmig sein. Nachfolgende
Akkorde klLar gestalten (2. Baß singt ges im 2. Takt gerne
zu tief, bewusßt hoch nehmen! Das gleiche gilt von dem
Schritt p—c auf „stehn einig“l, „Was schön und gut“
nicht schleppen! Tempo bleibt! — aber klangvolles pp. Alles
übrige wie in Strophe 1 und 2. Der s5/, Takt am Schlusse
wird in Vierteln durchgeschlagen (punktierte halbe Note
also 3 Schläge). Das ganze Lied mit gleichmäßigen ruhigen
Vierteln leiten. Takt 9 etwas ruhiger. Takt 11 etwas
vorwärts gehen und Takt 13 wieder im Tempo 1 mit
erhabener Schlußwirkung.
Schrimpf,
Bundeschormeister.
zuletzt auch allen Sangesbrüdern, hauptsächlich für den vor—
hi!dlichen Probenbesuch. Berechtigt war der Apell der Ver—
ammlung an die Mitglieder, auch im kommenden Jahre
reu zusammenzuhalten, Kameradschaft und Sangesbrüder—
ichkeit zu üben, damit der Verein auch das bleibt, was er
bis heute war, ein Kunstfaktor, eine Stätte zur Pfslege
uinseres deutschen Liedes. G.
M.⸗G.⸗WB. „Harmonie“ Körprich gab sein erstes dies—
ähriges Konzert unter der Leitung des Chormeisters K.
Zchäfer, Dillingen. Die Vortragsfolge zeigte Chöre von
Schubert, Beethoven, Abt, Ratheber. Als Solisten waren
zewonnen Fritz Neuheusel, Saarbrücken (Violine), Schäfer,
dillingen (Tenor). Es ist immer ein Wagnis, wenn ein
leiner Landverein ein Konzert gibt. Da aber der Verein
ast das ganze Dorf umfaßt, war der Saal gut besetzt.
Bestimmt kommt man bei einem nächsten Konzert dem Ge—
zotenen zuliebe, denn die Darbietungen an sich haben das
Publikum überrascht. Fritz Neuheusel, Saarbrücken, hielt in
Atem! Wenngleich „Kreisler“, den er in fabelhafter Technik
pielte, nicht ganz verstanden wurde, so war doch dem
taivsten Besucher klar, daß zwischen Geigenspiel und
veigenspiel ein Unterschied ist. Seine Zugabe „Zigeuner—
anz“, der technisch vielleicht nicht die Anforderungen an
den Künstler stellte wie die vorausgegangenen Solis von
dreisser und Paganini, sprach leichter an und bildete
ür die meisten Besucher das gute Ende. Schäfer, Dillingen,
ist als Tenor bekannt. Er sang mit klarer, reiner Stimme
Mendelssohns Arie aus Paulus wie ein Gebet, ohne künst—
erisches Getue, ergreifend. Durch das Mitwirken der Solisten
var für unser Dorf die Veranstaltung etwas besonderes.
ẽs sollte Gelegenheit geboten sein, Kunst in einer solchen
Form häufiger zu hören, dann hätte auch der Sänger
twas von dem Abend. Die Leistungen des M.G.⸗“V. „Har—
nonie“ unter K. Schäfer, Dillingen, beweisen, daß Chor—
neister und Sänger aufwärtsstrebend zusammenarbeiten.
Das Osterkonzert der Sängervereinigung „Concordia“
Pachten war wieder einmal ein Beweis von regsamer Ver—
ꝛinstätigkeit und fortschreitender Kulturarbeit in der Pflege
des Männerchorgesanges. In unserem konzertarmen Ort
jatten sich die Freunde des deutschen Liedes diesen Kunst-—
jenuß nicht entgehen lassen und erfreuten die konzertgebende
Zzängerschaft durch ein volles Haus. Die im ersten Teil
»er Vortragsfolge zu Gehör gebrachten Chöre: „Oster—
norgen“ von Rathgeber, „Hoch empor“ von Curti, Greils
achtstimmiges „Graduale“ und „In stiller Nacht“ von
ßrahms-Hegar verliehen dem Konzert duvrch den öster—
ichen Leitgedanken das festliche Gepräge. Im zweiten Teil
sörten wir Mozarts „Weihe des Gesanges“ für Chor und
Irchester, „Der Wagen rollt“ von Kämpf und das „Schwä—
zische Tanzlied“ von Moldenhauer. Der bewährte Chor—
neister Hans Scherer leitete mit Umsicht und Entschlossen—
jeit. Die Erhabenheit und Leidenschaftlichkeit der Oster- und
Passionschöre, die begeisterte Huldigung in Mozarts Weihe—
ied, das „memento“ des Lebensliedes „Der Wagen rollt“,
)atte der Dirigent mit der ihm eigenen Art feinsinnig
rusgearbeitet. Das zur Mitwirkung verpflichtete Orchester
der Musikfreunde, Friedrichsthal, bestritt den instrumen—
alen Teil mit klassischen Meisterwerken. Kapellmeister Karl
Moser wußte die Ouvertüre „Rosamunde“ und das „Anlante
con moto“ aus der H-Moll-Symphonie mit echtem
Schubertgeist zu beseben. Werke von C. M. von Weber,
R. Wagner und Grieg wurden meisterlich gespielt. Die
Veranstaltung e allenthalben den besten Eindruck.
Die dankbare Zuhörerschaft begrüßte sämtliche Darbietun—
gen mit lebhaftem Beifall. A. B.
Gau Rischbachtal.
Gau Dillingen.
Die Generalversammlung des M.⸗G.⸗eW. Sängerbund e.
B. Dillingen erfreute sich eines guten Besuches, ein Be—
veis für die rege Anteilnahme der Mitglieder am Vereins—
eben. Ein Rückblick auf das verflossene Jahr stellt der
Tätigkeit des Vereins ein gutes Zeugnis aus. Mit berech—
tigtem Stolz kann der Verein hauptsächlich auf sein Stre—
hen in künstlerischer Hinsicht zurückblicken. Was dem Verein
in kritischer Betrachtung durch manigfaltige Presseäuße—
rungen, die auch von außerhalb des Ortes vorliegen in
bezug auf konzertliche Veranstaltungen gesagt wurde, ver—
dient erwähnt zu werden; für die arbeitsreiche Tätigkeit
der gesamten Mitglieder eine verdiente Anerkennng, die
den Verein weiter anhalten soll zu unermüdlichem Schaf—
sen. Vor allem bliebe zu erwähnen das Mathieu-NReumann—
Konzert, bei dem der leider zu früh verstorbene Komponist
versönlich anwesend war. Ebenso die innerhalb der Arbeits—
zemeinschaft im Rahmen der Vorträge des Bundes für
Volksbildungspflege erfolgte Mitwirkung des Chores bei
dem Schubertabend, den Vorträgen Horneffer und Severing.
Besonderes Lob verdient das im Saalbau in Saarbrücken
in Gemeinschaft mit dem St. Johanner Sängerbund ver—
anstaltete Männerchorkonzert. Auch in bezug auf familiäre
Veranstaltungen ist im vergangenen Geschäftsjahr viel ge—
eistet worden. Besonders hervorzuheben wäre das Sommer—
nachtsfest in den Anlagen des Hotels „Waldeck“, das Ok—
toberfest im Münchner Kind'l, ein heiterer Abend im Ver—
einsheim, die gut durchgeführten Maskenbälle und nicht
zuletzt auch die diesjährige Operettenaufführungen, die
unter der meisterlichen Regie des Mitgliedes Lorrang dem
Verein wieder viele neue Freunde zuführten. Wenn auch
die konzertlichen und theatralischen Veranstaltungen dem
Verein keinen geldlichen Gewinn brachten, so sei doch fest—
gehalten, daß der Verein trotz alledem in Verfolg seiner
ulturellen Bestrebungen auch in Zukunft von der beschrit—
tenen Bahn nicht abgehen wird. An Gesangproben hat der
Verein im verflossenen Jahr 71, die von durchschnittlich
90 Prozent der Sänger besucht waren. Versammlungen
wurden 2, Vorstandssitzungen 7 abgehalten. Der Vorstand
blieb bis auf eine Aenderung der Beisitzer und der ver—
schiedenen Ausschußmitglieder derselbe. Es amtieren weiter—
zin als Vorsitzender Jakob Dusemond, als Schriftführer
J. H. Gindorf und als Kassierer J. Kreutzer. Wenn man
die Riesenarbeit, die im vergangenen Geschäftsjahre ge—
leistet wurde, übersieht, so sei auch an dieser Stelle allsen
denen gedankt, die in unermüdlicher und aufopferungsvoller
Arbeit dem Verein treue Dienste geleistet haben, der Arbeit
des amtierenden Vorstandes und wohl in erster Linie der
deolen Tätiofeit des Ehnrseitoers GGofftließ Soffuwonun Mickß
Der Gautag des Gaues Fischbachtal fand in Göttelborn
tatt. Die Tagung wurde vom Vorsitzenden, Rektor Huwer,
röffnet. Er begrüßte die zahlreich erschienenen Vertreter
und Sangesfreunde und dankte ihnen für ihr Erscheinen.
Der Begrüßungschor wurde vom M.-G.⸗V. Echo vom Ge—
irge vorgetragen. Zur Tagung waren sämtliche Gauvereine
rschienen. Das letzte Protokoll wurde von der Versamm—
ung einstimmig angenommen. Der Vorsitzende berichtete
iber den Bundestag Merzig. Nach dem Bericht trat eine
leine Pause ein. Diese benutzte der M.«G.⸗V. „Edelweiß“
ZRuierschied zum Vortrag des Liedes „O Schutzgeist alles
5chönen“. Der Gauchormeister berichtete über die letzte
dirigententaguna Er hatte die Dirigenten „e ä——