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Skaar⸗Sänger-Bund lln
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Es wird ausführlich über die äußere Organisation des
Bundestages gesprochen und Anregungen gegeben. Die
Massenchöre am Kirchplatz in Merzig dirigiert der Bundes—
hormeister, die anderen Massenchöre die betreffenden Gau—
hormeister. Es finden 18 Ehrungen für 50jährige Aktivi—
ät statt. Zu Ehrenmitgliedern werden vorgeschlagen:
Sangesbruder Wilhelm Müller, Brebach, und Ludwig
Müller, Saarbrücken. Der Bundesvorstand schlägt weiter
»or: Prof. Georg Rolle, Prof. Hugo Kaun und Musik—
direktor Max Wiedemann, Berlin. Die Anträge werden
einstimmig angenommen. Es scheiden satzungsgemäß aus:
der 1. Bundesschriftführer und der 2. Bundesvorsitzende.
Rektor Walther Stein wird einstimmig wieder vorgeschlagen.
Zum 2. Bundesvorsitzenden schlägt der Bundesvorstand
Sangesbruder Daniel Hussong, Neunkirchen, vor. Der
Bund unterbreitet dem Deutschen Sängerbund den Antrag
auf regionale Gliederung und Abgrenzung der einzelnen
Kreise. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Der
Bau Saarbrücken beantragt Aenderung der Satzungen be—
treffend Neuaufnahme neuer Vereine. Neue Vereine
sollen nur dann aufgenommen werden, wenn 1. die zwei—
äährige Karenzzeit innegehalten und wenn 2. die Not—
vendigkeit dieser Neugründung von Gau und Bund an—
zrkannt ist.
Der Antrag auf Aenderung der Wertungssingordnung
zetreffend Einsetzen der ersten Kräfte bei Bundesveranstal—
zungen wird von der diesjährigen Tagesord—
trung abgesetzt. Der Antragebleibt in der
Schwebe, bis sich die Notwendigkeit der
Behandlung und Abstimmung durch einen
zweiten Fallergibt. Der Anftrag wird an—
genommen. Der Bundesvorstand gibt die Anregung
uind Empfehlung, daß der Kräftezersplitterung der einzelnen
Vereine unbedingt gesteuert und daß jeder aktive Sänger
tur in einem Verein aktives Mitglied sein möge. Die
Anregung und Empfehlung wird einstimmig angenommen.
Gau St. Wendel stellt den Antrag, der Bund möge den
Vertretern zu den einzelnen Sitzungen und Tagungen die
bharen Auslagen ersetzen. Der Bundesgeschäftsführer er—
rechnet einen Mehrbetrag von 19 250 Fr. pro Jahr. Der
Gedanke wird prinzipiell anerkannt, doch ist er im Moment
uindurchführbar. Der Antrag wird zurückgestellt. Gau St.
Wendel stellt den Antrag, den Bundestag 1930 in St.
Wendel abzuhalten. Der Antrag wird angenommen. Gau
Wadgassen stellt den Antrag, den Bundestag 1929 in
Bous abzuhalten. Der Antrag wird angenommen. Gau
Saarbrücken stellt den Antrag auf freiere Handhabung
der Wertungssingordnung in betreff: Prädikat und Diplome.
Es ist den Gauen freigestellt, Gesamtprädikate zu ver—
angen. Der Geschäftsführer teilt mit, daß Dr. Ewers,
Berlin, nicht zum Bundestag kommen kann. Der engere
Bundesvorstand wird ermächtigt, sich nach einem anderen
stedner oder nach geeigneten Solisten umzusehen.
Punkt 3: „Bundesfest“. Der Geschäftsführer teilt mit,
daß die organisatorische Entwicklung zum Bundesfest eine
günstige ist Bisher haben 249 ihre Zusage mit zusammen
11750 Sängern gegeben. Die Gauvertreter werden ge—
heten, darauf hinzuwirken, daß die Vereine das Noten—
material beziehen und bezahlen. Wo Schwierigkeiten ent—
stehen, sollen Anträge eingereicht werden auf Stundung
der Beträge. Bundeschormeister Schrimpf berichtet. daß
b Konzerte sicher gestellt sind.
Punkt 4: „Berliner Domchor“. Der Domchor weilt
oom 11. bis 14. Oktober 1928 im Saargebiet. Geplant
ind 7 Konzerte: Homburg, St. Ingbert, 2 in Neun—
kirchen, Saarlouis und 2 in Saarbrücken. Es wird vorge—
schlagen, beim Ausfall des Konzertes in St. Ingbert eins
in St. Wendel in Betracht zu ziehen. Bis zum 15. April
1928 sollen die einzelnen Orte angeben, ob ein Konzert
iür sie tragbar ist.
Punkt 5: Versteuerung der Dirigentenhonorare. Ge—
schäftskührer Rauchholz gibt bekannt, daß verschiedene Ver—
eine zur Steuerzahlung herangezogen wurden. Die Ver—
eine werden gebeten. Andaben darübher zu machen.
Punkt 6:,‚Werbeblatt“. Das Werbeblatt soll nach den
festgesetzten Richtlinien gestaltet werden.
Punbkt 7: ‚Bestandserhebung“. Der Geschäftsführer er—
hittet strenge Innehaltung der Termine.
Punkt 8: „Zeitungsgebühren“. Der Geschäftsführer
veist erneut auf die noch zu zahlenden Zeitungsgebühren
hin. Jeder Gauvorsitzende erhielt eine Aufstellung der noch
rückständigen Vereine.
Punkt 9: „Solistenverpflichtungen“. Der
Bundesvorstand schlägt vor, die Verpflichtung von Solisten
erfolgt durch den Verein, der Bund beratet die Vereine.
Aehnlich ist zu verfahren, wenn ein Redner gewünscht
vird, sofern es sich nicht um einen Bundesvertreter handelt.
Punkt 10: Verschiede nes“. Es wird um Angaben
gebeten, welche Beträge die einzelnen Gemeinden für
Tturnen und Sport im Etat eingesetzt haben. Es wird
»ꝛrneut auf Einhaltung des vorgeschriebenen Weges bei
vesuchen um Erlaß der Lustbarkeitssteuer hingewiesen. Der
seschäftsführer bittet, die neuen Bundesmitgliedsbücher zu
estellen. Der Saarverein hat den Antrag gestellt, es mögen
ich Vereine an der Tagung in Heidelberg beteiligen. Der
Bund enthält sich jeder offiziellen Stellungnahme. Er gibt
»en Vereinen den Wunsch des Saarvereins bekannt. Die
Lbereine sollen in direkte Verbindung mit dem Saarverein
reten zwecks Beteiligung an der Tagung in Heidelberg.
Es wird beschlossen, wichtige Beschlüsse des Bundesvor—
tandes vierteljährlich zu veröffentlichen. Nächste Sitzung
am 14. Mai 1928, abends 6 Uhr.
Der Vorsitzende: Der Schriftführer:
J. V. gez. Düren, J. V. gez. Grebe,
Bundesschastzmeister. 2. Schriftführer.
Drei Musikerbriefe.
Der Bundestag des Saar-Sänger-Bundes in Merzig er—
tannte einstimmig Professor Georg Rolle, Prosessor
dugo Kaun und Musikdirektor Max Wiedemann
u Ehrenmitgliedern. Nun sind von den Herren auf das
Telegramm des Bundesvorstandes folgende Antworten ein—
ljegangen: „Eine größere Freude konnten Sie mir nicht
ereiten, indem Sie mich zu Ihrem Ehrenmitglied er—
tjannten. Dank, tausendmal Dank, für Ihre Liebe und
Treue! Natürlich nehme ich die Ehre hochbeglückt an,
ehe ich doch aus ihr, wie meine bescheidenen Leistungen
on Ihnen gewertet werden und daß Sie meiner immer
ioch gedenken. Tas tut so wohl, so unendlich wohl, zumal
n einer Zeit, wo die Treue fast zum „leeren Wahn“ ge—
vorden ist. Unlängst habe ich das ersahren müssen: Bei
»en diesjährigen Frühjahrskursen hat man mich vollständig
ibergangen, nicht einmal zu einer Mitteilung hat's gelangt;
»en Grund kenne ich nicht, kann ihn aber ahnen. Um so
söher schätze ich Ihre Ehrung ein; sie heilt jede Wunde und
»rhebt mich zur Zugehörigkeit zu Ihnen. Nochmals Dank,
dank, Dank! und Heil dem deutschen Liede, in dem die
Dhe Treue wohnt! Immer Ihr Ehrenmitalied Georg
olle.“
„Eine größere Freude und Ueberraschung hätten Sie mir
zar nicht machen können! Darf ich Sie bitlen, meinen herz⸗
ichen Dank für die hohe Ehre der Ernennung zum Ehrennitglied
des Saar-Sänger-Bundes aussprechen zu duürfen
und tiefen Dank auch allen zum Bunde gehörenden Herren
nitzuteilen. Hoffentlich ist es mir bald einmal vergönnt,
illen lieben Sangesbrüdern im deutschen Saarland die Hand
ersönlich drücken zu dürfen! Mit treu-deutschem Sanges—
ruß Ihr treu ergebener Hugo Kaun.“
„Eine große, herzliche Freude haben Sie mir durch meine
Frnennung zu Ihrem Ehrenmitglied bereitet. Diese hohe
Auszeichnung wird auch die Berliner „Liedertafel“ mit be—
onderer Freude und Genugtuung erfüllen; ich bin mir be—
vußt, daß Sie in mir den Verein in Erinnerung an die un—
»ergeßlichen Tage im Saargebiet ehren wollen. Ich war
ängst mit ganzem Herzen der Ihre! So oft, wie ich bei
Ihnen weilen durfte, bewunderte ich Ihre vorzügliche Auf—
zauarbeit, Ihre so erfolgreiche, tatkräftige Bundesarbeit,
das Können Ihrer Führer. Dirigenten und Sänger. Auch
Nr. 8
SAALBAU-RESTAUuURANT SAARBROCKEN
nh. E. ERNST ö Als vorxuslich hetannt in Frrnieen und Getrünen. Telephon Nr. 621