Full text : 6.1928-1929 (0006)

Zeite 46 M

A

unnh Nr. 2

Ihr Andenken wurde durch Erheben von den Sitzen ge—
ehrt. Schriftführer Leinen erstattete den Jahresbericht,
Kassierer Mannebach den Kassenbericht, denen nach Bericht
der Revisoren und Entlastung durch den Verein der Vor—
sitzende Worte des Dankes widmete. Gute Leistungen zeigte
der Verein in verschiedenen Konzerten, und er war stets
bereit, bei Verschönerung von Festlichkeiten, sowie im
Dienste der Caritas mitzuwirken. Für 30jährige treue Mit—
zliedschaft wurden laut Generalversammlungsbeschluß die
Sangesbrüder: Nikolaus Weiß, Nik. Mannebach, Hch. Leinen,
Franz Reuter, Peter Bohr, Joh. Braun, Matthias Seiler,
Nik. Kerner und Joh. Lessel zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Konrektor Krames, welcher den Verein seit 27 Jahren als
Dirigent geleitet hat, fühlte sich aus Gesundheitsrücksichten
peranlaßt, den Dirigentenstab in jüngere Hände zu legen.
Der Verein beschließt, zu seiner Ehrung am ersten Oster—
feiertag einen Festabend zu veranstalten. Als Chorleiter
des Vereins wurde Lehrer Engel aus Keuchingen ge—
vählt. Möchte es demselben beschieden sein, den Verein
nicht allein gquf der Höhe zu halten, sondern weiter vor—
värts zu bringen!

schusses mit, daß er ein Schubertkonzert, woran sich mehrere
ßauvereine beteiligen müßten, vorgesehen habe. Für das
Bundesfest 1929 wurden alsdann die Koinmissionen ge—
dildet. Die von den Vereinen hierzu in Vorschlag ge—
»rachten Mitglieder müssen alsbald schriftlich dein Gau—
yorstand eingereicht werden, damit die Vorbereitungen so—
vie Arbeiten der Kommissionen bis spätestens Herbst be—
»ndet sind. Vom Vorsitzenden wurde vorgeschlagen, in
illen Vereinen möglichst2 Redner ausbilden zu' lassen.
Auch sollen öfters in den Gesangproben wichtige Artikel
rus der Deutschen Sängerzeitung usw. den Sängern vor—
gjelesen werden. Für 19838,29 sind vorläufige 5 Gan—
onzerte vorgesehen und zwar durch „Germania“ Neun—
irchen am 39. September ds. Is.“ Männergesangverein
NReunkirchen 14. 10. 1928, Liederkranz Januar“ 1929,
iedertafel Februar 1929, und Männerchoör März oder
April 1929. Unter Verschiedenes teilt der Vorsitzende mit,
daß die restlichen Bundesbücher von 1925 von den Vereinen
ioch nicht abgeholt seien. Er bat nochmals um Abnahme
»eim Kassierer Reuter. Anschließend machte der Vor—
itzende Mitteilung bezüglich der Zusammenarbeit mit dem
Lerkehrs- und Verschönerungsverein Neunkirchen wegen
Beranstaltung gemeinschaftlicher Konzerte. Sangesbruder
deßler verwies auf die Versammlung, die s. Zt. bei Rettig
tattfand, wo der Gau Anschluß gesücht und bereit gewesen
väre, mitzuarbeiten, was jedoch von der anderen Seite
nicht erfolgt ist. Der Gau nimmt vorläufig eine abwar—
ende Stellung ein. Auf eine Anfrage, ob der Besuch des
herliner Domchores auf Veranlassung des Verkehrsvereins
rfolgt sei, machte der Vorsitzende die Mitteilung, daß der
ßund Veranstalter ist. Es wurde dann noch Kenntnis ge—
iommen von der Mitteilung des M.-G.⸗V. Neunkirchen,
vonach Chorleiter Beck schwer erkrankt sei und auf unbe—
timmte Zeit in ein Sanatorium der Vorderpfalz über
ührt werden mußte Sch.
Gau Ottweiler.
Der erste Vorsitzende Rektor Kappel eröffnete die Ta—
zung des Gaues Ottweiler mit herzlichen Worten. Die
dlänge des Deutschen Sängergrußes bildeten den Auftakt
zu den weiteren musikalischen Darbietungen der Tagung,
n deren Aufführung sich die „Germaniä“, der Männer—
gjesangverein und der Gesangverein „Frohsinn“ teilten.
der Vorsitzende erstattete den Geschäftsbericht. Er gab ein—
eitend einen Rückblick und stellte fest, daß in diesem Jahr
m großen und ganzen rege zielbewußte Arbeit geleistet
ovorden ist, die dem Aufwärtsstreben, das überall unver—
ennbar zu Tage läge, nur förderlich sei. Er betonte be—
onders, daß die angeschlossenen Vereine sich jederzeit der
Allgemeinheit, zur Verfügung gestellt hätten. Zur Ehrung
der Toten, die das Jahr gefordert, erhob man sich vonñ
)»en Sitzen. An besonderen Ehrungen ist zu erwähnen,
»aß Friedrich Vogel, seit 50 Jahren Sänger und Förderer
»er Sangessache, vom Deutschen Sängerbunde den Ehren—
»rief zugestellt bekam. Der Vorsitzende gab alsdann einen
leberblick über die stattgehabten Vorständssitzungen. An
onstigen Sitzungen nannte er besonders den Bundestag
n Homburg, die Kreistagung in St. Wendel und die
Bundesvorstandssitzung in Saarbrücken. Er ging des wei—
eren auf die Veranstaltungen des Jahres ein die die rege
Arbeit an deutscher Tonkunst erweisen. Wir nennen u. à.
as Wertungssingen vom 9. Oktober, die beiden Konzerte
Musik-Gesang-Verein: Straußabend, Quartett: Mendels—
ohn-Weber-Feier). Die geselligen Veranstaltungen ver—
iefen in harmonischer Weise. Der Gau hat 767 Mitglieder.
zum Schlusse gab Herr Kappel einen Ausblick auf das
zchubertjahr 1928. Große Musikveranstaltungen sind in
er, Schubertstadt Wien geplant und zwar vom 15.222.
zuli. 100 000 Sänger, darunter 3000 aus Amerika, 50
is 60 aus Deutsch-Süd-Westafrika und 580 aus dem Saar—
ebiet werden mitwirken. Es sollen Chöre mit 2530 000
Nann Stärke zum Gehör gelangen. Die Schlußworte des
borsitzenden waren eine Mahnung zur Einigkeit in unserer
ewegten Zeit und der Wunsch, daß der deutsche Sang
lühen und gedeihen möge, soweit' die deutsche Zunge
linge, Der nachfolgende Kassenbericht ergab einen Beftad
vn 306,650 Franken. Der Gauchormeister W. Schmidt,
Zt. Wendel, sprach über gesangliche Darbietungen und
indere, den praktischen Teil der Sangespflege angehenden
ragen Vet der Vorstandswahl wurde dar te Rurstant
vioderqemäszle

Gau Neunkirchen.
In der Vorstandssitzung des Ganes Neunkirchen am 10.
März ehrte Gauvorsitzender Professor Sulzbacher 5 Sänger
des M.⸗G.⸗V. Germania mit besonders anerkennenden
Worten und Wünschen: Abriß, Gebhardt, Neuschwander,
Müller und Feuchtner. Die Verhandlungen galten zu—
nächst dem Gaufest in Heiligenwald, wozu der Vorsitzende
die Vertreter von Heiligenwald das Programm entwickeln
ließ, das dann eingehend erörtert wurde. Vorgesehen sei
am 23. Juni ein Begrüßungsabend, welcher im ersten
Teile nur Kompositionen Schuberts vorsieht. Für den
2. Teil kämen heitere Sachen in Frage. Sonntags soll
iachmittags 2 Uhr der Festzug marschieren. Der Vorsitzende
vies darauf hin, falls Festwagen vorgesehen seien, daß
diese unbedingt einen künstlerischen Ausbau haben müßten.
Für Ausschmückung des Ortes sorgt Heiligenwald. Der
Obmann des Musikausschusses schlägt vor, am Gaufest in
deiligenwald als Massenchor „Deutsches Volksgebet“ von
Janoske zu singen. Er teilte gleichzeitig mit, daß am
Baufest in Heiligenwald diesmal nicht wie früher alle
Vereine einzeln zum Singen auftreten, sondern nur Massen—
höre, in Gruppen eingeteilt, singen dürfen. Die Vereine
son Neunkirchen werden in 3 Gruppen eingeteilt. Es
hilden die Vereine von Schiffweiler eine Gruppe, des—
gleichen die von Wiebelskirchen, Spiesen, Wellesweiler,
dangard und Münchwies, und die von Sinnerthal, Lands—
veiler und Heiligenwald eine Gruppe. Saargold Neun—
irchen soll mit Kohlhof und Niederneunkirchen zusammen
singen. Die Dirigentenfragen sollen die Vereine unter
sich regeln. Die Proben für den Gaumassenchor, an welchem
sich alle Vereine beteiligen müssen, wurden wie folgt ge—
cegelt: Neunkirchen am 17. Juni, vormittags 9 Uhr; Schiff—
veiler am 17. Juni, nachmittags 3 Uhr: Wiebelskirchen
am 10. Juni, vormittags 11 Uhr; Spiesen am 10. Juni,
rachmittags 4 Uhr: Wellesweiler, Hangard, Münchwies
am 3. Juni, vormittags 10 Uhr: Sinnerthal, Landsweiler,
Heiligenwald am 3. Juni, nachmittags 3 Uhr. Der Vor—
iitzende teilte dann mit, daß der Männerchor Oberberbach
nit ihm eine Rücksprache hatte, weil das Gaufest Hom—
urg mit unserem Gaufest in Heiligenwald zusammenfalle.
Dies wurde allgemein bedauert, zumal schon Vereine un—
seres Gaues zum Besuch in Oberberbach zugesagt haben.
Der Vertreter von Heiligenwald erklärte, daß leider eine
Berschiebung jetzt nicht mehr vorgenommen werden könne,
nan habe gerade den 24. Juni genommen, um nicht mit
dem Wiener Sängerfest zusammen zu kommen. In Zu—
unft soll darauf geachtet werden, daß solche Fälle nicht
nehr vorkommen. Dem Oberbexbacher Verein soll dies
chriftlich mitgeteilt werden. Sangesbruder Bleier erklärte
sich bereit, den Festzug usp. am Gaufest Heiligenwald zu
»rganisieren. Die eingeteilten Ortsgruppen pp. müssen bis
15. April melden, welche Lieder am Gaufest in Heiligen—
vald als Massenchöre gesungen werden. Meldungen? an
den Obmann des Musikausschusses Rhein. An die noch
cückständigen Bestandserhebungen für 1928 wurde erinnert.
Da der M.—G.⸗«VB. „Germania“, welcher für 18. November
1928 ein großes Schubertkonzert gemeldet hatte, in dankens—
verter Weise zu Gunsten des Gaues zurückgetreten ist,
silte Sangeshrudee Mhein als Dhmansß de Maoaikoann
            
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