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Saar-Sänger-Bund IIIUVUsu
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»om deutschen Rhein, das sich selbst sein Hausrecht er—
ringen wird, nicht nur in allen rheinischen Häusern und
Familien. Der unverwüstliche, oft auch einmal derbe Schalk
zgeleitet uns, die Narrenpritsche schwingend, durch die wein—
rohen rheinischen Gaue: Bodensee, Oberrhein, Elsaß,
Baden, Heidelberg, Pfalz, Odenwald, Darmstadt, Frank—
furt, Rheinhessen, Mainz, Wiesbaden, Rheingau, Bingen,
Nahe, Hunsrück, Mittelrhein, Lahn, Koblenz, Mosel, Sieben—
zebirge, Bonn, Eifel, Köln, Bergisches Land, Düsseldorf
und Niederrhein! Dem Rhein, der in der deutschen Ge—
schichte so oft wolkenverhangen war, haben doch alle,
die in sprudelnder Jugendlust oder als „alte Knaben“ an
seinen lachenden Ufern geweilt, eine heitere Seite abge—
vonnen, und so fehlt in dem köstlichen Buch keiner vom
trengen Sittenprediger Abraham à Santa Clara an, Arndt,
Arnim, Baumbach, Bodenstedt, Brentano, Brués, Clau—
dius, Droste, Hülshoff, Ettlinger, Eulenberg, Freiligrath,
Beibel, Goethe, Heine, Herzog, Keller, Kinkel, Kneip,
Kortum, Lauff, Lersch, Müller, Paquet, Presber, Riehl,
Rittershaus, Roquette, Sarnetzki, Scheffel, Simrock, Stegu—
weit, Stöber, Strachwitz, Sylva, Uhland, Viebig, Winkler
und zahlreiche andere, auch aus jüngster Gegenwart. Nicht
zu vergessen den Herausgeber selbst: Jörg Ritzel, der mit'
östlichen Gaben vertreten ist. Und auch der Bildschmuck
ist künstlerisch wertvoll und entspricht in der Ausführung
der zahlreichen ein- und mehrsarbigen Bilder der Liebe
und Sorgfalt, die der Verlag an die reizvolle Aufgabe
gesetzt hat. Allen Grämlichen wünschen wir dieses Buch
ils Hausarzt! Die frohe Stunden genießen wollen, werden
hmutreu bleiben. Besonders aber empfehlen wir das Werk
ruch zum Vorlesen in der Familie und bei Unterhaltungs—
ibenden in den Vereinen!
Das Saarlaud, ein Heimatbuch von Fritz Kloevekorn,
nit Zeichnungen und vier Tafeln nach Radierungen von
dermann Keuth (Heimatbücher deutscher Landschaften), Ver—
ag Friedrich Brandstetter, Leipzig (Preis 6,50 Mk.). Unser
ils Heimatforscher bestens bekannter Studienprofessor Dr.
stloevekorn breitet in diesem herrlichen Heimatbuch den
ganzen Reichtum des deutschen Saarlandes vor uns auf.
Aufsätze, Verse, Erzählungsausschnitte unserer besten hei—
nischen Schriftsteller führen uns kreuz und quer duxchs
Land, rücken die Vergangenheit ins Licht und spiegeln uns
die Bewohner in ihrer Art und bei ihre Arbeit wieder.
sßerade wir, die wir uns in schwerer Zeit besonders tief
zuf Heimat und Volkstum besonnen haben, finden in diesem
vertvollen, trefflich ausgestatteten Werk tausenderlei An—
egungen. Es darf im Saarland keine Bücherei und kein
daus geben, in dem nicht dieses Heimatbuch „zu Hause“
päre!
Lustige musikalische Ecke.
Der mißhandelnde Komponist. Ihre Tochter spielt wohl
tur klassische Klavierstücke?“ „Ja, eben macht sie ein
daydn-Spektakel.“
Der Orgeldreher. „Ein Glück ist es, daß ich Musik stu—
diert habe, sonst müßte ich betteln gehn.“
Das Suppenhuhn. In der „Täglichen Rundschau“ lesen
vir folgende Geschichte, die in Berlin spielt, aber sich auch
ainderwärts hätte zutragen können.
Am letzten Sonntag war es. In der zweiten Morgenauf—
ührung Erb—Ivogün. Schubert-Lieder.
„Warte nur, balde ruhest du auch,“ war es eben hauch—
aus Karl Erbs Munde verklungen. Oder es klang
roch. —
„Ja, wissen Sie,“ sagte die Dame hinter uns zu ihrer
Nachbarin, „zZ Mark 50 war für das Suppenhuhn gar nicht
ehr teuer —“
——* setzte der Beifall ein. Dann wurde es etwas
tiller.
„Nein, nicht im ersten Gang, im zweiten, wenn Sie
oon der Gontardstraße aus reinkommen. Dann gleich links
die dicke Frau —“
Ich gab mir krampfhaft Mühe, nicht hinzuhören. Gott
sei Dank kam auch schon ein neues Lied. Begleitete der
Raucheisen heute wieder schön! Dieser Schluß:
O wär ich doch ein Vöglein nur
Dort an dem Wiesenhang —
Dann blieb ich auf den Zweigen hier
Und säng' ein süßes Lied von ihr
Den qanzen Sommer sang! —
„Ja, wissen Sie, wenn wir so'n Suppenhuhn haben,
ißt mein Mann immer die eine Keule und Trüdchen die
andere; aber manchmal —“
Da fuhr ich herum: „Jetzt reden Sie bald eine Stunde
don dem entsetzlichen Suppenhuhn.“
Da hatte ich aber in ein schönes Wespen- oder Hühner—
nest gefaßt: „Was wollen Sie? Haben wir nicht etwa Rede—
reiheit? Wir sprechen doch nur in den Pausen, da können
vir genau das reden, was wir wollen,“ usw. us.w.
„Gewiß,“ sagte ich sehr ruhig, „gewiß können Sie das.
Aber ob das schön ist für die, die es hören müssen —“
„Da setzen Sie sich doch wo anders hin! Mein Onkel ist
Professor in Wien, der ist viel musikalischer als Sie, usw.“
Ich schwieg schon lange. Wie sollte ich auch wohl be—
ee daß ich musikalischer wäre als der Vrofessor in
Wien.
Abends erzählte ich den Vorgang in größerem Kreise.
„Ja, da haben Sie wahrscheinlich auf einem ganz billigen
Platz gesessen?“
Gemach, meine Herrschaften! Erstens: nein, im Gegen—
teil. Und zweitens: auf einem „ganz billigen“ Platz wäre
die ganze Geschichte wahrscheinlich überhaupt nicht pas—
siert. Denn die Leute, die da sitzen, reden entweder gar
nicht, oder wenn einmal, dann ganz leise von den herr—
ichen Liedern und von dem köstlichen Singen der Maria
Jvogün und des Karl Erb. Aber nicht von einem Suppen—
Juhn und wer die Keulen ißt. M.G.
Bei Protzens. Musiklehrer: „... Piano! ... piano!“ Frau
Protz: „Gott, was schreien Sie immer Viano! Mein Sohn
lernt doch die Violin!“
Jür Neeine
halten wir uns bestens empfohlen in der Anfertigung von
60
Ilakalen, RAognammen, Linladungen usu.
in ein- und mehrfarbiger Ausfährung, nach eigenen und
gedebenen Entwürfen. Rürzeste Lieferzeit und zeitgemäße Preise
vebr. Noser A. V. Volklingen· Saar
Druch und Vorlada der Saar-S540cν— Zounee