Full text : 6.1928-1929 (0006)

—A

Saar⸗Känger⸗Bund

4 Nr.

Der Gautag beschließt ferner, am 17. Mai 1928 (Himmel-—
fahrtstag) einen Volksliedertag unter Beteiligung sämt—
licher Gauvereine durchzuführen, an dem der bestbekannte
und bewährte Männerchor des St. Johanner Sängerbundes
in liebenswürdiger Weise seine Mitwirkung zugesagt hat.
Die Vorarbeiten zur Durchführung dieser Veranstaltung
vird ebenfalls in die Hände der Dirigententagung gelegt.
Nach Mitteilung einiger wichtiger Buündesangelegenheiten
durch den a er des Bundes und I— einem

erhebenden Schlußwort des ——— eß die
mposant verlaufene 1. Sängertagun es Warndtgaues.
Ddie drei Gesangvereine von eed umrahmten die
Tagung unter lebhaftem Beifall der Versammlungsteil—
iehmer mit gut zu Gehör gebrachten Männerchören. Dem
ieugebildeten Warndtgau und der unter den ungünstigsten
ind drückendsten Verhältnissen lebenden Sängerschaft zu
hrer gesanglichen Aufwärtsentwicklung auch an dieser Stelle
ein herzliches Glückauf.

Hom Biüchertisch.

Neue Musik⸗Zeitung, Iponatgsi Verlag Ernsi
Klett (Carl Grüninger Nachf.), Stuttgart, Schriftleitung
Alfred Burgartz. Wir haben unsere Chormeister und Sänger
immer gern auf diese bedeutsame Musikzeitung hinge—
wiesen, die in jeder Nummer wertvolle Aufsätze erster
Fachautoritäten, dazu interessante Mitteilungen aus dem
Jesamten musikalischen Leben bringt Heute weisen wir
recht nachdrücklich auf die wertvollen Musikbeilagen der
Zeitschrift hin. Eben fallen uns in diesem Rahmen ver—
Ffentlichte gemütswarme Kompositionen von Prof. Friedrich
Leipoldt in die Hand: Abendglück nach einem Gedicht
oon Ludwig Finkh und: Du bist ein Diamante nach einem
hereits verschiedentlich vertonten volksliedartigen Text des
Bundesschriftführers Walther Stein.

Gassert, Dr. Heinrich, Studentisches Taschenliederbuch.
Freiburg i. Br., Herder. Kart. M. 1.80; in Leinwand
Mk. 2.20. Dieses studentische Taschenliederbuch war eine
Porwendigeit obwohl wir bereits eine Anzahl wertvoller
stommersbücher besitzen, denn mit ihm ist endlich dem Be—
dürfnis nach einem handlichen Liedertextbuch abgeholfen
vorden. — Der Raumersparnis halber enthält es keine
Noten. Aber rund 350 Lieder sind in der Sammlung ver—
kreten. — Wertvollen Inhalts, erfüllt von echter Poesie
und jugendlich-idealer Gesinnung, vaterländisch, eemn
und frisch, werden sich diese deutschen Studentenlieder auf
eine neue Generation forterben. In der Sammlung über—
viegen die Vaterlands- und Heimatlieder, die feierlichen
Fest- und Burschenlieder sowie die guten Volkslieder. —
Daneben ist aber auch dem studentischen Trink-, Scherz⸗
und Liebeslied genügend Raum gegeben. — Keine Auf—
rahme sfand dagegen erfreulicherweise das leichtfertige,
häßliche und beleidigende Gesinge; wie der Herausgeber
zu Recht betont, „verdienen devartige Mißklänge den Namen
eines deutschen Liedes nicht“. Begrüßenswert ist, daß die
zsterreichischen Lieder ganz in derselben Weise wie die reichs—
deutschen berücksichtigt wurden. So kann dieser Austausch
don Liedern dem deutschen Wesen nur förderlich sein. —
Das Büchlein wird gewiß unter der vaterländisch und ideal
ennten Studentenschaft der Gegenwart seine Freunde
finden.
Wendel, Wilhelm: Grundlage des Schul⸗Musikunterr ichts.
Beradwegige Erziehung zum bewußten Singen nach Noten
und zur Selbsttätigkeit und Selbständigkeit auf diesem Ge—
biet. Langensalza, Hermann Beyer & Söhne (Beyer K

Mann). Preis 1,50 RM. Der: Verfasser geht ohne Um—
vege, mit Vermeidung von Solmisations- oder Tonwort—
ilben, frisch guhsn Ziel los, das Singen nach Noten zu
ehren. Durch Aushalten des Sprechtons gewinnt er den
ꝛrsten Gesangston. Als Anschauungsmittel dient ihm die
deiter. Er erkennt nur 2 Register an, die Brust- und
Falsettstimme. Das gewaltsame Hinauftreiben des unteren
stegisters wird bei ihm durch leises Singen beim Uebergang
ermieden. Vorerst bezeichnet er die Töne durch dahlen
ind gewinnt dann durch Benutzung des senkrechten Noten—
trichs und des Kreises aus den in in sehr hübscher
Veise das Notenbild. Die Liedbehandlung stellt sowohl nach
zeite des Textes als auch der Melodie und Harmonie emp—
ehlenswerte Grundsätze auf. Was der Verfasser über
zweistimmigkeit und Dreistimmigkeit sagt, wird man gern
sören. Wenn verlangt wird, die Texte von „Liedern fürs
reben“ möglichst in ihrer Originalgestalt zu lassen, so muf
nan dem voll beistimmen. Die technischen Uebungen im
Anfang des Büchleins werden ihren Zweck erfüllen. Der
berfasser glaubt, im großen und ganzen mit den beiden
konarten O. und Faauskommen zu können; auf die Moll—
onleiter läßt er sich nicht ein, letzteres mit Recht, denn
Rie wenigen Mollmelodien können ohne theoretische Er—
lärung gesungen werden. Alles in älllem: das Buch ist
durchaus zu empfehlen. J E. R.

Karl Bröger, Kangste Arbeiterdichtung. Arbeiterjugend—
Verlag Berlin SW. 61, Belle Alliancepläatz 8. Der bekannte
dichter läßt in diesem feinsinnig zusammengestellten Bänd—
hen das junge Geschlecht von Dichtern sprechen, das aus
der deutschen Arbeiterschaft zum Lichte heraufringt. Was da
uinter Kampf und Glaube und Gesichte und Bilder von
»en Neutönern gesungen wird, einem Karl Abrecht, Karl
Benschek, Paul Börner, A. Ehlers, Walter Eschbach, J.
Jung, Willi Kagelmacher, Artur Mellen, Hermann Mönch,
A. denn Karl Riedel, Walter Schenk, Marie Frenzel,
Atto Großjohann, Welter G. Oschilewski, Paul Schlicke,
W. A. Tharezyk und wie sie alle heißen, das stärkt
den festen Glauben an die unzerstörbaren Kräfte des „ge—
neinen“ Volkes!
Einer bin ich von den Vielen, Vielen,
die voll Glut zu höchsten Dingen schweifen,
die voll Mut und Wagen in die glühende Sonne greifen
doch gedrückt in Not und Gram und Staub auch Mahlen
E. Günther, Dresden.

——
CGasfhaus Reisdorf

vJeunkirchen-Saor

Probelokal des
Manner-Gesangvereins Männerchor
nhaber-Rran Vwe. Wweher
427

——

Kohlen — Koks
Uni an hrileetts
ULIUS SIEBENPFEIFFED
Saarbhrücken — Tel. 1802 u. 4820
belsische Anthrazii 3
Breẽnun-—U. Anféeuerholæ

(Gersweiler Sparkasse) e. G. m. b. H.
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St. Wendel, Burbach, Lebach und Agenturen.
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