Nr. 12 U1“h
u Saar⸗Sänger⸗Bund rr
ussl Seite 277
Träume, d) Romanze aus „Rosamunde“, e) Der Tod und
das Mädchen, 5) Dem Unendlichen. 9
An Franz Schubert zu seinem Gedächtnis, für
Männerchor, Kinder- oder Frauenchor und Klavier
Orchester).
——— * A— Männerchor miit
rn un auken. as auf, Tro i id⸗
e ue f. mpeter, ein weid
Abend, Nacht und Morgen. Epische Kantate
aus der „Edda“ für großen unbegleiteten Männerchor.
Crucifixus von Antonio Lotti, für bstimmigen
—33
zin Stündlein wohl vor Ta ür Männerchor,
Text von Mörike. 33
Zwei, bekannte Lieder nach Texten von Rudolj
Baumbach. a) Die Lindenwirtin, b)y Heut ist heut.
Aus des Volkes Liederschatz, gern gesungene
Weisen für Männerchor: 9), Dörflicher Liebesjammer—
b) Kuckuck und Schäferin, c) Der Tunmler.
Heimat, du hörst, wenn über Gärten,.
Drei Lieder von Franz Schubert, für unbegleiteten
Männerchor: a) Wehmut
b) Trost,c) An den Mond.
Weltfrühling, für
Männerchor, 4 Frauen—
stimmen oder Frauenchor
2 Soloviolinen, Violon—
cello, Harmonium, Harft
(Klavier).
Vier lustige Wei—
sen für Männerchor:
a) Schwäbisches Tanzlied:
„Hopsa, Schwabenliesel, dreb
dich um“; b) Der Schwein—
auer Tanz: „Geh mit der
Dordel, tanz mit der
Dordel“; c6c) Jetzt danzt
Hannemann; d) Fuhr—
mannslied: „Hab mein
Wagen voll geladen“
Chöre für gemisch
ten Chor: 5) Schwä—
bisches Tanzlied: „Hopsa,
Schwabenliesel, dreh dich
um“; b) Das Hederitt:
„Und die Finken und die
schlagen“.
Aus dem Verlag F. E. C
Leuckart, Leipzig.
Balladen u volktstümliche
Gesänge in
Form von Variationen für
Männerchor: a) Barbarossa
(Im unterirdischen Schlosse);
B) Freiheitsgesang (Freiheit
die ich meine); c) Der unerbittliche Hauptmann O Straß-»urg)
d) Der Steirer Land (Hoch vom Dachstein); ) Prinz
Eugen vor Belgrad.
Pappelmäulchen. „Hör, mein Liebchen, was ich
sagen will“, Humoreske für Männerchor nach einem elsäs—
sischen Volkslied.
Die Werke Walther Moldenhauers sind Aus—
druck einer ye Persönlichkeit von außerordentlicher
musikalischer Lebendigkeit und Gestaltungskraft. Seine Dik—
rion ist frei von künstlichen Schwierigkeiten, verzwickten
jarmonischen Kombinationen. Straff, knapp und gemessen
chreitet der Melos dahin, harmonisch in klarer, plastischer
Stimmführung, rhythmisch von starker, aber verhaltener
Bewegtheit, dynamisch edel und von innerer, nicht ge—
suälter und gesuchter Großheit. Man hat auch bei den
jrößeren Werken das Gefühl, daß sich der Meister von
zer holden Feinheit, Tiefe und Klarheit des Volksliedes
mporentwickelt habe zu gesteigerten musikalischen Formen.
Vielleicht liegt hier der Grund, daß sich Moldenhauers
Kompositionen inzwischen längst ihren festen on im
stonzertsaal errungen haben, und daß sich die Volksseele
durch sie in ihrem wertvollsten Kern getroffen, fühlt.
Möchten seine göttlich beschwingten Chöre
nusch in unsern Reihen je mehr und mehr
zum Klingen kommen! Walther Stein.
aber wandte er sich ganz der Musik zu und fand an der
Hochschule für Musik in Charlottenburg in Professor Barth
für Klavier, Professor Bruch für Theorie der Musik und
in Professor Hausmann für Chor- und Orchesterdirektion
vortreffliche Lehrer. Moldenhauer entwickelte sich zunächst
hesonders als Pianist, machte mit Mische Elman eine er—
olgreiche Konzertreise und fand dann selbst als Lehrer
ür Klavierspiel ehrenvolle Berufung an die Hochschule
für Musik. Erste Künstler — erinnert sei an Gertrud
Bindernagel und Walter Kirchhoff — erwählten ihn für
ihre Konzerte als Begleiter, und schon hier begründete er
einen künstlerischen Ruf.
Verständnis und Hingabe für das Männerchor—
wesen, fand Walther Moldenhauer offenbar als Dirigent
zweier künstlerisch führender Vereine: des Neuköllner und
des Charlottenburger Lehrergesangvereins. Nun trat er
allgemach auch als feinsinniger Komponist hervor. Und
bediente sich neben der Vielzüngigkeit des Orchesters immer
vieder auch der seelenvollen Ausdrucksmittel des Männer—
hors und des gemischten Chors. Kein einhelliger Beifall
var es, der dem Neutöner aus den Kritiken entgegen—
Moldenhauer liest Partituren.
hallte. Allen Ernstes hielt man seine 16stimmige er—
schütternde EdwardeBallade zunächst für unaufführ—
har. Ihr folgte alsbald die epische Kantate aus der Edda
— Abend, Nacht und Morgen — und die sinfonische Kan—
tate Herbst, die in der J. Nuürnberger Sängerwoche mit
so beispielloser Eindringlichkeit den Hymnus auf die Ver—
zänglichkeit alles Irdischen zum Klingen brachte. Und
üus dem künstlerischen Nachlaß sprang dann noch die ein—
drucksvolle Kantate „Weltfrühling“ heraus für
Männerchor, Frauenchor, Soloviolinen, Violoncello, Har—
monium, Harfe oder Klavier. Unsere leistungsfähigen
Vereine finden bei Moldenhauer überhaupt sehr interes—
sante und wirkungsvolle Besetzungen. Aus der Fülle seines
Schaffens verdienen noch nachdrücklichste Würdigung die
zahlreichen prachtvpllen Volksliedbearbeitungen, qun Satz
der Beethoven-Gellert-Lieder, seine Schubertchöre.
Unsere Partiturensammlung im Bundesbüro, die unsern
Thormeistern zur Einsichtnahme für Programmzusammen-—
stellungen und zum Studium jederzeit zur Verfügung
teht enthält bis jetzt folgende Werke Walther Molden—
auers:
Aus dem Verlag Karl Hochstein, Heidelberg.
Fünf Lieder und Gesänge von Franz Schubert
für Männerchor, eine npranteme Orgel- und Klavier—⸗
zegleitung: a) Vorspiel, b) Im Abendrot, c) Nacht und