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Monatftsschrift d
Uber Zo0o0 Vereine mit über Z0 ooo Mitgliedern. Herausgegeben im HAHuftrage des Bundes 28 X
non Stadtschuirat Hanus Bongard und Rektor Walther Stein, Saarbrücken B
Druch und BVertag der Buch- und Ktunstöruckerei Bebr. Hofer A. G. Saarbrücken
Völkliugen und Leinzig. Bezugspreis Fr. 5.— vierteljährlich. Einzelnummer Er. 2. — — —9
8. Jahrgang
Werbetang .
m 10. März rührt der Saar-Sänger-Bund in Wir wollen
Stadt und Land die Werbetrommel! Es der Verflachung des Gemütslebens entgegenwirken
ist Sache der Gaue und Vereine, dafür zu sorgen, daß durch das Schöne, Große und Edle, durch die
unsere Werbearbeit Früchte bringt! deutsche Kunst! In ihrer Pflege wird der Mensch
Sollen die vorgesehenen Platzkonzerte wirklich besser, das Herz geläutert: rein, rein muß das
werbende Kraft haben, dann müssen sie von Chor— Herz des Sängers sein!
meistern und Sängern aufs sorgfältigste vorbereitet Wir wollen
sein, dann müssen die Vereine einer Gemeinde in den Glauben in unserer Jugend entfachen und
sangesbrüderlichem Geiste alle Kräfte restlos in stärken, daß es gegenüber all den oberflächlichen
den Dienst der Aufgabe stellen, durch Darbietung des Zerstreuungen bei Bier und Ball auch noch lautere
besten Siedgutes Zeugnis abzulegen von der Her,r— Kameradschaftlichkeit, edle Geselligket und reine
lichkeit des deutschen Männergesanges! Freude gibt. Unsere Jungen und Mädchen sollen
Sollen unsere Werbeblätter Ersolg haben, dann sich nicht nur bei Arbeit und Vergnügungen kenner
dürfen wir keine Mühen scheuen. Dann müssen wir lernen, sondern beim Singen deutscher Lieder!
sorgen, daß sie auch in das entlegenste Berg- Wir wollen
shäuschen gelangen und deutschen Jungen
m u n dem jungen Menschen auch die gesunderhaltenden
deutschen Mädchen, deutschen Frauen und deutschen Kräfte des Singens in Haltung Almung, Aus
Männern Kunde geben von dem, was wir wollen sprache und iin un Idp
Dann dürfen wir es hernach auch an der gewissen— machen! g
haften Nacharbeit nicht fehlen lassen, Sangesbrüder Wir bwol
in jedes Haus zu schicken, aufzuklären und Meldezettel ir wollen * F
Wzuholen alle, die deutsch denken und fühlen, über alle ein⸗
eberallwerden die Erfolgeverschieden engenden Schranken hinweg mit dem ewig grünen
* wirdsic ini id r Kranze deutscher Lieder zu einer geschlossenen Ein—
sein. Es wird sich in ihnen widerspiegeln,
wire klug, gewissenhaft, opferbereit und heit umwinden, Volksgemeinschaft gilt es zu
liedbegeistert die Sänger ihre Werbe— 'chaffen, zu pflegen und zu vertiefen!
urbeit geleistet haben. wollen
Tausende von Knaben und Mädchen verlafssen deshalb in den Stromkreis unserer volkserziehe⸗
Ostern die Schule. Viele von ihnen stehen sogleich in rischen, volksbildenden und Volk bildenden Arbeit
ernster Berufsvorbereitung, in schwerer Arbeit. en nweseen Jugenn v Alter, Rädchen und
Wir wollen Jünglinge, Frauen un änner, Sänger un
in unseren Bundesvereinen Ausspannung und Er— Sangesfreunde! Nicht nur in unseren größeren
holung bieten, um unsere Jugend gesund und glück— Vereinen, auch auf dem Lande ist sich die Mehr—
lich zu machen, zu erhallen. Ausspannung und n hensederi heed der eerset
Erholung aber nicht nur dem Leibe — denn wir i ewußt geworden, in besonderen end⸗
sind nicht nur Muskelmenschen, sondern vor allem stunden auch der Jugend, den Mädchen und Frauen
auch Geistesmenschen mit Verstand, Herz und Seele! Gelegenheit zum Lernen und Singen zu geben
Wir wollen Wir wollen
in einer Zeit der gesteigerten Anforderungen die auf diese Weise den ganzen Reichtum deutscher
Hand bieten zur Weiterbildung, zur Befriedigung Kunst zum Singen und Klingen bringen, denn
der geistigen Bedürfnisse. Sowohl unsere Gesang— ungeahnte Schätze unserer großen Meister, für den
stunden, wie auch unsere Konzerte und Vortrags— Jugendchor, Frauenchor und Gemischten Chor ge—
abende leisten dem Geiste diesen Dienst. schrieben, liegen noch ungehoben da.