Full text : 6.1928-1929 (0006)

A

Saaor⸗Sünger⸗Bund in

Nr.

gleichzeitig auf die wichtigen Arbeiten hin, die noch zum
1929 zu leisten sind. Der 3. Ganshe aßan
Schmidt verlas den letzten Sitzungsbericht, worauf an—
chließend die Feststeltung der anwesenden Gauvereine er—
olgte. Von 27 Gauvereinen, die der Gau Neunkirchen
zählt, fehlt nur 1 Verein und zwar Harmonig Spiesen.
Es waren somit 26 Gauvereine mit 57 stimmberechtigten
Vertretern erschienen. Der Gauvorsitzende erstattete dann
n längeren Ausführungen den Jahresbericht. Er rief in
degeisternden Worten alle zur Mitarbeit im Gau auf.
Dann machte er Mitteilung von dem Verhalten des bis—
herigen Gauvereins „Edelweiß“ Lauterbach, welcher ab 1.
November 1927 als ausgeschieden diperraaten sei. Von der
Vereinigung von „Sängerbund“ uünd „Sängerkranz“ unter
dem Namen „Wellesweiler Männerchor“ wurde erfreut
Kenntnis genommen. Desgleichen von der Mitteilung des
Neunkirchener Liederkranzes, welcher einen gemischten Chor
in Stärke von 120 Sängern gegründet habe. Es wurden
alsdann die neugemeldeten“ drei Schiffweiler Vereine
Cäcilia, Frohsinn und Eintracht einstimmig aufgenommen.
Ein erfreuliches Zeichen, daß gerade8 Vereine aus einem
Orte zusammen dem Gau beigeétreten sind! Der Vorsitzende
gab Kenntnis von den im vergangenen Jahre statigefun—
denen Veranstaltungen, Gaukonzerken usw. Er erwähnte
besonders das 60jährige Stiftungsfest des Liederkränzchens
Wiebelskirchen, die Gründungsfeier des Wellesweiler
Männerchors, sowie die Einwéeihung der Kriegergedenk⸗
tafel in Spiesen. Der Gauvorsitzende ermahnte anläßlich
des geringen Besuches des letzten Gaukonzertes durch
Sangesbrüder ernstlich zu sangesbrüderlicher Unterstützung.
Es stehen zwei große Aufgaben vor uns, das Bundesfeft
1929 sowie die Aenderung der Lustbharkeitssteuerordnung
auf Antrag der Sportvereine. Der Vorsitzende schloß den
Jahresbericht mit dem Wunsche, daß es im künftigen Ge—
chäftsjahr mit unserer Arbeit vorwärts gehen möge. Nach—
dem die Kassenprüfer Stolz (Saargold)“ und Schock (Ger⸗
nania Neunkirchen) über die vorgenommene Kafsenprü—
ung berichtet hatten, wurde dem Gaufkaffierer Entlastung
erteilt. Der Gaukassierer Reuter machte die erfreuliche
Mitteilung, daß von sämtlichen Gauvereinen bis auf einen
die Gaubeiträge bezahlt seien. Ier seien noch 1541 Fr.
ür die Sängerausweise zu decken. Vertreler Keßler
Männerchor Neunkirchen) beantragte, von jetzt ab die rest⸗
lichen Beiträge stets einziehen zu lassen. Ferner sollen die
geuen Vereine, genau wie alle anderen, einen Teil der
Bundesbücher mik übernehmen. Die Wahlen wurden wie
folgt einstimmig getätigt: Wilhelm Schmidt (Wellesweiler)
zum 1 Schriftführer; Daniel Hussong zum 2. Vorsitenden;
Richard Braun (Neunkirchen) zum 2. Schriftführer; Robert
Franz (Neunkirchen) zum 2. Kassierer; als Beisitzer: Andr.

deßler (M.⸗G.⸗V. Kohlhof)), Joh. Reinheimer (Eintrach
Zpiesen), Hugo Klein (M.⸗GV. Heiligenwald) und Friedr.
Stein (Eintracht Schiffweiler). Hierauf sang das gemischte
Quartett Landsweiler mit sehr gutem Eindruck: „Deutsches
Frühlingslied“ mit Klavierbegleitung von Gluck sowie
Hirtenchor“ aus Rosamunde von Franz Schubert. Nach
iner inzwischen eingetretenen Pause wurden dann die
Ddiplome vom letzten Wertungssingen verteilt. Der Vor—
itzende teilte mit, daß von den damaligen Wertungsrich—
ern leider einer nicht mehr unter den Lebenden sei. Herr
Aermusiklehrer Becker, Ottweiler, sei nach dem Wertungs—
ingen unerwartet an einem im Weltkrieg zugezogenen
ꝛeiden plötzlich gestorben. Die Versammlung ehrte das
Andenken des Verstorbenen durch Erheben. Vertreter Stolz
Saargold) beantraägte, ähnlich wie bei dem verstorbenen
rüheren Gauvorsißenden Rektor Rodermund, bei der
iächsten Gautagung, die dem Schiffweiler Verein über—
ragen ist, eine Gedenkfeier anzuschließen. Als Kassen—
»rüfer für das kommende Jahr wurden wieder einstimmig
die Sangesbrüder Stolz (Saargold) und Schock (Germaniä
Neunkirchen) gewählt. Die Kosten für die heuen Sänger—
rusweise werden von den Vereinen dem Gau zur Ver—
ügung gestellt. Es wurde mitgeteilt, daß für das Bundes—
est 1929 eine besondere Musikkommission gebildet werden
nüßte und der vom Gau in Vorschlag gebrachte Chor—
eiter Schuff bestimmt sei. Anstelle des zurückgetretenen
ßauchormeisters Henniger sen. wurde Chorleiter Rein
Liederkranz Neunkirchen) gewählt. Der unerwartete Rück—
ritt des Herrn Henniger wurde allgemein bedauert. Für
eine bisherige unermüdliche Arbeit wurde ihm ein be—
onderes Dankschreiben vom Gauvorstand ausgestellt. Die
Bildung eines Gau- und Ausschmückungsausschusses sowie
iller übrigen Kommissionen zum Bundesfest 1929 wurden
weckmäßigkeitshalber zur Erledigung der nächsten Gau—
orstandssitzung überwiesen. Der Vertreter des Männer—
vesangvereins Heiligenwald beantragte, auf die Tages—
)»rdnung der nächsten Gauvorstandssitzung das Gaupest
deiligenwald zu setzen. Als Ort der nächsten Gautagung
vurde Schiffweiler bestimmt. Mit dem gemeinsam' ge—
ungenen Saar-Sänger-Spruch, sowie dem von dem
Männer-Gesang-Verein Landsweiler vorgetragenen Lied:
„Deine Wälder hör ich rauschen“ hatte die glänzend ver—
aufene Tagung ihr Ende erreicht.
Wilh. Schmidt, 1. Gauschriftführer.
Die Hauptjahresversammlung des Neunkirchener Männer—
zesangvereins wurde am 29. Januar abgehalten. Der
deutsche Sängerspruch „Grüß Gott mit hellem Klang“ gab
die Einleitung. Der Vorsitzende Kaufmann Wilh. Fried
eröffnete mit herzlicher Begrüßung die aut besuchte Jahres

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