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Monaftsschrift —
Uber zoo Vereine mit über Zo ooo Mitgliedern. Herausgegeben im Auftrage des Bundes * — F
von Stadtschulrat Haus Bongard und VRektor Walther Stein. Saarbrücken. V
Ddruch und Verlag der Buch— und Kunftoöruckerei Bebr. Hofer N. S. Saarbrücken * ⸗
Bolklingen und Leinzig. Bezugspreis Fr. 5.— vierteliührlich. Einzelnummer Er. 2. —
Februar 1020 8. Jahrgang
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Das deutsche Sängermuseum in Nürnberg.
Seine Gründung und weitere Ausgestaltung.
mhraust von dem Leben einer Großstadt mit Hans Sachs und seine Zeitgenossen ihre sonntäglichen
ihrer gewaltigen Industrie und doch stille und Uebungen hielten. Jetzt ist sie zu einem fein akustischen
oertraut liegen vor den Besuchern die Stätten der Konzertraum umgewandelt und birgt das ergreifende
Meistersingerkirchhe und des damit verbundenen Denkmal der gefallenen deutschen Sänger. Von hier
Katharinenklosters, wo im Oktober 1925 das Deut- sschreitet man durch die ernsten gotischen Kreuzgänge
Borraum im Erdgeschoß, das Bundesbanner des Deutschen Sänger-Bundes.
sche Sängermuseum feierlich eingeweiht worden
ist. Seitdem sind in großen Scharen Sänger und
Nichtsänger herbeigeströmt und haben unter dem Ein—
druck des Geschauten und Gehörten ein fesselndes Bild
von dem Reichtum und der Vielgestaltigkeit des Deut—
schen Sängerbundes erhalten. Kein Straßenlärm stört
hier den eigenartigen Zauber, der über dem Ganzen
liegt und der in drei Radierungen aus Limpert's
Kunstverlag Dresden zu künstlerischem Ausdruck ge—
bracht ist. Unwillkürlich fühlt man sich in die Ge—
schichte einer stolzen Vergangenheit zurückversetzt und
in das bewegte Leben einer alten Kulturstätte. Zu—
nächst betritt man die Meistersingerkirche, wo schon
herein in den Lichthof, der eine wundervolle Stille
atmet und damit die Besucher in die rechte Stimmung
versetzt, um die geweihten Räume zu betreten. Seit
der Eröffnung des Museums, das sich von Anfang an
der Fürsorge der Bundesleitung und der Unterstützung
der Nürnberger Stadtverwaltung und ihres kunst—
sinnigen Oberbürgermeisters Dr. Luppe erfreut, ist die
ganze Schöpfung ungeahnt gewachsen. Die ursprüng—
lichen zwei Räume reichten bald nicht mehr aus, um
all das würdig aufzustellen und einzuordnen, was
reger Sammeleifer und begeisterte Anteilnahme an
neuen Werten in den letzten Jahren gebracht haben.
Die Anlage gliedert sich nunmehr in acht größere und