Seite 246 ppiüttspenn
014hs
uniSaare-Sänger⸗Bund IVuulütstsstith——.
Auun,
psi Nr. 10
Ganzes, das nicht voneinander geschieden werden kann
und soll. Wie in einem Männerchor die verschiedenen
Stimmen wieder ein Ganzes bilden, so sollen auch in
unserm deutschen Volk die verschiedenen Stämme wie ein
Ganzes in Einheit zusammen klingen. Der Ehrenvor—
sitzende der Liedertafel Neunkirchen Hussong dankte herz—
ich für die freundliche Einladung, für den freundlichen
Empfang, für die Verpflegung und für alles Gute, das
hnen zuüteil geworden ist, besonders auch dem Vertreter
des Magistrats und der Bünde, die ihnen zu Ehren er—
schienen sind. Die Saarländer seien der Einladung ge—
olgt mit liederfrohem Herzen. Wir gehören zusammen,
die Sänger vom Rhein und vom Saarland, und keine
Macht auf Erden soll es uns verwehren, unsere Heimat
zu lieben, Ihr Euer rebengesegnetes Rheinland, wir unser
richt so viel besungenes, aber desto mehr umrungenes
Saarland, wo zwischen hohen Buchen die Stätten rast—
woser Arbeit liegen, wo täglich Zehntausende hinabsteigen
in den Schoß der Erde, um das Gut, das der Schöpfer
hineingelegt hat, an den Tag zu fördern. Sinnige Worte
buntem Gemisch ausgiebig huldigten. Am Montag morgen
besichtigte man gemeéinsam die Sektkellerei Henkell. Dann
nahte die Abschiedsstunde. Nach einem Besuch des RNieder—
wald fuhren wir der Heimat zu. Alle Herzen sind vol!
Dankbaͤrkeit für die genußreichen Tage, die wir der außer—
ordentlich herzlichen Gastlichkeit der 3 Sänger
verdanken. Es ist unter uns nur eine Stimme: Auf Wieder
sehen in Neunkirchen! R.Sch.
Der Gau Neunkirchen hatte sein diesjähriges 1. Gau—
konzert dem unter der bewährten Leitung von Chormeister
Schmidt stehenden Mi⸗G.⸗BW. Germania übertragen, der
trefflich geschult einem vollbesetzten Hause recht eindrucks
ooll Schönheit und Größe des deutschen Männerchors ver
gegenwärtigte. Ebensowohl die Schubert- und Beethoven
höre, wie die moderner Meister wie Kämpf, Hegar, Hein
richs bezeugten das künstlerisch hohe Niveau des Vereins
In den Geschwistern Vester waren Solistinnen gewonnen
deren Gaben das Programm aufs angenehmste bereicherten
Bauvorsitzender Schulxrat Steeg gab mit Recht der Hoff—
ung Ausdrück, daß das Konzert dem deutschen Liede in
sprach sodann der Vorsitzende des Nass. Sängerbundes
dollingshaus, der an den Festzug in Wien erinnerte, in
dem die Saarländer marschierten mit dem Schild: „Zurück
zum Vaterland.“ Er begrüßte die Gäste und wünschte
hnen recht frohe Stunden im Kreise lieber trauter Sänger,
und daß sie recht gute Eindrücke mit heim nehmen möchten.
Reichel überbrachte sodann herzliche Grüße der Leitung
des Gaues II. Gar viele Vereine seien es, die im Lause
des Jahres zu uns kommen, aber die Saarländer haben
wvir von vornherein in unser Herz geschlossen, weil sie
gemeinsames Leid mit uns tragen. Mögen sie die Gewiß—
heit mit nach Hause nehmen, daß hier mit ihnen treue
deutsche Sängerherzen den Augenblick herbeisehnen, we
wir uns alle wieder als freie Deutsche sehen. Die Saar—
änder ließen dann noch durch ihren Vorsitzenden als Er—
nnerungszeichen an die an diesem Tag geschlossene Freund—
schaft unter Glas und Rahmen eine farbige Zeichnung
aus ihrer Heimat überreichen, die vom Vorsitzenden des
„Fidelio“ mit frohem Dank übernommen wurde. Zur
großen Freude der Saarländer versicherte er, daß in nicht
zu ferner Zeit der „Fidelio“ ihr Gast sein werde. Unter
Sang und Klang verfloß der Abend. „Fidelio“, „Lieder—
tafel“ und Quartett „Sängerlust“ aus Wiesbaden, dessen
Borsitzender ebenfalls herzliche Begrüßungsworte sprach,
vetteiferten in der Darbietung gesanglicher Genüsse. Auch
der Humor kam zu Wort und erhöhte die Stimmung durch
Dialekt-Vorträge des Herrn Hausmann und von Herren
aus Neunkirchen. So vergingen die Stunden nur zu
schnell. Der Sonntag war zunächst der Besichtigung von
Biebrich und Wiesbaden gewidmet, und abends vereinigte
man sich wiederum im selben Saale, wo der „Fidelio“
emeinsam mit den Gästen sein 37. Stiftungsfest als
beging. Die sangesfrohen Saarländer gaben
dem Abend durch eine Reihe von Chorvorträgen die Weihe.
die Orchestervereinigung Biebrich ließ flotte Weisen hören
und spielte dann auch zum Tanze auf, dem sowohl des
Rheinlands, wie des Sdarlands Söhne und Töchter in
Neunkirchen neue Freunde gewinnen möge. Immer wieder
erscholl dankbarer Beifall.
M.G.⸗V. Liedertasel Neunkirchen gedachse pietätvoll ihrer
sünf im Weltkrieg geopferten Sangesbrüder durch fest—
liche Einweihung einer Gedenktafel. Vorsitzender R. Schmidt
zegrüßte die rschemenen Gauvorsitzender Steeg fand
veihevolle Worte des Gedächtnisses. Der Chor fang zu
Herzen gehend: „Ich hatt' einen Kameraden“, „Morgenrot“
und zum Schluß n Trostchor: „Sei still!“ Es wär eine
sehr eindrucksvolle Feierstunde.
Gau Saarbrücken.
Der M. G. B. Saarbrücker „Liederkranz“ e. V. hat es
verstanden, seinem 60. Sitftungssest einen Rahmen zu
zeben, der erheblich über das bei solchen Veranstaltungen
llebliche hinausging. Seiner Tradition getreu eröffnete er
die Festlichkeit durch einen Hugo Kaun-Abend, der durch
die Anwesenheit des gefeierten Komponisten eine besondere
NRote erhielt. Die Vortragsfolge brachte neben Liedern für
Zopran der Opernsängerin Maria Satzinger und dem
refflich gespielten 4. Quartett A-Moll des Neuheusel—
ZQuartetts an größeren Werken den Männerchor: Uralteé
Lied, die Erstaufführung für das Saargebiet des „Morgen
ied“, den Männerchor mit Orchester „Wandernde Mensch—
zeit“ und als Beschluß „Wachet auf!“, Kantate für Männé
und Kinderchor, Sopran, Frauenstimmen und großes
Irchester. Unter dem Stabe des Längst bewährten 1. Chör—
neisters Musikoberlehrers Phil. Stilz feberte der Chor mit
seinen Spitzenleistungen wahre Triumphe. Splelend nahm
er die nicht unbedeutenden Schwierigkeiten der Partitur
und gestaltete den packenden Inhalt mit hinreißendem
Schwung. Nicht nur das zahlreiche Publikum, sondern auch
der greise Meister hatte an der Aufführung seine herle
dankerfüllte Freude. Am Sonntag vormittaäg folgte im Saal—
hau der Festakt mit Bannerweihe. Auch dieser Veranstactung
lag ein großangelegtes würdiges Programm zugrunde. Den