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Saar⸗Sänuger⸗-Bund INIUlhu
Dsi, Nr. 10
Tagesordnung zum Bundestag 1929 in Bous.
GBemeinsamer Gesang des Deutschen Sängergrußes:
Männerchöre des Gaues Wadgassen;
Begrüßungen und Ehrungen;
Bericht über die Bundesarbeit — Bundesvorsitzender
Bongard;
Bericht über die Bundeszeitschrift und Pressearbeit
Bundesschriftführer Stein;
Bericht über die Bundeskasse — Bundesschatzmeister
Düren — Bericht der Kassenprüser: Alb. Thiel, Bous.
Ed. Marz, Schaffhausen;
Bericht über die künstlerische Arbeit — Bundeschor—
meister Schrimpf;
Bericht über die Geschäftsführung — Bundesgeschäfts—
führer Rauchholz;
Wahlen der ausscheidenden Vorstandsmitglieder:
a) 1. Bundesschatzmeister,
b) 2. Bundesschriftführer;:
.. Anträge.
Um 1Uhr: Kundgebung auf dem Marktplatz,
anschließend:
Bemeinsames Mittagessen in den ver⸗
schiedenen Hotels in Bous.
3 Uhr:
11. Massenchor des Gaues Völklingen;
12. Vortrag: Die Einbeziehung der Frauen und Mädchen
in die Bundesarbeit — Bundesschriftführer Walther
Stein;
13. Darbietungen: Der Kammerchor des S. S. B.;
14. Schlußwort des Bundesvorsitzenden;
15. Massenchor des Gaues Wadgassen.
Nach 8 8, Abs. 2b unserer Bundessatzungen können dem
Bundestag von den Gauen und Vereinen Anträge unter—
breitet werden. Dieselben müssen spätestens bis zum 15.
März 1929 der Geschäftsstelle des S. S. B., Saarbrücken 2,
Stadtpark Ludwigsberg (Sängerheim) zugestellt sein.
Alle Bundesvereine werden mit Rücksicht auf die Wichtig—
keit der Tagesordnung an ihre Pflicht erinnert, Vertreter
zu entsenden. Dieselben bedürfen einer schriftlichen Voll—
nacht, die von dem Vorsitzenden des Vereins, den sie
bertreten sollen, unterschrieben ist.
Es darf nicht vorkommen, daß auch nur ein Verein
auf, dem Bundestag unvertreten bleibt. Auch ist die Be—
teiligung vieler Sangesbrüder aus allen Gauen als Gäste
ehr erwünscht.
Bongard, Stein, Düren,
Bundesvorsitzender: Bundesschriftführer; Bundesschatzmeister:
Schrimpf,
Bundeschormeister.
manche Freunde hier erworben. Frl. Marianne Regler,
Merzig, spielte am Flügel ohne jede Notenvorlage frei
den ersten Satz aus der 6-Moll-Sonate sowie zweti Scherzo
in B- und Des-Dur. Sie ist eine Künstlerin auf den
Flügel. Durch ein prächtiges ——S wurde ihr
Anerkennung gezollt. Gauvorsitzender Rektor Eltges hielt
einen geistvollen Vortrag über Schubert und seine Be—
deutung für den deutschen Sänger. M. G. V. „Concordia“,
geleitet von Chormeister Scherer, zeigte erstklassiges Können.
Die schwierigen Chöre, „Der Entfernten“ uünd „Salve
Regina“ waren prächtige Leistungen. Aus der lieblichen
deutschen Messe erkläng das „Sanktus“. Viel Arbeit er—
sforderte auch das zum Volkslied gewordene „Am Brunnen
vor dem Tore“, dessen Rhythmus das Volk gar zu arg
zerzaust hat. Es war eine guüte und vornehme Feier zuü
Ehren unseres Schubert. Stine köstlichen Melodien ließen
die Stunden nur allzu rasch verrinnen.
Gau Dillingen.
M.G.B. Sängerbund e. B. Dillingen gah am Toten—
onntag ein Schülerkonzert, das dem Undenken Schuberts
zewidmet war. Es ist erfreulich, daß sich diesmal die
Schulleiter der Sache angenommen haben. Trotz des
schlechten Wetters ließen es sich die eingeladenen Schüler
uind Schülerinnen der oberen Klassen nicht nehmen, das
donzert zu besuchen, ein Beweis, daß derartige Veran—
taltungen, ein Bedürfnis sind. Gar vielen der jugend—
ichen Besucher war das Konzert etwas neues, daͤ sie
hislang noch keine Gelegenheit hatten, einen Männerchor
zu hören, geschweige denn etwäs über Franz Schubert,
ein Leben und seine Werke zu erfahren. Schuckeiter Emig
teigerte die Aufnahmebereitschaft durch seinen interessanten
nras über den Meister, wofür wir Herrn Schubleiter
Smig Dank schulden. Der Chor in Stärke von über 100
ZSängern brachte trefflich Chöre Schuberts *— Vortrag:
Der Lindenbaum, Die Nacht, Wanderers achtried, Der
Entfernten, Heideröslein und Du bist die Ruh'. Stür—
nischer Beifall lohnte die Sänger. Chorleiter Gottliet
doffmann, Fraulautern, entbot aͤm Flügel in eindrucks
»orler Weise Proben Schubert'scher Kunst und erntete eben
'alls jubelnden Beifall.
Die Schubert-Zentenar-Feier der Sängervereinigung
Loncordiag Pachten wird ein ehrenvorles Denkblatt in der
Lereinsgeschichte bleiben. Am Vorabend des Gedächtnis
ages war ein stattliches Auditorium der Einladung der
Festgeber gefsongt, um Altmeister Franz Schubert gebührend
zu seiern. Das Orchester des Vereins der Musikfréunde
Friedrichsthal unter Karl Mosers sicherer Führung leitete
durch die exakte Wiedergabe der H-Mosll-Symphonie den
Iadennd ein. Es solgte der Chorgesang: Die Nacht.
ann ließ der Ehrenvorsitzende G., Kiefer durch seinen
Schubertvortrag die ganze Tragödie des Menschen Schuber!
miterleben und mahnte die Saänger, das Vermächtnis des
zu Lebzeiten verkannten Meisters treukich zu wahren. Die
run folgenden Chöre: Sanctus, Der Entfernten, Der
Lindenbaum sowie das Ständchen und ein Trinklied hinter⸗
ließen den besten Eindruck. Bie Sängerschar folgte willig
edem Fingerzeig ihres tüchtigen Dirigenten Hans Scherer
Kapellmeister Moser eres noch die Ballettmusik aus
Rosamunde, das Ständchen: Leise fehen meine dvieder
und die ursprüngliche Oubertüre zu Rosamunde: Alphonse
und Estretla. Zwei Weihestunden, erbauend und beleh—
rend zugteich, waren den Gästen beschieden, eine ehr
würdige Gedächtnisstunde an Franz Schübert! B. A.
Gau Fischbachtal.
Gau Fischbachtal tagte unter Gauvorsitzendem Rektor
Zuwer in Merchweiler. Die Versammklung war von dem
Merchweiler und dem Quierschieder Gefangverein mit allen
hren Sängern besucht. Bundesgeschäftsführer Rauchholz
hielt im Verlaufe des Nachmittags einen Vortrag, in
dem er auch zu sprechen kam auf die künftige Grenz
tegulierung innerhalb der Gaue des Bundes.“ Das Be—
treben des Fischbachgaues, eines der kleinsten Gaue
unseres Saar⸗-Sängerbundes, geht dahin, durch Gewinnung
einiger benachbarter Vereine sich zu vergrößern und debens
ähiger zu werden. Nach einer lebhaften, aber offenen,
reien Aussprache, konnte der Vorfitzende die Tagung
chljeßen. Umrahmt wurde die Iramienne von einigen
Thören der Merchweiler „Concordia“ die ebhaften Bei
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Sterbetafel
des Saar⸗Sünger-Bundes.
Peter Kiefer, Ehrenmitglied des M.G.«V. „Lieder—
kranz“ Saarhölzbach, am 27. November 1928 im
71. Lebensjahre.
„Stumm schläft der Sänger .....“ Verein, Gau,
und Bund bewahren ihm ein dankbares Andenken.
Gau Beckingen.
Zu einer einzig schönen Schubertgedenkfeier hatte der
M. G. V. „Coneordia“ Beckingen alléèe ernde des deut⸗
en Liedes eingeladen, Der gefüllte Saal legte Zeugnis
ab, daß auch auf dem Lande fuͤr wirklich gute konzertliche
Beranstaltungen Verständnis zu finden ist. Nicht diese
»der jene Nummer des Programms soll als besonders
gelungen hervorgehoben werden, dafür stand der ganze
Abend zu sehr als künstlerisch geschlossenes Gesamtbild
dor uns, Kapellmeister Moser mit dem Verein der Musik—
freunde Friedrichsthal führte sich hier mit der unvollendeten
IJ⸗Moll-Simphonie, mit einem kleineren Ständchen, der
Barlettmusik zu Rosamunde und schließlich der Ouvertüre
zu Rosamunde aufs beste ein, und das Orchester hat sich