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Richtlinien über die auf dem Bumdessest in Neunkirchen
vorzutragenden Chöre des Westkreises.
1. Spohr „Das Lied“. Tempo nicht gar zu schnell, aber
auch nicht schwerfällig, die beiden letzten Takte etwas breit—
drücken. Die punktierten halben Noten des 4. Taktes
3 Schläge halten. Nicht etwa schon beim 3. Schlag pausieren,
ondern erst beim Eintreten des 4. Schlages verschwinden.
Dasselbe gilt auch für den 8. Takt. Achtgeben im 6. Takt,
welches sehr leicht etwas gedrückt erscheint. Also bewußt
etwas hoch ansetzen. In demselben Takte die halben Noten
der Bässe und des 2. Tenors halten, damit nicht der 1. Tenor
mit seinem dis allein sitzt. Ferner im 10. Takt auf den
2. Baß achten, damit das hutief genug eingesetzt wird,
l. Baß ein wenig hervortreten, auf die Tonhöhe des gis,
nicht etwa d singen. In demselben Takt und im 12.Takte
auf das Aushalten der 4 Schläge der Noten der Tenöre
und des 1. Basses. Micht beim 4. Schlag verschwinden.)
Das d des 13. Taktes leicht ansetzen, damit eine wuchtige
Schlukßwirkung erzielt wird Atempause nach jsedem 4. Takte
der Fermate hochhalten. In der letzten Zeile die Mittel—
timmen hauptsächlich den 2. Tenor hervortreten lassen
Im 1. Tenor leichter Tonansatz und ein kleines erese. bis
zum vorletzten Takt. Bei dem Worte „Best“ absetzen, damit
das letzte Wort „bestellt“ schön und markig in Erschei—
nung tritt. Atempausen: 1. und 2. Strophe im 5
Takt nach „Welt“ (Lust“), im 9. Takte nach „weisen“
„singen“. Nach der Fermate auf der 2. Seite der Parti—
tur. Von dort bis zum Schluß streng binden. Also nicht
nach „weisen“ („singen““ Atempausen machen. In der
3. Strophe nach der Fermate Atem schöpfen. Ferner im
7. Takt nach „halten“, im 9. Takt ebenfalls nach „halten“,
m 13. Takt nach der Fermate, im 15. Takt wiederum nach
„Halten“, die Mittelstimmen im 17. Takt nach „bestellt“
Dann im vorletzten Takt das Absetzen des „Best“ zum Atem—
holen benutzen, jedoch sehr kurz.
3. Heinrichs „Dir mein Vaterland!“ In dieser Kompo—
sition sind die Tempis und der Vortrag an verschiedener
Stellen angegeben. die ich für durchaus gut halte. DTot
Kküonrn st FRAdressen.
Ratharina Nicklas, Sopran. Lieder, Oratorien, Arien. Saarbrüchen, Me
krieda GaumannLuris
Konzertsangerin (Alt)
Gesangspadagogin
Luise hüther
sopran
Liecder, Arten, Unterticht.
saarbrũchen, Petersberqstr. 25.
lelephon 4æ646.
567
RKlavier-⸗Trio (Rammermusik)
empfiehlt den verehrlichen Vereinen seine Mitwirkung.
*79 Anfragen zu riditen an:
Musikdirektor Heinz? Brecher, Saarbrücken
Wilhelmstrabe 49 — Telephon 237.
574
Saarbrücken 3
Rotenhosstrabe 11 Telephon 2324
Mimi sind
Fritz? Schwartz, Baß
Lieder, Oratorien
601
Albert Bastian
Rapellmeister, Pienist, Chormeiste-Unterricht
— Korrepetition
Ubernahme von Begleitungen
Saarbrücken-St. Arnual
aus Saarwerderatrahe 14.
555 Altistin
Homburg-Schwarzenbach
SFSaarbruũchen 3, Fotenhossctr. I.
Schöler von Joh. Willy, Frankfurt am Main.
500
Stadtisches Streichquartett
Alexander Schneider, 1. Violine
Darius Straub, 2. Violine
Robert Querner, Bretsche
Mischa Rakier, Cello
Hohenzollernstrabe 132 part.
Alexander Schneider
J. Konzertmeister am Stadtiheater
Saarbrückhen1
Hohenzollernstrabe 132 part.
Saarbrüũchen1
2. Mendelssohn Der frohe Wandersmann.“ Tempo
möchte ich etwas frischer wifsen, als in der Partitur vermerkt,
nicht Viertel — 72 sondern doch mindestens Viertel — 84488.
Ddie Schwierigkeiten dieses Chores beruhen durchweg auf
der präzisen Einhaltung der punktierten Achtelnoten mit
nachfolgenden Sechzehnteln. Also bewußt das punktierte
Achdelbreitdrücken und das folgende Sechzehntel leicht
sehmen. Achtgeben auf dis des 2. Taktes im 1. Tenor,
damit nicht ig gesungen wird. Im 4. Takte gleichmäßige
Lchtel singen. Das is des 2. Tenors im 6. Takte hoch
hakten. Im 8. Takte das his des 2. Tenors nicht zu hoch
ingen. Im 9. Takte nach dem 2. Viertel kein Loch ent⸗
tehen lafsfen, sondern sofort mit den Bässen beginnen. In
der Folge streng auf die punttierten Achtel achten. Den
. und 3. Versschluß nicht langsamer nehmen. Die beiden
Sechzehntelnoten im 1. Tenor Worletzter Takt) nicht ver—
schwöomimen bringen. Die 3. Strophé den Auftakt leicht,
edoch schon von „Gott“ das ritard eintreten lassen. Bis
zur Fermate des 83. Taktes choralartig streng gebunden
ingen. Die Fermate schön halten. Bei der Stelle „hat
ruch mein Sach“, wo im 1. Baß das cis inc aufgelöst er⸗
Heint. nicht gquf ruuterdrücken. Ebenso der 2. Baß bei
möchte ich die Atempause nicht überall haben, wie die Par—
titur vorschreibt. Es sind dies die Atempausen im 6. und
10. Takt. Alle übrigen können bestehen bleiben. Rhythmisch
wären wieder die punktierten Achtel zu beachten. Achtgeben
im 5. letzten Takt, die beiden letzten Achtel nicht punktleren,
sondern gleiche Achtel singen. Fendeee Schwierigkeiten
bietet die Kömposition nicht. Doch möchte ich besonders
auf die 2. Seite, 2. Takt, hinweisen, daß die Tonstufen
eis 2. Tenor, kelis 1. Baß, nicht geschmiert werden. Ebenso
das Unisono des 5. Taktes der 2. Seite nicht schmieren
ondern bewußt die große Sekunde c-d singen. Das d ziem—
ich hoch ansetzen, da es sonst leicht gedruüͤckt wird, haupt—
ächlich durch die Bässe. Auch hier gilt, was ich schon
m 1. Chore erwähnte: Achtgeben auf den Zeitwert der
einzelnen Noten, damit keine unnützen Löcher entstehen.
Dies gilt besonders für die Noten, denen eine Atempause
folgt.“ Am Schluß meiner Ausführungen möchte ich den
derren Chormeistern nochmals warm ans Herz legen, haupt;
süchlich auf den Rhythmuͤs zu achten und Sorge zu tragen,
daß die Pflichtchöre ohne Blätter gesungen werden; denn
nur so ist ein Erfolg gesichert.
Gottlieb Hoffmann, Chormeister.