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uSnaar⸗Sänge reWumnd
istshp Nr. 11
Ja uen“, ein wetterhartes Hoheslied vom deutschen Stahl!
Vie nimmt uns dieses Bied vom aufstrebenden Deutschland
gefangen, der Kampf um die Märkte der Wert, der Triumpf
deutscher Technik. Und wieder erleben wir das Herz—
ergreifende des mit soviel Feinheit geschilderten Persön—
ee ganz aus der Tiefe: Margarethens tapseres Mit—
tragen und leidstarkes Ausharren an der Seite des
tragischen Erfinders gießbaren Stahls Fritz Stoltenkamps
und hernach als Mutter und kluge Mitstreiterin an ihres
wackeren Sohnes Friedrich Seite, wie endlich die innere
Werbung um Friedrichs junge Frau, bis auch sie eine echte
A
Wie einst Gustav Freytag sucht Rudolf Herzog in seinen
Werken das deutsche Vock auf, wo es in seiner Tüchtig—
eit zu finden ist, bei der Arbeit. Aber es ist der
ichließen sich die leiderprobten Herzen in treuer Liebe
zusammen. Auf diesen hohen Ton ist auch der Roman
„Die Burgkinder“ gestimmt — ein Hoheslied au—
die Liebe zu den Seinen, zur Heimat, zum Vaterland
Von tiefinnerster Erschütterung duͤrch die Geschehnisse der
Revolution erfaßt sehen wir den Vater bei der Betreu—
ung der Waisen. Liebe als Fundament der Erziehung
Sie bleibt den von Leidenschaften in den Strudel gezogenen
Kindern Leitstern und äßt sie den Weg ins Elternhaus
zurückfinden. Liebe zur Heimat, zum Vaterland treibt zu
tätigster Mitarbeit an des Vaterlandes Rettung aus tiesster
Not und läßt wahres Herzensglück erst wieder einkehren.
als üher Heimat und Vaterland wieder der Stern der
Freiheit leuchtet! Und dann: „Das große Heimweh“
der prachtvorlse Rpman voll hohen väterländischen Schwun
Rudolf Herzog und Frau im Burgpark der „Oberen Burg“.
Die Obere Burg zu Rheinbreitbach am Rhein.
Deutsche eines neuen Zeitalters, der hinter dieser Arbeit
steht, der Deutsche, der den Weg in Weltwirtschaft, Welt—
handel und Weltdenken gefunden hat. Und so leuchtet
Rudolf Herzog denn in seinen Romanen einen außerordent—
lichen Horizont ab, der Ie n und Fremde um—
schließt, die alle mit stärtistem Wirklichkeitssinn auf dem
Boden der tatsächsichen Gegebenheiten des Lebens stehen
und doch aus deutschem Wesen heraus von einem starken
Hauch gemütstiefer Romantik überströmt sind, In seinem
Roman „Zum weißen Schwan“ vergegenwärtigt sich uns
das Düssedorf seiner Jünglingsjahré, einige Jahre später
versucht er in „Frau Kunst“ dem geistigen Bisde Duͤsfsel—
dorfs gerecht zu werden. Noch steht er im Bann der
Maserei. Dann folgt sein Frankfurter Roman Das
debenslied“, von dem wir in vorliegender Nummer
einen Ausschnitt bringen, der den jungen Dichter im Banne
der Musik zeigt. Ihr ist er dann — wie sfein jüngster
Roman „Kornelius Vanderwelts Gefährtin—
vieder zeigt —, bis heute treugeblieben. Hell klingen über
einen Romanen und Erzählungen die Heimatglocken. In
„Die vom Niederheiin“ hören wir“ von Haus ent—
agungsvoller Liebe und Johannas stillem Harcen. Nach
chweren Lebensstürmen mächt sie sein krankes Herz wieder
zjesund. und als der Frühling am Niederrhein erwacht, do
ges, da wir Professor Ernst Wegherr nach Amerika be—
Jeiten und sein Bemühen verfolgen, zersprengte deutsche
Spltitter in Vereinen zu sammeln und den Deutschen au
fremder Schocle den zů jedem Fortkommen in neuen Ver
hättnissen ßotwendigen inneren Rückhalt an Heimat, Vater
land und Volk, an Glaube, Sprache und Sitte zu sichern.
Es ist wahr: „Wir können nur in fremdem Lande ragend
auswachsen, wenn wir den Wurzebballen mitgebracht haben
ind zäh an ihm festhalten als dem ureigensteü und ftärkften
Kräftebringer, den Wurzelballen, das Deutschtum.“ Dann
verden Prosessor Wegherr und Frau Gertrud sedft von dem
Zgroßen Heimweh gepackt“ und kehren ins Vaterland zurück
Vaterlandsliebe strahlt wie ein leuchtender Stern aus dem
Dunkel jüngster Vergangenheit aus dem Roman „Wie—
sand der Schmied“. Aus den Leiden französischer Be—
atzung heraus wachsen Friedrich Thorsberg und seiner
Amen getähmten Frau die Kräfte, Schmied des neuer
Deutschsänd zu werden durch tätigste, unermüdliche An—
teisnahme an dem geistigen Wiederaufbau Deutschlande
unter Studenten und bei deutschen Mädchen! Von dieser
inneren, zugleich aber von der äußeren Wiederaufbau—
arbeit im neuen Deutschland spricht Herzog in Kame,
waden“ Wir erteben die Urbarmachung und Besiedelung
veiter Moor- und Heidestrecken durch Männer, die