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Saar⸗Sänger-Bund ill
J Seite 225
schen Sängers. Neben dem Kalendarium und einem sehr
zweckmäßig angelegten Notizteil für wichtige Eintragun—
gen und Vormerkungen gibt er auf die vielseitigen Fragen
im Sängerleben zuverlässig Auskunft. Für den Sänger ist
dieser äußerst praktische Termin-Kalender, der in Leinen
gebunden ist und nur 50 Pfg. kostet, unentbehrlich. Wer
ihn praktisch erprobt hat, wird ihn jedes Jahr wieder
veziehen.
Das Spitzwegbuch. Mit Terten von Joseph Bernhart.
72 Seiten Text und 64 ganzseitige Abbildungen in fein—
sttem Kupfertiefdruck. Quortformat, In Origina.leinenband
8 Mk. Verlag Joseph Müller, München 23. Die Reihe
der von dem Verleger seit kurzem begonnenen und mit
so großem Beifall aufgenommenen „Tiefdruckbücher“, d. i.
auserlesener Bildsammlungen aus dem Gebiete von Kunst
und Natur in feinstem neuzeittichen Kupfertiefdruck, wird
mit dem vorliegenden Spitzwegbuch um einen besonders
wertvollen Band vermehrt. Waren mehrere der bisher er—
schienenen Bände den Bildern des berühmten französischen
Phantasiekünstlers und Zeichnergenies Gustav Doré zu
Dantes „Göttlicher Komödie“, Miltons „Verlorenem Para
dies“, Coleridge-Freisigraths „Altem Matrosen“ gewidmet
so dieses Werk einem Künstler so ganz anderer Art, unserem
kerndeutschen Malerpoeten Spitzweg, der derden apmeben
immer mehr in der abllgemeinen Schätzung wächst. Und
dieses Buch mit seinen vorzüglichen Kupfertiefdruckwieder
gaben anerkannter und auch mancher vergessener Meister
werke des Künstlers dürfte wegen seiner besonderen Eigenar
rin reichlich Teil dazu beitragen, Verständnis und Liebe für
die Kunst Spitzwegs in den weitesten Kreisen unseres
Volkes zu wecken. Die 64 Tiefdrucktafeln von höchster
Treue gegen alle Feinheiten der Vorlage sind von Texten
hegleitet, die den Spitzweg'schen Geist eines jeden Blattes
ebenso getreu ins Wort umsetzen. Der. als Dichter und
GBelehrter bebannte Verfasser läßt alle Musen des Humors
und auch des Ernstes spielen. Die Spitzweg'sche Laune
und seine zuweilen fast philosophische Hintersinnigkeit ent—
laden sich in kongenialem Wettstreit des Witzes und des
Gefühles in der Sichtung. Bernhart macht den heimlichen
Dichter Spitzweg zum offenbaren. Dieser durchgängigen
Abficht entsprechend ist auf alle ästhetischen Analysen ver—
zichtet und dem Novellisten das Wort gelassen, zuweilen
auch in der Sasftigkeit der Mundart, in der der Meister
selbst gesprochen und geschrieben hat. Was solcher Weise
zustandegekommen, ist ein rundes, durchgestimmtes Ganzes,
das Tausenden zur Erquickung sein wird.
„Ter Große Brockhaus“ neu von A—3! Wie wir er—
jahren, erscheint in den nächsten Tagen der erste Band
des „Großen Brockhaus, Handbuch des Wissens in 20
Bänden“, 15. völlig neubearbeitete Auflage von Brockhaus'
Konversationslexikon. Seit langem erwartet, führt das
Nachschiagewerk die hundertzwanzigjährige Tradition seines
Verlages fort, dessen Name mit der Geschichte des deut—
schen Geisteslebens unlöslich verknüpft ist. Es erweitert aber
zügleich den Kreis seiner Aufgaben gemäß den erhöhten
Ansprüchen unserer Zeit, indem es nicht nur die über
allen Parteien stehende objektive Auskunftsstelle in allen
Fragen des Wissens ist, sondern auch dem Menschen von
heute als zuverlässiger Berater in allen praktischen Fragen
des täglichen Lebens zur Seite stehen will. Gerade diese
neue Eigenscheft wird den „Groken Brockhaus“ zu einem
unentbehrlichen Ratgeber machen, für Familie und Beruf,
für Arbeits- und Mußestunden, für jedermann in Stadt
und Land. Aus einer Fülle neuer Ideen dürfte diese
vielleicht die wichtigste sein. Später Räheres hierüber.
deute einige Zahlen über die Riesenarbeit: Ueber 200 000
Stichwörter auf etwa 15000 Seiten Text, etwa 16000
Textabbildungen, rund 1500 bunte und einfarbige Tasel—
seitken und Einklebebilder sowie 210 meist doppelseitige
zunte Karten und Stadtpläne vereinen sich zu einer um—
frassenden Darstellung des Weltbildes von heute. Es hat
eines langen Weges von 120 Jahren bedurft, um den
„Brockhauss zu dem zu machen, als was er heute vor
uns steht: das größte volkstümliche deutsche Nachschlagewerl
der Gegenwart. Die Entwicklung zeigt uns ein stetes
Aufwärts, ein nicht ermüdendes Vorwärts — von den sechs
schmalen Bändchen der 1. Auflage bis zu den 20 dick
leibigen Wälzern der neuesten.
Man vergegenwärtige sich einmal, welche Arbeit aufge—
wendet werden mußte, um dem „Brockhaus“ seine heutige
Gestalt zu geben. 23 Redakteure — Aktademiker — sind 10
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Jahre tätig, das Werk zu vollenden, d. h. es müssen rund
300000 Stunden redaktioneller Arbeit geleistet werden,
Mit anderen Worten: ein Mensch würde 230 Jahre
brauchen — den Arbeitstag zu 8 Stunden gerechnet —, um
die Arbeit zu bewältigen. In dieser Zeit würde das Be—
förderungsmittel der Zukunst, das Raketenauto, bei einer
Durchschnittsstundengeschwindigkeit von 200 Kilometer 30600
Mal um die Erde fahren können! Dabei ist die Haupt—
irbeit, die Tätigkeit der mehr als 600 Mitarbeiter —
eweils erste Fachleute ihres Gebietes —, die zahlenmäßig
nicht zu erfassen wäre, überhaupt nicht berücksfichtigt! Oder
ein anderes Beispiel: Allein die auf den 450 Karten des
„Großen Brockhaus“ enthaltenen durchschnittlich je 300
Ramen zu durchschnittlich je 10 Buchstaben mit durchschnitt—
lich 6 Strichen zu zeichnen, müßte ein Kartograph 8 100 000
Striche machen! Die Pruckzeisen der 20 Bände aneinander—
gereiht ergeben schätzungsweise eine Länge von 1300 Kild—
meter, d. h. eine Entsernung von Königsberg bis Straßburg
oder von Hamburg bis Florenz. Mit dem Schnellzug
würde man etwa 24 Stunden brauchen, an dieser Strecke
entlang zu fahren. Für den Satz aller 20 Bände sind un—
gefähr“ 150 000 Satzstunden nötig, oder ein einzelner Setzer
bürde über 62 Jähre zu dieser Arbeit brauchen. „Der
Die schnste und grundlegende Darstellung der musikalischen Kulfur
aller Zeiten und Völker ist das
Handhuch der Musilewissenschaft
Heroausgegeben von Professor Dr. Ernst Bucken von der Universität
Köln unter Mitwirkung einer groben Anzehl von Musikgelehrten
Etwa 1300 ee gegen monstliche
und erwa 1200 Bilder. reilzahlungen von —A
Urteile der Presse:
AEime Rulsurgeschlchte der Musik im besten Sinne des Wortes Deutsche Musiker-Zettung —
in sane prãchtiges und gediegenes Werk“ Das Orchester) — „Ein Werk, das des Herz
jcães Musisfre unães hober slagen lassen mub“ (Blatter der Sfastsoper) — „Etwas ahnjiches
wer bisher in der Musstditeröatur noch nicht vorhanden“ (Veserzeituns, Bremen).
Man überzeuge sich durch Augenschein und verlange
unverbindiiche Ansichtsendunßg M. Nr. 2 von 586
Arhus et teris, Gese Uschaft sĩ. FKunst⸗u. Iãiteraturwissenscuast m.h.A.Possdam
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Künstler·Mõbel
Mlausterqultiꝗ
in Form und Arbeir
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Suũudvwest- Deusschlands
Saarbruckenl Hohenzollernstrꝰ
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