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un Saar⸗Sänger⸗Bundernutt
nueehhh Nr.“
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äüächertisch.
Schubert, der Meister des Liedes, von Dr. Paul Mies
435 Seiten mit etwa 150 Seiten Notenbeispielen in Ganz—
einen geb. 8 Mk. Max Hesses Verlag, Berlin⸗Schöneberg.
Für die Popularisierung von Schuberls Lebensgeschichte ist
im Jubiläumsjahr genügend gesorgt worden. Das Buch
des Kölner Musilforschers trägt zur Erkenntnis des Brenn—
dunktes von Schuberts Schaffen Entscheidendes bei. Die
Entwicklung von Form und Inhalt des Schubertschen
Liedes wird aufgezeigt; es wird bewiesen, wie innig die
Form mit dem Inhalt zusammenhängt, welchen tiesen Ge—
setzmäßigkeiten des Schafsen Schuberts folgt, wie bestimm—
ten Inhalten so sehr bestimmte Melodieformeln entsprechen,
daß man von festen Ausdrucksstilformen sprechen kann. So
vächst die Untersuchung zu einer Art von Wörterbuch des
Schubertschen musikalischen Ausdrucks. Mies benützt vor
allem für seine Aufschlüsse die Vergleichung von Liedern,
die Schubert in mehreren Fassungen komponiert hat; da er
hronologisch vorgeht, ergibt sich auch eine innere Ent—
vicklungsgeschichte des Schubertschen Lieds. — Die Aus—
führungen von Mies leuchten tief in das Geheimnis von
Schuberts Werkstatt hinein. Wer in Schuberts Wesen
dringen will, dem sei obiges Buch warm empfohlen.
Schuberts Lieder als Gesangsprobslem, von Dr. Herber!
Biehle, Berlin, Hesft 74 des Musikalischen Magazin,
Langensalza, Verlag Hermann Beyer K Sohn. Preis 1,25
Mark. Ein musitkpädagogisch außerordentlich interessantes
Schriftchen, das sich über Schuberts Lieder, ihre verschiedenen
Transpositionen, alsdann über die berühmtesten Interpreten
Schubert'scher Liederkunst von dem Zeitgenossen Michgel
Vogl an bis zu Ludwig Wüllner ausspricht. Den Beschluß
bisden Erörterungen über Lautplatten, sowie über die päda—
zJogische Bedeutung der Lieder des Meisters.
Zoepft. Dr. Friedrich, Deutsche Kulturgeschichte. Erster
Band: Vom Eintritt der Germanen in die Geschichte bis
zum Ausgang des Mittelalters. Mit einer Farbentafel und
279, Texbildern. Lex.8o (XXVIII u. 580 S) Freiburg im
Breisgau 1928, Herder. 20 Mk.; in Leinwand 235Mk.
Das Werden der deutschen Kultur zu erforschen sind heute
gar viele Köpfe am Werk. Die kulturgeschichtliche For—
schung wächst in die Breite und in die Tiefe, der Ueber—
blick wird immer schwieriger, namentlich für den Laien.
Wir haben treffliche Gesamtdarstellungen, aber sie sind für
den Laien zu umfangreich, zu gelehrt oder veraltet. Zoepfls
geues Werk dagegen gibt gerade das Rechte: in zwei
Bänden eine Ueberschau. Alles Wesentliche, nichts Ueber—
flüssiges; im Mittelpunkte überall: der Mensch. Jede Seite
dLeben und Bewegung. Der erste Band, das Kulturleben
des Mittelalters, liegt abgeschlossen vor. Die Eigenart des
Werkes: Es steht auf dem Boden gründlicher Wissenschaft,
prägt aber die Ergebnisse der Forschung in eine für den
daien verständliche Form um. Es belebt die Darstellung
mit farbigen Einzelheiten, bleibt aber nicht Mosaik, sonderü
aßt bildmäßig zusammen. Es führt das Werden der
Kulturdinge vor Augen, vor allem aber den Wandel der
seelischen Kultur, so daß man aus seines Volkes Seele
die eigene werden und wachsen sieht. Ein Wertungs—
tandpunkt für die wechselnden Kulturströmungen bleibt klar
erkennbar; jedoch bewahrt Ehrfurcht vor der Tatsächlich—
eit alles Gewordenen den Verfasser stets davor, der Ge—
jchichte Gewalt anzutun oder sein Urteil aufzudrängen.
Mit Freude berichtet er von dem Segen, den die deutsche
Rultur, den Völkern brachte, aber er findet darum doch
nicht alles lobenswert, was vom deutschen Menschen irgend.
vann geschaffen wurde. Ihm ist Sachlichkeit oberstes Gesetz;
eeb Faßlichkeit, Natürlichkeit die beste Form der Dar—
stellung.
Das Werl erscheint in monatlichen Lieferungen. Hier sind
die ersten sechs zum ersten Band zusammengefaßt. Der
zweite Band — die neuere Zeit — wird voͤraussichtlich
in Jahresfrist ebenfalls fertig vorliegen. Jede einzelne
Ldieferung wurde von der Kritik bisher mit Zustimmung
und Anerkennung begrüßt. Auch die vorbildliche Druckaus
sttattung und, die Fülle der guten Bilder haben viel Lob
zefunden. Eine Reihe von Bildern aus dem mittelalterli—
hen Kulturleben ist hier zum erstenmal vorgelegt.
Die bisherigen Lieferungen haben schon erwiesen, daß
dem Werke eines der untrüglichen Merkmale des wirklich
guten Buches eignet. Der Gelehrte liest es mit ebensovie!
Anteilnahme wie der Gymnasiast. Das Volk und die reife
Jugend wird gern nach diesem Buche greifen und an der
Väter Erbe eigenen Kulturwillen entflammen und läutern.
Ein solches Werk will ja nicht nur Vergangenes berichten
sondern wirken für das Leben und die Zukunft.
Tr. Buschick, Sternenkunde und Erdgeschichte. 384 Seiten
Tert und insgesamt 100 Abbildungen, davon 54 Bilder in
eunem Anhang auf 32 Kunstdrucktafeln. Kunstdruckpapier,
pornehmer Einband, Verlag Georg Dollheimer, Leipzig
C. 1, Nikischplatz 1. Preis in Halbleinen 5 Mk., in
halbleder 6Mk. Bei Sammelbestellungen erheblich billiger
Rsechtzeitig vor Weihnachten stellt sich diese ausgezeich
aete Sternkunde ein, die sowohl als wertvolles Gée
schenk für jeden Erwachsenen, wie auch für die stu—
dierende Jugend überall willkommen geheißen wird. Es
st mit seinem gediegenen fachmännischen Text und seinen
nstruktiven fesselnden Bildern eine Fundgrube der Be—
ehrung, aber auch eine Quelle reinen Genusses. Tausend
Fragen nach dem Letzten und Höchsten finden treffliche
Antwort, aber auch tausend neue Probleme werden lebendig
und regen zum Nachdenken an. Milliarden Sterne be—
wegen sich in der Unendlichkeit des Weltenraumes, darunter
najestätische Himmelsriesen vom millionenfachen Umfang der
Sonne und zwerghafte dunkle Wandelsterne von der „be—
cheidenen“ Größe unserer Erde. Von den Bahnen der
Sterne, ihrem Werden und Vergehen, von Monden, Sonnen,
Planeten, Sternhaufen, kosmischen Nebeln, Meteoren, Kome—
en, Milchstraßen und ihren für erdenhafte Begriffe un—
borstellbaren Entfernungen vermittelt der Verfasser in
larer Sprache ein buntes, leicht verständliches Bild. Das
Buch schließt mit der fesselnden Schilderung der tausend
millionen Jahre alten Geschichte unserer Weltenheimat,
der Erde, die als Stern unter Sternen mit dem Schicksal
des Weltganzen in unlösbarer Weise verbunden ist.
Der Jahresweiser und Wandkalender „Deutsches Lied
1929“ ist erschienen! Zum dritten Male zieht er hinaus
ins Sängerland als lieber Hausgenosse einer jeden Sänger—
familie. Der Wilhelm Limpert-Verlag, Dresden-A, hal
wiederum ein feinsinniges, hochlünstlerisches Werk in vor⸗
nehmer Ausstattung geschaffen. Das buntfarbige Titebilt
zeigt einen Jüngling, der im Schatten der deulschen Eiche
oom heimatlichen Waldbache Kraft und Jugend trinkt —
eun schönes Sinnbild des kräftespendenden deutschen Liedes.
Aus. 62 Kunstblättern werden dem Beschauer die schönsten
dandschaften und Bauwerke des deutschen Vaterlandes vor
Augen geführt, außerdem Bildnisse unserer großen Meister
zus dem Reiche der Dichtung und der Töne. An das 10
deutsche Sängerbundesfeft in Wien erinnern prächtige Fest
zugsbilder, Wundervolle Ausschnitte aus dem Großfilm
„Das Deutsche Lied“ versetzen uns zurück in die Zeit, als
vir noch liebe Kinderweisen und fröhliche Jugendlieder
sangen. Die Rückseiten bringen in inniger Beziehung zum
deutschen Liede hervorragende Aufsätze uͤnd wertvolle Dich
ungen unter einheitlichen Gesichtspunkten: Nibelungen
fraft im deutschen Liede“, „Heimatliebe“, „Wanderglück“,
Die deutsche Mutter“, „Die Seele des Kindes“ u. a.“ Vom
Wesen und Werden des Deutschen Sängerbundes spricht so
nanches Blatt. Der Erinnerung an Wien gilt mauches
schöne Wort. Unsere volkstümlichen Meister Silcher, Jultus
Otto treten vor unsere Seele. NAuch unsere Großen: Beet
»oven, Carl Maria von Weber, Lessing (200. Geburtstag)
erfüllen uns mit andächtiger Weihe. Die schönsten Sänger
prüche unserer Bünde und allgemeine goldene Woͤrle
Lingen in unser Herz. Auch fröhlicher Humor kommt zu
seinem Rechte. Und dies alles unter Betonung einer treuen,
paterländischen Gesinnungl Nun liegt es an euch, Sänger
und Sangesfreunde, diesen kostbaren Hausschatz, der euch
und eurer Familie ein ganzes Jahr lang Freude und Er
»auung bringen soll, zu erstehen. Es kostet nur 2 RM
und ist, zu, beziehen vom Wilhelm Limpert-Verlag.
Drseden-A. sowie durch alle Buchhandlungen.
LSimperis Sänger-Taschen-Kalender 1929, bearbeitet von
Johannes Poppe, Geschäftssührer des Deutschen Sänger
bundes, 128 Seiten mit Kalendarium und Anschriften-An
hang, erschienen im Wilhelm Limpert-Verlag, Dresden-A
Dieser Taschenkalender ist der tägliche Begleiter des deut