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Saar⸗Sänger⸗Bund Il
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bringung war srr auch wieder bestens vorbereitet. Am Abend
rjand im Hotel Landhut ein gemeinsames Abendessen statt,
hernach gemütliches Zusammensein mit dem Männer-Quartett.
Fhöre, Reden und humoristische Vorträge sorgten für Unter—
haltung. Der dritte Tag galt der Besichtigung von Bernkastel
und Umgebung. Sehr interessant war der Besuch der Wein—
kellerei Lang. Vorsitzender Dr. Schell vom Sängerchor dankte
m Namen der Saarfänger für das Entgegenkommen. Die Saar—
sänger verließen Bernkastel mit der Moseltleinbahn in der
Richtung nach Trier. Nach einer Besichtigung von Trier traten
die Sänger die Heimreise an. Den Sangesbrüdern von Traben—
Trarbach und Bernkastel sen an dieser Stelle noch einmal
ür alle Sangesbrüderlichkeit herzlichst gedankt!
M.sG.V. „Constantia 1894 e. V.“ Saarbrücken 2 feierte sein
34jähriges Stiftungsfest. Der Einladung waren gefolgt: Bundes—
chatzmeister Düren, Sichs vom Pfälzischen Sängerbund, Vertreter
des Männer-Gesang-Vereins in Neustadt, sowie der „Sangeslust“
Hostenbach. Der Männer-Quartett-Verein Uchtelfangen war sogar
nit sämtlichen Sängern vertreten und trug wesentlich zur
Verschönerung des Abends bei. Allen dankte der Vorsitzende
Peter Bauer bei der Begrüßung für ihr Erscheinen und ihre
Anteilnahme. Der Verein hat es verstanden, durch ein aus—
erlesenes Festprogramm seinen Mitgliedern sowie den anwesenden
Gästen genußreiche Stunden zu bieten. Hervorgehoben sei noch
die Ehrung von zwei Mitgliedern für 25jährige Mitgliedschaft
Im Namen des Bundes dankte Herr Düren den Jubilaren und
verlieh ihnen nach einer kurzen, aber inhaltreichen Ansprache
die silberne Ehrennadel des Saar-Sänger-Bundes. Das Fest
»ollzog sich in mustergültiger Weise.
Die Gesellschaft der Sangesfreunde Gersweiler und der M.—
G.⸗V. „Eintracht“ Fenne unter Leitung ihres Chormeisters Hans
zZorn veranstalteten in Ottenhausen vor dichtbesetztem Hause
ein gemeinschaftliches Konzert, das in allen seinen Teilen als
benbürtig mit den Konzerten städtischer Vereine bezeichnet
verden muß. Neben wunderbar und mit feiner Technik vor—
zetragenen Chören der beiden Vereine von ersten Komponisten
überraschte uns ein Geigenkünstler mit mehreren Solis, von
denen die Romanze in F-Dur von Beethoven über alles Er—
vwarten gut gelang. Ihr würdig zur Seite stellte sich ein
Baritonist, dessen Vortrag eine besonders gute Schulung aufwies
Besonders zu begrüßen war es, daß das Konzert als reines
Stuhlkonzert, zum ersten Male in Gersweiler-Ottenhausen, ver—
anstaltet war, wodurch das sonst bei solchen Anlässen übliche
eräusch vermieden wurde.
Die Konzertgemeinschaft der Bürgermeisterei Gersweiler,
bestehend aus M.G.⸗V. 1857 Gersweiler, M.G.⸗V. 1877
Ottenhausen und M.«G.⸗V. Eintracht Krughütte, veran—
staltete in Ottenhausen unter dem Stabe von H. Schneider
ein künstlerisch wertvolles Konzert. Die Gemeinschaft mit
ihren 140 Sängern durfte bereits die ersten Früchte des
Zusammenschlusses ernten. Die Anordnung der Stuhlreihen
sicherte den Darbietungen ein aufhorchendes Publikum.
Balladeske Chöre und Volkslieder, u. a. anspruchsvolle
Werke wie Nicodes „Meer“ und Neumanns „Tote der
Heide“ zeigten, daß die Vereinigung sich nun erfolgreich
auch an schwierige Aufgaben begeben darf. Die Solistin
hatte Anteil an dem Erfolg des Konzertes, dem viel
Beifall beschieden war!
M.⸗G.⸗V. Konstantia Burbach unternahm eine Sänger—
tahrt nach dem Geburtsorte seines Vorsitzenden Wilhelm
Becker nach Speicher in der Eifel. Der Eifelverein (Grts—
gruppe Speicher), welcher alle Vorbereitungen zur Unter—
bringung der Sänger und Arrangierung des Konzertes
usw. getroffen hatte, löste seine Aufgabe in hervorragender
Weise. Der gesamte Vorstand hatte sich am Bahnhof ein—
gefunden, um die Saarsänger zu begrüßen. Am Abend
fand mit einem Orchester das Konzert statt, das den Höhe—
ounkt des Aufenthaltes in Speicher bildete. Herzliche
Worte fanden der Vorsitzende des Eifelvereins Plein—
urhinn Pfarrer Lauer und Rektor Baumann. Für die
donstantia dankte der Vorsitzende Wilhelm Becker dem
Eifelverein und seinem Vorsitzenden, dann Pastor Lauer
zum Schlusse allen Konzertbesuchern und den Speicherer
Bürgern für ihre überaus gastfreundliche Aufnahme. Die
Ldieder, die zum Vortrag kamen, fanden starken Beifall,
so daß die Sänger wiederholt zu Zugaben gezwungen
wurden. Der zweite Tag galt der Besichtigung von Speicher
und Umgebung. Dem Vorsitzenden sowie dem Schrift—
führer des Eifelvereins wurde ein Ständchen gebracht. Mi—
dankbarem Herzen verließen die Saarsänger am Spätnach
mittag die gastliche Stätte, um die Heimreise anzutreten
Der Musikverein Harmonie e. V. der sich noch im September
mit seinem ausgezeichneten Elly-Ney-Konzert ein hohes Ver—
dienst um das kuͤnstlerische Leben unserer Stadt erwarb, wartete
soeben mit einem Chor-Konzert im Johannishof auf, das
Professor Skohoutil prachtvoll mit Wagners Meistersinger-Vor
piel einleitete. Beckers Melodrama „Columbus“ zeigte den
khor auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit, reizte aber kompo
ttorisch wenig. Für Camille Erlangers russische Kosakenlieder
var in Suzanne Ruffilange eine gute Interpretin gefunden
»ie vom Orchester meisterlich begleitet wurde. Robert Schu
nanns „Zigeunerleben“ und Strauß's „An der schönen blauen
Ddonau“ schlossen den abwechselungsreichen Konzertabend. Es
ehlte nicht an begeistertem Beifall.
Vor vollkbesetztem Hause ging der Volksliederabend des M.eG.«V
„Vorussia“ Rußhütte in Szene, dem H. Wagner durch treffliche
Ausführungen über das Volkslied eine wertvolle Bereicherung
zab. Das Zapp'sche Streichquartett besorgte den instrumentalen
Teil, die Sopranistin Kläre Junn den solistischen. Chormeister
horbach führte seine gut geschulten Sänger mit Volksliedern und
vockstümlichen Chören ins Treffen, die den Beweis erbrachten
daß an der mustkalischen Bildung mit Eifer und Verständni—
gearbeitet war. Die CThöre fanden denn auch lauten, wohl
herdienten Beifall.
Gau 5Sqarlouis.
Der Gau Saarlouis hatte sein zweites Gaukonzert dem Ge—
zächtnis Schuberts gewidmet. Oberlehrer Wagner hielt die be
zeisternde Gedächtnisrede. Mit orchestralen Darbietungen erfreutt
Musikverein „Harmonie“ Saarwellingen. Am Vortrag der er
esensten Schubertchöre waren beteiligt Sängerbund Saarwellin
zen, „Harmonie“ Fraulautern, Sängerbund Saarlouis 2, Sänger
zund Fraulautern, Gesangverein Saarlouis, Sängervereinigung
disdorf und Sängerkreis Saarlouis 1. Der erste Teil enthielt
rur Schubertchöre, der zweite neben Sätzen aus Haydns Schöp
iung auch Werke anderer Meister. Sowohl die Männerchöre als
uuch der gemischte Chor zeigten sich auf der Höhe. So wurde
dem vollbesetzten Hause eine wertvolle genußreiche Konzertstund
zuteil, wofür die Hörer mit lebhaftem Beifall dankten.
M.sG.-V. „Liedertafel“ Wallerfangen veranstaltete vor gut
»esetztem Haus unter Chormeister Joseph Sibille ein Schubert
onzert. Das trefflich zusammengestellte Programm wurde so
vohl dem Lieder⸗ und Chorkomponisten als auch dem Instru
nentalkomponisten gerecht. Der Chor brachte sorgfältig heraus
zearbeitet, den Eingang zur Messe, die Nacht, Wanderers Nacht
ied, Du bist die Ruh und zwei zu Volksliedern gewordent
dompositionen des Meisters: Der Lindenbaum und Das Wandern
der Baritonist H. Hetzler erntete Beifall mit Liedern Schuberts
ein Trio Schmitt, Schwalbach, Hoff, Ensdorf, und der Chor
neister bereicherte den Konzertabend wesentlich. Das Zusammen
Piel war exakt und stimmungsvoll. Gauvorsitzender H. Wagner
var der Veranstaltung ein trefflicher Festredner.
Eine hohe künstlerische Leistung war das Meerkonzert des
Zängerbundes Fraulautern, das durch eine Morgenfeier pracht—
»oll vorbereitet wurde, in der Lehrer und Schriftsteller R. Just
neisterlich in Rede und Rezitation in den Stimmungsgehal—
des Konzertmotivs eingeführt hatte. Diese musikpädagogisch vor
„ildliche Arbeit, die eigentlich erst „bewußtes Singen“ ermöglicht
rechtfertigte sich hernach aufs glänzendste in den Chordarbie—
ungen. Chormeister Gottlieb Hoffmann schöpfte mit seinen
vackeren Sängern bis auf den Grund und brachte alle Fein—
zeiten der so verschieden gearteten Vartituren restlos zum
lingen. Das waren Leistungen, die wahrlich nicht alltäglich
varen. Neys Rezitationen — balladeske oder dramatische Stoffe
hätten dem Sprecher gewiß mehr gelegen — hätten wir dennoch
richt missen mögen; es war wertvollstes Literaturgut, das
refflich Stimmungen vorbereitete. Der Opernsänger Schmid—
Scherf brilliierte am stärksten in der Ballade. Kapellmeister Fritz
steumeyer war ihm ein meisterlicher Begleiter. Der Ersolg,
»aß das Kongzert auf Einladung hin in Saarbrücken wiederholl
verden soll, ist dem Verein als ein wohlverdienter zu gönnen!
M.G.V. Sängerbund Saarwellingen hielt am 1. Oktober
»eine Generalversammlung ab, in der über die stattgefundene
Hausitzung Bericht erstattet wurde. Der Verein beschloß, sich an
dem Bundesfest in Neunkirchen geschlossen zu beteiligen. Von
seiten unseres 1. Vorsitzenden wurde der Vorschlag gemacht
unser altes, treues, aktives Mitglied Johann Philippi zun
Ehrenmitglied zu ernennen, was einstimmig angenommen wurde
M.⸗G.⸗B. Sängerbund Saarwellingen setzte begeistert
den Beschluß seiner Generalversammlung in die Tat um
„Hinaus zum fröhlichen Wandern an den Rhein, an den