Full text : 6.1928-1929 (0006)

Nr. 9 I

Saar⸗Sänger⸗Bund hln

Seite 217

mnit „Ruhe, schönstes Glück“ und „Liebe rauscht der Siller—
zach“, vorgetragen von „Flora“ Fischbach unter Chorleiter
Treitz. Der Gauvorsitzende sprach allen Zuhörern und allen
Beteiligten den Dank des Gaues aus.

Teil ein. Chorleiter Schmitt sang sodann von Schorr be
Jeitet: „Aufenthalt“ und „Ständchen“. Der 3. Gruppen—
hor, zusammengesetzt aus M. G. V. Gennweiler, Harmoönie
und M.⸗Quartett-Verein Uchtelfangen ließ unter Leitung
von Chorleiter Schmitt „Der Lindenbaum“ erklingen
Klavier, Cello und Geige brachten „Ave Maria“ zu Gehör
Chorleiter Schmitt trug als letzte Sologesänge vor: „Du
dist die Ruh“ und „An die Müsik“. Näch dem Erklingen
on „Liebe“, vorgetragen durch den 4. Gruppenchor, be
tehend aus dermonie Dirmingen und Sängerkust Bersch
veiler unter Leitung von Kiefer erreichte nach dem Militär
narsch Nr. 3 das Konzert sein Ende. Nachzuholen ist noch
daß Harmonie und MeOQuärtett-Verein Uchtelfangen unter
deitung von Schmidt den „Willkommengruß“ entboten. Der
Bürgermeister von Illingen dankte im Namen der anwesen
den Zuhörer für den Genuß. Der Gaubvorsitzende dankt—
den mitwirkenden Sängern.

Gau Hhomburg.
Das Schubertkonzert der Sängervereiniguug Homburg
mit Katharina Nicklas als Solistin erbrachte den Beweis
oon tvefflicher Kunstpflege. Sowohl die A-cappella-Chöre,
wie die klavierbegleiteten Chöre, wie endlich die Frauen—
chöre waren aufs gewissenhafteste durchgefeilt und kamen zu
herzerhebendem Vorträg. Hier war in allen Darbietungen
der Genius Schuberts gegenwärtig, wahrlich ein außer—
ordentlicher innerer Erfolge Daß es an wiederholtem, dank
haren Beifall des vollbesetzten Hauses nicht fehlte, bedarf
der Versicherung nicht. Der Sängervereinigung wird der
außerordentliche Erfolg ein Ansporn zu weiterer Arbeit
sein! Der Sotistin war Fr. Neumeyer ein ausgezeichneter
Begleiter. Beide bereicherten den Konzertabend mit ihren
refflichen Gaben wesentlich.
Die Schubertgedächtnisfeier, die M.⸗G.⸗B. Limbach,
M.sG.-V. Vayr. Kohlhof und Kirchenchor Limbach mit den
Sotisten Maria Bach (Klavier), Hermann Reiter (Tenor) und
Ludwig Gräf (Ceslo) veranstalteten, war auf einen festlichen
Ton gestimmt. Die Gedächtnisrede hielt Bundesschriftführer
Stein. Das Programm war mit feinem Verständnis zu—
ammengestellt, um die verschiedenen Seiten Schubert'scher
Kunst ins Licht zu rücken. Sowohl die Männerchöre, als der ge—
mischte Chor, wie endlich der Frauenchor standen in Glanz
and Farbe. Man konnte sich ganz ungetrübt dem erlesenen
Genuß hingeben. Reicher, woh vwerdienter Beifall lohnte die
drei beteiligten Chormeister, die mit ihren Sängerscharen
ihr Bestes gaben. Mit freudiger Anerkennung muß aber
auch der Solisten gedacht werden, denen mit die künstlerische
Beschlossenheit der Feierstunde zu danken ist. Das Publikum
erklatschte sich seine Zugaben. Die Veranstalter können
einen außerordentlichen Erfolg buchen.
Gau Illingen.
Auf dem Gautag des Gaues Illingen, der vom Vor—
sitzenden Meyer geleitet wurde, fehlte nur Sängerlust Bersch—
weiler. Eine längere Aussprache nahm das J1. Gaukonzert
in Anspruch, mit dem Ergebnis, daß die kommenden Kon—
zerte von aklen Sängern restlos besucht werden sollen und
aufgetretene Mängel in Zukunft besser beachtet werden.
Den Kassenbericht erstattete H. Erdel, Humes. Dem Kassen—
führer wurde Entlastung erteilt und ihm der Dank für
zewissenhafte Kassenführung ausgesprochen. Die Wahl des
neuen Gauvorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1. Vor
sitzenden Meyer geleitet wurde, fsehlte nur Sängerlust Bersch
Schmur, G. V. Liederkranz Raßweiler; 1. Schriftführer
Jost, M. G. V. Hüttigweiler; 2. Schriftführer: Joh. Hoff
mann, Liederkranz Raßweiler; 1. Kassierer: Erdel, Humes
2. Kassierer: Alfons Weber, Frohsinn Hirzweiler; Bundes
ertreter: Jost, M. G. V. Hüttigweiler; Gauchormeister;
Schorr, Illingen. Hebung der Bundesbeiträge und der
Zeitungsgebühren für 3. Quartal 1928 wurde durch H.
Erdel getätigt. Betr. Quartett-Verein Humes wurde be—
kannt, daß der Verein von April-Anfang September 1928
eingegangen war. Der Bundesvorstand soll um Erlaß der
Beiträge für diese Zeit bezw. eine Unterstützung gebeten
werden. M. G. V. Liederkranz Raßweiler unter H. Schulz
erfreute durch seine gut zu Gehör gebrachten Lieder.
Als Auftakt zur Schubertfeier des Gaues Illingen sangen
die vereinigten Gauvereine auf dem Marktplatz unter
deitung von Chormeister Schorr: „Und hörst du das mäch—
tige Klingen“ vvn Marchner. Anschließend fand das
Schubertkonzert statt. Es war ein glücklicher Gedanke, die
gesamten Vereine in 4 Gruppenchöre zusammenzufassen.
IAls Einleitung folgte, von Musikverein Hüttigweiler gespielt,
Militärmarsch Nr. 1“. Der 1. Gruppenchor, bestehend aus
den Vereinen Konkordia Urexweiler, Liederkranz Raß—
veiler, Liederkranz Raßweiler und Harmonie Hüttigweiler
sang unter Leitung von Chorleiter Schütz „Ständchen“.
der 2. Bundesschriftführer sprach über das Leben und
Schaffen Franz Schuberts. Chorleiter Schmitt trug Gany—
med und „Der Musensohn“ vor. Der 2. Gruppenchor
zestehend aüus M.G. V. Wustweiler, M. G. V. und Frohsinn
düttigweiler unter Leitung von Chorleiter Schorr trug das
Sanktus“ vor. Die „Rosamund“Ouvertüre leitete den 2.

Gau Köllertal.
Der Gau Köllertal hatte am 7. Oktober die Delegierten
in Hirxberg zu einer Tagung versammelt. Die Vereine
„Viktoria“ Buchenschachen und „Konkordia“ Eiweiler waren
nicht vertreten. Aus der umfangreichen Tagesordnung, die
die Versammlung vier Stunden beschäftigte, sind soigende
Punkte von besonderer Bedeutung: Die Maͤnnergesangvereine
„Eintracht“ Lebach und „Einigkeit“ Güchenbach wurden neu
aufgenommen. Gegen die Aufnahme des letztgenannten Ver—
eins stimmte G. V. „Liederkranz“ Güchenbach, aus dem der
Berein sich gebildet hat. Der Vertreter dieses Vereins stützte
—
erst nach zweijährigem Bestehen in den Bund aufgenommen
verden können. Die Versammlung behandelte den Auf
riahmeantrag jedoch lediglich als die Erfüllung einer not—
vendigen Formalität, da der Verein im Grunde genommen
ticht neu gegründet wurde, sondern sich mit dem Chor
neister aus den weitaus meisten früheren Mitgliedern
des G. V. Liederkranz rekrutiert, die ihrer Vereinigung
ꝛinen anderen Namen zulegen mußten. Da bei einem Ge—
sangverein der Name ein wenn auch notwendiger, so doch
cein äußerlicher und darum unwesentlicher Bestandteil ist
dagegen die innere Kraft und Daseinsberechtigung in einem
erfolgreichen Schaffen lebendiger Mitglieder zu ersehen ist
da insbesondere die Mitglieder des neubenamten Vereins
hisher dem Saarsängerbunde angehörten, war die Auf—
nahme tatsächlich nur eine formelle und bedeutet sicher
einen Verstoß gegen die Bundessatzungen. Die Versammlung
»eschloß die Veranstaltung eines Gauükonzerts am 16. De
zember, abends 128 Uhr, im Saale von Altmeyer (früher
Raber) in Kölln. Die nächste Gautagung wird am 6. Januar
1929 in Altenkessel abgehalten. G. V. „Rheingold“ Pflug
scheid unter seinem jungen Chormeister Max Wein brachtt
reinige Chöre zu Gehör, die von der Versammlung mit dank
barem Beifall aufgenommen wurden.
M. G. B. „Liederkranz“ Güchenbach ist nach einer schweren
Krisis in alter Kraft wieder auf dem Posten im Dienste
des deutschen Liedes. Durch Generalversammlungsbeschluf
»om 21. August 1927 übernahm Bürgermeistereisekretär
deo Gabriel die Chorleiterstelle des Vereins. Unter seiner
ziesbewußten Leitung und sicheren Stabführung erhielt der
Männerchor die gesangliche Schulung, die ihn befähigte
am 22. Juli 1928 gelegentlich des 30jährigen Stiftungs
festes des M. G. V. Hilschbach-Ziegelhütte mit gutem Er
olge im Kreise der Brudervereine mitzuwirken. Am 1
September 1928 bestritt der Verein auf dem Kommers des
Musikvereins Hilschbach neben einem anderen Gesangverein
mit großem Erfolg den gesanglichen Teil des Abends
Der Mitgliederbestand beläuft sich z. Zt. auf 120 Aktive
und Inaktive.
M. G. V. „Einigkeit“ Güchenbach veranstaltete am 28
Oktober sein erstes Konzert, das als wohlgelungen bezeichnet
werden kann. Die rund 75 meist noch jugendlichen Sänger
trugen Chöre von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Weber
und anderen vor. Fräulein Schwall, Saarbrücken, sang meh—
rere Schubert-Lieder, sowie die Arie des Pagen aus
dugenotten von Meyerbeer und die Arie der Agathe aus
Freischütz von C. M v. Weber. Ein Mitglied des Vereins,
Braun, Riegelsberg, trug zwei Lieder für Tenor vor, die
benfalls beifällig ausgenommen wurden. Der Chormeister
Zziegler, Güchenbach, hatte die Sänger fest in der Hand
Hie Gesamtleistung verdient alle Anerkennung. Der Verein
            
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