Zeite 194 lllh.
Saar-Sänger⸗Bund Is'
Nr. *“
Steineck: a) Wie ist doch die Erde so schön.
bh) Er ist's.
c) Der weiße Hirsch.
d) An die Musik.
sonr. Gretschner: a) Und ist mein Schatz.
Pp) Heimatgruß.
Stubbe: a) Ein Lied erklingt.
. Andacht.
cSommernacht.
Bei Osterhasens.
2) Das Quartettchen.
Reiters Abschied.
89 Ein Hüttlein steht im Tale.
Stubbe: Gebet.
Neumann: Rheintreue.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Festansprache
die der stellpertretende Bundesschriftführer Fritz Grebe hielt
Mit hinreißenden Worten wußte er ein Bild zu zeichnen
von dem LSeben und der Schaffensfreude unseres Fran?
Schubert. Den Abschluß der Schubertehrung bildete das
gemeinsam agefungene Deutschlandlied
Gau Saartal Mettlach.
Die M. G. V. „Frohsinn“ Dreisbach und „Liedertafel“
e. V. Mettlach brachten am 30. September gemeinsam vor
dem Krankenhaus Mettlach und anschließend vor der Ab—
teilung sür alte Leute und Waisenkinder im Kloster ein
dankbar aufgenommenes Ständchen dar. Der Gesangverein
„Liedertafel“ e. V. Mettlach wird am 7. Juli 1929 das
Fest seines 50jährigen Bestehens feiern.
Gau Dillingen.
Der Gautag des Gaues Dillingen war von 9 Vereinen
zeschickt. M.e«G.⸗V. „Harmonie“ sang eingangs den Sänger—
spruch und einen Chor. Der Gauschriftführer erstattete den
Bericht über die letzte Bundesvorstandssitzung in St. Ing—
hert. Eine längere Aussprache brachte der Punkt Gau—
konzert. Der Vorsitzende behandelte die Frage: „Welchen
Zweck hat ein Gaukonzert? Als Wesentliches schälte er
seraus: Es soll eine lebendige Werbung sein für das
deutsche Lied, die alle Volksschichten erfassen und nament—
lich unsere Jugend festhalten soll. Darum ist es wohl vor—
zubereiten, das Beste ist gut genug. Ferner soll das Gau—
konzert den einzelnen Sänger ermutigen und stärken, wenn
er empfindet und erlebt: Ich bin ein lebendiges Stück
eines großen, starken und gesunden Körpers. Es wurde be—
schlossen, das Gaukonzert im Frühjahr 1929 abzuhalten,
für den Winter sind alle Vereine zu stark damit in Anspruch
zenommen, ihr Winterprogramm zu erledigen. Einige Rund—
schreiben des Bundes kamen zur Verlesung und wurden nach
eingehender Aussprache erledigt. Gegen 6 Uhr erscheinen als
Vertreter des Bundesvorstandes Bundeschormeister Schrimpf
und der Geschäftsführer des Bundes, Rauchholz. Dieser gab
auf Anfragen Aufschluß über die Geschäftsführung und bat
dringend, die einzelnen Vereinsvorstände möchten durch
pünktliches und genaues Arbeiten der Gaugeschäftsleitung
und diese der Bundesgeschäftsleitung helfen, daß eine flotte,
reibungslose Geschäftsführung ermöglicht werde. Bundes—
hormeister Schrimpf umriß in knappen Ausführungen die
Vorbereitungen für das Bundesfest 1929 in Neunkirchen
und erinnerte die Sänger daran, daß es eine sebstverständ—
liche Pflicht aller dem Saar-Sängerbund angehörenden
Vereine sei, an dem Bundesfest ine Neunkirchen teibzu—
nehmen.
Gau Hhomburg.
Gau Merzig.
M. G. B. „Liederkranz“ Merzig hielt seine für September
»orgesehene Mitgliederversammlung am 22. September ab
Fin reichhaltiges Programm brachte neben etlichen gesang—
ichen Darbietungen abwechselungsvolle Stunden. Den
Sitzungsbericht des 1. Schriftführers entnehmen wir be—
sonders das vom Verein für das Winterhalbjahr 1928/26
heschlossene Winterprogramm: Am 28. Oktober geschlossener
Ball, Kirmessonntag öffentlicher Ball, am 13. Jannar 1928
Ddamensitzung, am 25. Januar 1929 Familienabend, 14
Tage vor Fastnacht sowie am Fastnachtsonntag Maskenball.
Bemerkenswert ist ferner der Beschluß auf Veranstaltung
ꝛiner Schubertfeier mit Gedächtnisrede am 2. Dezember. Der
rus etlichen Veranstaltungen in bester Erinnerung stehende
M.⸗G.«“V. Sängerbund Dillingen in seiner Gesamtstärké
p»on 120 Sängern hat in liebenswürdiger Weise seine Mit—
virkung zugesagt. Des weiteren schweben zur Zeit Verhand—
ungen mit bestens bekannten Solisten wie auch einer
Pianistin. Das Programm ist fast fertiggestellt. Seit
Wochen haben die Mitglieder keine Opfer gescheut. Fleißig
probt die wackere Sängerschar, und energisch trägt jedes
einzelne Mitglied zum guten Gelingen der Veranstaltung
nach besten Kräften bei. Hoffen wir zuversichtlich, daß
alle Mühen und Opfer der Mitglieder dem Verein, der
unter bester Leitung seinen hohen Zielen entgegenstrebt
durch guten Erfolg und ein volles Haus belohnt. B.
Gau Neunkirchen.
Eine Sitzung des erweiterten Vorstandes vom Gapm
NReunkirchen fand am 15. September statt, vym 2. Vor—
sitzenden Hussong geleitet. Von 25 Vereinen hatten 21 Ver—
treter entsandt; es fehlten „Harmonie“ Spiesen, „Liedertafel“
Spiesen, Männerchor Wellesweiler und „Frohsinn“ Schiff—
veiler. Zum Rücktrittsschreiben Professor Sulzbachers
vurde einstimmig anerkannt, daß er als Gauvorsitzender
in den 4 Jahren seiner Tätigkeit Großes und Vorbildliches
zeleistet habe und beschlossen, ihm den herzlichsten Dank
des Gaues auszusprechen. Vorhandelt wurde noch über das
Wiener Sängerfest, die Heidelberger Tagung der Saar—
Bereine und die Domchorkonzerte, wie endlich und milt
desonders starkem Interesse agauf allen Seiten über die
Vahl des neuen Gauvorsitzenden. Eine Reihe von Vor—
chlägen wurden gemacht, doch soll die Beschlußfassungç
dem Gautag in Schiffweiler am 23. September vorbe—
jalten bleiben. Auch dieser wurde voern 2. Vorsitzenden
zdussong geleitet. Diesmal fehlten nur zwei Vereine:
M. G. V. Spiesen und „Liederkranz“ Wellesweiler. Die
Wahl zum Gaubvorsitzenden fiel auf Schulrat Steeg, mit
dem auf den 26. September eine Zusammenkunft verein—
dart war. Der 2. Gauvorsitzende übermittelte unter herz—
lichen Worten des Dankes und der Anerkennung eine Reihe
oon Ehrungen für 40jährige Sängertreue: Karl Biehl
Fritz Fetzer, Andreas Mathies und für 25jährige Sänger—
reue: Johann Appel, Christian Koch, Jakob Schmidt,
darl Hammerschmidt, Johann Schnepp, Max Jung, Joseph
hebenthal, Jakob Pickard, Jakob Riedle, Johann Kaspar.
zohann Houy, Fr. Jennt, Aug. Schmelzer, Aug. Fuhr
Friedr. Hoppstädter, Johann Renn und Gustav Eifler
Michgel Funk, Jakob Walter, Adreas Bungart, Peter
dehnhardt. Die von dem M. G. V. Neunkirchen bzw. Flora
Niederneunkirchen eingegangenen Anträge auf Verleihung
des Deutschen Sängerehrenbriefes für Matthias Schneider
»zw. Friedrich Günder werden zurückgestellt bis zum
Bundesfest 1929. Der 2. Vorsitzende erstättete Bericht über
die letzte Bundesvorstandssißüng. Er erinnerte an die
Im „Karlsberg“ tagte eine Chormeistersitzung des Gaues
bomburg, zu der auch der erste Gauvorsitzende Spies er—
chienen war. Gauchormeister Schuff bemängelte, daß nicht
adle Gaumeister der Einladung gefolgt waren. Zu dem
Konzert des Berliner Stats- und Domchores gab der Vor—
litzende bekannt, daß alle Schwierigkeiten behoben sind. Im
Herbste dieses Jahres wird Gauchormeister Schuff sämtliche
Baugruppen, die sich zum Bundesfeste 1929 in Neun—
kirchen gebildet haben, abhören. Im Monat März 1929
sotl in Homburg auf dem Marktplätz anläßlich des Werbe—
rages des Saar-Sängerbundes ein Werbesingen abgehalten
verden, an dem sich sämtliche zwanzig Gau-Vereine betei—
igen sollen. Das Gau-Wertungssingen für 1929 wurde auf
den Herbst folgenden Jahres festgelegt und als Ort Lim—
bach vorgeschlagen. Die Gaubibliothek befindet sich nunmehr
bei Gauchormeister Schuff, Limbach.
Gau Illingen.
Seitens des Gaues Illingen fand in Uchtelfangen eine
würdige Veranstaltung statt, die dem Gedächtnis des vor
100 Jahren verstorbenen Liederfürsten Franz Schubert ge—
vidmet war. Ein Massenchor sang auf dem freien Platz
inmitten des Dorfes Marschners „Und börst du das mächtige
lingen“. Sämtliche zehn Vereine des Illtal-Gaues nahmen
an der Feier teil. Anschließend fand im Vereinslokal des
Uchtelfanger Gesangvereins die Gedächtnisehrung statt. Vier
Bruppenchöre — jeder Chor mit 100 Sängern — wurden
gesungen, die alle der Verherrlichung Schuberts geweiht
varen. Die Musikdarbietungen und Sologesänge machten
uns mit den schönsten Kompositionen Schuberts bekannt.