Nr. 7 hin
tun
4
Saar⸗-Sänger⸗-Bund Mshattmsten
4 Seite 175
Der Eang ius Leben, Erzählung einer Kindheit von
Lisa Tetzner, Verlag Eugen Dietrich, Jena. Preis 3 Mk.,
n Leinen 5 Mk. Die Philantropin Lisa Teitzner enthüllt
sier in schlichten, köstlich geschauten Bildern ihre sonnige
Jugend als pflegebedürftiges Stadtkind, das seine schönsten
Jahre oder doch stets die Sommermonate auf dem Lande
hJat verbringen dürfen und hier die innere Ausrichtung
erhielt für das spätere der Landjugend gewidmete Leben.
diebevoll zeichnet ihr Stift die trefflichen Großeltern und
ihre bürgerliche Umwelt. Mit psychologischem Feingefühl
helauscht sie rückschauend ihr junges Werden und phantasie—
bolles Träumen, reizend die Geschichten des Schätzegrabens
der Feuersbrunst, der Dieberei, die Schilderung ihrer Er—
lebnisse in der Schule am Dorfeingang neben der Kirche,
den Privatunterricht beim Kantor, der wohl weiß, ein
„Herrenkind“ vor sich zu haben, kein „Kartoffelbauern—
zöhr“, die Teilnahme am Schulfest, das Springen nach der
Wuürst, den Lampionzug und all die schönen Lieder, das
Erntefest, die Kirmes, das Kuchenbacken und robieren.
Lauter Idylle mit Ludwig Richters Augen gesehen! Und
dann der Eintritt in die Reife, der Reflektion, der ersten
Freundschaft und Liebe! Für den Psychologen eine Fund—
grube jugendpsychologischer Erkenntnisse, aber für jeden
zin Quell ungetrübten Genusses.
—
jahre des jungen Buchhändlers, die mühseligen Berufs—
vege des Musiklehrers und dann den raschen Aufstieg des
seiner poetischen Gestaltungskraft bewußt gewordenen
Dichters. Der Biograph war in der glücklichen Lage, an
den Strom lebendiger Tradition anzuschließen, stellten ihm
doch des Dichters Sohn, die Witwe Falkes und Lilienerons
4. a. Auskünfte, Briefe und ähnliches Material zur Ver—
fügung. So kann dieses Werk in Anspruch nehmen, als
ruthentisch zu gelten. Die Lektüre ist ein Genuß, sie wirbt
iür den Dichter, für sein hohes Menschentum und seine
feine Kunst. Möchte das Büch recht vielen Ansporn sein,
den Dichter zu sich aus seinen Werken selbst sprechen zu
iassen.
Zeitschrist für Musik. Monatsschrift für eine geistig«
Erneuerung der deutschen Musik. Hauptschriftleiter Dr.
Alfred Heuß. Steingräber-Verlag, Leipzig. Septemberheft
1928. Heftpreis 1,50 RM. Abonnementspreis vierteljähr—
ich 4 RM. Es wird breitesten Kreisen hochwillkommen
sein, einmal etwas Geschlossenes über die Geschichte, Be—
deutung und Aufgaben der musikalischen Jugendbewegung
esen zu können. Diese Möglichkeit bietet ein gerade auch
nmseiner Unparteilichkeit ausgezeichneter Aufsatz von
Wilhelm Twittenhoff. Von den weiteren, sich an einen
»reiteren Leserkreis wendenden Aufsätzen sei vor allem
einer ausführlichen Würdigung Tolstois gedacht: Der Auf—
atz „Tolstoi und die Musik“ von R. Gottschalk, der wohl
zum ersten Mal Tolstois Gedanken und Anschauungen
iber Musik in dieser Vollständigkeit zu einer sesselnden
Betrachtung zusammenträgt. Weiter lesen wir einen Auf—
atz über „Das „Geheimnis“ des dirigentenlosen Orchester—
piels“, der, anknüpfend an das geradezu sensationelle
dervortreten des Leipziger Symphonieorchesters, das In—
eresse aller Kreise für dieses Problem befriedigen dürfte.
Gustav Falke, ein Lebensbild von Heinrich Spiero, mit
Bildtafeln und einer unveröffentlichten Handschrift.
Verlag Georg Westermann, Braunschweig, Berlin, Ham—
hurg. Preis gebd. 4 Mk. Der bekannte Literarhistoriker
zibt uns hier ein fesselndes Bild vom Leben und Schaffen
zines der liebenswürdigsten und zugleich bedeutendsten
Poeten der jüngsten Zeit: von Gustav Falke, dem Freund
und Weggenossen von Detlev Freiherrn von Lilieneron,
der als erster seine Begabung erkannt. Wir erleben mit
greifbarer Deutlichkeit des Dichters Lübecker Jugendtage,
sUnon färhere!
Vorbildung fur den
kaufm. Beruf.
Sorgfaltigen Unterricht in
allen Kontorwssenschaften
ertoist Kaufm. Privatschule
Meissner & Heldrich,
Saarbrucken 83, friedrich-Ebertstr. 15,
Teleophon 2404
Vormittaꝗgs⸗, Nachmittags- und Abendkurse.
Prospebte froi.
cnem. Wascn Anstali
Saarbrücken 2
sahnstraße 10
Telephon 1058.
Saarbrücken 1
kisenbahnstrabe 40
Telephon 1374.
Hans Brosch, Ingenieur
Teleph. 1829 u. 4332 Saarbrucken 8 kaiserstr. 1650
Neunkirchen
Bahnhofstrabe 49
Telephon 2205 570
klektrische Anlagen für Stark- und Schwach
strom, Radioapparate und Zubehôr, kinzelteise
zum Selbstbau, Errichtunꝗq kompletter Empfanꝗs
F stationen. Ladestationen für Akkumusatoren
—V— 8 ölner Akkumulatorenwerke, GSottfriod Hagen AG. Köln-Kalk
Beste arbeit! Bullige preise!
Schnelle Bedienung!
Bleibt hier am Platz mit Euren
Reinigungss und Färbesachen!
Versichert bei der
Htevinzial⸗ Feuerversicherungs Auftalt
der Rheinprovinz.
Bezirks vertretung Saarbrüũcken I, Saalbau.