Full text : 6.1928-1929 (0006)

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JSaar⸗Sänger⸗Bund IIIh.

awsh Nr. 7

Bankkonto Gau Sulzbachtal, Spars und Tarlehnskasse Ver—
ein Altenwald, alle übrigen Beiträge an die Geschäfts—
stelle des Saar-Sänger-Bundes einzusenden. Taie Vereins—
adressen, sowie die Zeitungsadressen der einzelnen Orte
vurden nach Angaben der Delegierten vervollständigt. Die
Bautage finden künftig um 6 Uhr statt. Ter Gauvorsitzende
bat, nun mit ernstem Willen an die gesangliche Arbeit
zu gehen, damit sowohl unser Schubertkonzert als auch das
nächstiährige Bundesfest jeder Kritik standhalten könne und
der werbende Charakter erfüllt würde. Mit einem humor—
pollen von Jul. Mayer feinsinnig ausgearbeiteten Ab—
chiedslied des M.«G.«V. Elbersberg wurde die sachlich und
anregend verlaufene Tagung nach Absingen des „Deutschen
Sängergrußes“ geschlossen. J. K.
Das Doppel-Onartett „Arion“ Herrensohr veranstaltete
am 29. Juli in den Garkenanlagen des Vereinshauses einen
Liederabend, an welchem das Quartett vorzügliches lei—
stete. Im Publikum wurde allenthalben der Wunsch laut,
daß das Toppel-Quartett „Arion“ in kürzeren Zeitabstän—
den mit einem ähnlichen Konzert an die Oeffentlichleit
treten möge. Der gute Eindruck des Abends wurde noch
durch die vorzügliche Leistung des Hoffmann'schen Orchesters,
Dudweiler verstärkt. L. B.
Gau S5t. Ingbert.
Am 2. September hielt M.⸗G.⸗W. „Lyra“ Rohrbach
unter Leitung seines Dirigenten Wilker seinen diesjährigen
Liederabend ab. Die Auswahl der Lieder beschränkte sich
auch diesmal, wie im vergangenen Jahre, fast durchweg
auf Volkslieder. Gerade diese einfachen, sehr gut vorge—
tragenen Lieder fanden bei allen Zuühörern großen Bei—
fall. Obwohl in unserer Zeit durch andere Interessen sehr
Viele vom Gesang abgelenkt werden, kann der Besuch
des Liederabends als ein sehr guter bezeichnet werden.
derr Wilker hat wieder mit seinem gut geschulten Chor
Vorzügliches geleistet, und wir wünschen auch in Zukunft
dem Dirigenten und den Sängern ein stetes Vorwärts—
ichreiten und vollen Erfolg!

sitzenden bei, nur Vereine zu unterstützen, die auch ihre
Arbeit leisten. Die Wahr der Delegierten für die Gau—
agungen auf ein Jahre wurde ßin ededen Man war
gerade im Begriffe, die Tagung zu schließen, als Bundes—
hormeister Schrimpf, der vom eio, Tholey kam, von
den Sängern mit dem Deutschen Sängergruß begrüßt
vurde. Er ergriff sogleich das Wort und gab nach einer
urzen Begrüßung noch Auskunft über Einzelheiten, das
evorstehende he Konzert betreffend. Er regelte einige
jeschäftliche Angelegenheiten, machte einige Ausführungen
über die Bearbeitung der Massenchöre und stellte in Aus—
icht, in der nächsten Zeit jeden Verein in seiner Gefang—
tunde zu besuchen. Das letztere ist auch die Absicht unseres
Bauchormeisters. Nach einigen Mahn- und aufmuntern—
den Worten, die Sache des Saar-Sänger-Bundes weiter
zu fördern, schloß der Gauvorsitzende die Tagung mit
einem gemeinsamen „Grüß Gott mit hellem Klang!“
Der Städtische Männergesangverein St. Wendel be—
richtet uns über einen Sängerveteran, den wir heute im
Bilde vorführen. Herr Joh, Colling ist geboren am 5.
September 1849 zu St. Wendel. Als Sänger wurde er am
83. August 1868 in den Städtischen M. G. V. St. Wendel
aufgenommen. Hier zeigte er stets das größte Interesse
an der Pflege und Förderung des deutschen Männerge—
sanges. Aktiv sang unser Veteran unter den Chormeistern
Organist Thinnes, Trier, Musiklehrer Bingmer und Ee—

GBau 51. Wendel.
In Urweiler trafen sich am 9. September die Vertreter
des EGaues St. Wendel, nebst vielen Sängern zu einer
Bautagung. Mächtig erklang der Deutsche Sängergruß.
und reichen Beifall ernteten die Urweiler Sängerbrüder
für ihre schön vorgetragenen Lieder. Der Gauvorsitzende
leitete die Tagung. Die Anwesenheitsliste ergab, daß nur
MGV. „Frohsinn“ Bliesen nicht vertreten war. Nach der
Benehmigung des letzten Protokolls wurde Herr Berl an—
telle des infolge Versetzung ausgeschiedenen Herrn Caspers
einstimmig zum 2. ende gewählt. Dann nahmen
die Ausführungen des 1. Gauvorsitzenden über das Konzert
des Staats- und Domchors, das am 11. Oktober d. J. in
St. Wendel stattfinden wird, die Aufmerksamkeit der An—
vesenden in Anspruch. Das Vorhaben des Bundesvorstandes
ein Werbeblatt verteilen zu lassen und die Anregung der
Veranstaltung von Werbetagen, fand die Zustimmung der
Delegierten. Es wurde für richtig gehalten, den Werbetag
an einem bestimmten Sonntag im ganzen Saargebiet zu
veranstalten. Die St. Wendeler Vereine wollen an diesem
Tage ein Platzkonzert auf dem Schloßplatz geben. Dabei
vollen sie in einem Massenchor auftreten und auf vorge
schriebenen Straßen geschlossen zum Schloßplatz mär—
schieren. Die Landvereine wollen nachprüfen, wie sie die
Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit an diesem Tage auf sich
lsenken können. Es wurde darauf hingewiesen, daß die
allerorts stattfindenden Schulentlassungsfeiern eine gün—
stige Gelegenheit zur Werbung bieten. Zu Punkt „Massen—
chöre“ machte der Gauchormeister die Selegierten auf die
Wünsche des Bundeschormeisters in der Saar-Sänger—
Zeitung aufmerksam. Er kritisierte die Lauheit, die bisher
in den Vereinen hinsichtlich der Einübung der Massen—
höre bestand und verlangte eine geschlossene und ziel—
bewußte Mitarbeit. Verschiedene Ueberraschungen, ange—
nehmer, für manche Vereine auch unangenehmer Art, brachte
der letzte Punkt „Verschiedenes“. Da waren noch einige
Vereine mit ihren Beiträgen im Rückstande. Freudig auf
zgenommen wurde die Mitteilung, daß der Bund leistungs—
chwache Vereine unterstützen will. Dazu kam noch die
Mitteilung über die von der Stadt St. Wendel bewilligte
Beihilfe. Sogleich stimmte man aber auch dem Gauvor—

Joh. Colling, St. Wendel.

richtssekretär Röder. Auch beteiligte sich der Jubilar an
anseren Jubelfesten. So konnte er die schönen 505, 605
752 und 80jährigen Stiftungsfeste als Sänger mitfeiern.
Der Städtische M. G. V. St. Wendel ist stolz auf sein
60jähriges Mitglied und wünscht dem Jubilar von Herzen
noch eine langjährige Gesundheit.
Gau Tholey.
Die sommerlichen Beschäftigungen sind nicht allerorts der
Bundesarbeit des SseB. förderlich. So schien es auch hier.
Eine kleine Gemeinde des Gaues Tholey hatte sich im
netten Lokale Bard eingefunden, um unter der Leitung des
Sauvorsitzenden, Rektor Gemmel, zu raten. Gronig und
Buidesweiber waren unbegreiflicherweise durch Kirmes ()
»erhindert. Im Vordergrund stand der Besuch des Berliner
Staats- und. Domchores am Donnerstag, den 11. Oktober,
n St. Wendel. Des weiteren entspannñ sich eine lebhafte
dehatte über das „Werbeblatt des Bundes“, dessen Zweck—
näßigkeit nicht geleugnet werden konnte. Ueber die Ver—
eilung wird die nächste Bundesvorstandssitzung beschließen.
Die rein geschäftlichen Angelegenheiten wurden vom
Bundesvertreter Schrimpf wahrgenommen.
Gau Völklingen.
Der Gautag des Gaues Völklingen am 26. August in
Püttlingen war bis auf 2 entschuldigte Vereine voñ allen
besucht. MGV. „Fidelio“ Püttkingen begrüßte die Ver—
            
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