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inhh Saar-⸗Sänger-Bund IIIIIIIh.
usp Seite 169
Gau Merzig.
Im Kaiserhof in Brotdorf traten am 9. September die
Vertreter der Vereine des Gaues Merzig zur viertel—
ährlichen Tagung zusammen. Von den 16 Vereinen des
Baues fehlte der MG.-V. Frohsinn (Saargau Rech) un—
entschuldigt. Vom Bundesvorstande war der Geschäfts—
führer Rauchholz erschienen. Die beiden Männergesang—
bereine Concordia Brotdorf und Fidelio Bachem waren
vollzählig zur Stelle, letzterer konnte sogar mit einem
trefflichen gemischten Chor aufwarten. Mit dem gemeinsam
zgesungenen Deutschen Sängergruße wurde die Tagung er—
zffnet. Concordia, Brotdorf sang unter Annens Stab—
führung „Rheingruß“ von Jos. Werth. Anschließend sprach
der Vorsitzende der Concordia Engel herzliche Begrüßungs—
worte. Gauvorsitzender Griebler entbot den Willkomm—
gzruß des Gaues. Besonders herzlich begrüßte er den Ver—
treter des Bundesvorstandes Rauchholz, sowie die Schar
anmutiger junger Damen, die der Tagung, beiwohnte. An—
nüpfend an ein Schubertwort „ein Sänger, aber ein
ganzer, werden zu wollen“, forderte er in überzeugender
Weise den „ganzen Sänger“ für jeden Sangesbruder, jeden
Verein, für jeden Gau. Dabei tadelte er besonders die
Tatsache, daß auch innerhalb des Gaues Merzig der Bezug
der Bundeszeitschrift noch zu wünschen übrig lasse. Wenn
ein Verein von rund 30 Sängern keine Zeitschrift, ein
solcher von rund 50 Sängern nur 2 Zeitschriften beziehe,
o sei das nicht das richtige Verhältnis. Die Satzungen
'ordern mit Recht, daß jeder Sänger seine Zeitschrift halte.
Die wirtschaftliche Lage erlaube immer noch eine Monats—
ausgabe von 0,50 Fr. für eine Bundeszeitschrift! Für
den bisherigen 1. Schriftführer Adler (Merzig), der frei—
villig von seinem Amte zurückgetreten war, wurde Sier
Schwemlingen), für den bisherigen 2. Schriftführer Steuer
Meérzig). Koch (Bachem), für den bisherigen stellvertre—
tenden Chormeister Rohr (Merzig) Dirigent Ospelt (Bachem)
gewählt. Der Gauvorsitzende dankte den ausscheidenden
Mitgliedern für ihre Mühewaltung, besonders dem bis—
herigen 1. Schriftführer, der ihm jederzeit pünktlich und
tatkräftig zur Seite gestanden habe. Der Bundesvorstand
beabsichtigt, zu Anfang nächsten Jahres einen Werbetag
zu unternehmen. Er hat zu diesem Zwecke ein zugkräftiges
Werbeblatt verfaßt, das in jedes Haus des Saargebietes
kommen soll. An dem gleichen Tage sollen alle Bundes—
yereine durch ihre Darbietungen werben. Der Gauvor—
sitzende bat die Vereine, an diesem Tage einmal alles
Trennende beiseite zu lassen und Massenchöre zu singen.
deber die Verbreitung des Werbeblattes wurden eingehend
Vorschläge gemacht. Auf der letzten Gautagung war ein
Anträg des Gaubvorstandes angenoinmen worden, der den
Mitgliedern des Gaues bei Vereinsveranstaltungen, die
dem“ Zwecke des S. S. B. entsprechen, eine Vergünstigung
im Eintrittspreise gewährt. Die Vergünstigung wurde
heute auf 5000 festgesetzt. Sangesbruder Rauchholz dankte
zunächst für den herzlichen Empfang, unterstrich die Worte
des Gauvorsitzenden über den Bezug der Bundeszseitschrift
und erstattete Bericht über die letzte Bundesvorstands—
sitzung. In aufklärenden und begeisternden Worten ver—
hreitete er sich üuber den Besuch des Berliner Staats- und
Domchors im Saargebiet, der ein Ereignis zu werden ver—
spreche. Auch über die Zugehörigkeit der Vereine zu den
beiden Tonsetzergemeinschäften Afina und Gema, die heute
für die Vereine eine Rotwendigkeit geworden ist, sprach
er beherzigenswerte Worte und zeigte an Hand von Vor—
fällen der letzten Zeit, wie Teilnahmslosigkeit zu dieser
Sache sich auswirken kann. Recht warme Worte fand er
ür das Bundesfeft 1929 in Neunkirchen, zeigte seinen
zZweck und Wert, beleuchtete seine Auswirkungen. Das, sei
atürlich nur dann möglich, wenn die Vereine geschlossen
sich beteiligten. Er gab gauch dazu gute Ratschläge. Das
Vorgehen der „Harmonie“ Hilbringen, die eine besondere
Reisefparkasse zu' diesem Zwecke angelegt und heute rund
500 gre gespart hat, bezeichnet er als vorbildlich. „Für
den Ehrenausschuß wurde eine Anzahl von Persönlichkeiten
aus dem Bezirke des Gaues namhaft gemacht. Der Gau—
borsißzende erinnerte an das nächste Wertungssingen, das
im Frühjahre stattfindet. Er bat, am nächsten Gautage
die Thöre und Volkslieder namhaft zu machen. An diesem
Wertungssingen nehmen teil: Fidelio Bachem, Liederkranz
darlingen, Harmonñie Hilbringen, Harmonie Menningen,
Fabrit⸗GB. Merzig, Liederkranz, Merzig, Merziger
Uedbertafel Sängerkreis Saarhölzbach. Der nächste Gau—
ag soll am 25. November beim Sängerbund Schwem—
ingen stattfinden. Eine Unstimmigkeit wurde dadurch bei—
gelegt, daß der Vertreter des „Männerquartett“ Schwem—
lingen in überaus dankenswerter Weise verzichtete. Es sei
noch erwähnt, daß die beiden Vereine Concordia Brotdorf
und Fidelio Bachem mehrere herrliche Lieder darboten. Be—
onders gut gefiel der gemischte Chor der Fidelio Bachem
„Echo“ von Albert Schweidert. Das veranlaßte Bundes—
»ertreter und Gauvorsitzenden den Wunsch auszusprechen,
daß es doch allen Vereinen gelingen möchte, auch eine so
tattliche Anzahl von Damen zu unserer Arbeit heran—
zuziehen. Nachdem die vereinigten Chöre der beiden
Vereine und die Vereinsvertreter des Gaues unter der
deitung des Gauchormeisters Bochem „Und hörst du das
mächtige Klingen“ von Marschner wirkungsvoll vorgetragen
hatten, schloß der Vorsitzende mit kräftigem Sängerheil
die überaus anregend verlaufene Tagung.
Gau Neunkirchen.
Am 28. Juni begab sich M.⸗G.⸗W. Landsweiler-Reden
nit 80 Personen auf eine Sängerfahrt an den Rhein! In
rühester Morgenstunde des nächsten Tages weiclten die
Sänger bereits auf Burg Reinstein. Noch lag der Nebel auf
dem Rheinstrom, als unser Lied von dem Aussichtsturm der
Burg in das Rheintal hinabklang. Von der Burg Rheinstein
zing es bei herrlichem Wetter mit dem Dampfer bis Koblenz
dier entzückte unser Auge das prachtvorbe Rheinpanorama
Wie wurde das Herz so warm und weit von all den Schön—
zeiten, die wir in uns aufnehmen konnten! Junge und auch
ĩltere Sänger sahen ja den Rhein zum erstenmale! Heiß
M.G.⸗V. Landsweiler-Reden am Deutschen Eck.
ohte die Begeisterung auf und brach fich Bahn im deutschen
diede! In Koblenz bezogen wir Quartiere. Am Abend weil—
en wir in dem schönen Rheinstädtchen Vallendar. Ein
Motorboot brachte uns dorthin und in herrlicher Mondnach;