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Sanr⸗Sänger-Bund Iluunun.
—V
22. a) Mendelssohn: Rheinweinlied; b) Dürrner:: Lebens—
regel. Part. 4,— Fr., Stim. 0,40 Fr.
Außerdem ist in Partitur zu haben: C. M. v. Weber:
Schöne Ahnung ist erglommen, Die Sonn' er—
wacht, Die Tale dämpfen (auf ein Blatt gedruckth.
Partitur 1,50 Fr., Stimme 0,40 Fr.,, Sängergruß des
Ddeutschen Sängerbundes (Grüß Gott mit hellem Klang);
3,15 Fr. Hab mein Wage vollgelade v. Ploner.
Part. 2 Fr., Stimme 0,50 Fœr.
Verkauf nur gegen Baxzahlung (Versand unter Nach—
nahme) in der Geschäftsstelle, Saarbrücken 2 (Sängerheim),
Stadtpark Ludwigsberg.
ist so luxuriös, Kunstdruckpapier, Leinenband, Goldprä—
gung uswe, daß der niedrige Preis von 4 Mk. nur durch
die große Auflage und die großzügige Annahme des Ver—
lages zu erklären ist, daß eben jeder der 200 000 deutschen
Sänger, die in Wien waren und noch viele mehr dieses
Buch erwerben werden.
Gau Eppelborn.
Wenn die Gesangvereine im Saargebiet im allgemeinen
vegen den äußerst ungünstigen wirtschaftlichen Verhält—
nissen schwer um ihre Existenzfähigkeit zu kämpfen haben,
so trifft dies für den Gau Evpelborn erst recht zu, weil
jier nur kleine Vereine bestehen, die kaum in der Lage sind,
hre finanziellen Aufgaben zu erfüllen. Umsomehr ist es
inzuerkennen, daß gerade in diesem Gau des S.S-Be, so—
vohl die einzelnen Vereine wie der Gauvorstand in zäher
Arbeit versuchen, den deutschen Männergesang der heutigen
zeit entsprechend zu fördern. Von dieser Abbeit legte —
n Eppelborn stattgefundene Gautagung beredtes Zeugnis
ab. Bis auf einen Verein hatten alle Vereine ihre Ver—
reter entsandt. Gauvorsitzender Heinrich Schirra, Eppel—
jorn, eröffnete und leitete die Tagung, der als Vertreter
»er Bundesvorstandes Bundesvorsitzender Bongard und
Bundesgeschäftsführer Rauchholz beiwohnten. Es wurde
zesschlossen, am 14. Oktober 1928 unter Mitwirkung sämt—
icher Gauvereine in Thalexweiler einen Gauliedertag ab—
uhalten, bei dem in erster Linie die Massenchöre für das
bßundesfest Neunkirchen — Marschner, Janoske und Striegler
— zum Vortrag kommen sollen. Die Tagung beschäftigte
fich ferner mit der Einrichtung eines Chormeisterkursus,
der im kommenden Winter an zentraler Stelle des Gaues
unter Leitung des Bundeschormeisters eingerichtet werden
oll. Das im kommenden Frühjahr vom Bunde heraus—
jgegebene Werbeblatt wird von den einzelnen Vereinen
zur Verteilung gebracht. Ter Gauvorstand wird beauf—
tragt, die notwendigen Vorarbeiten zu leisten. Ter Gau
ist zu dem Konzert des Berliner Staats- und Tomchores
in der Kirche Völklingen eingeteilt. Der M.G.⸗V. Eppel—
horn umrahmte die Tagung mit einigen Männerchören.
Die Bundesvorstandssitzung am 30. Juli in St. Ingbert
purde vom Bundesvorsitzenden Bongard mit Dank an die
Becker-Brauerei, die den Saal zur Verfügung stellte, und
nrt Grüßen an die Bundesvertreter eröffnet und geleited.
Anwesend waren 22 Gaue, unvertreten blieben die Gaue
St. Ingbert und Niedtal. Es wurde folgendes verhandelt:
t. Die Niederschrift der letzten Sitzung wurde geneh—
nigt. 2. Der Bundesvorsitzende erstattete Bericht über Wien
und im Anschluß daran über die künstlerische und kulturelle
Seite des Buͤndesfestes und über die Geschäftsführung des
Deutschen Sänger-Bundes überhaupt; einstimmig wurde be—
schlossen, namens des Saar-Sänger-Bundes zur Abänderung
don Mißständen beim Deutschen Sänger-Bund vorste!lig zu
werden. 3. Wiederholt wurde das Werbeblatt beschlos—
sen; die Gauvertreter sorlen zur nächsten Bundesvorstands—
itzung Vorschläge machen über die Verteilung, möglichst
unter gleichzeitiger Abhaltung eines Werbetages. 4. Für
die Konzerte des Berliner Staats- uUnd Domchors
wvurden Einheitspreise von 5 Fr. für Bundesmitglieder und
deren Angehörige und 15 Fr. für Mitglieder festgesetzt. Den
Gauen Mettlach und Merzig wurde zugesagt, nach Möglich—
eit bei den Sdarbrücker Konzerten berücksichtigt zu werden.
53. Um der Stetigkeit der Verwaltung willen sind
Vertreter und dese Stel loertreter bei den Bundes—
vorstandssitzungen auf ein Jahr zu wählen. In die Un—
terstützungskommission wurden gewähtt die Gau—
oorsitzenden Jaeckel und Spies. Zwei weitere sollen noch
zewählt werden. Auch ist jedesmal der Gauvertreter zu
suziehen. Die Frage, den Ort der Tagung zu wechsecn
zlieb offen. 6. Die Anträge der Gaue Sulzbach, Neunkirchen,
Fischbachtal, Köllertal, Saarbrücken und Saarlouis betr
Brenzregulierung sollen nach Hörung der Vertreter
dieser Gaue noch entschieden werden. 7. Der Bundesschatz⸗
meister bemängelt mit Recht den langsamen Eingang der
Bundesbeiträge; sie sollen nach dem 15. August
durch Einschreiben erhoben werden. 8. Bundeschormeister
Schrimpf, berichtet über Gesamtchöre und Kreischöre und
eventt. Gründung einer neuen Volksliedgruppe, bestehend
aus Saarbrücker und Fraulauterner Vereinen beim Bun-—
dessest 1929 in Neunkirchen. 9. Ueber das Bundes—
huch erfolgt in der nächsten Bundesvorstandssitzung weitere
Mitteitung; von größter Wichtigkeit ist die Anzeigenwerbung,
die Handelsschuldirektor Franz übernommen hat.
gez. Bongard, gez. Stein.
Bundesvorsitzender. Bundesschriftführer.
Gau Rischbachtal.
Versehentlich ist M.⸗G.⸗V. „Flora“ Fischbach nicht unter
den Vereinen genannt worden, die sich an der Sängerfahrt
Deideberg beteiligt haben. Es sei hierdurch gern nach—
Jgeholt. .
Gau homburg.
Am, 40. Juni veranstaltete M.⸗G.⸗V. Kirkel eine Fahrt
in den Rhein. Welchem deutschen Sänger schlägt das Herz
richt höher, wenn er zu den liede und sagenumwobenen
Stätten an unseres Vaterlandes schönstem Strom pilgern
darf! Das Dampfroß führte uns über Homburg durch das
iebliche Glantal nach Münster a. St. mit dem hochragenden
sheingrafenstein und weiter durch das untere Nahetal nach
Bingerbrück. Von stolzer Bergeshöhe grüßte die Germania
serüber. Dann standen wir am Ufer des herrlichen Stromes
die zahlreichen Schiffe im Schmucke der Flaggen und un—
ähliger bunter Wimpel, gegenüber die Ruine Ehrenfels
ind das Niederwald-Tenkmal, links hinter Bäumen etwas
zersteckt, der Mäuseturm, zu unseren Füßen die majestätisch
ließenden Wellen des Stromes, das alles vereinte sich zu
inem Bilde von unvergeßlichem Eindruck! Mit dem Tamp—
er ging es an der Loreley vorhei nach St. Goar. Breit
uind massig lagert über dem Städtchen die zerstörte Feste
stheinfels, während jenseits des Stromes auf vorsprin—
zender Bergnase die stolze vieltürmige Burg Katz das lieb—
iche Goarshausen beschützt. Nach kurzer Rast setzten wir
nit der Bahn die Reise nach Aßmannshausen fort. Dann
zing es über den Berg nach dem Niederwalddenkmal. Mit
»em Blick auf das prachtvolle Panorama sangen wir das
died: „Und hörst du das mächtige Klingen?“ Ich glaube,
toch niemals haben wir mit solcher inneren Anteilnahme
jesungen. Vom Niederwalddenkmal ging es durch grünende
Rebhänge nach dem lieblichen Rüdesheim. Hier verlebten
vir noch frohe Stunden bei perlendem deutschen Wein
und Liedervorträgen. Die Heimreise führte uns mit dem
DTampfer von Rüdesheim nach Bingen und dann mit der
Bahn in die Heimat zurück. Sämtlichen Teilnehmern wird
diese Sängerfahrt eine schöne Erinnerung bleiben.
Das 10. Deutsche Sängerbundesfest Wien 1928, heraus—
gegeben von Karl Harbauer, Leiter des Pressebüros des
10. Deutschen Sängerbundesfestes in Wien 1928. Preis
12Mk. Verlag Schneider K Co. Wien V. — Mit
iner Schnelligkeit, die wir Deutschen unseren österreichischen
Brüdern sonst nicht zutrauen, hat der Wiener Verlag
Schneider K Co. ein Erinnerungswerk herausgebracht, wel—
hes das 10. Deutsche Sängerbundesfest in der alten Donau—
stadt in Wort und Bild darstellt. Dieses umfangreiche, über—
aus luxuriös ausgestattete Album ist das einzige Werk,
welches sowohl alle offiziellen Berichte über den Verlauf
des Festes und die Reden der prominenten Persönlichkeiten
als auch alle denkwürdigen Momente im Bilde festhält. 300
ünstlerische Prachtaufnahmen aus den ersten Wiener Ate—
liers zeigen nicht nur den Festzug und die denkwürdigsten
Einzeschesten der monumentalen Feier, sondern auch die
schönsten Punkte Wiens und Oesterreichs. So empfangen in
diesem groß angelegten Werke, welches weit über den Rah—
men eines Sängerfest-Albums hinausgewachsen ist, alle, die
in Wien waren wie auch jene, die nicht mitkommen konn—
tden, ein Geschenk von bleibendem Werte. Die Ausstattung