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un Saar⸗Sänger⸗Bund Ister
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Wasser; hier erfüllt sich sein Schicksal, „Dank“ sagt er
dem Bach für die Führung. Der Anblick der schönen
Müllerstochter läßt sein Herz höher schlagen, gern
nimmt er beim Meister Arbeit an. Nach „Feier—
abend“ sitzt er draußen am Bach, sehnend der
Müllerin gedenkend. „Liebt sie mich?“ fragt der Neu—
gierige das schweigsame Bächlein. Ihn drängt's, ihr
jubelnd zuzurufen: „Dein ist mein Herz!“ Aber
rur zagend bringt er ihr seinen „Morgengruß“
entgegen. Die Blumen, die er ihr reicht, finden
venig Gnade vor ihren Augen, und der Bach murmelt:
Weiter, immer weiter, fort von hier. Aber die Spröde
hält ihn mit tausend Banden. Endlich glaubt er Er—
hörung gefunden zu haben, mit seinem grünen
erblühen werden. Das Bächlein, dem er sein Herz—
weh klagt, spricht ihm Trost zu, und auf dem Grund
des Wassers findet er Ruhe von seinem Liebesschmerz
Traulich süß singt ihm das Bächlein, das ihn hierher
geführt, das ihn gelockt, gewarnt, gemahnt und ge
tröstet hat, das Wiegenlied zum ewigen Schlafe.
Eine völlig gerade verlaufende, aber durch und durch
romantische Geschichte hat der Wortdichter dem Ton—
dichter geliefert. Ludwig Berger und andere hahen
die Verse komponiert, aber erst durch Schuberts ge—
niale Vertonung ist der Dichter dem Kreis der Un—
sterblichen eingereiht. Wenn auch Schuberts Zeitgenossen
so gut wie gar kein Verständnis für dies köstliche
Angebinde, das er der musikalischen Welt geschenkt hatte
Die Hölderichsmühle.
Lautenband hat sie sich geschmückt. Da tritt der
Nebenbuhler, der Jäger auf den Plan. Nun versteht
er ihre Vorliebe für die grüne Farbe. Trotz tobender
Eifersucht heißt ihm sein Stolz schweigen und
seinen brennenden Schmerz vor der Geliebten ver—
hergen. Treulos hat sie die weiße Farbe der grünen
geopfert. Jetzt stimmt er das Lied vom Meiden und
Scheiden an; er hat die Lust am Leben verloren, unterm
grünen Rasen will er liegen, die trockenen, ver—
velkten Blumen, die sie ihm gab, soll man ihm
ins Grab legen, aus dem sie im kommenden Mai neu
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—KRUIIIXII
WVilhelm von Rüden, Inh. Otto Dreher, Saarbrücken 3
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wlesenen Auftrages. ——35 —
Unverbinuliche ——
564 Kostenanschlöge. —
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aufbringen konnten — ein Jahr nach dem Erscheinen
schrieb sein Freund Schober entrüstet: „Auch deine
Müllerlieder haben kein Aufsehen erregt? Die Hunde
haben kein eigenes Gefühl und keinen eigenen Ge—
danken und überlassen sich blind dem Lärm und frem—
der Meinung“ — so hat man doch im Laufe der Zeit
seine Bedeutung und Schönheit, diese Vereinigung von
Volks- und Kunstlied erkannt, und heute gibt es wohl
kein musikliebendes Haus, in dem nicht Schuberts
Müllerlieder zum eisernen Bestande gehören.
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