Full text : 6.1928-1929 (0006)

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Saar⸗Sänger⸗VBund sfllll

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zinslokal einigte man sich auf Georg Franken, Neudorf
Proben finden Mittwochs von 8-–11 Uhr statt. Die Vor—
tandswahl hatte folgendes Ergebnis: Dirigent: Max Rasgon,
Rockershausen, Provinzialstraße 26, 1. Vorsitzender: Hans
Forster, Altenkessel, Großwoldstraße 28, 2. Vorsitzender:
Paul Ahr, Viktoriastraße 17, 1. Schriftführer: Matth.
Buchmann, Richardstraße 10, 2. Schriftführer: Peter Müller,
Richardstraße 14, 1. Kassierer: Karl Martin, Allcestraße 32,
2. Kassierer: Johann Pitzius, Richardstraße 22, Beisitzer:
Jakob Balzert, Moltkestraße 14, Friedrich Müller, Schul—
haus, Ludw. Schneefeld, Richardstraße 52, sämtlich aus
Altenkessel.

die Fahne dem Verein ein Ansporn sein, mit noch größerem
Eifer sich der Pflege des deutschen Liedes zu omen
Gau Neunkirchen.
Von 25 Gauvereinen des Gaues Neunkirchen waren in
der letzten Gauvorstandssitzung 41 Vertreter anwesend
Befehlt haben „Liederkränzchen“ Wiebelskirchen, „Gemisch—
es Quartett“ Landsweiler, „Harmonie“ Spiesen, „Lieder—
tafel“ Spiesen und „Frohsinn“ Schiffweiler. — Ter Gau—
zorstand, bestehend aus 15 Mitgliedern, war mit 8 Mit—
zgliedern vertreten. Gefehlt haben demnach 7 Mitgliederc(
die während der Verlesung des einstimmig genehmigten
Zitzungsberichts erschienenen Vertreter des Bundes Schrimpf
uind Rauchholz wurden vom 1. Vorsitzenden begrüßt. Aus
den Verhandlungen greifen wir heraus: den Bericht des
Vorsitzenden über das Gaufest in Heiligenwald. Der Fest—
zug war pünktlich abmarschiert und ist gut verlaufen.
Es durfte im Festzug von den Vereinen mehr gesungen
verden. Die vorgetragenen Gruppenchöre ließen einen
Fortschritt unserer Chorleiter allgemein erkennen. Es
vurde bedauert, daß von Behörde und Presse niemand an—
vesend war. Tie Beteiligung unserer Gauvereine war
m allgemeinen gut. Tagegen die Teilnahme der Ein—
vohner von Heiligenwald schlecht. Alle gesanglichen Dar—
»ietungen standen auf der Höhe. Der Abschluß des Festes
var schwach. Beim Absingen des Schlußliedes „Am
ren vor dem Tore“ waren nicht mehr alle Vereine anwesend.
Es wurde allgemein anerkannt, daß das Zusammenarbeiten
der Heiligenwalder Sänger sowie Turner am Gaufest gut zu
rennen sei. Der 2. Vorsitzende berichtete über das Bundes—
est und teilte gleichzeitig mit, daß Ergänzungen in den
zetreffenden Kommissionen stattgefunden haben. Ter 1.
Vorsitzende stellte die Frage, ob zum Bundesfest 1929 noch
»in EChrenausschuß zu bilden wäre. Hierzu referierte der
Leschäftsführer des Bundes ausführlich. Er erklärte, daß
zer Bund vor allem ein sehr lebhaftes Interesse hieran
zabe. Bis jetzt nehmen etwa 13000 Sänger teil. Diae
blatzfrage müßte geregelt werden durch Gau— und Aus—
chmückungskommission. Alle Ausschüsse haben wichtige Auf—
jaben zu erledigen. Die wichtigste Aufgabe habe der
DB-dnungsausschuß. Es sind 24 Gaue mit etwa 25000
Zängern einzuteilen. Ferner müsse noch ein kleiner Ord—
iungsausschuß gewählt werden, der einen Plan aufstellt
uind mit diesem nach Saarbrücken kommt zur weiteren
Regelung mit dem Bundesvorstand. Der Vorsitzende schlägt
yor, eine Sitzung, woran alle Kommissionen teilnehmen
nüssen, am 28. Juli im Ratskeller abzuhalten. Daãe
Lersammlung stimmte diesem zu. Auch muß die Aus—
jestaltung eines Festabends noch ins Auge gefaßt werden.
veschäftsführer Rauchholz fragte dann, wieweit die An—
zelegenheit bezüglich des Kirchenkonzertes des Gaues Neun—
irchen gediehen sei. Bundeschormeister Schrimpf referierte
ierüber eingehend. Es wurde hervorgehoben, daß die Teil—
iahme hieran bisher nur an der finanziellen Frage
Kosten für Notenbeschaffung) gescheitert sei. Ter Bundes—
»ertreter erklärte das an der Finanzlage die Angelegenheit
richt scheitern darf und der Bund sicher finanziell alles
un wird. Bis jetzt nehmen am Kirchenkonzert teil: Neun—
ircher Männergesangverein, etwa 70 Sänger; Neunkircher
Liederkranz“, etwa 80; „Liedertafel“ Wiebelskirchen, etwa
30;3 „Liedertafel“ Neunkirchen, etwa 60. Von der Bil—
zung einer 2. Gruppe am Kirchenkonzert wurde abgesehen,
da nur eine Gruppe auf der Empore singen kann. Die
Notenbestellung usw. soll baldigst in Angriff genommen wer—
den. Alles weitere soll der Gauchormeister regeln. Am
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feier statt. Tie Ausarbeitung soll der Gauchormeister mi
den betreffenden Chorleitern treffen. W. Sch.
Gau Saarbrücken.
Mitteilungen des Gauvorstandes.
Die uns erwartenden Aufgaben der nächsten Monate sind
durch Rundschreiben allen Gauvereinen zugegangen. Wir
ditten dringlichst, die Vorarbeiten rechtzeitig zu erledigen.
Arbeitsplan: 24. September: Gausitzung; die
derren Chorleiter sind besonders herzlich eingeladen.
30. September: Platzsingen in Burbach; Probe 210
Uhr Schule Weyersberg. Programm siehe Juni-Ausgabe
der Bundeszeitung. Der Gau muß unter allen
Umständen auf sauberere und gründlichereée

Gau Merzig.

Der Fabrikgesangverein Merzig gab den alten verdienst—
oollen Sängerveteranen Matth. Adam, Matth. Heidecker
und Jak. Kewerkopf einen wohlgelungenen Ehrenabend, an
dem —3 Vorsitzende unter Ueberreichung eines Diploms
nit herzlichen Worten Dank und Anerkennung aussprach
und auf das gute Vorbild für die Jugend hinwies. Bei
einigen Liedern wurden frohe Stunden verlebt.
Der M. G. B. „Eintracht“ Merzig hielt unter dem Vorsitz
zon August Brausch eine Versammlung ab. Zu „Gedenk—
feier für die gefallenen Mitglieder nebst Einweihung einer
Bedenktafel“ beschloß der Verein, die Feier in würdiger
Form abzuhalten, und zwar mit folgendem Programm:
Vormittags 529 Uhr gemeinsamer Kirchgang sämtlicher
aktiven und inaktiven Mitglieder und der Angehörigen
der Gefallenen. Nach Beendigung der Messe gehts ge—
schlossen zum Friedhof, wo ein Kranz niedergelegt und in
vürdiger Ehrung der Gefallenen gedacht wird. Zwei der
Feier entsprechende Lieder werden vorgetragen. Hierauf
Abmarsch zum Vereinslokal Kaiserhof. Nachmittags 5 Uhr
Einweihung der Gedenktafel mit Ansprache, an die sich
ein gemeinsamer Gesang aller Anwesenden anschließt. Vor
Beginn der Einweihung singt der Verein unter der Leitung
seines Dirigenten Bochem und mit gütiger Mitwirkung des
M. G. V. „Sangeslust“ Hilbringen das Weihelied. Es folgen
abwechselnd zu der Feier passende Lieder beider Vereinoé.
In den Zwischenpausen werden lebende Bilder vorgeführt
und mehrere gemeinschaftliche Lieder gesungen. Als Termin
der Feier ist der letzte Sonntag im September d. J. fest—
gelegt worden. Die Gedenktafel ist aus Mosaik gearbeitet
und wurde in der Terrakotta-Fabrik Villeroy KeBoch,
Merzig, hergestellt nach einem sinnvollen Entwurf des
Modelleurs Fürst. Zum66jährigen Jubelfest mit Ein—
weihung einer neuen Fahne wurde beschlossen, das Fest
ooraussichtlich für den J. Sonntag im Juli nächsten
Jahres vorzuübereiten. Eine großzügige Veranstaltung ist
geplant. Der Gesangverein „Eintracht“, der der älteste
uünserer Stadt ist, wird eine gewaltige Sängerschar nach
hier bringen.
Gau Niedtal.

Begünstigt von herrlichem Wetter beging M.“G.⸗“WBV. Büren
das Fest seiner Fahnenweihe. Ten Auftakt bildete ein
Festabend im Vereinsheim. Nach einem schneidigen Marsche
begrüßte der Ehrenvorsitzende des Vereins, Sangesbruder
Maßon, die erschienenen Gäste. Der bis auf den letzten
Platz besetzte große Saal war ein Beweis, welcher Hoch—
achtung sich der Verein im Orte und darüber hinaus erfreut.
Rach dem Begrüßungschor gab Sangesbruder Herbst einen
Ueberblick über die Gründung und Entwicklung des Vereins.
Der Gauvorsitzende Kuhn überbrachte Grüße und Wünsche
des Bundesvorstandes. Seine Ausführungen gAieee
darin, das deutsche Lied als kostbares Gut aller Klassen
und Schichten unseres Volkes zu pflegen und zu fördern
und en in einem Appell an alle Sänger, dem Gau
und Bund nach wie vor treu zur Seite zu stehen, in seiner
hehren Aufgabe. Nun folgte die Ehrung zweier Sänger,
Bedersdorfer-Büren und Remmel-Siersdorf, für 25jährige
reue Dienste am deutschen Lied. Es folgten abwechselnd
Musikvorträge und Chöre der Brudervereine Rehlingen,
Fimersdorf, Itzbach und Saarlouis. Alles in allem ein
oortrefflich gelungener Festabend. Am nächsten Tag be—
vegte sich ein glänzender Festzug durch die festlich ge—
schmückten Straßen zum Festplatz im schattigen Eicherts—
wald. Tortselbst nahm der Gauvorsitzende in Vertretung
des Bundesvorstandes die Weihe der Fähne vor, die mit dem
Wahrzeichen der Heimat, der Siersburg, geschmückt ist.
Bis spät in die Nacht erklangen Musik und Lieder. Möde
            
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