Full text : 6.1928-1929 (0006)

Nr. 4 IIIIIh.

uESEnar⸗Sänger⸗Bund (I“

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mann“ von Mendelssohn. „Frohsinn“ Lauterbach erfreut
unter Leitung von Mees durch das „Elternhaus“ von
Büchse und „In einem kühlen Grunde“ von Glück. Der
gemischte Chor „Sangeslust“ Lauterbach führt sich unter
Leitung von Genne mit „Vorfrühling“ und, „Des Sonn—
tags am Rhein“ von Veith ein. Sodann folgt „Euterpe“
Broßrosseln, Chorleiter Latwein, mit „Hainbuchenbaum“
don Trunck und „Das Wandern“ von Zöllner. Als Gast
singt Sängervereinigung Rockershausen unter der Stabfüh—
rung von Gutensohn FEin Bächlein“ und „Nun ade du
mein lieb Heimatland“. Die Vortragsfolge nimmt ihre
Fortsetzung mit „Der Lindenbaum“ von Schubert und
Verloreneé Lieb“ von Jüngst, gesungen von Concordia“
dauterbach mit Wallersus als Chorleiter. „Warndtlust“
Zt. Nikolaus bringt unter Prinz als Chorleiter „Das ein—
ame Röslein“ und „Mailied“ von Hermes zum Vortrag.
M.⸗G.V. Ludweiler, Chormeister Ahlmann, singt „Der
SZoldat“ von Silcher und „O Täler weit, o Höhn“ von
Mendelssohn. Der Gastverein St. Johanner Sängerbund
rifft mit „Ein Schlosser“ und „Schornsteinfeger“ den humo—
ristischen Ton des Volksliedes. „Liederkranz“ St. Nikolaus
äßt unter Leitung von Wiedersporn „Die Heimat“ von
Schwarz und „Die Lore“ von Baumgart erklingen. „Ein—
racht“ Großrosseln singt unter Haket „Ich hört ein Vöglein
pfeifen“ von Schauß und „O wie herbe ist das Scheiden“
von Silcher. Als letzter Verein aqus dem Warndt tritt
„Germania“ Großrosseln unter Leitung von Chormeister
Schmidt mit „Der Jäger aus Kurpfalz“ von Othegraven
und „Senners e det von Waldmeister vor die
ahlreiche Zuhörerschaft. Noch einmal erfreut der St. Jo—
anner Sängerbund mit „Ach, Modder, ich will ee Ding
han“ das Konzertpublikum. Der Bundesvertreter findet
am Schluß des Konzertes zusammenfassend anerkennende
Worte für die geleistete Arbeit. Das Konzert schließt mit
„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern“ vom St. Jo—
hanner Sängerbund. Das erste Konzert des Warndtgaues
iegt hinter uns. Möge es als Ansporn dienen, auf, dem
retten Wege weiter zu schreiten! Gr.
Gau Wadgassen.
Prüms Pfingstgäste — Die Sänger von der Saar, so
autet in großen Lettern eine Ankündigung in der Eifler
Volkszeitung. Und sie war da, die fröhliche Sängerschar
des Wadgasser Männergesangvrereins. Pfingstsamstag gegen
) Uhr abends läuft der Zug am Bahnhof ein. Auf, dem
reien Platz vor dem Gebäudé werden die Wadgasser Sänger
bon ihrem Bruderverein M.-G.«V. Prüm, der Musikkapelle
der Feuerwehr und vielen Bürgern der Stadt herzlich
empfangen. Die ganze Stadt prängt in Festschmuck. Im
deutschen Sängergruß reichen sich Prümer und ——
die Hand. Nach herrlicher Bewillkommung durch Dr.
Steinheuer geht's unter den Klängen der Kapelle zum
satserhof, wo die Quartiere verteilt werden. Pfingst—
'onntag folgt Gefallenenehrung am grauen Ehrenmal. „Ich
satt' einen Kameraden“ dringt es andächtig aus 130 Saar—
änder perzen Die innige Ansprache des Vorsitzenden Peter
Frantz dezeugt rechte Kameradschaft und, würdige Ehrung
der Helden. Die Niederlegung eines frischen Kranzes be—
endete die Feier. — Der Abend bringt das angekündigte
Konzert im Kaiserhof, kein freier Platz mehr. Die Kritiken

der Blätter lauten erhebend für Dirigent und Sänger. So
chreibt die Eifler Volkszeitung: „Wer wollte nun den
unstvollen Strauß herrlichster Vertonung in leidiger Kritik
‚erpflücken! An einiges Schöne von all dem Schönen sei
doch erinnert. Vollendete Lautmalerei kam in ‚„Die Ab—
ösung“, „Volk“, „Nordische Heerfahrt“, und „Jung Volker“
;zur Geltung. Die Feinheit des Pianissimo sprach aus
den Chören „Kinderwiegenlied“, „In stiller Nacht“, „Der
zchweizer“, wovon die letzte Strophe als Glanzleistung
zewertet werden muß. Stürmischen Beifall erntete wohl—
nerdient Hans Heinrichs „Volk“, bei dessen Vortrag jedes
Zängerherz mitklang, dessen Tendenz „Wir müssen zu—
ammenstehen und zusammenschaffen“ tief empfunden von
»er Saarleute Lippen floß und den rechten Widerklang in
aAler Zuhörer Herz fand. Das glühende Bekenntnis zum
Vaterland, in das der Chor mündet, weckte spontanen
Enthusiasmus. Mit dem beseelten, schwungvollen Saar—
ied fand der offizielle Teil seinen Abschluß. Pfingst—
nontag rüsteten die Saarländer wieder zur Heimreise
„Bereichert mit den Gedanken, mitfühlende und verstehendeée
Volksgenossen gefunden zu haben, mögen sie in ihrer Hei—
mat wohlauf landen!“

Gau St. Wendel.
Die Schubertfeier des Gaues St. Wendel war eine
deistung, die in jeder Beziehung als gelungen bezeichnet
verden muß. Sie hat deutlich gezeigt, daß Einigkeit und
Zusammenwirken eine Macht bedeutet. 16 aktive Vereine
tellten sich der Leitung des Gauchormeisters Endres zur
Verfügung, um in würdiger Weise das Gedächtnis des
zroßen Tonmeisters gemeinsam zu begehen. Nach der Zahl
der Zuhörer zu urteilen, darf wohl gesagt werden, daß
das Interesse für den Männergesangverein bedeutend ge—
vachsen ist. Alle Anwesenden zollten den Darbietungen
»olle Aufmerksamkeit. Die Lieder waren den Kräften der
inzelnen Vereine wohl angepaßt, und es muß hier dem
vauchormeister wegen der feinsinnigen Auswahl beson—
deres Lob gezollt werden. Auch die Anordnung war
mnusterhaft. Einleitend gedachte der Gauchormeister Schu—
herts in kurzen, stimmungweckenden Worten. Die Vereine
dofeld, Griesborn, Bliesen und Winterbach eröffneten den
seigen durch die beiden Lieder „Lied zur deutschen Messe“
uind „Heilig“ unter der Stabführung des Lehrers Rupp.
RKecht weihevoll war der Vortrag. Die M.⸗G.V. Ober—
inxweiler, Baltersweiler und Quartett „Rheingold“ sangen
uinter der Leitung von Chormeister Stuben „Das Berg—
nappenlied“ und „Die Nacht“. Die Vereine besitzen gutes
Ztimmaterial. Nun kam unter der Leitung von Chor—
neister Berl Schuberts bekanntestes Volkslied: „Am
Brunnen vor dem Tore“ zum Vortrag von dem M.-G.⸗V.
„Saargold“, Städt. M.G.⸗“V. „Orpheo“ und Quartett
dambert. .Eine vorzügliche Leistung! Die beiden Schluß—
höre „Widerspruch“ und „Trinklied“, gesungen von den
N.-⸗G.⸗V. Urweiler, Alsfassen-Breiten und „Orphea 1867“
varen sehr gut. Die Leitung hatte Lehrer Felix Warken.
Dpernsänger Schmid-Scherf vom Stadttheater Saarbrücken
ügte fich mit seinen Schubertliedern bestens in den Rahmen
der vorbildlichen Veranstaltung, die in der Geschichte des
Baues St. Wendel einen Markstein bedeutet und zugleich
ein Ansporn ist zu weiterem Streben in der Sangeskunst!

Alle in dieser Zeitschrift
angezeigten Noten und Bücher sind zu beziehen
von der Musilscalienhandlung
C. Strohmayer/ Saarbrücken
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