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AUM Saar⸗Sänger-Bund sih
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zard eine weihevolle Gedächtnisrede, die mit den Worten
schloß: „Können wir unserm Vaterland einen größeren
dienst erweisen, als durch die Pflege des deutschen Liedes
n Wort und Sang? Wir wollen hier auf diesem vorge—
schobenen Posten ausharren, bis wir wieder in die Arme
der Mutter Germania zurück können. Wir wollen sein ein
einig Volk von Brüdern, in keiner Not, uns trennen und
Befähr! Wir wollen, frei sein wie die Väter waren!“
dieräuf trug unser Chor noch „Ueber den Sternen“ von
Flemming, vor, Der M.G.V. Karthaus sang am Grabe
zon Schulze Kathrin den herrlichen Chor „Ueber den
Sternen“ von Abt. Der Vorsitzende der Karthauser Sanges—
»rüder, Behlendorf, richtete eine Ermahnung an alle
Zangesbrüder, ebenfalls wie die Gefallenen die Treue zu
halten bis zum letzten Atemzug! Von hier aus führte der
Weg über den Petersberg nach dem Winterberg, alsdann
Abstieg nach der Stadt, Am, Abend fand zu Ehren unserer
Bäste in unserm Vereinslokal eine zahlreich besuchte Fa—
milienfeier statt, wobei beide Vereine zur Verschönerung
des Abends köstliche Lieder zum Vortrag brachten. Beide
Vorsitzenden tauschten zum Zeichen treuer Sangesbrüder—
schaft im Namen ihrer Vereine die Vereinsabzeichen aus.
Zangesbruder Lomhard dankt im Namen der „Teutonia“
ür die Ehrung und brachte ein dreifaches Hoch auf den
Bruderverein von der Mosel aus. Sangesbruder Behlen—
dorf van Karthaus erwiderte in herzlicher Weise, indem er
ein Hoch auf die „Teutonia“ ausbrachte. So verlief der
Abend nach echter Sängerart und wird allen Teilnehmern
n angenehmer Erinnerung bleiben. Am Pfingstmontag be—
ichtigten die Vereine den alten Rathaussaal in Saar—
brücken, das Saar-Museum und die sonstigen Schönheiten
unserer Stadt. Der Nachmittag wurde im Sängerheim
dudwigspark verlebt, wobei die Karthauser Sangesbrüder
rzinige Lieder vortrugen. Gegen 8 Uhr abends verließen
unsere lieben Gäste ünsere Heimat mit dem Wunsche au?
»in baldiges Wiedersehen in Conz-Karthaus!
Aus Anlaß der Anwesenheit des Besitzers des Ensheimer
dofes, Professor Dr.⸗«Ing. Noe, Generaldirektor der Dan—
Figer Werft und Geneéralkonsul von Finnland, überbrachte
MiE. B. „Liederkranz“ Ensheim ihm und dessen Familie
ein Morgenständchen. Der Vorsitzende Hornschuh begrüßte
die Famiklie Noe und betonte, daß es der Wunsch des Vereins
sei, ihren pfälzischen Landsmann auf seinem Hofgute ein—
mal begrüßen zu dürfen. Er schilderte die großen Ver—
dienste, die sich Herr Noe auf dem jetzigen Musterhofe er—
vorben habe. Herr Noe dankte dem Verein für die große
ehrenvolle Ueberraschung und gab seiner Bewunderung
Ausdruck über die Pflege des deutschen Männergesangs im
der westlichen Ecke unseres deutschen Vaterlandes und
»rachte ein Hoch auf dasselbe aus. Er versprach, seine
Ruhejahre auf dem Ensheimer Hofe verbringen zu wollen
und hoffe dann als passives Mitglied noch oft Gelegenheit
zu haben, den Weisen des M.G. V. „Liederkranz“ Ensheim
zu lauschen. Ein Photograph nahm ein großes Bild dieser
zeier auf, das als Andenken im Vereinslokal einen Ehren—
platz exhalten wird. Bei Heimatliedern und Orchester—
längen wurde am Abend noch eine frohe Stunde gefeiert.
M.G. BV. „Constantia“ Burbach in Gemeinschaft mit dem
M.G.B. Saäargold“ Geislautern veranstaltete im ehemaligen
tatholischen Vereinshause, Burbach, unter Mitwirkung der
Gruͤbenkapelle von Velsen ein Volkskonzert. Daneben wirkte
Oswald Uhl als Cellist mit. Dirigent und Kapellmeister ist
5. Thürnagel aus Geislautern. Die Kapelle war mit 25
Rauns besetßt. Der Gesamtchor zählte 80 Sänger. Das
Programm hatte folgende Reihefolge: G. Rossini: Ouver—
re zur Hper „Wilhelm Tell“, H. Thürnagel: Männerchor:
Zängergruße (Kerufest der Männer Muh), J. Dürrner:
Maännerchor: Sturmbeschwörung, A. F. Servais: Konzert
für Violincello, A. Becker: Balläde für Männerchor „Gotenug“,
E. deAlbert: Gr. Fantasie aus dem Musikdrama
„,Tiefland“, Ph. Stilz: Männerchor: „Heimatklänge an der
Zaar“, A. Thomas: Ouvertüre zur Oper „Raymond“, E.
draemer: Männerchor: „Ein schelmisch Kind vom Rhein“.
R. Wagner: Fantasie aus der Oper „Lohengrin“, A. v.
Athegrabven: Männerchor „Ein Jäger aus Kurpfalz“, S.,
Ichs: Variationen über das Volkslied „'s kommt ein Vogel
geflogen“, J. Strauß: Wiener Walzer für Männerchor mit
Rrchester und Zitherbegleitung: „Geschichten aus dem
Wienerwald“. Das Publikum des überfüllten Hauses zollte
den Konzertstücken und Gesangsvorträgen, welche wirklich
zute Leistungen darstellten, reichen Beifall.
Das letzte Konzert für die Volksschulkinder Saarbrückens
zatte der Lehrergesangverein Saarbrücken übernommen,
interstützt durch Lehrer Bohn, Differten, als Violin—
olisten. Die Vortragsfolge war in Schlichtheit, Wert und
Anordnung vorbildlich, die Durchführung unter Schrimpfs
rusgezeichneter Stabführung zu Herzen gehend. An Beifall
der jungen Schar fehlte es wahrlich nicht, besonders die
cherzhaften Volkslieder hätten sie gerne immer wieder
gehört. Das Violinspiel Bohns war warm und beseelt,
zie Begleitung Schrimpf wohlabgewogen. Bedauerlich war
gerade für ein Schülerkonzert, daß der Lehrergesangverein
ein Treffen nur mit 64 Mann schlug. Sein und des
S„tadtschulamts Verdienst soll mit Dank anerkannt werden
Die Vereinigung für klassischen Chorgesang (Frauenchor!
Saarbrücken trat mit einem geschmackvoll zusammenge—
tellten Programm in ihrem diesjährigen Konzert an die
Deffentlichkest. Die Stimmen erschienen zwar klanglich nicht
testlos gleichwertig, jedoch zeigt der Chor eine gediegene
—„chulung. Er ist lenksam in der Hand, des Leiters, die
einzelnen Stimmen wurden einwandfrei gesungen, was
zesonders bei dem streng polyphon gesetzten Laudate pueri“
»on Mendelssohn auffiel, nirgends eine Detonation. Im
Lortrag der vier Brahms-Chöre hätte man etwas mehr
Värme wünschen können — auch das Pianosingen (Brahems
Kr. 3) bedarf noch besonderer Pflege. Immerhin: Die
chönen, schlichten Chöre fanden restlosen Beifall des
Publikums. Ven instrumentalen Teil des Programms be—
kritten Gertrud Reimers und Karl Ziegelmayer, die zu—
erst eine Suite im alten Stil Op, 81 für zwei Klaviere
pielten. Das Werk ist eine beachtenswerte Komposition,
ind die Wiedergabe zeugte von starker Musikalität und
ief empfundenem Ausdruck. Auch die freundliche Auf—
iahme der 16 Walzer Op. 39 von Brahms, die in der
»ierhändigen Originalbegleitung wiedergegeben wurden,
var durchaus berechtigt.“ Der Besuch des interessanten
Abends hätte besser sein dürfen. O. D.
Musikverein Harmonie e. V. konnte seinem jährigen
Fzubilaum kein würdigeres Festgewand geben, als durch
Rie Aufführung von Haydn's ewigschönem Oratorium „Die
FJahreszeiten“, mit dem der Jubelverein seiner ruhmvollen
Traͤdition folgend die hohe klassische Linie hielt. Auch die
durchführung, an die der wohlgeschulte Chor, das Orchester
ind nicht zuületzt der geniale KLeiter Prof. Stohoutil sein
janzes Können, seine ganze Liebe setzte, stand unter gutem
S„tern. So kam im blümengeschmückten, vollbesetzten Städt.
Zaalbau eine Aufführung zustande, die auch ihrem inneren
Verte nach eine Festaufführung war. Neben Paul See—
ach, Berlin, der uünter den Solisten den Löwenanteil des
xrfolges behauptete, hielten sich besonders Frau Käthe
stahner als Hanne und dann duch Ludwig Matern als
dukas recht guͤt. Wir wünschen dem rührigen Verein, der
ruch heute noch seine Stellung im Musikleben unserer
Ztadt durch wertvolle und erfolgreiche künstlerische Arbeit
zehauptet, weiteren Aufstieg — dem goldenen Jubiläum
ntgegen! St.
Eine angenehme Ueberraschung bereitete der M.-G.⸗V
Liedertasel“ Saarbrücken 3 den Insassen des Kranken—
jauses Rastphul sowie des Evangelischen Krankenhauses
zurch gesangliche Darbietungen. Unter der vorzüglichen
Passsuse-Hausnaus A. G. ur 23 art.