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Saar⸗Sänger-Bund UII...
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— jedoch ohne Namensunterschrift — ohne Grund und
boorherige Mitteilung an den Gauvorstand — seinen Aus—
tritt mitgeteilt. Auf eine schriftliche Anfrage des Schrift—
ührers beim Verein hierüber hat der Verein bis heute
noch keine Nachricht gegeben. Der Verein war auch bei
der letzten Gauvorstandssitzung nicht mehr erschienen. Der
Vorsitzende bedauerte dieses ungehörige Verhalten solcher
Vereine, zumal auch „Edelweis“ Lauterbach das gleiche
unsangesbrüderliche Verhalten gezeigt hat. Beide Vereine
ind hiernach, da sie trotz Anfrage noch keine Antwort
gegeben haben, ohne weitere Mitteilung als ausgeschieden
zu betrachten. Der Vorsitzende erwähnte nochmals, daß
Anträge auf Erlaß der Steuer bei Konzerten mindestens
4Wochen vorher einzureichen sind. Dem Antrag müssen
3 Programme beigesügt werden. Der Vorsitzende referierte
üäüber die bisherige Tätigkeit des neuen Verkehrs- und
Verschönerungsvereins Neunkirchen und Umgebung, welcher
uinter einem anderen Namen als früher erschienen sei.
Dder Vorsitzende verlas den Antrag des Verkehrs-— und
Verschönerungsvereins vom 17. April 1928, welcher an
den Gau unter Beifügung der Satzungen gerichtet ist,
vonach gleichzeitig um Beiktritt als Mitglied ersucht wird.
Es wurde darauf hingewiesen, daß bei Gründung dieses
Vereins der Gau nicht eingeladen war. In längeren Aus—
ührungen sprachen hierüber zu diesem Antrag die
Zangesbrüder Dörr, Hussong, Koch, Jung, Scheidhauer,
Schock, Roß, Keßler und Bleier. Zum Schlusse wurde
hervorgehoben, daß gerade die Sänger diejenigen waren,
die zuerst die großen Konzertveranstaltungen nach Neun—
irchen zogen. Genannt wurden z. B. die Konzerte des
Berliner Lehrergesangvereins, des Kölner Männergesang-—
pereins, Berliner Liedertafel, sowie des Berliner Dom—
hors, der im Oktober kommt. Nach weiteren Verhand—
ungen hierüber, läßt der Vorsitzende zum Schlusse ab—
sttimmen, wonach sich ergeben hat, daß dieser Antrag vor—
äufig zurückgestellt werden soll und nochmals in der
rächsten Gautagung zu behandeln ist. Sangesbruder
dussong teilte mit, daß der Bundesvorstand das alte
Sängerheim günstig abstoßen konnte. Von der Mitteilung,
vonach in Neunkirchen 2 Konzerte des Berliner Dom—
chores stattfinden — je getrennt im Gemeindehaus bzw.
in der unteren evangel, Kirche — wurde nochmals Kenntnis
genommen. Von der Mitteilung des Vorsitzenden, wonach
man den Schülerkonzerten ein anderes Gepräge geben
nüsse, worüber auch in der Bundestagung in Merzig ge—
prochen wurde, würde Kenntnis genommen. Chorleiler
Schmidt, Sinnerthal, teilte mit, daß in Sinnerthal bereits
ein Schülerkonzert dieser Art stattgefunden habe, wobei
eine Mundharmonikaabteilung mitwirkte. Von Vertretern
ziniger Vereine wurde Klage geführt, wonach von der
Schulbehörde bzw. Lehrerschaft bisher wenig Unterstützung
derartigen Konzerten entgegengebracht wurde. Der
Vorsitzende sowie Chorleiter eher widersprechen
den vorgebrachten Klagen gegen die Schulbehörde bzw.
dehrerschaft. Sangesbruder Börr wies nochmals auf die
Wichtigkeit der Sache hin und hob gleichzeitig hervor,
daß man eine große Schuld den Vereinen selbst geben
müsse, weil nicht von allen Vereinen intensiv mitgear—
heitet würde. Hierauf erfolgt die namentliche Feststellung
der Anwesenden durch den Vorsitzenden an Hand der An—
wesenheitsliste. Von den inzwischen noch erschienenen Ver—
retern des M.—G.⸗«V. „Harmonie“ Spiesen wird besonders
Kenntnis genommen, da dieser Verein sehr oft bei den
Tagungen bis jetzt nicht vertreten war. Der Vorsitzende
dieses Vereins sagte dann rechtzeitiges Erscheinen bei allen
vautagungen für die Zukunft zu. W. Sch.
M.⸗G.eeW. Männerchor Neunkirchen hielt am 13. Mai
eine Generalversammlung ab. Einleitend sang der Chor
den Deutschen Sängerspruch, worauf der Vorsitzende Keller
die Tagung eröffnete. Im Mittelpunkt der kurzen Tages—
rdnung stand die für die beiden Pfingsttage vorgefsehene
Rheinfahrt zu dem schönen Rheinstädtchen Eltville. Im
veiteren Verlauf der Tagesordnung beschloß die Versamm—
lung, im kommenden Sommer öfters Ausflüge in die schönen
Wälder unserer näheren Umgebung zu machen. Als Ziel!
ür die nächste Wanderung wurde Erlenbrunnen bestimmt.
Sangesbruder Roos verstand es, die wunderschön gelegenen
Waldplätzchen den Herzen der Versammlungsteilnehmer be—
onders nahezubringen. Aus dem Schatze seiner schönsten
Frinnerungen schilderte er den Sangesbrüdern, wie er im
»ergangenen Jahre so oft an jener idyllischen Waldstelle
rühmorgens den früheren, unvergeßlichen Chormeister des
VLereins Amlor angetroffen habe, der dort in stiller Ein—
amkeit, umgeben von der Matter Natur und ihren ge—
iederten, sangeslustigen Schützlingen, sein Cello spielte,
zwiesprache haltend zwischen sich und dem Schöpfer. Einé
Veihestimmung breitete sich bei dieser ergreifenden Schilde—
rung, die so recht geeignet war, das Andenken an den
zeliebten Chormeister zu ehren, über die Versammlung aus
Zum äußeren Zeichen hierfür erhoben sich die Versamm—
ungsteilnehmer von ihren Sitzen. Nachdem der Vorsitzende
ioch ausführlich über die verflossene Bundestagung in
Merzig und über den Stand der Vorarbeiten für das
große Bundesfest, das im nächsten Jahre hier in Neun—
ürchen stattfindet, berichtet hatte, war nach Vortrag schöner
Lhöre die Tagesordnung erschöpft.
Die Nennkircher Liedertasel hatte zu einem Heimat- und
Shrenabend eingesaden. Es galt, alte verdienstvolle Sänger
ür langjährige treue Mitgliedschaft zu ehren, sowie durch
Bortrag von Heimatliedern und Vorführung von Licht—
»ildern den Heimatgedanken, der in den Gesangvereinen
»hnehin eine große Pflegestätte gefunden hat, zu vertiefen.
Lach einem einleitenden Musikstück und dem Vortrag des
deutschen sowie des Saar-Sängerspruches begrüßte der
2. Vorsitzende, Sangesbruder R. Schmidt, die zahlreich Er—
chienenen und überreichte an Sangesbruder Däniel Hus—
vong, der über 25 Jahre den Verein als 1. Vorsitzender
jeleitet hatte, mit Worten des Dankes ein Ehrendiplom mit
der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Sodann erfolgte
durch den; Vorsitzenden des Gaues Neunkirchen, Professor
Zulzbacher, die Ehrung der übrigen Jubilare Es erhielten
die Ehrennadel Friedrich Anschütz, Jakob Spohn, Georg
Feuchtner, Robert Schmidt und Emml Knapp. Die beiden
rsteren für 40jährige, die übrigen für 25jährige Mitglied—
chaft innnerhalb des Deutschen Sänger-Bundes. Im wei—
eren Verlauf des Abends folgte nun ein Lichtbildervortrag
„Der deutsche Rhein“ sowie „das Volkslied im Bild“. Um—
ahmt wurden die Lichtbilder von Heimatliedern, die von
»em Chor des Vereins unter Leitung von Chormeister
Z„chuff wirkungsvoll zum Vortrag gebracht wurden. Am
dimmelfahrtstage war der Verein einer Einladung des
Brudervereins M.“G.-V. Bayrischer Kohlhof zur Teilnahme
in dessen 80jährigem Stiftungsfeste gefolgt. Den derzei—
igen Verhältnissen entsprechend, hatte der FJubelverein von
iner größeren Veranstaltung abgesehen und nur einen
Ausflug nach Homburg mit nächfolgendem gemütlichem Bei—
ammensein geplant. Trotz des zu Ausfluͤgen wenig ein—
adenden Wetters waren die Liedertäfler sehr zahlreich der
Finladung gefolgt. Der Feier in dem Saale des Hom—
»ürger Industriekasinos konnte das himmlische Naß keinen
Abbruch tun. Ber Musikvorträgen, beglückwünschenden An—
prachen, gemeinsam gesungenen Ldiedern, denen Vorträge
der beiden Chöre unter der Leitung von Chormeister
Schuff folgten, enteilten nur zu rasch die Stunden, und
nan verließ die gastsreundliche Stätte mit dem Bewußtsein,
cinn swonen Tag in sangesbrüderlicher Eintracht verlebi
zu haben.
Gau Saarbrücken.
M.G.B. „Teutonia von 1864“ Saarbrücken berichtet;
Während der beiden Pfingsttage weilte M.G.V. Germania“
Lonz-Karthaus bei, uns äls Gast. Pünktlich traf der Zug
nit den Sangesbrüdern von der Mosel auf dem Haupt
hahnhof ein, begrüßt von unserem Vorsitzenden L.“ Lom—
hard und dem Saarsängerspruch unserer Sänger. Der Weg
führte nach dem Deutschmühleuweiher, dem Ehrental, wo
heide Vereine herrliche Lieder zum Vortrag brachten. Nach
Schuberts Sanktus durch unsern Verein hielt Herr Som
SιαA- BESIABAN, SABBBOCEM