Full text : 5.1927-1928 (0005)

Nr. 4

Saar⸗Sänuger-Bund hbh

Seite 81

zeit manches schöne Konzert, das uns das Vertrauen zur
itue zum Vaterlande wiedergab. Das eine soll be—
sonders betont werden: Eintrachtkonzerte waren Glanz—
punkte im künstlerischen Leben unserer Gemeinde. Nie hat
der Verein Mühe und Kosten gescheut, wenn es galt, erste
Kräfte zu gewinnen oder mit einem besonderen Programm
aufzuwarten. Bei allen öffentlichen Gelegenheiten stand
die „Eintracht“ mit an der Spitze, wenn es galt, durch
Gesang ein Fest zu verschönern. Fest und innig ver—
bunden mit der gesamten Gemeinde nimmt diese am
Jubiläumstag herzlichen Anteil an dem Blühen des Vereins
und verbindet damit den Wunsch, daß auch in Zukunft die
Eintracht“ sich ganz dem Liede weihe und neue Erfolge
an die früheren anreihen kann.
Gau Fischbachtal.
Der nächste Gautag des Gaues Fischbachtal findet am
10. Juli, nachm. 49 Uhr, in Merchweiler statt. (Lokal
saisersaal) Zur Tagung werden vom Gauvorstand sämt—
suge Vereinsvertreter. sowie alle Sänger herzlich einge—
laden.

eil Biesingen berücksichtigt, welch gesunder Geist und
ebhaftes Interesse dieser Teil der pfälzischen Gesangvereine
den Bestrebungen des Saar-Sänger-Bundes entgegenbringt.
Bauvorsitzender Paul Schunk, Webenheim, eröffnete die
Tagung mit einigen Ehrungen verdienstvoller Sänger.
Vom Bundesvorstand nahm Geschäftsführer Rauchholz an
der Tagung teil. Aus der reichhaltigen Tagesordnung
ist zu erwähnen die Festlegung eines Gaufestes und eines
Kolksliedertäges im Jahre 1928. Das erstere findet mit
dem 70jährigen Stiftungsfest des M.⸗G.«V. Concordia in
Webenheim, das letztere mit der 2. Fahnenweihe des
M.-G.-V. Harmonie in Rohrbach statt. Der Gaubvorsitzende
konnte festftellen, daß an dem 50jährigen Jubelfeste des
M.⸗G.⸗V. Sängerklub Josefsthal St. Ingbert an Pfingsten
ds. Is. eine stattliche —8 Gauvereine ihre Beteiligung
zugesagt haben. Der M.⸗—G.⸗V. Germania Biesingen um—
kahmté die Tagung mit gut zu Gehör gebrachten Lieder—
dorträgen.

M.⸗G.⸗V. „Liedertafel“ Reutrisch blickt auf einen schön
verlaufenen Familienausflug nach Göttelborn zurück. Bei
nicht allzu hoffnungsvollem Wetter marschierte der Verein
um 7uUhr vom Vereinslokal ab. Nach zweistündigem
Marsche wurde in Quierschied die erste Rast gemacht,
vorauf man sich geschlossen zur Kirche begab und dem
dochamt beiwohnte. Anschließend ging es in das Lokal
deßler, wo der Verein von dem M.⸗G.⸗V. Quierschied
herzlich begrüßt wurde. Nach sehr wirkungsvoll darge—
zotenen Gesangsvorträgen beider Vereine bedankte sich der
1. Vorsitzende für das Entgegenkommen der Sangesbrüder
»on Quierschied, worauf man gegen 1 Uhr den Weiter—
narsch nach Göttelborn antrat, Nun ging es eine halbe
Stunde durch sehr schöne Waldungen, wobei unsere liebe
Zonne ab und zu einige Strahlen durch die Aeste warf.
Auf der Höhe aängekommen wurde der Verein von dem
Vorsitzenden des Ges.“W. „Echo vom Gebirge“ empfangen
und zum Lokale Stenger-Neu geführt, wo auch die Sänger
des eben genannten Vereins äanwesend waren. Nun war
das Reiseziel des Tages erreicht und man verlebte in den
Mauern von Göttelborn einige recht gemütliche Stunden.
Gau Köllertal.
Zum 25. Jubelfest des M.⸗-G.⸗B. Liederlkranz Güchenbach
hatke der Vereinswirt Klein ein Riesenzelt errichten lassen,
das sich schon am Vorabend füllte, um Vorträge des von
Chormeister Ziegler trefflich geschulten Vereins und einem
Juten Instrumentalkonzert der Grubenkapelle zu lauschen.
der 2. Vorsitzende Hüber begrüßte mit warmen Worten
die Vertreter des Bundes, des Gaues, der Behörden, alle
äste und nicht zuletzt die Sänger selbst, und zeichnete
zann ein köstliches Bild von den künstlerischen Idealen des
Vereins. Nachdrücklich rief er alle Eltern und Erzieher
zur Mitarbeit auf. Die Festrede hielt Bundesschriftführer
Rektor Stein, der in begeisterten Worten die Bedeutsamkeit
der Männergesangvereine im öffentlichen Leben ins Licht
rückte und die verdienstvolle Tätigkeit des „Liederkranz“
nit herzlichem Danke anerkannte uünd fernerhin mit den
zesten Wünschen begleite. Leider war der Festsonntag, an
dem Herr Britz für den Bund sprach, vom Wet—
ter nicht sehr begünstigt. Dennoch waren über 20
Vereine der Einladung gefolgt, so daß sowohl der Festzug
als auch das Konzert von starkem Eindruck waren. Die
starke Beteiligung“zeigte die im Gau herrschende sanges—
hrüderliche Gesinnung und die Wertschätzung, deren sich
der erfolgreich strebsame Verein in der Gemeinde, im Gau
und im Bunde erfreut. Lobende Erwähnung verdient noch
die gut ausgestattete Festschrift, die neben dem Festpro—
gramm und 'einer Geschichte des Vereins auch die Orts—
zeschichte sehr reizvoll darstellt. Sinnio waren auch die

Gau Homburg.
Am 22. Mai versammelten sich die Vertreter der an
den Gau Homburg angeschlossenen Vereine zu einem Gau—
lag in Altstadt. Sechs Vereine hatten keine Vertreter ent—
fandt, was vielleicht darauf zurückzuführen sein mag, daß
durch verschiedene Umstände die Sitzung erst am Montag,
den 16. Mai, einberufen werden konnte. Die Tagesord
nung umfaßte drei Punkte: 1. Neuaufnahme des Männer
gesangvereins Websweiler; 2. Gaufest in Oberberbach;
3. Verschiedenes. Gauvorsitzender Spieß, Homburg, er—
öffnete und leitete die Verfsammlung. Der Männergesang
verein Altstadt ließ es sich nicht nehmen, den Begrüßungs
und Schlußchören noch weitere Chöre folgen zu lassen. Es
war ein Genuß, diesen Darbietungen, geleitet von Lehrer
Kunz in Altstadt, zu folgen. Der Verein besitzt zweifellos
gutes Stimmaterial, das unter der Leitung seines rührigen
Chormeisters sorgsam gepflegt wird. Möge der Verein
diese Vorteile weiter ausnützen, und möge der gestrige
Erfolg den Verein zu weiterer Arbeit am deutschen Lied
anspornen. Der Männergesangverein Websweiler wurde
einstimmig aufgenommen.“ Als Festbeitrag zum, Gaufest
in Oberbexbach“ zahlen die Festzugteilnehmer 1.— Fr.,
während die übrigen Festteilnehmer 1.59 Fr. zu ent—
richten haben. Unter Punkt „Verschiedenes“ wies der Vor—
fißende Spies darauf hin, die Wertungssingordnung und
das Bundesmitgliedsbuch, die jeder Sänger unbedingt be—
fitzen muß, zu bestellen. Ferner wurden die Vereine
daran erinnert, sich das deutsche Bundesbuch zu be—
schaffen. Eine lebhafte Debatte entwickelte sich über die
Mitteilung des Vorsitzenden bezügl. der Tonsetzergenossen—
schaft Ama“ und Gema“. DVie Angelegenheit wurde
der demnächst stattfindenden Chormeistersitzung überwiesen.
Beifällig aufgenommen wurde ein Antrag des Rektors
Schäfer, Limbach, die Gautage seierlicher und gehaltvoller
zu gestalten, indem zu den Tagungen Vorktragsrednermit
geeigneten Themen zu gewinnen seien. Der nächste Gau—
dag 'findet in Mittelberbach statt. Mit, einem kernigen
Sylußwort schloß Gauvorsitzender Adiunkt Spies den so
anregend verlaufenen Gautag.
Gau St. Ingbert.
Der Gauvorstand des Gaues St. Jugbert hatte am
Sonntag, den 29. Mai 1927, zu einem Gautag nach
Biesingen eingeladen. Erfreulich war die Feststellung,
daß neben dem Gauvorstand sämtliche 19 Gauvereine ver—
treten waren. Das beweist, wenn man die Entfernung
der einzefnen Vertreter nach dem entfernt gelegenen Orts—

toroecre οσ.
Gau Brebach.
Gau⸗-fFest
am 28. Augqust 1927 in
Hanweiler. 226
Sanger aus andern Gauen
herzlich willcommen.
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