Saar⸗Sänger-Bund
hbei den großen immer wieder Klagen laut werden, daß
fie bei ihren Konzerten zusetzen!)?
Dem Bunde liegt selbstverständlich sern, durch sein Vor—
gehen auch nur im Kleinsten, die Geschästswelt treffen zu
wollen: aber er hat die Pflicht, seinen Mitgliedern alte
nur möglichen Hilsen zu bieten, selbst wenn dadurch kleine
Härten für die einschlägigen Geschäfte entstehen sollten.
Das Wohl der Gesamtheit steht in solchen Fällen über dem
Einzelinteresse.
Man ist versucht zu fragen:
Wer bestellt denn in den Vereinen das Notenmaterial?
der Vorsitzende? — etwa der Chormeister?
Wissen die Vereinsmitglieder auch, wo die Noten bestellt
werden? — an wen sie geliefsert werden? — wer sie be—
zahlt, ehe der Kassierer ausgesordert wird, den bezeichneten
Betrag der Vereinskasse zu entnehmen?
Warum ist die Notenbestellung nicht wie alle sonstigen
schristlichen Arbeiten Sache des Vereinsschriftführers uünd
warum erfolgt die Zusendung des Materials nicht direkt
an den vorgenannten Austraggeber bzw. Kassierer?
Im allgemeinen dürfjten solche Fragen die Mitglieder
wohl kaum interessieren; aber wo es sich um den schmalen
Vereinssäckel handelt, hat auch das letzte Mitglied ein
Recht auf Einsichtnahme und Aufklärung.
Der Bund hat kein Interesse daran, die Vereine zum
Sparen zu zwingen: aber diejenigen, die sparen woller
und erworbene Vorteile ausnutzen möchten, geben wir
Vorstehendes zum Nachdenken anheim und weisen sie noch
mals darauf hin, ihre Notenbeftellungen durch die Ge—
schäftsstelle des Bundes gehen zu lassen, um zuͤm Genuß
des ermäßigten Notenpreises zu kommen. Wir können nuß
auf die Vorteile aufmerksam machen, aufdrängen können
wir sie teinem. Der Bundesvorstand.
—
Der Frankfurter Sänger-Zeitung entnehmen wir die er—
freuliche Mitteilung, daß die Vereinigung der Schneide—
mühller Männergesangrereine es zu Wege gebracht hat, daß
in einer Versammlung sämtlicher Schneidemühler Chor
dirigenten die sür den Sommer vorgesehenen Chorver—
anstaltungen gemeinsam durchberaten und Leinheitsliche und
künstlerisch wertvolle Programme festgefetzt
werden konnten. Wir möttten dieses Vorbild unseren Gau—
vorständen als sehr nachahmenswert empsehlen. Es würde
dadurch herbeigesührt, daß gegenseitige Beratung und
Kritik die Menge der Konzerteé veschränken und den Wert
derselben erhöhen würde.
Nr.
Textlich ein netter Einsall für eine am Kinderbettchen
itzende Mutter. Die Eignung für einen Männerchor möge
»jsen bleiben. Selbstverständlich wird der Kehrreim „ein—
ichlagen“ mit seinen „Abendglöckchen“.
Hugo Herrwannu: Acapp. Chorliedsuite — Verlag Hoch—
tein, Heidelberg. In seiner mit älteren Stilen harmonisch
und melodisch, liebaͤugelnden Fassung und durch die Teilung
in Doppelchor auf wonnige leistungsfähige Klangkörper be—
ichränkt.
Paul Häring: Ueber den Wettern — Abend im Gebirge —
Von lichten Höhen — Verlag: ebenda. Warm gestäaltete
Kompositionen, deren —— Schwierigkeiten auch von
mittleren Vereinen zu bewältigen sind.
Wilhelm Kienzl: Weihnacht — ebenda.
A. Danne sel: op. 52 Horch mein Lied beginnt mit
stlagen — ebenda. Klangschwelgerig.
Chöre mit Begleitung aus dem Verlage Hochstein
Heidelberg:
Walter Tost: Die Hütte, mit Klavier. Schlichter Chor—
iatz, dem ein ebensolcher Klavierpart beigegeben ist.
Walther Moldenhauer: Altdeutsches Hochzeitslied, mit
4 Hörnern und Pauken. Schwungvolle Kömposition be
dem die, Instrumente fast durchweg als Chorstützen be—
handelt sind.
Paul Gies: Vom Lieben und Leiden, eine Folge alt—
deutscher Volkslieder suür Männerchor, Sopran- und Bari—
tonsolo und Orchester.
Eine Vortragssolge aus Volksliedern unter obigem Ge—
sichtspuntt zusammenzustellen, ist sicher ein guter, loöͤhnender
Bedanke. Aber das Orchester einer solchen Aufgabe dienstbar
zu machen, heißt dem schlichten Volksliede ein Stück seines
Wesens Gewalt antun. Unmöglich ist in Nr. 3 (Mir ist ein
seins braun Maidelein) die „marschmäßige“ Einleitung mit
ihrer natürlichen Folge für den Vortrag dieses wunder—
vollen Liedes, das garnicht mit einem „Marsch“⸗ähnlichen
zu tun hat.
Gau Dillingen.
Der weit über die Grenzen Dillingens bekannte M.⸗G.⸗V.
„Eintracht“, Dillingen, kann auf ein 25jähriges Bestehen
zurückblicken. Wenn auch die äußere Feier des Festes in—
'solge der hier herrschenden Saalverhältnisse auf den kom—
menden Herbst verschoben werden mußte, so ist es doch
angebracht, rückblickend all der Arbeit in kultureller Be—
—— zu gedenken, die innerhalb dieser Jahre durch
den Verein geleistet worden ist. Nur wenige Sänger hatte
der Verein zu verzeichnen bei der Gründung. Erst nach
und nach, und hier besonders in der Nachkriegszeit, stieg
die Sängerzahl zu dem heutigen Stand von 156 aktiven
und über 300 inaktiven Mitgliedern. Die Zeit der Ge—
angwettstreite sah den Verein hier und doͤrt auf dem
Plan, und mancher schöne Erfolg ward nach rastlofer
Arbeit errungen. Als dann in der Naäachkriegszeit der
Zaar-Sängerbund seine erfolgreiche Tätigkeit aufnahm,
and er in der „Eintracht“ feste Stüße und tatkräftige
Förderung. Und wie das Leben neue Wege ging, fuchte
ruch der Verein sich anzupassen und bot in nobefschwener
Neue TChorliteratur.
Jod. Schaaf: Fröhliches Wandern — Verlag Tonger,
stöln. An Marschliedern haben wir keinen Ueberfluß, des—
halb begrüßt man jede neue Gabe dieser Gattung vor
allem, wenn sie eine möglichst auch einwandfreie Tert—
unterlage hat. Nach meiner Erfahrung ist es jedoch ratsam.
bei dieser Gattung Lieder, Tenbre nicht durchweg in so
hohe Lagen zu führen, wie in vorliegendem Falle. Brauch—
har Desgleichen: Böser Buben Wiegenlied — ebenda.
An erster Stelle
m Ssteht
Neufanq aenisch
„Deufsssch-Pissher“
* — *
— * a 2* SE