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Saar⸗Sänger⸗Bund
uh Nr. 3
Beim Wort genommen. „Was man doch mit den Jungens
für Aerger hat! Fortwährend laufen sie mit zerrissenen
dosen herum.“
Tante Clara (zu Besuch): „Ja, das ist wahr, davon weiß
ich auch ein Lied zu singen.“
Mäxchen: „Ach Tantchen, bitte sing' doch mal das Lied
don den zerrissenen Hosen!“
Ein schlauer Konzertunternehmer beabsichtigt, einen
„Star“, die berühmte Sängerin Trillerine, in der Haupt—
stadt singen zu lassen. Um das Publikum recht neugierig
zu machen, rückt er in der gelesensten Feitung eine Woche
lang bloß die Worte ein: „Sie kommt!“ Am achten Tage
hatte er vor, die Neugierde des Publikums zu 3
und zu sagen, wer komme. Wer beschreibt aber sein Er—
staunen, als er am siebenten Tage in derselben Zeitung
liest: „Sie ist da, die anerkannt beste Schmierseife, das
Pfund 50 Psg. Gottlieb Himmelblau, Bleichstraße 17“
Das Marterinstrument. Frau N. weckt ihren Gatten
nachts und flüstert ihm ins Ohr: „Horch, vorn ist ein
Einbrecher. Eben hat er an den Juget gestoßen und
einige Tasten niedergedrückt!“ — „Glaubst du?? Dann
werde ich sofort hingehen.“ — „Ja, tue das, aber bitte
schieß nicht sofort, er wird vielleicht auch so von seinem
Raube ablassen!“ — „Ich schießen? Ich denke nicht daran!
Ich werde ihm im Gegenteil helfen, denn ich bin über
Lugt, daß er das Instrument allein nicht fortschaffen
ann.“
Brethoven, der Czeche. In Prubs hat eine Beethoven—
jeier stattgefunden, von der alle Deutschen demonstrativ
1usgeschlossen wurden, weil ja Beethoven nicht zu
den Deutschen, vielmehr zu den interessanten Voölker—
ichaften gehört.
Um diese Tendenz noch stärker zu betonen, wird man
ebenda ein weiteres Konzert mit folgendem Programm der
Deffentlichkeit zuführen:
Ouvertyk zu Egmontek,
Sinfonika Herdiçek für großes Orchestryka,
Sonatek appassionatny,
Sonatek pathéticesko,
Operanak Pastoralny,
Variationski in C-mollousek.
Sämtliche Stück komponirovat von Ludovise Beethovéenyi
Neue Ideen. „Ist das nicht eigentümlich, die besten
den kommen mir meist beim Händewaschen.“ „Alter
JFunge, da würde ich doch mal baden!“
Pech. Richter: „Wo habe ich Sie doch schon mal kennen
gelernt?“ — Aingeklagter: „Ich habe die Ehre gehabt,
Fhrem Fräulein Tochter Gesangsunterricht zu ertkeilen.“
Richter: „Fünfzig Jahre Zuchthaus!“
Ein Realist. „Ich spiele nichts so gern, wie die Laute.
Und was ist Ihr Lieblingsinstrument, Herr Knackfuß?“
„Ich habe gleich —9— Lieblingsinstrumente, mein Lieber:
das eine ist das Messer, und das andere ist die Gabel!“
Zweierlei Dirigenten. Wenn bei Bülow das Gespräch
auf seine Diri entnsügen gebracht wurde, so pflegte er
scherzhaft zu e er kenne zweierlei Arten von Diri—
genten: Die einen hätten die erre im Kopf, und die
anderen hätten den Kopf in der Vartitur.
Bitte, von einer anderen Bestie. Paganini ging einst
in Paris in ein Geschäft, um sich 33 zu kaufen.
die Verkäuferin legte ihm das neueste vor: „Gants à la
giraffe.“ — „No, no, signora!“ erklärte Paganini, „d'un
altra bestia!“ (Von einer andern Bestie) — Die Ver—
äuferin, welche den Geigenkünstler nicht kannte, steckt ihr
tereotypes Lächeln auf und öffnete einen anderen Karton,
velcher die Aufschrift zeigte: „Gants à la Paganini!“
— —— —
Nachruf.
Am Dienstag, den 3. Mai 1927, nachmittags 32⸗
Uhr, wurde durch einen Unglücksfall auf der Bahn unser
liebes Mitglied
Herr Bahnassistent
Wilhelm Schäfer
plötzlich aus unserer Mitte gerissen
Wir verlieren in dem Verstorbenen ein eifriges Mit—
glied, einen treuen Sangesbruder und einen aufrechten
Mann, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden.
3 —
y n9in
4 — 4 * 1. —
* Saarbrücken, Friedrich⸗Ebertstraße 10*
Der Vorstand
des Gesang-Vereins „Flora“
Fischbach⸗Camphausen.
02
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