Full text : 5.1927-1928 (0005)

Nr. 31h.
Walter Dost: 1. Mein ung frisch Herz — 2. So nimm
denn meine Hände — 3. Glückauf, der Steiger kommt —
4. Gute Nacht (Grabgesang).
Wilhelm Kienzl: Trinklied — (Getet wenig Abwechslung
in dem strophischen Ausbau); Die Lindenwirtin — (soll in
Takt 9 wohl fis, nicht gis im 2. Tenor heißen; Takt 14,
Tenor 1, dis; ebenso Seite 5 unten letzte Seite „Sommer—
nacht“ Tenor 1 h nicht 6).
Arthur Stubbe: Herbstlied — Der du von dem Himmel
bist — Ueber allen Wipfeln — Die Ungetreue — Wenn die
Sterne scheinen — Heidenröslein — Ein alt Reiterlied
— Die deutsche Glocke — Schwarzbraunes Mädel.
Im Durchschnitt alles Chöre, die hinsichtlich Text und
Einkleidung keine besondere Einstellung verlangen.
Karl Weidt: Frisch auf in Gottes Namen — Wirkungs,
voller Volksliedsatz.
Ludwig Baumanun: Geisterruf (Doppelchörig).
Dtto Scheuch: Ein geistlich Abendlied.
Besonders das zweite lohnende Aufgabe für große
ieistungsfähige Vereine. O. H. S.
Gau Dillingen.
Ter M.G.⸗V. „Sängerbund'““ Dillingen (Saar) hielt am
3. April bei reger Beteiligung seine Jahresversammlung ap
Der 1. Vorsitzende J. Dusemond gab in längeren Ausführungen
einen Bericht über das vergangene Jahr. Konzerte veranstaltete
der Verein2, und zwar einen Kompositionsabend zu Ehren
des Komponisten Erlemann KCirektor der Kirchenmusikschule zu
zu Trier) sowie eine Beethoven-Gedenkfeier, bei welcher nebst
Chören des Vereins die Röchling'sche Werkskapelle uns mit der
Wiedergabe der fünften Symphonie des Meisters erfreute. An
sonstigen Veranstaltungen seien erwähnt: Ein Ehrenabend, bei
welcher Gelegenheit verdiente Sänger zu Ehrenmitgliedern er
nannt wurden, ferner ein Lichtbilder-Vortrag über unsere Saar—
heimat, umrahmt von Heimatchören, ferner Beteiligung am
Wertungssingen sowie eine Familienfeier an Silvester. Der
Verein zählt heute 260 Mitglieder, davon 110 aktive. Der
Probenbesuch war ein durchaus guter. Der geschäftsführend;
Vorstand setzt sich wieder wie folgfi zusammen: 1. Vorsitzender
J. Dusemond, 1. Schriftführer: J. H. Gindorf, 1. Kassierer
J. Kreutzer. Dem Vorstand wurden zur Erleichterung seiner
Arbeit verschiedene Ausschüsse beigegeben. Nachdem der Verein
sich im verflossenen Jahre einen prächtigen Vereinsflügel ange
schafft hatte, wurde beschlossen, im kommenden Jahre eint
Vereinsbücherei zu eröffnen. Desgleichen wurde beschlossen, den
Bezug der „Saar-Sänger-Zeitung“ obligatorisch einzuführen
Ddas für den 17. Aprit ins Auge gefaßte Mathieu-Neumann—
Konzert wurde wegen der hier zur Zeit bestehenden Saal—
schwierigketten bis zum Herbst verschoben. Ueber die im kom
menden Jahre geplanten Vereinsveranstaltungen wird besonders
berichtet werden. Auch das Jahr 1926 war für den Verein
ein arbeitsreiches. Besonderer Dank gebührt unserem Chor
meister Gottl. Hoffmann, allen Sangesbrüdern sowie dem ge
samten Vorstand. Die anregend und harmonisch verlaufene Ver—
sjammlung konnte der Vorsitzende gegen 9 Uhr schließen.
Gau Ennelborn.
Ostermontag fand im Vereinslokal des M.G.eB. Humes
der erste Gaukag statt. Nach dem Vortrage des deutschen Sänger—
grußes durch M.G.⸗V. Humes und eines Frühlingsliedes durck
Liederkranz“-Hierscheid eröffnete der 1. Vorsißende die Sttzung
und begrüßte die zahlreich erschienenen Sangesbrüder. Der
Quartett-Verein „Heiterkeit“-Aschbach war nicht vertreten. M—
GeV. „Concordia“ Thalexweiler wurde einstimmig in den Gau
aufgenommen. Dann ging man zur Tagesordnung über, die
folgende Punkte enthielt: 1. Bericht über den Bundestag in
homburg, 2. Festsetzung eines Gau-Liedertages, 3. Wahl eines
zweiten Gau⸗Chormeisters, 4. Verschiedenes. Nach ziemlich langer
Ddebatten wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Der erste Gau
Liedertag findet im Vereinslokale des Quartett-Vereins „Har—

Saar⸗Sänger⸗Vend

n Seite 57

nonie“ Eppelborn statt. Jeder Verein soll zwei Lieder vor
tragen. 2. die Wahl des zweiten Gau-Chormeisters fiel auf Herrn
dehrer Wies vom M.G.⸗V. Eppelborn. 3. Die nächste Gau—
sitzung findet im Lokale des M.GV. Macherbach statt. (Zeit—
punkt wird noch bekanntgegeben) Nachdem der Vorsitzende
die Vereine zur ständigen Mitarbeit sowohl im Gau als auch
im Bund ausgefordert hatte, fand die Versammlung mit einigen
Liedervorträgen ihren Abschluß

Gau Fischbachtal.
Der am 15. Mai in Fischbach stattgefundene Gautag
gestaltete fich zu einer machtvollen Kundgebung für den deutschen
Männergesang. Die Männer-Gesang-Vereine „Frohsinn“-Holz,
Sängervereinigung „Frohsinn“-Merchweiler, Männer-Quartett—
Verein Wahlschied und „Flora“-Fischbach waren mit ihrer voll—
zähligen Sängerschaft anwesend und verschönten die Tagung mit
hrächtigen Liedergaben. Sämtliche übrigen Vereine hatten Ver—
reter entsandt. Erfreulich war die Feststellung, daß mit einer
Ausnahme alle Chormeister vertreten waren. Gauvorsitzender
Kektor Huwer und Ehrenvorsitzender des MeGeV. „Flora““
Fischbach, Werkmeister Kipper, begrüßten die Teilnehmer in
yerzlicher Weise. Der Vertreter des Bundesvorstandes, Ge—
chäftssührer Rauchholz, überbrachte die Grüße des Saar-Sänger—
Bundes. Aus der Tagesordnung ist besonders hervorzuheben die
eugaufnahme des „Männer-Quartett-Vereins“-Wahlschied, Fest—
egung eines Gauausfluges und eines Gauwertungssingens,
Beschaffung von Einheitschören für die Gauvereine, Einführung
»es Bundesmitgliedsbuches sowie Besprechung des Sammel—
»ertrages mit den Tonsetzergenossenschaften. Der Gauvorsitzende
onnte am Schlusse der Tagung mit Recht feststellen, daß der
Bau Fischbachtal durch den Gautag den Beweis erbracht hat—
im Saar-Sänger-Bund wieder in die führende Stelle der
Haue eingerückt zu sein. Die nächste Gautagung findet am
10. Zuli im Vereinslokal der Sängervereinigung „Frohsinn“
Merchweiler (Kaisersaal) statt

Gau homburg.
Am Ostermontag veranstaltete unter der glänzenden Stab—
führsing ihres Chormeisters M. Beck die rührige Sänger—
Bereinigung-Homburg im vollbesetzten Karlsbergsaal, der sich
wiederum als erheblich zu klein für Veranstaltungen dieser
Art erwies, ein hochwertiges Konzert. Als Solisten waren die
Frankfurter Künstler Lisel Richartz-Scholl (Alt), Ludwig Schmitt
Tenor) und Johannes Willy (Baß-Bariton) gewonnen, dazu das
»rachtvolle Pfalzorchester. Das Programm bot eine erlesene
Auswahl großer orchesterbegleiteter Chorwerke: „Normannen—
zug“ für Männerchor mit Baritonsolo und Orchester von M.
Bruch, „Landerkennung“ für Männerchor mit Baritonsolo und
Orchester von E. Grieg und „Die erste Walpurgisnacht“ für
Bemischter Chor, Soli und Orchester von Mendelssohn-Bartholdy
Der künstlerische Erfolg des Konzertabends war dank der ge—
diegenen Vorbereitung und dank der unter Zusammenfassung
vertvoller Kräfte umsichtig und voll hohen idealen Schwungs
geleisteten Durchführung ein außerordentlicher. Chormeister Beck
hat daran den größten Teil. Dankbarer Beijall lohnte ihn und
eine wackeren Scharen für den edlen aen
In dem Bericht über den so glänzend verlausenen Bundestag
in Homburg sind einige Irrtümer unterlaufen, die wir gern
hierdurch richtigstellen: Es muß heißen Liedertafel-Ober—
zexbach unter dem Stabe von Steiger Reinhard Welter,
Lyra⸗-Oberberbach unter der Dirigentschaft von Benno
Andres und Bavaria-Mittelbexbaäch unter Chormeister
Johann gaben mit ausgezeichneten Männerchören der Tagunag
»inen würdigen Abschluß. St.
Gau Illingen.
Am 15. Mai vereinigten sich 9 Gauvereine zum 1. Wertungs—
singen, zu dem als Sachverständiger der Bundeschormeister
Schrimvyf gebeten war. Neben dem Pflichtvnsftsliede .Mein

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