Full text : 5.1927-1928 (0005)

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Saar⸗Sünger⸗ Bund

nsh Rr.

kordia Friedrichssthal, Gesellschafts-G.-V. Elversberg,
Männerchor Liederfreund Altenwald, Germania Bildstock
Germania Elversberg, Eintracht Schnappach und M.G.⸗V
Friedrichssthal, am Nachmittag Frohsinn Bildstock, Lieder
kranz Elversberg, Friede Altenwald, Eintracht Altenwald,
Edelweiß Bildstock, Konkordia Herrensohr, M.G.⸗V. Elvers—
berg, Harmonie Dudweiler, M.G.V. 1877 Hühnerfeld
und Doppelquartett Arion Herrensohr. Der aufgegebene
Chor „Hab mein Wage voll geladen“ wurde in den ver—
schiedensten Auffassungen wiedergegeben. Noch befanden
sich unter den selbstgewählten Chören neben trefflichen
Sätzen einige weniger wertvolle. Die Wertungsrichter
Bundeschormeister Schrimpf und Musiklehrer Hitzelberger
hoben in der Besprechung mit den Dirigenten und Vor—
anden lobend die großen Fortschritte auf der ganzen Linie
hervor.

Veranstaltungen ähnlicher Art schon jetzt einladen wollte.
Berade bei den gegenwärtigen so schwierigen Lebenskämpfen
solle das deutsche Volk wieder singen lernen „aus voller
Kehl und frischer Brust“! Möchte die Jugend wieder Freude
am Volkslied finden! Nachdem schon die bisher vorge—
tragenen Lieder freundlichen Beifall der jugendlichen Schar
jefunden hatten, folgte nun Lied an Lied, eins köstlicher
ils das andere: Von den zwei Hasen, Der Jäger aus
turpfalz, Mit dem Pfeil, dem Bogen, Muß i denn zum
Städtle hinaus. Und nun wollte des stürmischen Beifalls,
des jubelnden Händeklatschens kein Ende werden. Das war
ein trefflicher Loyn für die Sänger und ihren Chors
neister, deren Leistungen auch nach der künstlerischen Seite
alles Lob verdienen. Nur hätten wir gewünscht, wenn
sich der Verein bei dieser Veranstaltung an reine Volks—
ieder gehalten hätte; insbesondere gehörte Schuberts
„Nacht“ nicht in dieses Programm. Wir würden uns sehr
reuen, wenn der Aufruf des wackeren Dirigenten an die
Jugend zur Gründung einer Jugendabteilung Erfolg hätte.
hier könnte eine feine Kultuürarbeit geleistet werden, die
etzten Endes den Vereinen wieder zugute kämen. Wir
oeglückwünschen den M.-G.⸗V. Elversberg zu seinem wohl
verdienten Erfolg und wünschen ihm weiteren Auhslenp
Gau Völklingen.
Der rührige Gau Völllingen hatte zu einem trefflich vor—
bereiteten Liedertag eingeladen, dessen abeeue dem
MaeG.-⸗V. „Eintracht“ Völklingen zugefallen war. Veider
sehlten einige Vereine wie Fidelio““ Püttlingen und
„Augusta-Sangeslust“ Fürstenhausen, für deren Vorträge
vir interessiert gewesen wären. Gauvorsitzender Wagner
überbrachte in ern des im letzten Jugse ver⸗
zinderten Bundesvorsitzenden die Grüße und ünsche des
Bundesvorstandes. Er ermahnte, nicht auf den Lorbeeren
auszuruhen, die Organisation immer mehr zu festigen,
treue Kameradschaft zu pflegen zwischen Sänger und Sänger
und zwischen Verein und Verein, willige und freudige
Pflichterfüllung im Dienst unserer schönen Kunst und zuür
tärkeren Heranziehung der Jugend. Neben dem festgebenden
Lerein wirkten „Euterpe“ Großrosseln, „Cäcilia“ Geis—
lautern, „Flora⸗Sangeslust“ Völklingen, „Liedertafel“ Wehr—
den, „Heiterkeit“ Püttlingen und die Gesangsabteilung des
Turnvereins Püttlingen. Die Vorträge zeigkten, wie in den
—— erfolgreich an der Vervollkommnung gear—
deitet wird.

M.⸗G.⸗V. Concordia Sulzbach errang außerordentlichen
Erfolg mit seinem zweimal wiederholten Beethoven-Konzert,
dessen Programmaufstellung durch den bewährten Chor—
meister Jakob Preiser von feinem künstlerischen Geschmack
zeugte. Den Festvortrag hielt erst Herr August Kropp,
bei den Wiederholungen Mittelschullehrer Fritz Grebe. Die
treffliche Feuerwehrkapelle fand sich ausgezeichnet mit der
Egmont- und FidelioOuvertüre und den Orchesterbeglei
tungen ab. Dr. Margraf meisterte den Flügel beim Vor—
trag der Sonate pathetique in beseeltem Spiel. Auch der
Violinsolist Urban Hirsch hat Anteil am Erfolg des Abends
mit der Violinsonate in Es-Dur, eee und ge—
mischter Chor leisteten bei Wiedergabe Beethovenscher Lieder,
wie „Vesper“, „Opferlied“, „Hymne an die Nacht“ und
„Die Himmel rühmen“ Ausgezeichnetes. Es ist ersichtlich,
daß hier Kräfte am Werke stehen, die voll innerer Beziehung
und Aufgeschlossenheit für echte Kunst sind. Man wird mit
ehhaftem Interesse der Weiterentwicklung der „Concordia“
zuschauen.

Bekanntlich haben unsere Männergesangvereine die Pflege
des Volksliedes auf ihre Fahne geschrieben. Mancher Volks—
freund hat es mit Freuden und Bewunderung empfunden
in welch vollendeter Re gerade unsere strebsamen Männer—
gesangvereine an der Sgar unsere schönen, alten, ewig
jungen Volkslieder zum Vortrage bringen. Um die Liebe
zum Volksliede zu fördern, haben Elversberger Männer—
gesangvereine unserer Schuljugend Volksliedervorträge ge—
boten. Den Anfang mit einer solchen, warm zu begrüßenden
Veranstaltung hat im vorigen Jahre der MG.⸗V. Lieder
kranz Elversberg gemacht. Ihm folgte am 20. Februar
der Männergesangverein Elversberg. Rektor Künzer
Elversberg, unterrichtete in einem kurzen, inhaltreichen
und sehr zu Herzen sprechenden Vortrag über das deutsche
Volkslied, über Namen, Wesen und Entstehung des Volks
liedes, über den Unterschied zwischen Volkslied und volks—
tümlichem Lied und erörterte dann die Beziehungen zwischen
dem Liedertexte und der Singweise. Er zeigte, wie im
Laufe der Jahrhunderte manche Volkslieder Entartungen
und Verschlechterungen ausgesetzt waren, und wies hin au⸗
die hohen Verdienste, die bedeutende Dichter wie Herder
und Goethe sich um das deutsche Volkslied erwarben. Zum
Schlusse seines lebens- und stimmungsvollen Vortrags er—
mahnte er zur verständnisvollen und liebevollen —
des deutschen Volksliedes in e und, Verein. Rauschender
Beifall lohnte den beliebten Redner für seine vorzüglichen
Ausführungen. Auch der verdienstvolle Chorleiter des
Vereins, Julius Mayer, wandte sich in begeisterten Worten
an die versammelte Volksschülerschar, die er zu weiteren

Gau Wadgassen.
Am 25. März fand in Wadgassen eine Gauvorstan ds⸗
sitzung statt, in der folgendes erledigt wurde: 1. Wer—
ungssingen. Da 2 Herren das Amt als Wertungs—
kichter abgelehnt haben, werden 2 neue bestimmt und zwar
derr Anschütz-Saarbrücken und Herr Becker-Ottweiler.“ Als
kintritt werden folgende Preise festgesetzt: für aktiv Mit—
virkende 1 Fr., alles ubrige 3 FIr. Die Vertreter der
ꝛinzelnen Vereine werden gebeten, Chöre und Kompo nisten
inzugeben und die Partituren an den Gauvorsitzenden
inzusenden. Die Reihenfolge des Auftretens geschieht auf
Beschluß der Versammlung nach der Stärke der Saänger
ahl und zwar die stärksten Vereine am Schlusse. 1. M.-GV
diederkranz Bous, 2. M.⸗G.⸗V. Sangeslust Hoftenbach, 83
M. G.⸗VB. Differten, 4. Verein zur Pflege des deutschen
VBolksliedes Hostenbach, 5. M.G.V. Schaffhausen, 6. M
BS.“V. Wadgassen, 7. M.G.⸗V. Concordig Bous. Das
Wertungssingen wird in 2 Teile gegliedert. Im 1. Teile
ingen die ersten 4 Vereine, im 2Teile die 3 leßten
Während der Pause werden die Sängerehrungen vorge—
nommen und die entsprechende Ansprache gehalten. Am
Schlusse erfolat die Besprechung. Die Festhegung eines De—

BURGERIL. VEREINSHAUS
ELVERSBER G
Haltestelle der Strahenbahn
Telephon 849 Amt Neunlurchen-Soor
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