Soite 38 s
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Rasgon Übermittelte der Chor sämtliche Darbietungen in
seiner sinnvoller Weise dem Publikum, das auch mit Bei—
fall nicht kargte. Besonders gefallen konnten „Waldmorgen“
von Köllner, „Maienwind“ von Sturm und das „Schützen⸗
lied“ von Sonnet, bei dem der Chor sich zu einer Wieder—
doen bereitfinden mußte. Auch die bestens bekannte
uisenthaler Bergkapelle fügte sich prächtig in den Rahmen
des Ganzen und trug zur een der Stimmung wesentlich
bei. Sämtliche Zuhörer waren über den Verlauf des Abends
vollauf befriedigt, und mit berechtigtem Stolz kann der
Verein auf sein Frühjahrs-Konzert zurückblicken. Am
31. Juli wird in den Gartenanlagen der Wwe. Jak. Schauß
das 70jährige Stiftungsfest abgehalten werden, um dann
im Herbst mit einem ee Konzert vor die Oeffentlich—
keit zu treten, falls die geplante Konzertgemeinschaft zu—
stande kommen wird. Dazu ein herzliches „Frisch⸗Auf“
Der M.⸗G.⸗V. „Liedertafel“ Saarbrücken 3 gab am 22
Januar zu Ehren der in der letzten Generalversammlung
ernannten Ehrenmitglieder Otto Decker und Albert Löhl
im Saale des Restaurants Jouilliard, Scheidterstraße, einen
Familienabend, woselbst den Vorgenannten durch den 1.
Vorsitzenden, Rob. Schmidt, nach einer kernigen Ansprache
Diplom und Ehrenabzeichen überreicht wurde. H. Decker
dankte auch im Namen seines Kollegen für die erwisene
Ehrung und versprach, dem Verein ein Lied zu stiften. Nach
ansänglicher Reserviertheit verschaffte das Gefühl der Zu—
sammengehörigkeit sich Durchbhruch und das Bewußtsein,
einer edlen, idealen Sache zu dienen, ließ die Herzen höher
schlagen. Der Abend, der ausgefüllt war mit Chor-, Solo—
und Musikvorträgen, fand allseits volle Befriedigung. In
recht gemütlicher Weise vereinigte der Tang noch alle An—
wesenden für einige Stunden. Buschmann.
Mit berechtigtem, sehr lebhaftem Beifall dankte die den
Saalbau bis auf den letzten Platz besetzt haltende Zuhörer—
schaft den Darbietungen des St. Johanner Sängerbundes
gelegentlich dessen letztem Beethopen-Konzert, in dem der
feinsinnige Chormeister Georg Hitzelberger seinen wohl
geschulter Männerchor mit Beethovens ÄÖpferlied, Vesper
Hymne an die Nacht und dem Gefangenenchor aus „Fidelio“
zp vollem Erfolg führte. Glänzende Leistungen waren auch
iie Kantate „Meéeresstille und glückliche Fahrt“ und die
„Chorphantasie“, bei der auch der unter gleicher Leitung
stehende Frauenchor gebührend zur Geltung kam. Die Dar—
bietungen zeugten von fleißiger, verständnisvoller Arbeit
und Hingabe, sie bewiesen die Eignung des St. Johanner
Sängerbundes auch für schwierige Aufgaben. Der Konzert
pianist Joseph Kontz, der mit Beethovens 32 Variationen
in C⸗Moll auch als Solist auftrat, erwarb sich um die
Veranstaltung Verdienste. Wir hoffen, daß dem äußerst
rührigen St. Johanner Sängerbund auch weiterhin so die
Zusammenfassung aller Kräfte gelingt, so daß ihm auch
ür die Zukunft künstlerische Erfolge, wie die des letzten
sonzertes, beschieden bleiben!
Mit einem sehr wertvollen Konzert wartete der M.⸗G.⸗BV
kiederkranz, unter der bewährten Leitung seines Chor—
meisters Musikoberlehrer Phil. Stilz, auf, Als Solisten
waren gewonnen: Frl. Ingrid Krome (Alt), Karl Rahner
Orgely und das Hornquartett des staͤdtischen Orchesters
Der Saal war vollbesetzt und lauschte bis zum Abklingen
der letzten Note mit vollster Andacht. Der erste, dem Ge—
dächtnis Beethovens gewidmete Teil brachte u. a. als
Novität „Fünf Lieder von Gellert“, von Walter Molden—
hauer für Männerchor mit Orgelbegleitung gesetzt. Im
zweiten Teil vollendete sich der „Romantische Abend“ durch
erlesene Männerchöre Mendelssohns, Schumanns, Webers
und Schuberts, sowie um trefflich vorgetragene Lieder für
eine Frauenstimme von Robert Franz und Robert Schumann.
Es war nur eine Stimme dankbarer Anerkennung für
den außerordentlich genußreichen, herzerhebenden Abend.
Der glänzend disziplinierte Chor folgte mit den feinsten
Schattierungen in vollkommenster Einfühlung — alle tech⸗
nischen Schwierigkeiten spielend überwindend — den Wei—
sungen der zum Teil recht schwierigen Partituren und dem
Stab seines Chormeisters. Die Fülle der ergiebigen Summen
ist auf ein edles Maß gebracht, billige Effekte werden ver—
schmäht. Dem Schaffen des M.⸗G.⸗Vo Liederkranz wünschen
wir auch fernerhin den verdienten Erfolg! St.
Am 19. Januar fand die Jahresversammlung der Ver⸗
einigung für klassischen Chorgesang (Frauenchor) statt, an
der 35 Mitglieder teilnahmen. Frau Herzog, die Vor—
sitzende, eröffnet die Bersammlung, begrüßt die Anwesenden
und erstattet den Jahresbericht. Sie vergegenwärtigt die
im vergangenen Jahr geleistete Arbeit, dae erzielten Er—
olge und die gänzlich neue Organisierung der Vereinigung.
rau Keßler, die Kassiererin, erstattet den Kassenbericht
ie Kasse wurde durch Frau Radetzky und Frau Strebel
zeprüft, und Frau Radetzky bittet, dem gesamten Vor—
tand Entlastung erteilen zu wollen. Sie wird einstimmig
erteilt. Durch die Neugestaltung der Vereinigung ist eine
dringende Satzungsänderung notwendig geworden. Die Vor—
itzende verliest die bisher festgelegten Satzungen und einen
Entwurf für die neuen Satzungen. Da zu dem Entwurf
ür die neuen Satzungen noch verschiedene Einsprüche er—
olgen, wird beschlossen, daß der neuzuwählende Vorstand
nn einer Vorstandssitzung die Satzungen noch einmal durch—
heraten und dann, jedem Mitglied einen Entwurf zur
senntnis geben soll. Der stellv. Gauvorsitzende Simoöns
chlägt zur Vorstandswahl vor, den ganzen geschäftsführen—
den Vorstand wiederzuwählen. Dem Vorschlag wird ein—
rimmig zugestimmt. Frau Herzog dankt für das ihr ent—
zegengebrachte Vertrauen und uübernimmt daraufhin wieder
den Vorsitz der — Als Beisitzer werden ge—
vählt Frau Feidt und Frau Müller. Als Notenwartin Frl.
Michel. Der Vorstand für das neue Geschäftsjahr setzt fich
ruunmehr folgendermaßen zusammen: 1. Vorfitzende Iau
derzog, 2. Vorsitzende Frau Exler, Kassiererin rau
eß!er, Schriftführerin Frl. Rech, Notenwartin Frl. Michel,
Beifitzer Frau Feidt Uund Frau Müller. Zum Jahres
programm erteilt Frau Herzog dem Dirigenten Ziegelmayer
das Wort. Dieser unterrichtet die Anwesenden über das
in einer Vorstandssitzung festgelegte Jahresprogramm: am
b. März 1927: Gaükonzert (Bewerbung soll sofort ein—
ic werden); Ansang April 1927: Vereinskonzert; im
Mai einen Familienabend; Anfang Oktober: Vereinskonzert
ür, Wohltätigkeitszwecke; im November: Stiftungsfest. Ein
prüche zu dem Programm ersolgen nicht, so daß das Pro
zramm als endgültig genehmigt angefehen werden kann
Kach 10 Uhr schließt die Vorsitzende die Verjammnluno
Der Dirigent der Vereinigung für klassischen Chorgesang
Saarbrücken ist seit 15. September 1926 Musiklehrer Kari
Ziegelmaver
Die Vereinigung für klassischen Chorgesang en
Zaarbrücken, deren Dirigent seit September usiklehrer
arl Ziegelmayer ist, erraͤng mit seinem in der stimmungs—
»ollen Aula des Reformgymnasiums stattgehabten Konzert
inen schönen Erfolg. Däs Programm hielt mit Voilks—
iedern aus der deutschen Blütezéeit, einer Violin-Klavier—
Zonate von P. Nardini, einer Arie von Bach, zwei Chören
»on Schubert und Brahms und Werken Max Regers ein
zohes Niveau. Frau Julag Berl-Lilienfeld als Altistin und
Frau Gertrud A ie mit ihrem seelenvollen Geigen⸗
piel — von Karl Ziegelmayer sicher und anschmiegend
am Flügel begleitet — trugen das ihrige zum Gelingen des
Abends bei. Allen Veranstaltern, namentlich auch dem
ungen Dirigenten, wurde freundlicher Beifall zuteil. Glüdk
ruff
„Wie schön leuchtet der Morgenstern“. Unter
diesem Zeichen errang der M.⸗G.eB. von 1865 St. Arnual
nit seinem sorgfältig vorbereiteten, sinnigen Konzert in
der prachtvollen alten Stiftskirche außerordentlichen und
vohlverdienten Beifall. Unter Fritz Grebes umsichtiger
Stabführung erreichten die erlesenen Männerchöre eine
Wärme, die zu Herzen sprechen mußte. Frau Silly Jäckel
ang sich mit ihrem beseelten Alt tief in die Herzen der
dörer hinein, und auch der wackere Organist Phil. Wagner
hat erheblichen Anteil an dem Gelingen des vorbildsich zu
nennenden Konzertes
Evangel. Kirchenchor St. Arnual. Passionale Weihe lag
über dem Karfreitagskonzert in der ehrwürdigen Stifskirche
zu St. Arnual. Unter dem Stabe des ungen rührigen
Dirigenten Fritz Grebe, brachte der evangel. Kirchenchor
Die Worte des Erlösers am Kreuz'e, Oratorium
für vier Solostimmen, Chor und Orchester von Joseph
Daynden, zur Aufführung, Als Orchefter stand die Feuer⸗
vehrlapelle Sulzhach zur Versügung, die sich ihrer Aufgabe
durchaus gewachsen geige Die Solostimmen lagen bei
FIrl. Kath. Niklas, 8 imi Kind und den Zerren Georg
ditzelberger und Albert Bok in guter Hand. Ver vemischte