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Saar⸗Sänger⸗ Bund
Nr. 11
deshalb mehr als eine geistvolle Erinnerung, es ist ein
Ruf in die Gegenwart! Und deshalb muß man dieses
Werk, dem der Verlag in der ganzen Ausstattung und in
der Wiedergabe wertvoller Illustrationen seine bange Liebe
gab, eine vaterländische Takt nennen. Die Wohlseilheit des
Werkes, die mit seinem Wert in keinem Verhältnis steht,
ermöglicht die Beschaffung für alle Büchereien.
die 8. Klasse der Volksschulen, für Mittelschulen, in erster
dinie für Berufs- und Fortbildungsschulen. Darüber
zjinaus aber wünschen wir, daß es ein echtes Volksbuch
verde, das in den Häusern des schaffenden Volkes hei—
nisch werde und, in keiner Schul-, Jugend-, Volks- und
Vereinsbücherei fehlen. Unsere herzlichsten Wünsche be—
zleiten es auch in die Kreise der 335 — die wohl
veiß, daß sie dem Handwerkerstande seine schönsten Volks—
ieder verdankt!
Bitmarck, Selbstzeugnisse zu Bauerntum und Natur,
zsammengesagzt von Hermann Haß, Verlag Eugen
Ddieder ichs in Jena, Dies reizvolle, bildgeschmückte
Buch wird allen Bismarckverehrern eine Freude sein. Es
wiederholt nicht das Lebensbild des Staatsmannes, sondern
es vergegenwärtigt in Selbstzeugnissen den großen Menschen
voll bäuüerlich gesunden Denkens und aufs engste ver—
wurzelt im Boden deutscher Landschaft, den unpplitischen
Bismarck! Mit ihm sich zu beschäftigen, bedeutet herz—
ersrischende Weihestunden! Das sehr empfehlenswerte, wohl—
feile Werkchen erörtert: Innenleben und Natur, Bauern—
tum und Junkertum, Natuürschilderung, Varzin, Friedrichs—
ruh und n Wälder, Mensch und Tier. Wir wünschen
bielen Deutschen der Gegenwart den Aufblick zu dieser
Kraftnatur!
Liedersibel, Kinderlieder in Bildernoten, dargestellt von
Heribert Grüger, gemalt von Johannes Grüger, Osteutsche
Verlagsanstalt, G.m.b. H, Breslau.
Preis 4,330 RM. Diese Liederfibel ist ohne Fene ein
nusikpädagogisches Ereignis. Sie will auf sinn n vo
icher Grundlage das kleine Kind auf angenehmste Weise
zum Verständnis der Notation verhelfen und dadurch zum
zewußten Singen. Wer die köstlichen Blätter sieht, der
ihnt, welche Freude sie unsern Kindern machen. Es sind
atsächlich kleine Kunstwerke. Wahrlich, ein originelles
tinderbuch! Es wird der kindlichen Phantasie und Auf—
assungsgabe aufs glücklichste gerecht. Das Ei des Columbus!
verden die Eltern rufen, wenn sie sehen werden, wie
zier etwas Neues leicht faßlich geboten wird, und wie das
Unterhaltsame mit dem Nütztliichen sich vereint. 18 der
yolkstümlichsten Kinderlieder (durchweg wertvolle Weisen)
ind nämlich nicht nur landläufig illüstriert, sondern die
Melodie wird in ihrem Verlauf durch das Bild versinn—
zildlicht, das Leben der Musik wird bis in Einzelheiten
erstaunlich sichtbar. Das sind jetzt nicht mehr die lang—
veiligen schwarzen Notenköpfe, alles wird mit einem Male
auberhaft lebendig. Da purzelt der Ton als Negerbube,
dort sitzt er als Sperling auf dem Zaune und wartet auf
die liebe Sonne, hier schwingt er als Uhrenpendel, dort
vird er zum Männlein im Walde, dann wieder schwebt
er als Engel auf die Erde, brennt knisternd am Lichter—
»aum, leuchtet als Stern am Himmel, treibt als Schifflein
ruf der Woge, springt als Pferdchen über Stock und
Stein, schwimmt und taucht als Entlein, fliegt als summen—
des Bienchen und sinkt hie als schmelzender Schneemann.
Wie die Notenköpfe so steigen und sallen die Figuren;
die ganzen, halben, viertel, achtel Noten sind deutlich
Wishelm Albert, Gott segne das ehrbaye Handwerk,
Verlag Kösel KeFriedrich Pustet K.sG.
Der als Meister des Gesamtunterrichts in pädagogischen
Kreisen bekannte Nürnberger Schulmann Wilhelm Albert
gibt hier dem Handwerkerstande und aller Jugend, die
zu ihm hinstrebt, einen Spiegel in die Hand, der scharf⸗
geschliffen alles wiedergibt, was dieser für das Volks—
ganze so bedeutungsvosse Stand in jahrhundertelanger
wechselvoller Geschichte an Leid und greud erlebt hat.
Es ist ein Quellenlesebuch, in dem sich alles Wertvolle
mit feinfühliger und kundiger Hand zusammengefaßt findet,
was deutsche Federn Wertvolles und Bleibendes über das
werktätige Volk geschrieben haben: Deutsches Handwerk im
Wandel der Jahchunderte, Mittelalterliche Handwerkerfeste,
der Lehrling, der Geselle, der Meister, das Handwerk im
Volkshuͤmor, in Märchen, Sage, Dichtung und Schrift—
tum und die neue Zeit. Das vortreffliche, wohlausgestattete
Werkchen kommt für alle Schulgattungen in Betracht, für
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