Full text : 5.1927-1928 (0005)

Seite 258 iße

Saar⸗Süänger⸗Bund

nulh NMr. 11

zu regem Besuche empfohlen. Sangesbruder Nonrektor
Sonntag verbreitet sich über eine von ihm entworfene,
bei Hausen, Saarlouis, erschienene Notentafel, die es er—
möglicht, bei jedem Sänger in kurzer Zeit ein bewußtes
Singen zu bringen. Die Tafel muß im Interesse eines jeden
Sängers und Sirigenten aufs wärmste empfohlen werden,
zumal der Preis nur 16 Fr. beträgt. Zwischen den ein—
zelnen Punkten der Tagesordnung wurden von den oben
namentlich angeführten Vereinen einige Lieder sehr wir—
kungsvoll vorgetragen. Nachdem als Ort der nächsten
Tagung Menningen bestimmt worden war, schloß die Gau—
sitzung mit dem Saarländischen Sängerspruch und einem
träftigen Hoch auf das deutsche Lied. Gr.
M.⸗G.⸗V. „Harmonie“ Hilbringen veranstaltete am 30.
Oktober im Saale Michler ihr Herbstkonzert. Es stand unter
der Idee: „Aus Deutschlands Vergangenheit“. Was lag
näher, als im ersten Punkte des e e nach dem
Deutschen Sängerspruche der deutschen Treue ein Voblied
zu singen? Die „Treue“ von Wengert wurde exakt und
wirkungsvoll setzagen. Der zweite Punkt des Programms
führte zum „Elslein von Cauh“ durch ein Singspiel: „Des
Glockentürmers Töchterlein“, das uns in das Ende des
Jahres 1813 versetzt. Der letzte Akt spielt in sener be—
rühmten Neujahrsnacht 1818/14, in der Vater Blücher
bei Caub mit seinem sigreigen Heere den Rhein über—
schritt. Auch „Lützows wilde Jagd“ von Karl M v. Weber
erzählte aus jener Zeit. Der 2. Teil des Programms trug
der neuen Zeit Rechnung. Die „Grenadiere“ von Ernst
Hausen, „Soldatenlieb“ von Kreymann, das Volkslied
„Steh' ich in finstrer Mitternacht“, bearbeitet von Baumann
fanden ungeteilten Beifall. Schrimpfs Saarländischer Sän—
gergruß gab einen guten Abschluß. Zu Weihnachten führte
der Verein ein altes Krippenspiel auf. Auch diese Veran—
staltung war für den Verein ein guter Erfolg. Der kürzlich
ebherte Saal Michler erwies sich auch noch als zu
ein.

Denkmalfonds unserer im Weltkrieg gefallenen Helden, um
auch da eine Schuld abzutragen denen, welche in diesem
Kriege ihr Leben für uns hingegeben haben. Dank der
Mühewaltung des Dirigenten g Meyer wurde so das
Christfest in seinen beiden Teilen für den Verein ein Merk
stein in seinem Sängerleben.
Ein vollbesetztes Haus erzielte der G.e⸗V. „Germanta“
Besseringen am 1. Weihnachtsfeiertage. Der erste Teil,
velcher dem Christfest gewidmet war, brachte außer unsern
zerrlichen Weihnachtschören ein schönes Krippenspiel mit
dem Schlußgesang: Ehre sei Gott in der Höhe. Auch das
ebende Bild: „Die Geburt Jesu mit Maria uͤnd Joseph, den
Engeln sowie den Hirten auf dem Felde“ bot in schöner
Beleuchtung einen erhebenden Anblick. Christkindleins Ge—
»urtstag, Gedicht eines kleinen Kindes, erfreute sämtliche
Anwesenden. Nicht vergessen wollen wir den gut vorge—
ragenen Prolog von Frl. Bohr. „Drei Freier auf einmal
interm Tannenbaum“? erfreute sich einer guten Einstudie—
rung „Hochamt im Walde“ von Wert, „Morgenwanderung“
on M. Neumann und andere Chöre füllten die Vortrags—
olge. Die „Germania“ kann mit Befriedigung auf ihre
Weihnachtsfeier zurückblicken.

Gau Nernkairchen.
Das 3. Gaukonzert wurde anläßlich ihres 585jährigen
Bbestehens von der Neunkircher „Liedertafel“ am 27. Ro—
»ember unter dem Leitgedanken „Herbst“ bestritten. Es
var, um es vornweg zu sagen, für die Veranstalter ein
zlänzender Erfolg. Der ungefähr 80 Sänger zählende Chor
des Vereins steht unter der geschickten Leitung des Chor—
neisters H. Schuff, der mit kuͤnstlerischem Verständnis den
Taktstock schwingt. Zu Beginn sprach Herr Koch einen
der Feier entsprechenden Prglog Sodann kamen Natur-,
Liebez- und Trinklieder zum Vortrag. Der „Jägerchor“
»on C. M. von Weber, sowie das bekannte Mendelssohn—
sche „Wer hat dich du schöner Wald“ gelangten zu prächtiger
Wiedergabe. Glanzleistungen waren „Der Abend“ von Hegar
und vor allem „Es muß ein Wunderbares sein“ von
J. J. Scheffler. Im zweiten Teil sang der Chor noch
Herbstlied“ von Woren sowie die beiden Trinkliedet
Der Studenten Nachtgesang“ von G. L., Fischer und
Türkisches Schenkenlied“ von Mendelssohn-Bartholdy. Die
jute Auspfsrache des Chores, die musikalische Auffassung
ind die Vortragsweise sind unstreitag Verdienste des Dirn—
senten. Mit Schuberts „Impromptu“ und einer „Beethoven—
cadenz“ spielte unsere einheimische Pianistin Frau A.
ßumb-Zender die Haupttrümpfe des Abends aus. Sie
pielte aus feinster Verinnerlichung heraus. Trefflich be—
pattigte die Künstlerin auch die 3 der Lieder
des hn angent Reiter, der im ersten Teil „Herbst⸗
uee und „Liebestreu“ von Brahms, „Jagdlied“ von
Nendelssohn und „Im Herbst“ von Franz sang. Darauf
olgten zwei — die wohl am besten gefielen.
der Sänger hat eine weiche, umfangreiche Stimme, die
edoch bezüglich der Tonbildung n eifriges Studium
ꝛrfordert. Die deutliche Aussprache und Vortragsweise ver⸗
dienen Anerkennung. Zum Schluß des Konzertes über—⸗
nittelte der Gauvorsitzende, Stüdien-Professor Sulzbacher,

Gau Saartal Mettlach.
Zu einer Weihnachtsfeier versammelte der M.⸗G.⸗V.
„Liedertafel“ Mettlach seine aktiven und inaktiven Mit—
glieder mit Familien. Welcher guten Aufnahme sich das Fest
erfreute, zeigten die gut besetzten Räume des Pavillons.
Unsere hervorragenden Weihnäachtslieder, darunter „Christ—
kindlein läutet“ von E. Simon, sowie einige Kunstchöre
wurden unter der Stabführung von M. Maron gut zu
Gehsr gebracht und ernteten reichen Beifall. Das Melodram
„Des armen Hanchens Weihnachtsabend“ wurde von allen
Mitspielern gut aufgeführt. Mit dem Liedchen „Der Sand—
mann geht“ von H. G. Heymer nahm die Veranstaltung
ihr Ende. Alle Anwesenden hätten beim strahlenden Tannen—
baum einige genußreiche Stunden verlebt.

Der M.⸗G.⸗V. „Liederkranz“ Saarhölzbach veranstaltete
am 1. Weihnachtstage einen Familienabend, an dem sich
Mitglieder und Familienangehörige recht zahlreich beteiligten
und frohe Stunden bei Gesang und sonstigen Darbietungen
verlebten. Führte uns der T. Weihnachtstag zur Krippe
des Herrn, so war der 2. hnce dazu auserkoren,
durch den Verein ein Scherflein einzutreiben für den

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—————

B. Schellenberg
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