Seite 242 Ir
Saar⸗Sänger⸗Bund
Nr. 10
Mitwireknde waren die Herren Willi Lick (Flügel), Gebrüder
Kirsch (Cello, Viola, Geige), der gemischte Chor und der Männer—
chor des Vereins. Unter dem sicheren Stabe Haebers ent—
wickelte der gemischte Chor und der Männerchor in Aussprache,
Rhythmik, Dynamik und Auffassung seinen ganzen Reichtum.
Der gemischte Chor von 80 Sängerinnen und Sängern verfügt
über ausgesuchtes und gut geschultes Stimmenmaterial. Hervor—
zuheben sind die Chöre: „Die Himmel rühmen“ und „Opferlied“
von Beethoven und „Wach auf“ aus den Meistersingern von
Nürnberg von Richard Wagner. Leiter und Chor bezeugten in
allen ihren Vorträgen liebevolle Hingabe an die Aufgabe,
seelenvolles Erfassen des Stimmungsgehaltes und auch ver—
ständnisvolles Eingehen auf die Weisungen in den Partituren
der schwierigen Chöre. Es war nur eine Stimme dankbarer
Anerkennung für den außerordentlich genußreichen, herzerheben—
den Abend. Die Veranstaltungen des Vereins zeigten, daß eine
harmonische Zusammenarbeit zwischen Männerchor und ge—
mischtem Chor möglich ist und gute Früchte zeitigen kann.
Das Sulzbacher Streichquartett und Herr Willi Sick am Flügel
bereicherten das Programm aufs beste. Ihre Darbietungen
standen im Zeichen Beethovens. Auch hier zeigte der voll—
besetzte Saal sein feines Kunstverständnis und lauschte bis zum
Abklingen der letzten Note mit vollster Andacht. Die Darbie—
tungen zeugten von fleißiger, verständiger Arbeit und Hingabe.
Wir hoffen, daß dem äußerst rührigen M-G.⸗V. von 1928
Sulzbach auch weiterhin so die Zusammenfassung aller Kräfte
gelingt, so daß ihm auch für die Zukunft künstlerische Erfolge
wie die des letzten Konzertes beschieden bleiben. Besonderer
Dank sei noch dem vortrefflichen Chormeister Haeber gesagt,
der den Verein sicher zur Höhe führen wird!
Gau Tholey.
Konzert des „Männergesangverein Tholey“ am 11. Dez.
in Tholey. Wenig günstige Saalverhältnisse erschweren
die werbende Kraft der Arbeit der Ortsvereine. Aber
besser ein kleiner Saal, der bis auf den letzten Platz ge—
füllt (vie es hier der Fall warh), als ein großer Raum
mit gähnender Leere. Und es war eine Freude dem
frischen Material zu lauschen, dessen Kraft mitunter etwas
Mäßigung vertrüge, um zu größerem Wohllaut und Ab—
rundung zu gelangen. „Rhein und Weihnachten“ füllten
jse zur Hälfte das Programm. Wenn man in dieser Ver—
bindung einem Wunsche Ausdruck geben darf, so wäre es
der, einmal die schlichten Weihnachtsweisen klingen zu
hören, wie sie das Peters'sche Volksliederbuch enthält.
Auch dem „Rhein“ sind wohl schon edlere Töne geweiht
worden. Anerkennenswert ist das Unterfangen des Vereins,
seine Vortragsfolge durch Sologesänge zu unterbrechen.
Bleibt doch durch das gute Beispiel der Solisten immer
etwas beim Hörer haften, das sich bei den aktiven Sängern
in der Vereinsarbeit wiederum auswirkt. Konzertsänger
Albert Bock, Saarbrücken, hatte sich für diesen
Zweck mit seinem klangschönen Material zur Verfügung
gestellt und in jeder Hinsicht den Dank der Zuhörer ver—
dient. O. H. S.
Gau Völklingen.
Die kulturelle Arbeitsgemeinschaft Püttlingen, die im
»ergangenen Konzertwinter so erfolgreich wirkte und durch
hre vorbildliche Organisation vielfach zur Nachahmung
inregte, hat ihr zweites Konzertjahr nicht weniger Erfolg
»ersprechend begonnen. War im vorigen Winter der
vundervolle „Brahms-Abend“ ein glänzender Auftakt, so
eiht sich in diesem Jahr als erste Veranstaltung der
dammermusikabend vom 12. Oktober würdig an. Cesar
Frank, Robert Schumann, Eros von Dohnanyi, die Namen
ses Programms, das Skohoutil-Quartett und der Berliner
Pianist Demetriescu die Ausführenden, deren Darbietungen
jzrößten Beifall bei allen Hörern und der Tagespresse
anden. Für uns war der Abend ein Erlebnis. Allen,
zie uns dazu verhalfen, herzlicher Dank. — Der zweite
Abend am 23. November brachte als musikalischen Teil
Ländliche Hochzeit“, eine Sinfonie in 5 Sätzen von
Boldmark, die Ouvertüre zur Oper „Das Nachtlager von
ranada“ und „Die Moldau“, symphonische Dichtung von
Smetana. Die Röchling'sche Werkskapelle unter Leitung
Richard Pfanners brachte die leichtverständliche Musik mit
gewohnter Feinheit und vorzüglicher Auffassung zu Ge—
zjör. Den gesanglichen Teil bestritten die Sänger der
Turnerschaft Püttlingen unter Schmitt. Der stattliche Chor
zerfügt über ausgezeichnetes Material und ist in der Hand
des Führers ein leicht lenkbarer und williger Klangkörper.
Man darf mit Interesse dem Aufstiege des aufwärtsstreben—
den Vereines folgen. Das Programm nannte: „Der
Morgen“ (Baumannd), „König Sigurds Brautfahrt“
Augerer), „Die beiden Särge“ (Hegar) und „Landsknecht-⸗
tändchen“ (Orlando di Lasso).
Der M.G.V. „Eintracht“ Völklingen gehört seit langem zu
den Bundesvereinen, die wissen, was sie wollen. Augenblicklich
teht der Verein ohne Zweifel aber unter dem Zeichen beacht—
ichen künstlerischen Aufstiegs. Das kann dem nicht zweifelhäft
ein, der das erfolgreich verlaufene Konzert vom 87. November
nitgemacht, nein miterlebt hat. Es war wirklich ein künstlerisches
ẽrlebnis, wie Chormeister W. Eich mit seinen 85 kunstbegeisterten
Zängern schwierige Aufgaben löste. Zwei Beethoven-Chöre:
Vorbildung für den
kaufm. Beruf.
Sorgfaltigen Unterricht in
F allen Kontorwissenschaften
erteilt Kaufm. Privatschule
*Meissner & Heldrich,
Saarbrũücken 8, fFriedrich Ebertstr. 15,
Telephon 2494
Vormittaꝗgs-, Nachmittags- und Abendkurse.
Prospekte frei.
Flügel / Pianos / Harmoniums
Größte Auswahl von Steinway S Sons
v Ibach / Feurich / Dörner u. a.
Reproduktionspiano Welte⸗Mignon
Pianohaus Eduard Hilger
Kaiserstr. Ia Saarbrücken Fernsor. 1318
I
PVuhhuheunn, en lte nun iuutn ate ill. . alillthshhutn
HERMANNVEBER Co.
Buüropapiere Büromöhel
Elsenbahnstr. 31 SAARBRUCKEN Teilephon SS40.
ue
Sport- und Sangerhalle
Georod Sahnor. fürstanvgusen.
enuutee
n en retn—
Tretfpunkt der Sängoer und Sportler. 2s8
Großer Saal und Vereinszimmer.
Vereinslokal dos M.G. V. Auqusta-Sangeslust.
nsleun e e