Full text : 5.1927-1928 (0005)

Seite 236

kaar⸗Sünger⸗Vund

UNr. 10

kreuen durfte. Die Liedauswahl zeugte von gutem Ge—
schmack, Chöre von Storch, Schauß, Böhm, Pötz, Arnold,
besonders aber von Silcher. Chormeister Denne ersang
sich gute Erfolge und mußte sich mit seiner wackeren Schar
zu mancher Zugabe entschließen. Auch die Gaben des
St. Ingberter Klubs wurden mit Beifall entgegengenommen.
Allgemein wurde der Wunsch nach ähnlichen Veranstal—
tungen wach.

male zur Aufführung gelangten. Die Wirkung war eine
außerordentliche. Gauvorsitzender Engel begrüßte die An—
wesenden, besonders den Vertreter des Bundes, Geschäfts—
führer Rauchholz, sowie den Gesangverein Konkordia
Orscholz aus dem besetzten Gebiet, welcher zu dem Konzert
erschienen war. Sein Hoch galt dem deutfschen Volksliede
und dem deutschen Vaterland. Frl. Agnes Simon sprach
recht schön den, Prolog: Mein deutsches Lied. Sanges—
bruder Rauchholz überbrachte die Grüße des Bundes, ver—
dreitete sich über die Organisation im Bunde und mahnte
die Vereine zu festem Zusammenschluß, was sich auch beim
Zängerbundesfeste in Neunkirchen beweisen müßte. Im
Auftrage des Bundesvorstandes überreichte er dem Sanges-»ruder
 Joh. Braun vom Gesangverein Germania Besse—
ingen mit Urkunde die Ehrennadel für 40jährige treue
Zängertätigkeit. Die Vortragsfolge im ersten Teil ent—
hielt Volkslieder „O wie herbe“ und „Untreue“ von Silcher,
Soldatenabschied“ von Stilz, „So viel Sterne“ von
Engelsberg und „Oberländer Hochzeit“ von Hannemann.
Der zweite Teil enthielt „Der Geiger von St. Valentin“
»on Pauli, „Der Fremdenlegionär“ von Wengert, sowie
„Hochamt im Walde“ von Werth und „Ave Maria“ von
Neßler. Außer Programm sang der Bruderverein „Con—
eordia“ Orscholz: „Mein Heimattal“ von Kern und mit
der Liedertafel Mettlach und M.-G.⸗«V. Keuchingen „Die
Orgel von Vineta“ von Grimm. Uneigennützig siellte sich
ein Streichquartett dem Gau zur Verfügung, welches durch
schöne Musikstücke die Liedervorträge angenehm unterbrach.
Daß die Dirigentenkurse, sowie die Dirigeüten-Tagungen
des Bundes gute Früchte zeigen, bewies wieder dieses
trefflich verlaufene Gau-Konzert, das von einem dankbaren
Publikum freudigen Beifall fand.

Der M.⸗G.⸗V. Liedertafel Oberberbach veranstaltete am
23. Oktober im Saale von Ludwig Herrlinger sein III.
Konzert. Mitwirkende: Frl. Dittberner, Höchen (Sopran),
Herr Dietrich, Frankenholz (Bariton), Herr Ruffing, Lands—⸗
weiler (Flöte), Herr Joas, Oberberbach (Klavier), der Chor
des Vereins unter Leitung von Steiger Welter. An
Männerchören kamen zum Vortrag „Die Ehre Gottes“ von
Beethoven, „Sturmbeschwörung“ von Dürrner, „Vom Amboß
der Weltschmiede“ von Kaun, „Wenn die Schwalben heim—
wärts ziehen“ von Buck, „Der kleine Rekrut“ von Kücken,
„Holzknechtlied“ von Neuert, „Der Gänsedieb“ von Schaaf.
Ueber die Veranstaltung entnehmen wir der sehr aner—
kennenden Kritik der „Homburger Zeitung“ u. a.: Der
Verein steht entsprechend seiner Gründung 1923 auf einer
sehr beachtenswerten Höhe. Ausgezeichnete Disziplin und
vor allem die Liebe, sowohl der des Dirigenten, als auch
der Sänger zu der Gesangskunst ist die puülsierende Stärke
des Vereins. Das Konzert wurde eröffnet mit „Die Himmel
rühmen“. Groß und breit im Aufbau und seine Dynamik
verhalfen der Wiedergabe unter der Stabführung von
Steiger Welter zum Erfolg. Die folgenden Chöre „Sturm—
beschwörung“,“ „Vom Amboß der Weltschmiede“ sind ge—
eignet, den Verein mit seiner Leistungsfähigkeit zu zeigen
Der veiche Beifall des besetzten Hauses war Zeugnis für
die sehr gut gelungene Wiedergabe Mit viel Lob besprichtt
die Kritik auch die Darbietungen der Solisten, die au dem
Gelingen des Abends erheblichen Anteil haätten, sowohl die
Sopranistin mit ihrer wärmbeseelten Stimme als auch der
Baritonsänger mit seiner kraftvoll ansprechenden Ton—
angebung, wie endlich der Flötenspieler und der Pianist,
die trefflich ihr Instrument zur Geltung kommen ließen.
Es war ein genußreicher Abend!

Gau Merzig.
Schon vor zwei Jahren schlossen sich die Merziger Lieder—
afel und der Fabrikgesangverein Merzig zu einer Arbeilts⸗
gemeinschaft zusammen und veranstalteten im Januar v.gJ.
ein wohlgelungenes Konzert, das noch heute in guter Er—
innerung steht. Angespornt durch das vorerwähnte Kon—
zert wurde die Arbeitsgemeinschaft in diesem Jahre noch
durch die Aufnahme des M.«Gi-V. Liederkranz erweitert.
Daß sie auf bestem Wege ist, bewies der wackeren Arbeits
gemeinschaft das Konzert vom 6. November, über das
vir der „Merziger Zeitung“ entnehmen: „Der deutsche
Männergesang erlebte durch das Konzert der Arbeits—
jemeinschaft einen Festtag. Sehr zahlreich war die Zu—
Wrerschast und, imponierend wirkte die stattliche Zahl von
Zängern, die in einer Anzahl von fast 140 Mann die
Bühne dicht besetzten. An mitwirkenden Kräften waren
lewonnen?: die Konzert-Sängerin Frau Wirth-Mann,
Merzig (Sopran) und Frl. Alwine Kuͤhnen, Merzig, am
Flügel. Die Chorleitung lag in den Händen von Kon—

Gau Saartal Mettlach.
Das Gaukonzert des Gaues Saartal Mettlach am 11.
Dezember, an welchem sich sämtliche Gauvereine;: Frohsinn
Dreisbach, Liederkranz Saarhölzbach, Germania Besseringen,
diedertafel Mettlach und MeG.V. Keuchingen beteiligten,
nahm einen guten Verlauf. Als Einleitung und Schlußchor
wurden als Massenchöre: „Braun's Mägdelein“ von SOtt
und „Morgenwanderung“ von Neumann mit vorangehen⸗
dem Deutschen Sängerspruch gesungen, was einen großen
Fortschritt im Gau bedeutet, da Massfenchöre zum erften—

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