Full text : 5.1927-1928 (0005)

Nr. 10

Eaar⸗Sünger⸗Bund

Seite 235

bleiben möchten, und so das ihre dazu beitragen, das
goldene Netz deutscher Sangesbrüderlichkeit fest und fester
zu gestalten. Mit diesem Herzenswunsch bitten wir, allen
Sangesbrüdern unsere Grüße und unsern Dank übermitteln
zu wollen und sind mit treudeutschem Sangesgruß!

dem ein 4. Band, behandelnd die deutschen Bühnenschrisfst⸗
teller, darstellenden Künstler, Bühnenleiter, Filmdarsteller,
Filmregisseure und Theaterreferenten der Gegenwart. Um—
Jehende Beantwortung der zum Versand gelangenden Auf—
rahmekarten ist ein der Allgemeinheit zu leistender Dienst.
Zuschriften sind an den Hergusgeber Maler Architekt Willy
O. Dreßler, Berlin W. 30, Rosenheimerstr. 34, zu richten.

„Zeitschrift für Musik“. Monatsschrift für eine geistige
Erneuerung der deutschen Musik. Hauptschriftl.: Dr. Alfred
Heuß. Steingräber-Verlag, Leipzig. November—
heft. Heftpreis Mk. 1,50, Abonnementspreis vierteljähr—
lich Mk. 4. „Preußische Musikpolitik“ belitelt
sich einer der aktuellsten Aufsätze dieses mannigfaltigen
Heftes. Sehr ruhig, aber mit kritischer Schärfe, nimmt
hier ein ausgezeichneter Kenner der Verhältnisse, Dr. Fritz
Stege, zu den verschiedensten Fragen (Musikunterrichtserlaß,
Bestrebungen des Reichsverbandes Deutscher Tonkünstler)
und damit auch zu Männern wie Kestenberg, Ebel, Jöde
usw. Stellung. Das Fazit gibt recht zu denken, und jeder,
dem Musikerziehungsfragen am Herzen liegen, wird sich
mit dem Aufsatz beschäftigen müssen. In Fragen des
Unterrichtswesens steuert auch diesmal wieder Dr. Paul
Mies viel Anregendes bei. In das innere Reich der Kunst
aber führt die Fortsetzung des Eroika-Aufsatzes aus der
Feder des Hauptschriftleiters. Welch' überraschende Blicke
läßt Heuß den Leser in das geistige Räderwerk dieser
Symphonie tun! Ferner bringt Hermann Grabner die
Schlußbetrachtung zu seinem ausfuͤhrlichen Aufsatz über
Regers „Sinfonietta“ und kommt hier zu einer
wichtigen Herausstellung des Neuen bei Reger in Gegen—
satz zur klassischen Kunst. Ueber Tonarten-Charakteristik
wird mit Lebhaftigkeit weiter debattiert (Dr. Max Unger),
Kurt Striegler erzählt eine originelle Ferienepisode aus
Ungarn, und Professor Viktor Junk teilt ein völlig unbe—
kanntes Bruckner-Bild aus des Meisters jüngeren Jahren
mit. Eine Reihe interessanter Aktualitäten und Berichte
solgen. Man liest Heiteres und Ernstes aus dem eng—
lischen Musikleben, ferner über die Freiberger Orgel—
tagung, über Krenek und seinen „Jonny“, allerlei Wag—
neriang u. a. Große Berichte über Berlin, Leipzig, Wien
und eine Fülle anderer Nachrichten vervollständigen das
Heft, dem überdies noch als wertvolle Beilage ein Prä—
sudium des begabten österreichischen Komponisten Kattnig
und dessen Bild beigegeben ist; auch eines der reizvollen,
im Steingräber-Verlag erschienenen wendischen Volkslieder
pn Bernhard Schneider dürfte den Lesern besondere Freude
ereiten.

Gau Beckingen.
Am 16. November fand in Saarfels, Gastwirtschaft Jak.
Fries, ein Gautag des Gaues Beckingen statt. Es wurde
jemeinsam der deutsche Sängerspruch gesungen, daran schloß
ich ein Lied des M.—G.⸗V. Sängerkreis Saarfels. Der
erste Vorsitzende begrüßte sämtliche erschienenen Delegierte
ind Gäste. Die Anwesenheitsliste ergab, daß sämtliche
Lereine vertreten waren. Es erfolgte Vorlesung des
ßrotokolls des letzten Gautags durch den 1. Schriftführer.
deber Ein- und Ausgaben der beiden Konzerte erstattete
der 1. Kassierer einen kurzen Bericht. Der 1. Vorsitzende
jab Aufklärung über die Beschwerde des M.G.V. Lieder—
ranz Honzrath an den Bund, anläßlich der Kritik des
ßundesvertreters Grebe bei dem Konzert in Haustadt. Es
vurde Anregung gegeben, daß in Zukunft bei den Gau—
onzerten die Vereine so eingeteilt werden, daß die oberen
ind unteren des Tales gemischt werden. Der 1. Vor—
itzende berichtete über das Bundesfest in Wien und er—
nahnte jeden, der die Absicht hat, dorthin zu gehen, es
reiflich zu überlegen, weil Unterkunft, Verpflegung usw.
nit sehr großen Schwierigkeiten und Unkosten verbunden
ind. Ernste Worte wurden über unsere Zeitschrift ge—
prochen. Es geht doch nicht an, daß die Bezugszahl
mmer mehr sinkt. Gesuche um zeitweise Befreiung vom
Bezuge der Zeitung sind nicht an den Gau, sondern an
den Bund zu richten. Die falschen Ausstreuungen über
VBerpflichtungen, die der Bundesvorsitzende gegenüber dem
Sängerbund Fraulautern eingegangen sein sollte, sind in—
zwischen richtig gestellt worden. Der Gau bittet den Bund
zon einer gerichtlichen Verfolgung des Zwischenträgers ab—
zusehen, besonders, da es sich um interne Angelegenheiten
ꝛines fremden Gaues handelt. Die bekannte gastliche Be—
virtung in Saarfels hatte eine stattliche Anzahl Delegierter
— 200 — nach dem herrlichen Fleckchen Erde gelockt. Die
rächste Generalversammlung findet statt am Sonntag, den
20. Januar 1928, in Beckingen, Gastwirtschaft Karl ehe
Gau Hhomburg.
Der nach Mittelbexbach einberufene Gautag des Gaues
ßomburg war von 15 Vereinen beschickt. Liederkranz
Frankenholz und M.G.V. Kl.Ottweiler waren unver—
reten. Die Tagung wurde von dem 2. Gauvorsitzenden
Bbürgermeister Welter, Oberbexbach, geleitet, der nach Ueber—
teichung von einigen Sängerehrennadeln an verdiente
Zänger, dem Geschäftsführer des Bundes, Rauchholz, Saar—
»rücken, das Wort erteilt zu dem Punkte Bundesfest 1929
Neunkirchen. Die anschließende rege Aussprache ergibt
»öllige Uebereinstimmung über die Teilnahme sämtlicher
vauvereine an dem Bundesfest, sowie an den Bundes- und
dreismassenchören. Es wird beschlossen, im Jahre 1928
»in Gauwertungssingen zu veranstalten, dessen Vorarbeiten
einer in Kürze einzuberufenden Gaudirigententagung über—
assen bleibt. An Stelle des zurückgetretenen bisherigen
Bauchormeisters wurde Chorleiter Schuff, Limbach, ein—
timmig gewählt. M.G.⸗V. Erbach und Sängerlust Reis—
irchen werden vorbehaltlich der Zustimmung des Bundes—
orstandes in den S. S. B. aufgenommen? Der Punkt
Verschiedenes brachte die Erledigung einer Reihe interner
Fragen der Gauvéereine. M.⸗G.V. Bavaria Mittelbexbach
inter der Stabführung des Ehrendirigenten Jost um—
rahmte die Tagung mit gut vorgetragenen Männerchören.
M.⸗G.⸗V. Kirkel veranstaltete am 23. Oktober im Saale
Lalentin Geith unter Mitwirkung des Zitherklubs St.
Ingbert ein großes Konzert, das sich, wie alle Veran—
ftaltungen des rührigen Vereins, großen Zuspruchs er—

Bon rosen ein krentzelein, Verlag der „Blauen Bücher“
Karl Robert Langewiesche, Königstein im Taunus. Zu
unserer Besprechung dieses trefflichen Volksliederbuches,
das alle unsere Chormeister vor Veranstaltung von Volks—
liederabenden zu Rate ziehen sollten und das in jede
Vereinsbücherei, aber auch in jede Volks- und Schulbücherei
gehört, tragen wir heute nach, daß das Werkchen für 3,30
Mark von jeder Buchhandlung geliefert wird. Die gut
geleiteten Buchhandlungen werden es meist vorrätig haben.
Dreßlers Kunsthandbuch. Im Frühjahr 1928 wird mit
Unterstützung des Reichsministerilums des Innern, der
preußischen Ministerien für Wissenschaft, Kunst- und Volks—
bildung und für Handel und Gewerbe, des bahrischen
Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, des säch—
sischen Ministeriums des Innern, des württembergischen
Ministeriums des Kirchen- und Schulwesens u. a. eine neue
Ausgabe dieses einzigen authentischen literarischen Hilfs—
mittels für alle, die von Amts- und Berufswegen oder
zur Bereicherung ihrer Personalkenntnisse über Kunst und
Künstler einen Wegweiser suchen oder ein Bindeglied zu
ihnen brauchen, erscheinen. Es umfaßt die gesamten Künste:
bildende, redende und spielende und enthält in 3 Bänden:
Band J, die öffentliche und private Kunstpflege Deutsch—
lands, Oesterreichs, der Schweiz, Niederlande, Skandinaviens,
Finnlands, Spaniens; Band II, deutsche bildende Künstler,
Kunstwissenschaftler und Kunstschriftsteller der Gegenwart;
Band III, Deutsche Tonkünstler, Musikgelehrte und Musik—
schriftsteller der Gegenwart. In Vorbereitung ist außer—

Efst Dr. Axelross JOgheert.
            
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