Nr. 9
Saar⸗Säãnger⸗Bund
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scheinungen unserer Tage. Ter Roman ist eine Quelle
künstlerischen Genusses und zugleich tiefster Lebensweisheit.
Er würde vielen Lesern Wege zu hohem Menschentum
weisen können.
Musikalische Gedichte von Richard Plattensteiner, Heinrich
Minden-Verlag, Dresden-Leipzig. Preis geheftet 1 Mk.,
in Pappband 1,80 Mk. — Der bekannte Volksschriftsteller
und Vortragsmeister Dr. Richard Plattensteiner, Peter
Roseggers treuer Apostel, geht in diesen Dichtungen den
Stimmungen nach, die ihm aus den klassischen Werken
deutscher Tonschöpfer heraufwehen. In Andacht verweilt
er besonders vor Beethoven. Aber auch Brahms, Schuberts
und Mozarts Muse ist bei ihm zu Gast. Wir verhehlen
uns nicht, daß es ein Bedenken hat, was einst der Meister
bewußt in absolute Musik ausgedrückt hat, hernach in die
Wortsprache zu übersetzen oder überhaupt in eine andere
Kunstform umzudeuten. Es sei denn auf dem Boden einer
Kongenialität wie bei Brahms-Klinger. Jedenfalls verraten
diese Dichtungen, die sich in der allgemeinen Kritik gut
gehalten haben, starkes nach Innenschauen.
Georg Nellins, Juchheißa, Juchhei! Ein Sing- und
Spielkränzchen, 20 ein- bis vierstimmige Lieder mit Instru—
menten (2 Violinen und Viola, Violine und Laute, Zither
oder Klavier (Harmonium), Trommel, Triangel, Becken u. a.).
Verlag Josef Kösel und Friedrich Pustet K. G., Köln,
Koblenz, Leipzig, Breslau, München. Das Andenken an
einen der genialsten Chormeister des Bundes, an Georg
Nellius, der gegenwärtig als außerordentlich erfolgreicher
Musikdirektor in Neheim Westfalen) wirkt und mit seinen
eigenwilligen Kompositionen in stärkstem Maße das öffent—
liche Interesse der gesamten Musikwelt erregt, ist in unsern
Kreisen keinesfalls erlpschen oder auch nur verblaßt. Mit
diesen wundervollen Liedsätzen gibt er einmal wieder seine
Visitenkarte ab. Es ist eine Visitenkarte mit Goldschnitt:
entzückende Volksweisen, zum Teil wertvolles Kulturgut
aus Vätertagen in fesselnder Schreibung. Juchheißa, juchhei!
Wie schön ist der Mai! Gretel, Pastetel, was machen die
Gäns, sie sitzen im Wasser und waschen die Schwänz,
Schlaf, Kindchen schlaf, der Vater hüt' die Schaf, Eine
kleine Geige möcht ich haben, Da kommen die Soldaten
in gleichem Schritt und Tritt, Konzert ist heute angesagt,
Guten Abend, gute Nacht .... Ihr Chormeister, gebt diese
überaus wirkungsvollen Sätze den Solistinnen für eure
Konzerte!
Meine Lehrjahre bei Bruckner. Erinnerungen und Be—
rachtungen von Prof. Dr. h. c. Friedrich Klose.
„Deutsche Musikbücherei“ Band 61, Verlag Gustav Bosse,
Regensburg, in Papppand 6 RM., in Ballonleinen 8 RM.
Friedrich Klose, der Komponist der „Ilsebill“, der sym—
ohonischen Dichtung „Das Leben — ein Traum“ und des
zroßen Chorwerkes „Der Sonne Geist“, wie auch manch
inderer bedeutsamer Werke, die in den letzten Jahr—
zehnten die musikalische Welt aufhören machten, ließ in
den letzten Jahren nichts mehr von neuen Kompositionen
erscheinen. Nun auf einmal liegt das Ergebnis dieser letzten
Fahre vor uns. Es ist ein Buch, in welchem Friedrich
klose die Erinnerungen aus seinen Wiener Lehrjahren,
die er zu, Füßen Anton Bruckners verlebte, aufgezeichnet
sat. In lebendiger Anschaulichkeit schildert er Uns seine
Aufnahme bei Bruckner und die ernste Lehrtätigkeit
Bruckners, die noch ganz in der Theorie Sechters wurzelte,
dann aber auch die mit Bruckner verlebten geselligen
Stunden und all die vielen musikalischen Anregungen so
mnancherlei Art, die ihm während der Studienzeit in Wien
beschert waren. Der gereifte Mann, der hier zurücktaucht
in seine Jugendzeit, läßt aber in seinen Erinnerungen
rnste Betrachtungen über das musikalische Leben unserer
Zeit einfließen. Und diese ernsten Betrachtungen sind es,
die neben den Bruckner-Erinnerungen dieses Buch doppelt
vert erscheinen lassen. Kaum je dürfte in den letzten
zahren ein musikalisches Buch von solcher Bedeutung er—
chienen sein, wie es hier Friedrich Klose auf den Tisch
egt. Zu allen Erscheinungen unseres musikalischen Lebens
rummt er in ernsten, tiefgründigen Betrachtungen Stellung.
Wir finden da ein Kapitel „Von Orchester“, „Von Konzert
ind Konzertmusik“, „Vom Gesamtkunstwerk und seiner
isthetischen Berechtigung“, „Vom Judentum in der Kunst“,
„Von der Abkehr von Richard Wagner“, „Von Rhythmus,
Melpdie und Form“, „Von Szeneriewechsel und Ver—
vandlung“. Ernste Kritik wird an den Mißständen an den
donservatorien, in den Orchestern und in unserem heutigen
Musikbetriebe, soweit die Mißstände für den Schauenden
und Wissenden erkennbar werden, geübt. Damit ist uns
ein Buch gegeben, das heute jeder, der es mit unserer Kunst
ernst meint, in die Hand nehmen sollte, um es aber
nicht nur seiner Bücherei einzuverleiben, sondern es durch—
ustudieren und all das, was Friedrich Klose an reichen
Anregungen aus seinen durchdachten Erlebnissen zu geben
wveiß, lebendig auswirken zu lassen.
Rätselecke.
Bilderrätsel.
Helmut Haeber, Sulzbach (Saar), Stephanstraße 6;
Kerner, Schriftführer des Liederkranz, Saarbrücken,
Hagenbeckstr. 1a; J. Latz, Neunkirchen, Moltkestraße 19;
Martha Langenseld, Sulzbach (Saar), Bahnhofstr. 25;
W. Hoffmann, Saarbrücken, Sittersweg 2; Georg
Wilker, Saargemünd, Rothstr. 4;: Josef Büuß, 1. Schrift—
führer des M.«G.«V. Wadgassen, Talstraße; Ludwig Nal—
dach, Hostenbach, Kaiserstr. 42; Alfred Zoller, Hülz—
weiler, Nußholzerstraße; Reinhard Kullmann, Ober—
bexbach, Hauptstr. 12;3 Peter Kochems, Fischbach, Quier—
schiederstraße 71; Rudolf Anton, Saarbrücken 2, Jenne—
weg 12; Oskar Lorscheider, Brebach, Friedrichstr. 7;
Peter Bonnaireée, Körprich, Post Bilsdorf, Hauptstr. 152;
Alhert Hubig, Fischbach, Mittelstr. 80, Maria Heine,
duisenthal,, Kaiserstr. 152; Helene Maurer, Schülerin
de der Cecilienschule, Saarbrücken, Schillerstr. 15;3 Klara
Jennewein, Sulzbach, Gärtnerstr. 73 Volksschüler Kurt
Schneider, Luisenthal, Kaiserstr. 783 Willy Wagner,
Zaarbrücken, Schweringstr. 21; Fritz Engel, Elversberg,
kKaiserstr. 313 Paula Harberg, Saarbrücken, Mainzer⸗
traße 673; Ludwig Pröpper, Saarbrücken, Heimeck 3;
Julius Mayer, Musiker, Elversberg, Hauptstr. 8; Meta
Bloch, Saarbrücken, Bruchwiesenstr. 16G Matth. Rasgon,
Dirigent, Luisenthal; Kaiserstr. 45; Frieda Reichsrath,
Friseuse, Wadgassen, Ecke Saar-Lindenstraße; Richard
Jung, Neunkirchen, Stummstr. 3; Jakob Schörer, Saar—
hrücken, Hohenzollernstr. 63. — Allen Einsendern, deren
Lösung bis zum 15. November in unserem Besitz war, ist ein
Preis zugegangen. In Zukunft werden wir die drei ersten
Einsender richtiger Lösungen mit Preisen auszeichnen. Wir
hitten auch die Frauen, jungen Mädchen und Kinder um
Beteiligung am Rätselraten. Auch freuen wir uns über
fFinsendung selbsterdachter Rätsel. Allen Freunden unserer
ieugeschaffenen Rätselecke: rohe Weihnacht!. St.
—
Lösungen erbeten an die Schriftleitung Saarbrücken.
Lortzingstraße 16.
Auflösung des Rätsels der vorigen Nummer: Beet—
hoven, Schubert, Mozart, Bach, Zelter, Haßler, Rossini,
Puccini, Berlioz, Palestrina. Richtige Lösungen sandten
ein: Willi Schössser', Saarbrücken 1, Eisenbahnstr. 283
Paul Kaub, Völklingen, Bismarckstr. 76, J. K. Gin—
dorf, Schriftführer des M.G.⸗V. Sängerbund Dillingen.
Pachten (Saar), Merzigerstr. 6653 Aloys Morguect,
Bous, Winkelstr. 13; Lehrer Thommes, Saarbrücken 2,
Parallelste. 33 Nik. Malburg, Hühnerfeld, Brefelder—
straße 8: Sebastian Kerner, Keuchingen, Oktawienstraße;