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wieder aufgenommen werden. Der sangesbrüderliche und fame—
radschaftliche Sinn zwischen Frout und Heimat wurde durch
Bries- und Liebesgabensendungen aufrechterhalten. Wie sehr
unsere Frontkämpfer an dem Vereine hingen, darüher reden
die Feldpostbriefe im Vereinsarchiv heute noch eine beredte
Sprache. Leider kehrten 5 dieser Helden nicht mehr zurück,
sie schlafen den ewigen Schlaf in fremder Erde, wir aber
gedenken ihrer in treuer Freundschaft. Im Jahre 1924 feierte
der Verein sein 20jähriges Stiftungsfest, verbunden mit einem
Wertungssingen, an dem sich 28 Vereine beteiligten. Ein Jahr
später solgte die Weihe der ersten Fahne, auf die der Verein
besonders stolz sein kann, da sie ein Produkt Eppelborner Heim
arbeit ist. Der Entwurf stammt nämlich von Bildhauer Jak
Fuchs, die Stickerei von Frl. Zimmer, jetziger Frau Hippchen,
beide geborene Eppelborner. Der Verein ist seit dem Jahre
1923 Bundesmitglied und gehörte bis zur Gründung des Gaues
Eppelborn dem Gau Lebach an. Bei Gründung des Vereins
wurde als 1. Vorsitzender Jakob Spaniol gewählt, der
längere Zeit hindurch an leitender Stelle stand und als Muster
von Pünktlichkeit, Ausdauer und Liebe zum deutschen Liede galt.
Heute noch werden manche heutere Geschichten von ihm im
Vereine erzählt. Herr Spaniol, genannt der Vetter „Jäb“,
war schon mit 16 Jahren Mitglied des RKirchenchores und
Mitglied von Gesangvereinen bis in sein hohes Alter. Er zählt
heute beinahe 89 Jahre und ist noch Ehrenmitglied unseres
Vereins. Er ist Kriegsveteran von anno 1870,/71, wovon er
noch manches zu berichten weiß. Möge Herrn Spaniol ein
recht goldener Lebensabend beschieden sein!
Gau Köllertal.
M.⸗G.⸗V. Hilschbach⸗ZFiegelhütte veranstaltete unter der
trefflichen Stabführung seines Chormeisters Jakob Schneider
zu Gunsten eines Krieger-Denkmals für die gefallenen Hel—
den der Gemeinde seinen ersten Volksliederabend. Der
wohlgelungene Abend stand unter der einheitlichen Idee
„Von der Wiege bis zum Grabe“. Unter Mitwirkung eines
ausgezeichneten Musiktrios wickelte sich das umfangreiche
Programm vorzüglich ab. Reicher Beifall lohnte die sorg—
fältig vorbereiteten Darbietungen. Im Namen des Gaues
sprach Gauschriftführer Krämer Dank und Anerkennung
aus, zugleich ehrte er im Auftrage des Bundes in Dank—
barkeit für 25jährige Aktivität mit der Ehrennadel die
Sangesbrüder Fritz Glessner J, Fritz Glessner U und Ludwig
Klein. M.⸗«G.⸗V. Hilschbach-Ziegelhütte hatte das Verdienst,
die ersten Bausteine für den Denkmalbau beigetragen zu
haben. Ueberall wurde der Wunsch laut, der Verein möge
doch öfter solche schönen Volksliederabende veranstalten!
Gau Saartal Metitlach.
Das Konzert des Gaues Saartal Mettlach findet um—
ständehalber nicht, wie beabsichtigt, am 4. sondern am
Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 314 Uhr, im Ver—
einslokal des M.«G.«V. Keuchingen statt. Sänger und San—
gesfreunde sind zu der Veranstaltung aufs herzlichste ein—
— Wir werden über den Verlauf des Konzertes
erichten.
Saar⸗Eanger⸗Vund
Nr. 9
ernt. Veranstaltungen dieser Art sind ein gutes Mittel
m Abwehrkampf gegen die unwürdigen Wettstreite, die
n den meisten Fällen Gehässigkeit, Neid und Hader zur
Folge haben. Sängervereinigung Lisdorf und M. G. V. Wad—
jassen konnten die herrliche Einigkeit im Geiste nicht besser
dezeugen als durch den von beiden Vereinen mit weit über
200 Sängern vorgetragenen Massenchor: Heimatklänge an
der Saar von Ph. Stilz. So rufen wir es allen Bundes—
pereinen zu: Schließt euch zusammen! Huldigt dem Ge—
neinschaftsgedanken! Nur so ist Großes zu erreichen! A.S
Gau 5sSaarbrücken.
Der letzte im Sängerheim Ludwigspark stattgehabte Gau—
ag des Gaunes Saarbrücken war für den Gau von hoher
Bedeutung. Nach dem so plötzlich erfolgten Hinscheiden des
unvergeßlichen Gauvorsitzenden Rechtsanwalt Dr. Wenderoth
zatte der erste Bundesvorsitzende dieses schwierige und ver—
intwortungsreiche Amt kommissarisch versehen. Nunmehr
öste der Gau Saarbrücken das Provisorium durch ein—
timmige Wahl des Oberregierungsrats Jaeckel zum Gau—
yorsitzenden ab. Der vortreffliche Verlauf des letzten
Bertungssingens im Sängerheim erbrachte den Be—
veis, daß in Oberregierungsrat Jaeckel der rechte Mann
in den rechten Platz gewählk worden war. In seiner warm—
herzigen Begrüßungsansprache an den Vertreter des Bundes—
»orstandes und an die Saarbrücker Sängerschaft wies der
neue Gauvorsitzende darauf hin, daß die Wertungssingen
des Gaues Saarbrücken für den ganzen Bund vorbildlich
sein müssen, und daß deshalb nuür ein Wertungssachver—
tändiger von ganz besonders hohen Qualitäten für dieses
chwierige Amt bei diesem Wertungssingen in Betracht
ommen könne. Herzlichst begrüße er deshalb den wohl
ersten Musikpädagogen der Gegenwart Herrn Professor
Heorg Rolle aus Berlin als Wertungssachverständigen,
»er gern der Ladung des Gaues gefolgt sei, um seiner
ünstlerischen Arbeit mit seinem in einem Menschenalter
ewährten Rat zu dienen. Bundesschriftführer Stein be—
zrüßte im Namen des Bundesvorstandes Herrn Professor
RKolle, die gesamte Sängerschaft, nicht zuüͤletzt aber den
ieuen Gauvorsitzenden, Oberregierungsrat Jaeckel, der be—
eits so erfolgversprechend in sangesbrüderlicher, in künst—
erischer und musikpädagogischer Hinsicht an die glückliche
Tradition seines Vorgängers Dr. Wenderoth angeknüpft
zabe. Der Redner wünschte dem neuen Kapitän für sein
zlückhaftes Schiff wackere, treue, aufrechte Navigativns-—
offiziere, eine fleißige und opferwillige Schiffsmannschaft!
Am Wertungssingen beteiligten sich mit durchweg hoch—
vertigen Chören: Saarquartett unter Robert Carl, Ger—
nanig unter Treitz, Borussia unter Horbach, Frohsinn
Zaarbrücken 1 unter Barth, Liedertafel-Harmonie Saar—
»ücken 5 unter Wagner, Saargold Saarbrücken 83 unter
Llanget, Liedertafel Saarbrücken 83 unter Schäfer, Con—
tantia Saarbrücken 2 unter Bastian, St. Johanner Sänger—
zund unter Georg Hitzelberger, Liederkranz unter Carl.
NRachmittags fand im Handelshof mit den Chormeistern in
Anwesenheit der Bundes-, Gau- und Vereinsvorstände die
Besprechung statt. An Hand der Partituren machte Professor
Rolle auf Verstöße aufmerksam, vor allen Dingen aber
jab er zahlreiche recht fruchtbare Anregungen' für die
Veiterarbeit. Der Redner verbreitete sich über Liedauswahl,
Lortragsweise, Tonansatz, Tonbildung, Atmung, Bindung,
Läsur, Phrase, Melodie, Rhythmik, Dynamik, Takt und
Tempo und belegte seine Ausführungen durch eine Fülle
yon treffenden Beispielen aus der gesamten Gesangs-, Chor—
uind Opernliteratur. Der Gau Saarbrücken kann Meister
Rolle nicht dankbar genug sein für die überaus wertvollen
Anregungen, Hinweise und Belehrungen. Spontan brachte
er seinen Dank durch die von Georg Hitzelberger dirigierten
deutschen und Saarsängersprüche — stehend gesungen —
Gau Saarlouis.
Die Sängervereinigung Lisdorf begrüßte in ihrem Ver—
einshaus den M. G. V. Wadgassen zu einem Vnoasie
besuch. Die beiden Vorsitzenden Emmes und Franz faänden
herzliche Worte echter Sangesbrüderschaft. Unter dem Stabe
der bewährten Chormeister Recktenwald und Adolf Groß
boten beide Vereine, die ja im Bunde mit in erster Reihe
stehen, erlesene Perlen der deutschen Männerchorliteratur.
Es seien nur genannt: Vesper von Beethoven, Feuerreiter
von Matthieu Neumann, Nordische Heerfahrt von Kern,
Die Ablösung von Hutter. Dieser Freundschaftsbesuch war
ein löbliches, geradezu vorbildliches Beginnen. Beide Ver—
eine haben durch Hören viel, sehr viel von einander ge—
ðx Allen Sengesbrũdern der Liederfafel zur Kenninis,
öä daß wir am Sonntog, den 6. November, durch die
— — —— Geburt eines gesunden Jungen und kraftigen
1. Bassisfen hoch erfreut wurden.
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