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Saar⸗Sänger-Bund
Il Nr.
itzender des Vereins sagen mehr als tausend Worte und
Reden. Der Verein kann stolz sein auf diesen Charakterzug,
stolz auf seine Männer, die in jahrzehntelanger Arbeit,
eng verbunden mit jedem einzelnen Mitgliede, ihre Kraft
zegeben haben und zum Aufstieg verhalfen. Die Feier, die
m großen Saale der Bürgerhalle nur für die aktiven und
passsven Mitglieder und deren Angehörige veranstaltet
wurde, nahm einen erhebenden Verlauf. Gauvorsitzender und
Fhrenmitgiied des Vereins Wagner dankte dem Jubilar
m Namen des Bundes für die dem Verein und somit auch
dem Bund und der gesamten Sängersache geleistete Arbeit.
kEr feierte den Jubilar als einen treuen, echten Sänger, als
e und als Vorbild für die Jugend. Herr Pistorius
unkel dankte in bescheidener Weise für die Ehrung. Im
Namen des Vereins sprach der 2. Vorsitzende Altmeyer.
Am Schluß seiner Rede überreichte er dem Jubilar im
Namen des Vereins ein in schwarzem Rahmen künstlerisch
gestaltetes Ehrendiplom. Zur besonderen Freude gereichte
—ADD
Einladung zu dieser Feier gefolgt ist. Es verdient betont
zu werden, daß Herr Pistorius Dunkel gleichzeitig Ehren—
bräsident des Turnvereins ist, und daß nicht zuletzt auch
die Sänger der Turnerschaft ihren Ehrenvorsitzenden da—
durch ehrten, daß sie ihm durch treffliche Liedervorträge
oor seiner Wohnung die Glückwünsche des Vereins über—
mittelten. Möge Herr Pistorius Dunkel noch lange unter
uns weilen, zum Wohle beider Vereine und nicht zuletzt
zum Wohle der edlen deutschen Sängersache in unserem
ODrt und weit darüber hinaus!
ren war. Die Männerchöre: Hymne an die Nacht, Die
Lesper und Die Himmel rühmen befestigten den künst—
erischen Ruf des Vereins. Koͤnzertsänger Willi Henseler,
döln, errang ebenfalls großen Erfolg mit Beethovens Ade—
aide und dem Bußlied. Der zweite Teil des gut besuchten
donzertes war der Ballade gewidmet. Der Vortrag der
iußerst schwierigen, aber sehr wirkungsvollen Kunstchöre
„Die Ablösung“ von Hutter und „Der Feuerreiter“ von
Natthieun Neumann bewiesen, daß der Verein es wagen
ann, an derartige Chorwerke heranzutreten, die unglaub—
iche Anforderungen an den Chor stellen. Das treffliche
donzert bedeutet einen Markstein in der glänzenden Auf—
värfsentwicklung des Vereins.
Der Verein zur Pflege des deutschen Volksliedes, Hosten—
zach, veranstaltete am 16. Oktober im Saale Haen einen
Bßeethoven-Abend. Es ist kein geringes Wagnis, in Hosten—
zach einen Konzertabend zu veranstalten; denn das kunst—
jebende Publikum ist hier recht dünn gesät. Man setzt
ich lieber in die rauchige Wirtsstube, gießt einen Schoppen
iach dem andern hinter die Binde, schwankt mit einem
Affen nach Hause und erwartet hier die Geburt eines ganz
uppigen Katers. Trotzdem waren zirka 200 Personen der
xẽinladung gefolgt. Der Abend selbst kann als wohlgelungen
eze ichnet werden. Neben dem veranstaltenden, Verein wirk—
en der junge Orchesterverein und der katholische Kirchen—
hor „Cäeilia“ mit. Als Redner war ein passives Mitglied,
Rektor Sattelberger, gewonnen, der es in meisterhafter
sede verstand, Beethyvven vor dem geistigen Auge der
Zuhörer aufleben zu lassen und diesen König der Töne
nenschlich näher zu bringen. Atemlos lauschte alles den
reffrichen Ausführungen. Durch die angebaute neue Bühne
jat der Saal Haen ein ganz anderes Gesicht bekommen.
Fetzt kann hier einmal ein Wertungssingen veranstaltet
verden. Wir beglückwünschen Herrn Haen zu diesem Bau
uind wünschen ihm nun noch eine neuzeitliche Bühnen
russtattung.
Gau Wadgassen.
Der durch seine vorbildlichen künstlerischen Leistungen
eim Bunde rühmlichst bekannte M.⸗G.⸗WV. Wadgassen veran—
staltete unter dem Stabe seines bewährten Chormeisters
Ad. Groß eine Beethoven-Gedächtnisfeier, für die Bundes—
vorsitzender Stadtschulrat Bongard als Festredner gewon—
Hom Büchertisch.
Hanwit der Jäger, ein fröhlicher Rwmman von Jakob
Kneip, Horen-Verlag, Berlin, Preis 5,— Mark, Ganz—
seinen 7,30 Mark. — In der vorliegenden Nummer unserer
Bundeszeitschrift haben wir einen unserer gediegensten zeit—
zgenössischen Tichter, Jakob Kneip, zu uns sprechen lassen.
Berade auch anläßlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes
gilt es, sich dessen bewußt zu werden, daß wir auch an
die Ehrenpflicht gegen die Lebenden zu denken haben.
Möchte auch dieser köstliche Roman, dessen Würdigung wir
uns zugleich mit seinen im Truck befindlichen neuen Ge—
dichtbänden vorbehalten, auf vielen Weihnachtstischen liegen.
Es ist eine Gabe voll schalkhaften Humors und voll ab—
grundtiefer Lebensweisheit. Niemand wird ihn unbefriedigt
aus der Hand legen!
Der Deutsche in der Landsjchaft, besorgt von Rudolf Bor—
hardt, Verlag der Bremer Presse, München. —
zu unserer Besprechung dieses vortrefflichen Werkes tragen
bir heute den Preis nach; Büttenband 10, — Mark, Papp—
zand 12,— Mark, Leinenband 14.—4 Mark.
Byz autin'jche Masik von Dr. Egon Wellesz, Privat—
»ozent an der Universität Wien, Verlag Fexrdinand
dirt, Breslau, mit 7 Notenbeispielen und 18 Bildern, in
Zalbleinen geb. 3,80 Mark. — Erstmalig wird, hier eine
darstellung der byzantinischen Musik auf breiterer kul—
ureller Grundlage gegeben, eine Zusammenfassung der
zahlreichen Einzelstudien, die diesem Gebiet gewidmet
purden. Bei der wachsenden Beschäftigung mit der Musik
des Orients hat sich immer gebieterischer die Forderung
»ꝛxgeben, ihre Tokumente, die fast acht Jahrhunderte um—
pannen, kennenzulernen. Hierfür ist das vorliegende Werk
in vorzüglicher Wegweiser, der vor allem die kulturellen
Vorbedingungen für die Entwicklung der byzantinischen
husik eingehend behandelt. Die verwirrende Fülle ver—
chiedenartiger Formen und Gestaltungen findet hier über
ichtliche Ordnung und Tarstellung.
Von rosen ein krentzelein, alte deutsche Volkslieder mit
ielen alten Melodien, herausgegeben von Hubert Stierling,
zeschmückt von Emil Ernst indors Verlag der
ßlauen Bücher Kar! obert Langewsesche,
dönigstein im Taunus und Leipzig. — Mit ganz besonderer
Freude begrüßen wir diese überdus reizvolle Volkslieder—
Neue Musik-Zeitung, Halbmonatsschrift, 49. Jahrgang,
. Heft. Stuttgart, Verlag Carl Grüninger, Nachf.,
Ernst Klett, Schriftleitung Alfred Burgartz, vierteljähr—
lich 6 Hefte 5,20 Mark, Einzelheft 1.2 Mark. — Wir
haben verschiedentlich empfehlend auf die „N. M.Z3.“ hin⸗
zewiesen, die sich im neuen Gewande recht freundlich prä—
sentiert. Von den Aufsätzen des Oktoberheftes nennen wir:
Vom Sinn der „Neuen Musik-Zeitung“ vom Herausgeber,
Tradition und eri von H. W. von Waltershausen,
Brotesken und Marionetten von Erich Steinhard, Musik,
Tanz, Vitalität von Walter Harburger usw. Tazu pracht⸗
oolle —— von Led Pasetti (mit einer Ein—
ührung).
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—E